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Test: Apple Logic Pro 10.8, Digital Audio Workstation

Ein prall gefülltes Update

27. November 2023
apple logic pro 10.8 test der digital audio workstation

Apple Logic Pro 10.8, Digital Audio Workstation

Mit der neuesten Version Logic Pro 10.8 widerspricht Apple erneut dem Trend, für Updates und Neuerung einen Aufpreis zu verlangen oder gar ein Abo anzubieten. Wer, wie ich, vor vielen Jahren einmal 229,- Euro für die Vollversion bezahlt hat, der wird seit dieser Zeit auch immer wieder mit größeren und kleineren Updates versorgt, die nicht nur Bugfixes und Betriebssystemanpassungen beinhalten, sondern meist auch ein Paket mit neuen Funktionen und Erweiterungen. Wir schauen uns heute an, was Apple der Version 10.8 beigepackt hat – und das ist wahrlich nicht wenig!

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Apple Logic Pro 10.8: Muss man das noch beantworten?

An dieser Stelle kommt bei meinen Tests meist die Frage: „Worum geht es?“ mit der Intension, Nicht-Insidern einen kurzen Überblick zu geben, was das Testgerät oder das Stück Software uns Musikern bringt bzw. laut Hersteller bringen soll. Diese Frage ist bei diesem Bericht recht einfach zu beantworten: Apple Logic Pro ist eine DAW = Digital Audio Workstation. Das Wort „Workstation“ ist bei diesem Begriff für manche Leser irreführend, denn eine DAW ist immer ein Stück Software, das auf einem Computer (meist PC oder MAC, selten Linux) installiert wird und als Basis für moderne Musikproduktionen steht. Mit dieser Software kann man vom ersten Kinderlied der Tochter bis hin zum Nummer 1 Hit alles abdecken.

Logic_Pro_DAW

Manchmal ist es notwendig, sich zusätzliche virtuelle Helferlein, wie Effekte oder Software-Instrumente zu besorgen. Die meisten DAWs am Markt haben schon ein solches Basis-Set im Paket enthalten.

Und es ist unstrittig, dass Apple Logic Pro zu den beliebtesten und besten DAWs am Markt gehört und für 229,- Euro dazu noch ausgesprochen preisgünstig ist. Der einzige Haken an der Sache: Logic Pro gibt es nur für den Mac. Eine Windows-Version war und ist nicht geplant.

Die Neuerungen in Version Logic Pro 10.8

Wer sich näher mit Apple Logic Pro befassen möchte, findet im Internet alles vom kleinen Erklärvideo bis hin zum mega-umfangreichen Tutorial mit fast allen Details. Und auch wir bei AMAZONA.de haben der Apple DAW immer wieder einen Artikel gegönnt, wenn es was Neues gab. Und dies sind nun die – wichtigsten – Neuerungen des Updates 10.8:

  • Mastering Assistent
  • Sample Alchemy
  • Beat Breaker
  • Neue Edit-Werkzeuge
  • erweiterte MIDI 2.0 Unterstützung
  • 32 Bit Aufnahme (Floating Point)

… dazu neue Soundpacks und viele kleinere und größere Verbesserungen. Auch in Sachen Optik haben sich ein paar kleinere Veränderung ergeben. So sind MIDI-Spuren ab jetzt grün und nicht mehr blau. Warum? Ja, gute Frage.

Das Thema 32 Bit Aufnahme wird von vielen Usern sicherlich mit einem „ENDLICH“ in Empfang genommen – so war dies noch eine letzten wirklich vermissten Funktionen der Apple DAW. Auch wenn in den meisten Fällen 24 Bit ausreichen – schön, dass diese Lücke geschlossen wurde.

Logic_Pro_10-8_32Bit

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Auch die erweiterte MIDI 2.0 Unterstützung ist wichtig. So hat Korg mit den neuen Keystage MIDI-Controllern endlich das neue MIDI 2.0 Zeitalter eingeläutet und gezeigt, dass die bidirektionale Datenverarbeitung sehr hilfreiche Funktionen bereitstellt.

