Test: Erica Synths Dada Noise System 2 & Quadraphonic Surround Panner

5. Mai 2021

Abgedrehtes Modularsystem

Erica Synths/Liquid Sky Dada Noise System 2

Erica Synths/Liquid Sky Dada Noise System 2

Das Erica Synths/Liquid SkyDada Noise System 2 ist das Ergebnis einer Kooperation des Liquid Sky Artist Collective und Erica Synths aus Lettland. Und um Missverständnissen sofort vorzubeugen: Im Test sind hier sowohl das eigentliche Erica Synths/Liquid Sky Dada Noise System 2 als auch das Erica Synths/Liquid Sky Quadraphonic Surround Panner, die sich hervorragend ergänzen.

Dennoch werde ich meistens die beiden als ein System bezeichnen. Richtigerweise gibt Erica Synths eben auch extra Seitenpanele zu bestellen, um beide Systeme in eine Einheit zu verschmelzen (30,- EUR).

Generell bestehen beide Einheiten aus einer Zusammenstellung schon bekannter Module der Black-/bzw. Fusion-Serie von Erica Synths. Zunächst einmal also eine schnöde Auflistung der Module.

Erica Synths/Liquid Sky Quadraphonic Surround Panner

Erica Synths/Liquid Sky Quadraphonic Surround Panner

Erica Synths/Liquid Sky Dada Noise System 2

  • Fusion VCO2
  • Fusion VCF3
  • Fusion Modulator
  • Black Stereo Delay
  • Black Joystick2
  • Black VC Clock
  • Black Modulator
  • Black Dual VCF
  • Black Quad VCA
  • Black Spring Reverb
  • Black Output
  • 25 patch cables
  • Seitenpanele und PSU sind im Lieferumfang enthalten

Erica Synths/Liquid Sky Quadraphonic Surround Panner

  • 2x Black Joystick2
  • 2x Black Mixer/Splitter
  • 2x Black VCA2
  • 2x Black Stereo-Delay
  • Seitenpanele und PSU sind im Lieferumfang enthalten

Das sind eine Menge Module und da Erica Synths kein Hersteller mit eigener Fabrik ist, kostet es auch entsprechend. Zurzeit konnte ich nur das Erica Synths/Liquid Sky Dada Noise System 2 bei einem deutschen Händler finden, Schneiders Laden bietet das Dada 2 System für 3935,- Euro an.

Erica Synths/Liquid Sky Dada Noise System 2 - Komplettsystem

Erica Synths/Liquid Sky Dada Noise System 2 – Komplettsystem

Das Erica Synths/Liquid Sky Quadraphonic Surround Panner kann direkt bei Erica Synths für 2202,20 Euro bestellt werden.

Das Leben erscheint als ein simultanes Gewirr von Geräuschen, Farben und geistigen Rhythmen, das in die dadaistische Kunst unbeirrt mit allen sensationellen Schreien und Fiebern seiner verwegenen Alltagspsyche und in seiner gesamten brutalen Realität übernommen wird.

Das Dada Noise System 2 schlägt zurück

Das Erica Synths/Liquid Sky Dada Noise System 2 ist die zweite Auflage eines Dada-Systems und ist laut Erica Synths Website „… our 2021 take and reflection on dada to make chaos, noise, randomness and insanity controllable and playable“. Im Jahr 2018, das von heute beinahe genauso weit entfernt scheint wie das Jahr 1918, in dem das ursprüngliche Dada-Manifesto geschrieben wurde, nahm es Bernd Kistenmacher auf sich, das erste System der dadaistischen Art zu testen. Dort ist auch eine kurze Entstehungsgeschichte des Liquid Sky Artist Collective zu lesen. Spannend auch die Kommentare und die allgemeine Ratlosigkeit, ob nun für so ein System so viel Geld zu verlangen wäre.

