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Test Bricasti M7 & Interview Brian Zolner

4. Juni 2018

Oberliga Highclass Hall

Bricasti M7

Vorwort:
An unserem heutigen „Reverb-Monday“, haben wir unseren Testbericht des Bricasti M7 nochmals überarbeitet und zusätzlich ein Interview geführt mit Brian Zolner, Mastermind von Bricasti.
Euer Felix Thoma

BRI-CAS-T-I

BRIan, CASeys Technische Innovation

Als die neue amerikanische Firma Bricasti auf der NAMM 2007 ihr erstes Produkt – einen neuen HighEnd Hardware Hall- vorstellte, brodelten umgehend die Gerüchteküchen hoch, da sich die beiden Entwickler Brian Zolner und Casey Dowdell als ehemalige Mitentwickler Lexicons outeten. Kaum ist die Auslieferung ein paar Tage angerollt, tummeln sich auch schon die ersten Lexicon PCM91s auf ebay. Manch einer behauptet gar, es handle sich um einen 960L-Killer und Brian und Casey hätten in ihrer Zeit als Lexicon-Entwickler die Hardware-LexiChips „reverse engineert“, um sie in DSP-Code zu portieren. Ohne wirklich hinter die Kulissen schauen zu können, könnte das Ausscheiden von Brian und Casey der Grund dafür sein, warum es bis dato keinen PCM91 Nachfolger auf Basis eines 960L gibt. Was an diesen Gerüchten dran ist, werden wir in den folgenden Zeilen lüften.

Bricasti M7

Durchstöbert man das Internet oder hört sich in der Szene um, so gibt es kaum einen, der nicht vom Klang des neuen Bricasti M7 ins Schwärmen gerät. Lediglich in einem Forum lästert man, wahrscheinlich ohne es je wirklich gehört zu haben. Immerhin sind bis vor drei Wochen nur 14 Geräte nach Europa geliefert worden und die Auslieferung rollt erst jetzt richtig an. Sicher loben es viele ebenso, ohne es gehört zu haben. Ein Hype eben. Unten in den Beispielen können Sie sich aber selber ein Klangbild machen, welches Sie -versprochen- sicher nicht enttäuschen wird.

Aufbau

Doch zunächst kommen wir kurz auf die Hardware zu sprechen. Das M7 ist sehr robust in einem Edelstahl-Gehäuse untergebracht, welches von einer gefrästen Aluminium-Frontplatte in sehr schlichtem Design aufgehübscht wird.

Die Bedienelemente fassen sich allesamt höchstwertig an, so sind das Poti und der Encoder beide fest verschraubt und beide machen einen äußert langlebigen Eindruck.

Das Display mutet hingegen etwas vintage an und erinnert mit der roten Floureszenz etwas an die Lexicon LARC, ob Ode oder nicht lesen Sie im Interview. Für den analogen Eingang steht ein 11-stufiges Poti zur Gainanpassung zur Verfügung. Die Parameter-Justage erfolgt über einen nicht gerasterten, sehr leichtgängigen Encoder und auch der Powerschalter ist interessanterweise ein Drehschalter. Alle Bedienelemente, auch die Taster, sind aus Aluminium gefertigt.

Rückseitig finden wir je zwei analoge XLR Ein- und Ausgänge, einen XLR AES3 Ein- und Ausgang, sowie je einen weiblichen und männlichen Sub-D 9-Pin Anschluss für die M10, eine Ende des Jahres von Bricasti vorgestellte Remote für bis zu vier Bricasti M7, die dann auch als Surround-Quartett oder -Trio arbeiten können.

Bricasti M7

Die MIDI Schnittstelle liegt derzeit leider noch fast brach. Wie man also vor einem Betriebssystem-Update seine Daten sichern soll, ist fraglich. Ebenso gib es hierdurch auch keine Möglichkeit, das M7 über einen MIDI-Controller fernzusteuern, was ich sehr bedauere. Hoffentlich lässt sich Bricasti nicht dazu hinreißen, dem Anwender eine solche Funktion vorzuenthalten, um ihre M10-Remote besser verkaufen zu können!