Die neuen Werkzeuge im Bereich Spuren sind „Verschieben“ und „Drehen„. Damit kann man Inhalte in Audio- und Software-Instrument-Regionen bewegen, ohne gleichzeitig die Regionsgrenzen zu verschieben. Mit anderen Worten: Ich definiere eine Region innerhalb eines längeren Tracks und bewege dann den Track-Ausschnitt innerhalb der Region hin und her.

Logic_Pro_10-8_Verschieben

Das Werkzeug steht für Audio- und MIDI-Regionen zur Verfügung. Wichtig: Die Slip-Verschiebung einer Region ist nur möglich, wenn der Quellinhalt die Länge der Region mindestens um die Länge der Verschiebung übertrifft. Übrigens wird die Auflösung des Bereichs feiner, wenn man hinein zoomt.

Das Werkzeug „Drehen“ funktioniert ähnlich wie „Verschieben“, nur wenn die Inhalte an einer Stelle über die Grenzen der Region herausreichen, dann wird dieser Bereich wie in einem Loop von der anderen Seite her verlängert.

Falls der eine oder andere Leser jetzt etwas verwirrt ist: Tatsächlich sind die Funktionen in Worten recht schwer zu beschreiben. Wer eine bildliche Vorstellung der Wirkungsweise der Werkzeuge haben möchte, dem empfehle ich folgendes deutschsprachige Video (Ab Minute: 13:11):

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Logic Pro 10.8: Sample Alchemy und Beat Breaker

Da fällt es schon leichter, die neuen Tools „Sample Alchemy“ und „Beat Breaker“ zu erläutern und ebenso, wie die neuen Werkzeuge, erweitern diese den kreativen Ansatz von Logic Pro ungemein. Kann ich mit den oben genannten Werkzeugen das Timing innerhalb einer Spur maßgeblich verändern, so ermöglicht es das Plug-in Sample Alchemy das Anwenden von verschiedenen Synthesen auf ein beliebiges Audiosample.

Logic_Pro_10-8_SampleAlchemy

Egal, ob granular, additiv oder spektral: So kann man ein beliebiges File in ein Instrument verwandeln und dieses beispielsweise auf einem MIDI-Controller spielen. Im folgenden Video sieht man eindrucksvoll die Möglichkeiten dieses Tools:

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Der Beat Breaker bietet eine grafische Darstellung eines Sounds, den man in beliebig viele Abschnitte teilen kann. Dann ermöglich Beat Breaker, diese einzelnen Abschnitte in Sachen Tempo, Lautstärke, Richtung oder sogar mit Scratching-Effekten zu versehen. Hier ein Audiobeispiel, wie man aus einem kurzen Clip interessante Klänge mit Hilfe des Beat Brechers zaubern kann:

Im Edit-Mode des Plug-ins sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt und nach einiger Übung könnte man das Plug-in sogar im Live-Betrieb verwenden. So gibt man einer EDM-Performance einen ganz neuen Groove.

Logic_Pro_10-8_BeatBreaker

Sie sehen: Schon diese neuen Funktionen werten Logic Pro spürbar auf und erweitern den Nutzen in verschiedene Richtungen enorm. Doch einen habe ich noch und hier hat sich Apple an ein ganz heißes Eisen gewagt: Das Mastering.

Der Logic Pro 10.8 Mastering Assistent

Für viele Tontechniker und Heimstudios ist das Mastern immer noch der heilige Gral. Da wird dem finale Ergebnis aus dem Recording und dem Mixing der letzte Schliff gegeben. Hier entscheidet sich, wie „tight“ der Beat ist, wie breit die Stereobühne wirkt und wie ein sanft einsetzender Limiter oder Kompressor aus den Einzelteilen ein Ganzes zusammenklebt. Dazu muss man natürlich sündhaft teure Mastering Limiter, Equalizer, Kompressoren und Konverter verwenden (Achtung: Ironie!).

Logic_Pro_10-8_Mastering Assistent

Und hier kommt der neue Mastering Assistent von Logic Pro 10.8 ins Spiel und bevor die Spezialisten aufschreien: Dieses Tool ersetzt keinen erfahrenen Mastering-Engineer, sondern ermöglicht es, das bestehende Audiomaterial mit wenigen Mitteln bestmöglich zu optimieren. Und natürlich ist danach auch noch „room for improvement“, aber – das werde ich gleich zeigen – das ist schon eindrucksvoll.