Erica Synths/Liquid Sky Dada Noise System 2 - Dada Noise System 2 links oben

Die Fusion Module VCO3, VCF3 und Modulator

Und um, vermutlich vergebens, der gleichen Verwirrung vorzubeugen, hier ein Zitat von Bernd aus den Kommentaren: „…natürlich kann man mit dem Dada Noise System auch harmonische Geschichten produzieren. das ist aber nicht im Sinne des Erfinders; will sagen, dass das nicht die Intention von Ingmar Koch gewesen ist, als er dieses System mitgestaltet hat.“. Das kann ich so Unterschreiben. Aber schön der Reihe nach.

Nur ein Oszillator im Erica Synths/Liquid Sky Dada Noise System 2?

Aber schön der Reihe nach. Ganz oberflächlich betrachtet steckt im Erica Synths/Liquid Sky Dada Noise System 2 tatsächlich nur der Fusion VCO 2, ein Oszillator mit einer Röhre als aktives Element. Abgesehen davon, dass das beileibe nicht der einzige Klangerzeuger ist, wie wir noch sehen werden, macht dieser röhrige Geselle seinem Namen alle Ehre. Selten habe ich einen Oszillator erlebt, der von sich aus so ungehobelt aber charmant und druckvoll klingt. Beginnt man dann „Detune“ und „Sub Level“ hochzudrehen, hört sich der Eine an wie eine Handvoll. Jetzt nur noch mit „Tube Crunch“ die Schwingungsform verbiegen und der Ton ist dein Freund. Ehrlich, ich könnte mir für ein Noise-System keinen Oszillator vorstellen, der als Basis geeigneter wäre als der Fusion VCO 2.

Leuchtet auch im Dunkeln - Fusion VCO 2

Leuchtet auch im Dunkeln – Erica Synths Fusion VCO 2

Böse Zungen behaupten ja, dass ein Oszillator, so ergiebig er auch sein mag, ja unmöglich alles sein kann bei einem System, das sich „Geräuschen, Farben und geistigen Rhythmen“ (Zitat aus dem Dada-Manifesto von 1918) verschrieben hat. Wollen wir doch mal ein wenig über den Tellerrand schauen, denn nicht nur wo VCO draufsteht ist auch ein Oszillator drin.

Ein LFO macht Rausch

Offensichtlicher zweiter Oszillator-Kandidat ist der Black Modulator LFO. Er gibt Tri, Saw, Pulse und S&H Schwingungsformen aus und lässt sich per Kippschalter in den Audio-Modus versetzen. Selbstverständlich besitzt er ein CV- und Clock-Eingang aber zusätzlich auch über einen Sync-Eingang. Ein Signal das hier eingeht, nagelt den LFO auf eine bestimmte Referenzfrequenz fest, so das fortan über den LFO-Speed-Regler verschiedene Oktaven dieses Sync-Tons abzurufen sind – man kann das also als Quantisierung benutzen. White-, Pink- und Crushed-Noise gibt er auch aus.

Mehr Oszillator durch Feedback-Fieber

Blicken wir direkt rechts neben den VCO, entdecken wir das Fusion VCF 3, seines Zeichens eine Kombination aus Mixer und VCF, ebenfalls bestückt mit Röhren. Dort entdecken wir natürlich auch den Resonance-Regler, der das Filter in die (na?) Selbstoszillation bringt – da wäre also schon Nummer Zwei. Besonderheit des Fusion VCF 3 ist die Möglichkeit, Filterfahrten über den Rec-Taster aufnehmen und jederzeit wiedergeben zu können.

Erica Synths/Liquid Sky Dada Noise System 2 Mit dem Record Button kann man Filterfahrten aufnehmen

Mit dem Record Button kann man Filterfahrten aufnehmen

Wären also schon vier Oszillatoren. Blicken wir in die untere Reihe, sehen wir einen Dual Multimode-Filter, genannt Black Dual VCF. Dieser fasst zwei charakterstarke Filter in einem Modul zusammen und erlaubt ebenfalls Resonanz bis zur Selbstoszillation. Oszillator Nr. 5 lebt. Und Nr. 6 auch.