Im Inneren findet das geschulte Auge drei getrennte Platinen für die Stromversorgung, die DSPs und die AD/DA-Wandler, was spontan die Idee hervorruft, sich ein Bricasti M7 Modell ohne analoge Ein- und Ausgänge zu einem günstigeren Preis zu wünschen. Denn die Wenigsten werden das Bricasti M7 im Studio heute noch analog betreiben. Das ADA Board ist sehr aufwändig gestaltet und mit AD8510 OpAmps, gleich zwei AD1955 sowie einem AKM5394 und mehreren Relais zur Schaltung der Eingangslautstärke in 2 dB Stufen ausgestattet.

Das DSP-Board verfügt gleich über sechs Stück ADSP-BF561, die für die Hallberechnung zuständig sind. Diese geballte Rechenleistung erscheint für einen Hall in der Tat beachtlich.

Ein weiterer Blick offenbart -Oh Schock- einen immerhin temperaturgesteuerten und sehr leisen Lüfter. Nunja, sechs Doppelkern-DSPs machen schon einiges an Dampf und Bricasti empfiehlt daher, über und unter dem Gerät ein halbes HE Platz zum Atmen zu lassen. Warum man nicht gleich ein 2HE Gehäuse für bessere Konvektion und andere Wärmeabfuhr gebaut hat, bleibt aber offen. Bei diesem Preis wären 50$ mehr sicher nicht ins Gewicht gefallen.

Das M7 wird übrigens mit 100 praxisgerechten Presets ausgeliefert und bietet zudem vier Preset-Buttons an, die man direkt mit seinen eigenen Einstellungen oder Lieblings-Presets belegen kann.

Der Klang des Bricasti M7

Das Bricasti M7 kann mit allen Sampleraten von 44,1 kHz bis 192 kHz arbeiten und synchronisiert sich dabei entweder intern oder auf den AES3 Eingang.

Im Bricasti M7 steht genau ein Algorithmus zur Verfügung (siehe Interview). Die Preset-Bereiche Room, Plate, Hall, Spaces, Ambience und Chamber sind hingegen reine Parametrisierungen ein und des selben Algorithmus‘.

Neben den geläufigen Parametern, wie Size, Time, PreDelay, möchten wir die Weiteren kurz erklären:

Diffusion – bestimmt die Streuung bzw. die Rückwürfe der Reflektionen an den linken und rechten Wänden, je höher der Wert, desto komplexer wird die Hallfahne, was beim M7 in einem ausgeglicheneren, diffuseren Hallbild resultiert. Dieser Parameter hängt in der Auswirkung auch vom Size Parameter ab.

Density – bestimmt, wie schnell sich der Hall von wenigen zu vielen Reflektionen aufbaut, d.h. wie schnell er diffus wird.

Modulation – ist ein eher synthetischer Parameter, der -ähnlich wie ein Chorus- im späteren Teil der Hallfahne den Hall durch eine Art Tonhöhenmodulation andickt.

High & Low Frequency und Multiplier – Der M7 kann für Höhen und Tiefen die Hallzeit als Multiplikator zur gesamten Hallzeit ändern. Das bedeutet, wenn die mittlere Hallzeit 2 Sekunden beträgt, so verursacht ein Multiplikator 0,5 in den Höhen eine Hallzeit von 1 Sekunde, die beiden Übergangsfrequenzen können ebenfalls justiert werden.

Roll Off – Hoch- und Tiefpassfilter für das Hallsignal

VLF Cut – Justage des „Very Low Frequency“ Teils des Algorithmus (siehe Interview)

Early Select – wählt die Art der Erstreflektionen aus, ebenso kann man deren Höhen bedämpfen.

Bricasti M7

 

Jetzt kommen wir aber wirklich zum Klang … :-)

Die Hallfahne des Bricasti M7 klingt absolut erstklassig! Mir fallen dazu Adjektive wie, dicht, tief, breit, weich, vollmundig, stimmig und dennoch transparent ein. Mit dem Bricasti-Hall im Sendweg bekommen Signale jeglicher Herkunft einen gewissen Hollywood-Charme. Betrachtet man die Hallfahne, so bewegt sich das Bricasti M7 klanglich irgendwo jenseits von Lexicon und TC. Ich würde es so beschreiben, dass die Lexicon-typischen Wandrückwürfe mit einer sehr dichten und trotzdem noch transparenten Hallfahne versehen wurden. Man merkt in diesem Punkt also doch die Lexicon-Herkunft der Entwickler. Dennoch klingt das M7 anders, meiner Meinung nach einfach neuer und frischer als die schon 1000-fach gehörten Lexicon-Hallen.