Logic Pro 10.8 Mastering Assistent: Charaktere

Der Mastering Assistent ist ein Plug-in, das nur im Stereo-Out Channel-Strip zur Verfügung steht – was natürlich für ein Mastering Plug-in sinnvoll ist. Deswegen auch gleich mein Rat: Erst aktivieren, wenn der Mix steht, ansonsten kommt man in Teufels Küche. Der Mastering Assistent macht nämlich zunächst eine Analyse des Tracks oder, wenn gewünscht, eines Track-Abschnitts. Wenn man danach aber wieder den Mix verändert, dann stimmt die Analyse nicht und das Ergebnis geht in die Hose. Nach der Analyse schlägt das Plug-in vier unterschiedliche Mastering-Ergebnisse vor, die man im Menü „Charakter“ auswählen kann. Zur Beschreibung der jeweiligen Klangfärbung zitiere ich gerne den Text der Apple Support Seite:

  • Clean: Ein Algorithmus, der ein transparentes und zugleich ausdrucksstarkes Ergebnis bietet. Dieser Stil eignet sich optimal für EDM, akustische Musik und alles, was einen sauberen und zugleich ausdrucksstarken Sound erfordert.
  • Valve: Ein Algorithmus, der eine Verarbeitungskette simuliert, die Röhren nutzt, um tiefe Bässe und klare Höhen zu erzeugen. Damit ist dies eine hervorragende Option sowohl für akustische Musik als auch für das Hip-Hop-Genre.
  • Punch: Ein Algorithmus, der einen aggressiven Sound mit einer subtilen Betonung auf den mittleren Frequenzen verkörpert und ideal für Rockmusik ist.
  • Transparent: Ein Algorithmus, der von einem modernen und straff klingenden Kompressor inspiriert ist und sich für die meisten Musikgenres eignet

Es wichtig zu verstehen, dass mit Ausnahme von „Clean“ die anderen Varianten nur bei Computern mit Apple Silicone M1, M2 oder M3 Chips auswählbar sind. Offensichtlich wird hier Rechen-Power herangezogen, die mit den Intel CPUs nicht darstellbar ist. Außerdem wichtig: Die unterschiedlichen Charaktere sind KEINE Veränderung im EQ, sondern finden sich überwiegend in den Einstellungen des Limiters („Dynamics“).

Hat man einmal seine Einstellung gefunden, so kann man trotzdem den Frequenzgang an drei parametrischen Punkten korrigieren (Low- und High-Shelving, Mittenband) und mit dem Auto-EQ-Schieberegler kann die Intensität der Frequenzkorrektur anpassen (Custom EQ).

Logic_Pro_10-8_Mastering Assistent_EQ

Sollte man doch noch im Mix etwas verändern, obwohl schon am Mastering Assistent gearbeitet wurde, dann gibt es den Button „Reanalyze“ zur Neuberechnung des Audiomaterials. Mit Bypass kann man bequem ein Vorher/Nachher-Vergleich der Mastering Korrektur machen und mit Loudness Compensation wird dieser Vorher/Nachher-Vergleich mit Pegelausgleich vorgenommen, so dass der vielleicht höhere Pegel des gemasterten Materials nicht nur scheinbar besser klingt.

Logic Pro 10.8 Mastering Assistent: Dynamics

Der Bereich „Dynamics“ kümmert sich um die Lautheit und Sättigung des Mastering. Grundsätzlich möchte man heutzutage (leider) immer mehr Gesamtlautstärke auf Kosten der Dynamik erreichen, um im Vergleich auf dem Küchenradio oder im Auto besser zu klingen („Loudness War“). Mit der Dynamics-Sektion hat man das passende Spielfeld für diese Parameter.

