Test: Behringer XR18, XR16, Digitalmixer, Teil 1

3. Juli 2015

Klein, schwarz, stark: der Espresso-Mixer

Für die kleinen Jobs war ich früher analog mit einem Mackie 1604 unterwegs, dazu ein kleines Siderack mit zwei Yamaha Q2031, einem Alesis Microverb4 und einem Samson S-com4 Kompressor im 6HE Rack. Noch 30 m 16/4 Multicore eingepackt und die Sache war recht kompakt spielfertig.

Aber die digitale Revolution geht auch am FOH-Platz nicht vorüber. Nachdem die Digitalmixer erst das Siderack, dann das analoge Multicore abgeschafft haben, ist nun die Bedienoberfläche dran. Die neueste Generation Digitalpulte bestehen aus einer Stagebox, die die Rechenpower beinhaltet und werden mit Tablet oder Rechner bedient.

Alle Anschlüsse vorne

Alle Anschlüsse vorne

 

Gestatten, XR18

So kommt der neue Behringer-Spross mit 333 x 149 x 140 mm gerade mal auf die Größe einer Schuhschachtel und wiegt 3,2 kg. Als Testgerät ist hier das XR18 am Start. Es ist die etwas größere Variante des XR16.

Der Größenvergleich

Der Größenvergleich

 

Das Gehäuse besteht aus Stahlblech, die Seitenteile haben eine Einfassung aus Gummi zum Kanten- und Rutschschutz. Zum Rackeinbau werden Winkel mitgeliefert. Zwei Bügelgriffe erleichtern den Transport des Winzlings.

Alle Anschlüsse sitzen auf der Vorderseite, nur der Netzschalter mit Kaltgerätebuchse hat auf der rechten Stirnseite Platz gefunden.

Auf der Frontplatte finden sich 16 Mikrofoneingänge mit Kombobuchsen, von denen 1 und 2 auch als Hi-Z Instrumenteneingänge fungieren. Zusätzlich steht ein Stereo-Line-Eingang mit Klinkenbuchsen zur Verfügung.

Ausgangsseitig sind neben dem Main-Out sechs Auxe vorhanden, alle als XLR-Buchsen. Ein Phones-Out ist auch vorhanden, daneben der einzige Regler am Gerät, das Volume-Poti.

Forum
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    zippo

    Kanalbeschriftung und farbliche Kennzeichnung sind auch in der Mac-App möglich: rechte Maustaste ist dein Freund!

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      Armin Bauer  RED

      Tja blöd, dass meine Maus keine rechte Taste hat.

      Ne ernsthaft, ich finde das Pult klasse, aber die Dokumentation lässt doch noch arg zu wünschen übrig.

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        gaffer  AHU

        @Armin – Jede Mac Maus seit Mitte des letzten Jahrzehnts hat eine rechte Taste, man sieht sie nur nicht. Aktivieren muss man sie schon, aber ich denke das weisst du.. ;)

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      Armin Bauer  RED

      Es geht nicht darum, die Kapitel wieder zusammen zu fügen, sondern dass sie nur kapitelweise downloadbar sind, das macht unnötig Arbeit.

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    Markus Galla  RED

    Leider steht die ausführliche Bedienungsanleitung zum X32 Producer auch nach wie vor nicht zum Download bereit und man muss sich quer durch das Netz googlen, um sie irgendwo zu finden oder auf das Wiki zurückgreifen. Aber da steht Behringer nicht alleine da. Technische Dokumentation scheint nicht mehr für wichtig erachtet zu werden.

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    trommlertom

    Vielen Dank für den Test.

    Ich hätte 2 Fragen:

    1) Mich würde die Qualität der Preamps und der ASIO Treiber interessieren.
    Kann man das X Air XR18 auch als Recordinginterface im Homestudio einsetzen?
    Oder ist die Qualität zu schlecht? und wie sieht es mit Latenzen aus?

    Hat jemand Erfahrung damit?

    2) Wie stabil läuft das X Air XR18? Kann man sich bedenkenlos live darauf verlassen?

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    yentz

    Hallo, hab mir das XR18 vor kuzem gekauft weil ich immer wieder probleme beim mischen über Ableton hatte.
    Die Treiber funktioineren hervoragend unter OS X. Multitrack Recording aller Kanäle ist problemlos möglich.
    Die Qualität der Wandler würde ich subjektiv als gut bezeichnen. Ich habe keine Probleme oder Qualitätseinbußen bemerken können. Veglichen mit dem Sound, der über USB aus meinem Analog4 und Rytm kommt würde ich das Signal nach der Wandlung im XR18 als besser bezeichnen das ist aber rein subjektiv.
    Live Einsaz kann man denke ich bedenkenlos machen jedoch ist die Wifi VErbindung schlecht und bricht immer mal wieder ab. Hab das Pult per Lan an nem Router dran an dem auch mein Rechner per Lan hängt und das funktioniert einwandfrei.
    Es lassen sich alle erdenklich Routings einstellen und die Effektqualität ist gut. Auch die EQ’s und Kompressoren in den einzelnen Kanälen sind gut. Das Pult hat das was ich erwartet habe bei weitem überstiegen. Scheint als hätte Behringer hier tatsächlich mal ein richtig gutes Produkt am Start (wobei ich bereits mit dem ADA 8200 soundmäßig sehr zufrieden war).

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      Armin Bauer  RED

      Hallo yentz,

      wir haben die Testgeräte ja eher kurz da, dann müssen die wieder zurück (nein, wir dürfen die nicht behalten).

      Von daher ist so ein kleiner Bericht aus der Praxis eine sehr schöne Ergänzung zum Test.

      Danke dafür.

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    fretneck

    Hi, habe eine Frage zum Behringer XR18: Wie frei bin ich im Routing der Effekte, kann ich Multibandkompressor, FB-Destroyer und Reverb oÄ auch auf die Summme oder Aux Wege legen (wahlweise parralel oder seriell)?
    Vielen Dank schon einmal, fretneck

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