Die Early Reflections klingen jedoch in meinen Ohren etwas zu einfach. In diesem Punkt können z.B. die TC VSS Algorithmen wesentlich mehr bieten, was sich dort auch klanglich positiver äußert. Anhand der Early Reflections alleine würde ich also nicht behaupten, dass das Bricasti M7 besonders natürliche (realistische) Räume erzeugen kann. Im Zusammenspiel mit dem Nachhall können die Ergebnisse aber mehr als überzeugen, auch wenn diese für mich eher richtig perfekt und angenehm als natürlich und realitisch klingen. Vielleicht könnte Bricasti hier dennoch verschiedene simulierte Raumformen für die ERs entwickeln.

Der Bricasti-Algorithmus verfügt, wie die meisten aktuellen algorithmischen Raumsimulationen, über die getrennte Einstellbarkeit von Erstreflektionen und Nachall. Der Quantec-Algorithmus argumentiert gegen diese Ethik, wie man auf der Homepage nachlesen kann, und dennoch steht dieser Hall immer noch in der Gunst vieler alt eingesessener Toningenieure. Quantec bastelt übrigens gerade an neuen Geräten mit wirklich modernen Features aber dem gleichen bekannten Hallalgorithmus. Wann diese Geräte fertig werden, steht aber noch in den Sternen geschrieben.

 

Abschließend lässt sich sagen, dass das Bricasti M7 auf jeden Fall in die Top-Liga TC Reverb 4000, Lexicon 960L und Quantec gehört. Dabei würde ich Ihn vom Charakter (wenn überhaupt) am ehesten neben dem 960L ansiedeln, da 480L, PCM91, TC und Quantec doch ganz anders klingen. Ich schreibe hier bewusst „anders“, denn an Hall-Qualität mangelt es bei keinem der genannten Geräte. Da, wie wir wissen, der Haupthall bei einer Produktion je nach Mischtechnik das komplette Klangbild bestimmen kann, werden also auch keine der sich bereits auf dem Markt befindlichen Hallgeräte überflüssig. Wie immer sollte man sich bei der Auswahl eines solchen Gerätes selber ein Bild machen, welcher Klangcharakter zur produzierten Musikstilistik passt. Pauschale Aussagen wie: also den Bricasti würde ich auf Percussions einsetzen, wähend es für Vocals keinen besseren Hall als den Yardstick gibt, sind also nicht allgemeingültig und beziehen sich immer auf den persönlichen Geschmack! Wie oben erwähnt können die Erstreflektionen des Bricasti mich persönlich nicht voll überzeugen, auch wenn sie harmonisch in das Gesamtbild des Halls passen.

Klangbeispiele
Forum
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    AMAZONA Archiv

    also ich hab den m7
    und er ist mit abstand das beste hallgerät auf dem markt, wer was anderes sagt hat halt keine ahnung oder ein defektes gehör.
    verglichen mit den 1000 anderen reverb-boxen am markt, ich rede nicht von plugins, die haben eh keine chance gegen gute hardware
    ist der m7 ein traum !

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    psv-ddv  AHU

    Super bericht, ich schliesse mich der Bewertung des Autors voll an. das gilt auch für die mittlerweile erhältliche „V2“ Firmware.
    Ich hatte den M7 bereits zwei mal für einige Wochen als Demo im Studio, da ich ihn mir anschaffen wollte. Beide Male habe ich ihn zurückgeschickt, da er mir zu weichgespült klingt. Wie ein Lexicon mit Zuckerguss drüber. Das führe ich auf die im Bericht erwähnte Gestaltung der ERs zurück. Realistisch klingen die nicht wirklich. Für meine Anwendung überhaupt nicht schlimm, das Bricasti M7 klingt ohne Zweifel sehr gut, entspricht aber letztendlich einfach nicht meinem Geschmack. Als Vergleichsreferenzen waren bei mir PCM96,92,82, 480L,224xl,224,QRS, Yardstick2496, RMX16, AKG ADR, Altiverb am Start.
    @Ralf: 1000 „reverb-boxen“ hatte ich leider nicht zur Verfügung. Aber gut, daß ich jetzt weis, dass mein Gehör „defekt“ ist. :)))

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      AMAZONA Archiv

      > Als Vergleichsreferenzen waren bei mir PCM96,92,82, 480L,224xl,224,QRS, Yardstick2496, RMX16, AKG ADR, Altiverb am Start.