Logic_Pro_10-8_Mastering Assistent_Dynamics

Der Regler Loudness verändert die Lautstärke, die in Mittenstellung des Reglers bei -14 LUFS-I liegt. „LUFS“ bedeutet „Loudness Units relative to Full Scale“ und kann in drei Skalen gemessen werden:

  • LUFS-I = Integriert
  • LUFS-M = Momentan
  • LUFS-S = Kurzfristig

Das „LUFS-Meter“ ist im Mastering Assistent eine hilfreiche Anzeige, um diese Lautheit grafisch darzustellen. Das Feld „LU Range“ gibt den Lautstärkebereich während der Messung an. True Peak zeigt den Maximalpegel des Tracks bzw. des analysierten Bereichs an und mit Excite hat man eine Saturation (Sättigung) des Signals, die dem Hörer durch Hinzufügen von harmonischen und disharmonischen Verzerrungen ein weiteres Gefühl der Lautheit gibt.

Logic Pro 10.8 Mastering Assistent: Spread

Dann haben wir noch den Bereich „Spread“, der sich um die Stereobreite des Signals dreht. Das Correlation Meter zeigt dabei als ein Korrelationsgradmesser den Phasenbezug beider Kanäle eines Stereo-Signals an. Dein Projekt sollte über Null sein; je weiter es darüber ist, desto besser ist die Monokompatibilität. Durch den Regler „Width“ beeinflusst man die Breite des Stereofeldes.

Logic_Pro_10-8_Mastering Assistent_Spread

  • Eine Korrelation von +1 (Ausschlag nach ganz rechts) bedeutet, dass der linke und rechte Kanal zu 100 % korrelieren, also vollständig in Phase sind. Das heißt, dass beide Lautsprecher in Mono-Wiedergabe dieselben Bewegungen vollführen.
  • Eine Korrelation von 0 (mittlere Position) zeigt die maximale Abweichung beider Kanäle an, wie sie bei extremen Stereo-Effekten auftritt. Das heißt, dass die Bewegungen beider Lautsprecher „nichts miteinander zu tun“ haben.
  • Negative Werte zeigen eine Phasendrehung an. Wenn das Stereo-Signal auf Mono heruntergemischt wird, würden Phasenauslöschungen auftreten. Bei -1 würden sich beide Lautsprechermembranen genau entgegengesetzt bewegen.

Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie der Mastering Assistent wirkt, habe ich einen Abschnitt des neuen Apple Logic Pro Demo Songs „Manzana“ vom Duo Take a Daytrip herauskopiert, analysiert und verschiedene Anpassungen vorgenommen. Bei den Audiosamples habe ich kräftig an den Reglern gedreht, um die Wirkweise überspitzt darzustellen:

Das erste File ist der rohe Mix und in der zweiten Datei habe ich die Loudness erhöht, den Exciter hinzugefügt und die Stereobreite großzügig vergrößert. Die Limiter Charakteristik war auf „Punch“ eingestellt

Conclusio

Wer schon Logic Pro im Einsatz hat, wird sich über die Neuerungen sicher freuen, denn sie fördern die Kreativität, erweitern den Funktionsumfang, und bringen mit den Features 32 Bit Recording und erweiterte MIDI 2.0 Funktionen die DAW auf den neuesten Stand der Technik. Das Update läuft bei mir übrigens vollkommen stabil an einem Mac Studio mit M1 Max Prozessor, 32 GB RAM und der neuesten Version macOS Sonoma 14.1.1. Als Audiointerfaces hatte ich während des Tests mein UA Apollo X6, das Neumann MT48 und die internen Interfaces des Roland Juno-X und/oder MC 707 im Einsatz.
Für potenzielle Neukunden empfehle ich die 90 Tage Test Version, die Apple momentan anbietet.

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Fazit

Well done, Apple. Wieder einmal ein sehr umfangreiches Update der vorher schon sehr gut ausgestatteten DAW. Die Version 10.8 ist nicht nur prallvoll gefüllt mit neuen Soundpacks, optischen Anpassungen und neuen Werkzeugen. Kreativ-Plug-ins, wie Sample Alchemy und Beat Breaker erweitern die Möglichkeiten und der neue Mastering Assistent bietet einen bequemen und intuitiven Einstieg ins Mastering, dem finalen Schritt einer Musikproduktion. Bleibt – wie immer – der Wermutstropfen, dass Logic Pro 10.8 nur mit Apple Computern kompatibel ist und dass für die Nutzung des kompletten Funktionsumfangs ein neueres Gerät mit Apple Silicone Chip notwendig ist. Trotzdem: Ein überzeugendes Update – sehr gut

Plus

  • kostenloses Update für Logic Pro User
  • Mastering Assistant
  • Kreativ-Plug-ins, wie Sample Alchemy und Beat Breaker
  • endlich 32 Bit Recording
  • pralles Paket mit vielen Neuerungen

Minus

  • nur für Apple User
  • voller Umfang nur mit Apple Macs mit Silicone-Chip

Preis

  • Update kostenlos
  • Vollversion: 229,99 Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Tyrell RED

    Bin begeistert, auch wenn mir der Funktionszuwachs von Logic langsam über den Kopf wächst, aber auf so etwas wie das Mastering-Tool habe ich sehnlichst gewartet. Und nun für lau – wow!

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      @Tyrell In der Tat ist der Funktionsumfang von Logic riesig und ich muss gestehen, dass ich vor einigen Updates den Überblick verloren habe. Aber immerhin sind all diese Funktionen enthalten und wenn man sie benötigt, kann man auf Plugins oder andere Tools verzichten. Dennoch müsste ich als Logic-Anwender der ersten Stunde (von Notator/Creator an) jetzt einen Kurs belegen, wenn ich das alles in kurzer Zeit durchblicken wollte. Die sehr gute Anleitung, die man mal eben aus der DAW heraus aufrufen kann, hilft mir aber oft beim Auffinden von Funktionen.

  2. Profilbild
    MatthiasH

    > Offensichtlich wird hier Rechen-Power herangezogen, die mit den Intel CPUs nicht darstellbar ist.

    Oder der Software-Hersteller, der zugleich auch neue Hardware verkloppen will, möchte den Druck auf den zögernden Kunden erhöhen.

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      @MatthiasH Es ist eher zu vermuten, dass Apple für die genannten Algorithmen die Machine Learning-Engine der CPU nutzt, die eben bei den Intel Prozessoren noch nicht existiert hat. Das ist bei iPads auch so. Auf den kleineren iPads (auch aktuellen) laufen bestimmte Apps nicht, weil sie einen M-Klasse Prozessor benötigen oder zumindest den letzten A-Klasse Prozessor mit ML. Ich würde hier Apple nicht unterstellen wollen, dass man nur auf den Verkauf neuer Hardware aus ist. Mal davon abgesehen ist das in der Windows-Welt normal. Da musst du bei jedem Software-Update aufmerksam die Systemvoraussetzungen studieren und wesentlich häufiger die Hardware wechseln als bei Apple üblich.

  3. Profilbild
    network-909

    Die Chips werden allerdings aus Silizium (silicon) hergestellt und nicht aus Silikon (silicone)… 🙂

  4. Profilbild
    mofateam

    Als Logic-User aus den Emagic-Urzeiten ist es natürlich fantastisch, was Logic heutzutage alles bietet. Und mE ist es die grafisch am besten gestaltete DAW.
    Viele neue Funktionren sind allerdings als Light -Version anderer Programme für mich überflüssig, wie z.B die Clip-Ansicht (Ableton) Beat Breaker (Dmitri Sches´Tantra/Breaktweaker) oder diese neue Mastering-„KI“, mit der sich definitiv nür Anfänger zufrieden geben werden können.
    Nice to have ? Naja. Ich greife für Spezialaufgaben lieber auf Drittanbieter zu. Ich erwarte von Logic keine weiteren Synthesizer oder so.

    Wie schön wäre denn stattdessen mal eine ins Arrangefenster integrierte vernünftige Sample-Editierfunktion ?
    Denn wenn ich professionell Audio bearbeiten will, brauche ich leider immer noch Pro Tools.

    Wie wäre es mit einer Audio-Quantisierfunktion, die nicht nur über Umwege ohne zerstörte Transienten und üble Artefakte arbeitet ?