      Das nenne ich einmal einen Vergleich. Da fehlt nicht viel. Beim AKG bin ich mir jetzt nicht sicher, welches ich letztens bei swissdoc hören durfte. Dessen Klang war ein Traum. Bestimmt nicht für jede Anwendung geeignet, aber solo einfach wunderschön. Den M7 fand ich so lala, müsste ich aber im Mix hören. Da finde ich z.B. das Roland R-880 unterbewertet.

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        psv-ddv  AHU

        Ja, Hallvergleiche finde ich super spannend. Gerade algorithmische Hallgeräte klingen ja eher hyperrealistich als realistisch und sind für mich auch voll im Bereich Klangkunst anzusiedeln. Daher ist die alte, raue Digitaltechnik dem Hallklang auch oft eher förderlich als der heutige blitzsaubere 24/96 delta-sigma Klang.
        Das AKG das Du bei Swissdoc gehört hast wird ein ADR68k gewesen sein. Weitere Hallgeräte hat AKG meines Wissens nach nicht gebaut. Das Teil klingt in der Tat wunderschön. Luftig und offen. Definitiv ein Geheimtipp. Mit dem R-880 bin ich nie warm geworden, vielleicht bin ich Rolandmässig vorbelastet. Das SRV330 war mein erstes richtiges Hallgerät, hat mich aber enttäuscht. Es konnte dem internen Hall meines ASR10 Samplers nie das Wasser reichen. Das R-880 muss ich mir bei Gelegenheit nochmal in Ruhe anhören.
        Das M7 funktioniert im Mix schon sehr gut, auch wenn es nicht den grossartigen Mix-Verschmelzungs-Effekt liefert wie das 480L. Das M7 ist mittlerweile auf so gut wie allen Hollywood Produktionen zu hören. Aber genau wie früher beim 480L will man seine Produktion ja vielleicht nicht unbedingt mit dem o8-15 Hallstandard glattbügeln, auch wenn er gut funktioniert.

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        swissdoc  RED

        Peter hat bei mir in der Tat ein AKG ADR68K gehört. Und zwar den Hall-Algoritmus, der gemäss Internet Wissen stark auf dem Lexicon Hall-Algoritmus aufbaut. AKG hat noch einiges an Hallgeräten produziert, allerdings analoge Feder-, Platten- oder Folien-Geräte. Auch wurde zumindest ein Halltank im OEM Bereich vertrieben (Swissecho 2000 mit AKG BX-15 Tank). Das ADR68K sollte man aber eher Ursa Major zurechnen, es handelt sich vermutlich um eine verbesserte Version des 8×32.

        In Sachen Bricasti hat Peter ein Plate-Preset gehört und da ich das Gerät erst kurz mein Eigen nennen darf, bin ich noch nicht so vertraut mit der Kiste. Allerdings haben ihm die paar Presets vom PCM-92 dann doch besser gefallen.

        Kennt jemand die Midi-Specs vom M7? Es gibt ja ein VST zum Fernsteuern und wie es scheint, hat Bricasti die Commandos nicht dokumentiert und versucht so offenbar dieses VST zu promoten, oder die Kunden zur Remote zu treiben, die witzigerweise die Menubedienung einfach nur kopiert und keine Regler bietet, wie das die meisten anderen Remotes so tun.

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    psv-ddv  AHU

    Korrekturen, ich war wohl heute morgen noch etwas neben der Tasse. Wollte sagen: „Weitere Digitalhallgeräte hat AKG meines Wissens nach nicht gebaut.“ Analog gibt es da natürlich Einiges.
    Verleichsreferenzen waren PCM96, PCM91 und PCM81, etc.pp. Ein PCM82 gibt es nicht. sorry.

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    AMAZONA Archiv

    Bezüglich der frühen Reflexionen, die hier etwas kritisiert werden, bin ich anderer Ansicht. Genau diese Umsetzung der Klangverdichtung vor dem eigentlichen Hall ist hier nahezu genial gelungen und im Verbund der anderen Teilalgorythmen
    dichter und natürlicher als TC-6000 sowieo… als auch 960.

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    Seit langem mal wieder ein Test der kein Blatt vor den Mund nimmt. So wünsche ich mir das. Vor allem das Interview ist aufschlußreich und widerlegt die meisten Gerüchte, sehr gut!

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    fritz808  

    …auch mein haupthall, für mich die nummer 1, habe die rraumzeitmaschine aber noch nicht antesten können.