    Wie wäre es (ich weiß, ein Traum) mit wirklich sinnvollen und professionellen Funktionen wie z.B. Alternartiven zu Vocalign oder Auto-Align ?

    • Profilbild
      Tai AHU

      @mofateam „Wie schön wäre denn stattdessen mal eine ins Arrangefenster integrierte vernünftige Sample-Editierfunktion ?“

      Den Punkt verstehe ich nicht. Willst du den Sample Editor direkt im Arrangement statt darunter? Wo wäre der Vorteil?

      • Profilbild
        mofateam

        @Tai Genau. Wie bei PT in EINEM Fenster, mit vernünftiger Waveformdarstellung und zB Stift- und Scrubfunktion, um zB bei diversen Sprach-/Gesangsspuren Knackser von Mundtrockenheit zu entfdenen etc.

        Bei Logic brauche ich dafür 4x so lang und es klingt oft trotzdem Scheisse…

        • Profilbild
          Round Robin AHU

          @mofateam Das ist wie beim Italiener um die Ecke. Reine Geschmacksache. Ich bevorzuge lieber einen Audioeditor von einem Dritthersteller.

          Grundsätzlich freut es mich sehr, dass Du deine DAW des Herzens gefunden hast und damit einen tollen Workflow gefunden hast. Nur solltest Du nicht so herablassend über andere DAW Nutzer äussern. Es gibt durchaus sehr professionelle Produzenten weltweit die Cubase, Logic Pro oder Studio One etc nutzen.

          Dennoch haben mir deine Ausführungen, zu deiner professionellen Produktionsweisen, sehr neugierig gemacht. Wenn möglich, kannst Du uns ein paar deiner Produktionen vorstellen. 😁

          • Profilbild
            mofateam

            @Round Robin Hi Round Robin, ich weiss tatsächlich nicht, wo ich mich herablassend über andere DAW-User geäussert haben soll.

            Zum einen schreibe ich ja direkt zu Beginn, dass ich selber seit Jahrzehnten Logic Pro nutze, was somit meine Lieblings-DAW ist. Zum anderen gibt es neben Fusspilz nichts Überflüssigeres als sich mit anderen darüber zu streiten, welche DAW (Gitarre, Musik, you name it…) die beste ist. Braucht kein Mensch.

            Ich kritisiere oben, dass Apple gern die Features anderer DAWs (ein paar habe ich angeführt) einfach ein bisschen kopiert, ohne diese dann jedoch mindestens auf gleichem Niveau hinzukriegen.
            Vergleiche etwa mal die Artefakte der Pitch-Funktion mit Melodyne oder Autotune… professionell kaum nutzbar.
            Drum-Multitrack-Quantisierung ohne kaputte Transienten – schwierig.

            Kann man das nicht erstmal besser machen, bevor man 10 neue Funktionen nachschiebt ?

            Natürlich ist auch eine Mastering-Funktion sicher prima, aber der Autor weist ja selber darauf hin, dass das kein Mastering, iZotope o.ä. ersetzt.

            Ich habe deshalb einfach „frustriert“ darauf hingewiesen, dass ich es ätzend finde, dass Apple seit Jahrzehnten als essientielles Feature kein (für mich zufriedenstellendes) Audioediting im Arrangefenster anbietet und ich deshalb immer noch gezwungen bin, dafür eine andere DAW zu benutzen.

  5. Profilbild
    Ralph Schloter 1

    Diese neue Version braucht mindestens OS 13.5. Ungeschickt, wenn man diverse (alle) Native Instruments Software nutzen will; da ist noch OS 12 angesagt. Dann warte ich halt noch 😎

  6. Profilbild
    Urs

    Logic ist schon eine Klasse DAW. Die kostenlosen Updates ne Wucht. Aber: bin vor ca. einem Jahr zu Ableton gewechselt. Passt für meinen Workflow etwas besser.
    Was ich absolut nicht verstehe, dass Logic nicht skalierbar ist. Why?
    Optisch gefällt mir Logic mehr.

  7. Profilbild
    anselm

    MIDI Effekte können immer noch nicht konsolidiert werden.

    Weiterhin gibt es kein „Meta“-Plugin für Parallel-Effekte. Da muss man mehrere Busse verwenden, was sich nicht kompakt speichern lässt, unübersichtlich ist und die Anzahl der Busse ist nicht unbegrenzt. Presonus Studio One macht es am besten.

    Live aufgezeichnete Automationen werden jetzt in Cubase mit weniger Punkten vereinfacht, so daß man leichter editieren kann, wie ich es vor ca. 19 Jahren den Entwicklern von Steinberg und Emagic geschrieben hatte. Man braucht nur etwas Geduld. 😀

    Also was Logic Pro da neues bringt, ist ja nicht per se schlecht. Aber ich sehe da empfindliche Defizite gegenüber den Mitbewerbern, wo ich mir den Fokus wünschen würde.

  8. Profilbild
    Sunjammer

    Logic ist auch die DAW meiner Wahl. Sie wird zuverlässig gepflegt, ist preiswert und läuft bei mir ohne Probleme. Gerade wegen des kleinen Updates von Logic 10.79 auf 10.8 habe ich meinen Intel Mac (ein durchaus leistungsfähiger i7 mit viel RAM + SSD) von Monterey auf Ventura 13.6.1 upgegraded.
    Der Mac läuft auch weiterhin gut, subjektiv vielleicht marginal langsamer als auf Monterey.

    Wenn ich jedoch beim Start von Logic gleich ein Projekt öffne, gibt es -unabhängig von der Projektgröße- immer ein MIDI Timeout („Logic Pro hat eine MIDI-Zeitüberschreitung festgestellt…“) Wenn ich Logic mit leerem Projekt starte und das gewünschte Projekt nachlade klappt alles wie erwartet. Hat sonst noch jemand ähnliche Erfahrungen?

    • Profilbild
      BouncyHunter

      @Sunjammer Schalte mal die Clock aus,jedenfalls habe ich hier dieselben Probleme.“Beschwerde“ an Apple ist raus.

  9. Profilbild
    Aldesacht

    Midispuren waren zwar schon immer grün, aber über den Rest einiger Neuerungen kann man sich schon freuen – allein schon Sample Alchemy: Endlich Granulares im Paket. Mastering, hm ja, da dürften viele bereits spezialisierte PlugIns am Start haben mit entsprechendem Workflow, von daher wahrscheinlich erstmal für Neueinsteiger interessant. Alles andere… mal sehen, probieren geht über studieren, M1 zum Glück vorhanden…

  10. Profilbild
    Sunjammer

    Seit kurzem hat Apple ein kleines Update (10.8.1.) nachgeschoben. Die von mir beschriebenen Probleme (siehe oben) sind jetzt behoben.

  11. Profilbild
    Aldesacht

    … update: Probiert :-)

    Von (noch) gelegentlichen Einfrieren bei der Sample-Analyse im „Additive-Modus“ ist „Sample Alchemy“ einfach nur genial und bietet erfrischend neues. „Beat Breaker“ ist auch ziemlich interessant und lässt bei Experimentieren glatt die Zeit vergessen. Der „Mastering-Assistent“ erscheint zumindest brauchbar, wenn es ganz fix gehen muss mit z.B. Vorab-Lieferung einer Produktion – da ist zwar schon einiges im PlugIn-Ordner, aber … derneue „MA“ liefert echt fix :-)

    Sehr brauchbar finde ich die neuen Werzeuge „Verschieben“ und „Drehen“ – auch das schafft neues Arbeitstempo bzw. erspart die bisherigen Umwege für sowas.

    Chapeau – für mich ist dieses Update eins der überraschenden Highlights 2023 – zumal das Ding genauso stabil wie vor dem Update zu laufen scheint (obig erwähntes Einfrieren bei der Sample-Analyse mal ausgenommen, da kommt sicher bald ein Bugfix)

    Nochmals Dank an den Autor für den Bericht. Tatsächlich hatte ich zuvor nix gehört von dem Update, und seltsamerweise wurde es auch nicht bei den Updates gelistet im App Store unter Ventura – erst wenn man die Logic-Seite selbst öffnete, stand dort plötzlich „Aktualisieren“.

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