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    t.walter  AHU

    Schön, dass Euch der Test gefällt.Das Interview wurde per Email mit Brian Zolner geführt nachdem ich ihn persönlich kennenlernte.

    Damals war ich voll auf dem Hardware Hall Trip. Und hatte alles was Rang und Namen hat im Studio: Quantec 2496, QRS, Lexicon 300, 480L, 224XL, PCM96, 960L leihweise (gab es damals noch neu zu kaufen), AMS RMX16, Eventide, .. ect…

    Heute benutze ich aber aus Platzgünden, Handling-Gründen ect. nur noch PlugIns und ein paar sehr feine selbst erstelllte Libraries über einen Faltungshall – ja, voll langweilig, ich weiß :-). Als Hardware sind noch zwei PCM70 und ein paar kleinere Charakter-Teile übriggeblieben. Am meisten vermisse ich das technisch mittlerweile nicht mehr ganz unanfällige 480L – das Relab vermag es eben nicht ganz zu ersetzen. Leider.

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      psv-ddv  AHU

      Is ja lustig. da hatten wir ja ein ganz ähnliches Hall-Arsenal am Start, siehe meinen ersten Kommentar von 2017 :)
      Plugins sind mittlerweile wirklich recht brauchbar geworden, aber ich nutze meine Hardware immer noch gerne. Macht einfach mehr Spass, auch klanglich, insbesondere wenn man eh mit einer analogen Konsole arbeitet.
      Deinen Kommentar zum Relab muss ich leider bestätigen.
      Am meisten hänge ich am AMS Hall und am QRS. Es ist einfach abgefahren, wie musikalisch die Kisten klingen. Passt nicht immer, aber wenn es passt dann klingt es komplett unglaublich.

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      Pygman

      7th Heaven (Pro) als Plugin basiert auf Impulsantworten des Bricasti´s.
      Vielleicht könnte das irgendwo Erwähnung finden, für den schmaleren Geldbeutel.

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    AMAZONA Archiv

    HiIch mache mich jetzt mal unbeliebt, denn ich habe ein Behringer 2496 V-Verb. Das Ding klingt für mich perfekt und der Preis war es wert. Auch hier können Software Reverbs nicht mehr mithalten. Jetzt bitte nicht schimpfen, ich sag ja nicht dass es besser ist als das Testgerät! Das weiß ich nämlich nicht. Aber die Klangbeispiele klingen wirklich super schön.

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      Hectorpascal  

      Du machst dich nicht unbeliebt. Ich finde diese High-End Dinger vollkommen obsolet. Ich habe hier zwei alte Alesis Midiverb/Midifex stehen und nutze die für fast alles weil ich den Klang einfach mag. Mik300z mit seinem YT-Channel und den gelungenen Vangelis-Imitaten wurde oft für den tollen Hall bewundert. Das war dann auch ein Behringer billig-Hall der im Mischpult eingebaut war. Edit: Das müsste ein UB1832FX-Pro von 2002 gewesen sein. Wahrscheinlich DER Geheimtip unter Hardwarefetischisten. Selbstironie aus! :)

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        t.walter  AHU

        Geheimtipp hin oder her … schlecht sind die Behinger Effektgeräte ja keinesfalls.. Aber richtig brauchbar sind die neuen Klark Technik Algorithmen in der Q-Serie. Die passen nicht immer auf Alles, aber oft auf sehr Vieles. Klark Technik (MusicTribe) sollte einfach das DN680 als Hardware oder PlugIn Re-Releasen. Wird ja als RMX16 für Arme gehandelt :-D

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      AMAZONA Archiv

      Ich nutze kein Bricasti oder Ähnliches. Aber ich habe ein M2000 von tc.electronic.
      .
      Lange Vangelis-Hallfahnen kann ich auch mit einem Strymon blueSky machen. Oder einem Multieffekt. Die sind sicher ok. Aber ich brauchte einen Raumhall für eine Radiomoderation. Das war knifflig, denn der Hall sollte nicht wahrgenommen werden, sondern einfach nur die Stimme natürlicher klingen lassen. Da der verwendete echte Raum furchtbar klang habe ich eine trockene Aufnahme mit dem M2000 bearbeitet. Nach ein paar Minuten hatte ich einen Hall den man erst dann wahrnimmt wenn er abgeschaltet wird.
      .
      Sorry, das machen die hier vorgestellten eingebauten Geheimtipps & Co. sicher nicht in der Qualität …

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