Reziproke Hallspirale des Erica Synths/Liquid Sky Dada Noise System 2

Zwei Module weiter finden wir einen echten Federhall, an den man sogar einen eigenen Hall-Tank anschließen kann. Dieser eignet sich dann auch für die bekannten Scheppergeräusche, den die Interne Hallspirale ist nicht zu erschüttern. Der prominenteste Regler ist ein großer Feedback-Regler. Über einen Wahlschalter kann man verschiedene Arten von Feedback einstellen und dem Signal beimischen – was aus diesem einem Modul an organischen, sich ständig ändernden Feedback-Klängen herauszuholen ist, ist phänomenal. Stets mit der schwammigen Aura des Federhallklangs umwoben. Als Kirsche auf der Torte ist dann noch alles spannungssteuerbar und vor allem hat man noch einen Insert in der Feedback-Schleife. Und rein technisch kann ein Feedback zur? Richtig – Oszillation führen: Nr. 7.

Ein Riesenspass: Hallspirale mit Feedback-FX und Feedback-Insert

Ein Riesenspaß: Hallspirale mit Feedback-FX und Feedback-Insert

Der vierfache VCA zwischen den beiden letztgenannten Modulen scheint zunächst unverdächtig. Aber Moment mal? Warum muss man denn auf der Bühne ein Mic einpegeln – kann man da nicht einfach volle Kanne geben? Nein, es entsteht das ungern gehörte Pfeifen – eine Oszillation, beim Teutates. Die Ausgänge sind kaskadiert. Das ist ziemlich praktisch, denn so können wir das Feedback quasi dreimal oktavieren. Hören wir uns das mal an, und schauen was geschieht, wenn wir hier den Ausgang des Federhalls integrieren – ich würde sagen, wir haben hier unseren achten Oszillator gefunden. Es gibt übrigens noch zwei der Quad-VCAs in der Erica Synths/Liquid Sky Quadraphonic Surround Panner.

Geballte Delay-Ladung im Erica Synths/Liquid Sky Dada Noise System 2

Im eigentlichen Erica Synths/Liquid Sky Dada Noise System 2 gibt es ein digitales Delay-Modul, das Black Stereo Delay, das in doppelter Ausführung auch im Erica Synths/Liquid Sky Quadraphonic Surround Panner sitzt. Ich mache es kurz, auch hier kann man selbstverständlich über den Feedback-Regler eine Selbstoszillation erreichen. Ich habe das mal in das VCA/Hallspiralen-Ensemble eingeflochten – jetzt wird es langsam gefährlich für Membran in Box und Ohr. Warum denke ich gerade eigentlich an ein sternengesprenkeltes Banner?

Dieses Delay kann auch noch mehr, so ist es möglich, die Delay-Antwort über „Reverse“ rückwärts abzuspielen, über „Hold“ den Delay-Buffer einzufrieren und bis zu 40 Sekunden zu samplen und ihn über „Add“ zusätzliche Signale hinzuzufügen. Selbstverständlich darf ein Tap-Taster nicht fehlen. Im Feedback-Weg soll ein Kompressor für ein sanfteres Feedback sorgen – ich habe davon kaum etwas bemerkt – hier geht es richtig zur Sache.

Erica Synths/Liquid Sky Dada Noise System 2 - Time-Regler des Black Stereo Delay

Groß und Griffig: so lässt sich das Delay wohl dosieren

Was plagt denn noch die verwegene Alltagspsyche?

Langsam stellt sich also die Frage: Was ist denn nun KEIN Oszillator in diesem System? Prominenteste Module im System sind sicherlich die herausragenden Joysticks. Einer im Erica Synths/Liquid Sky Dada Noise System 2 und zwei im Erica Synths/Liquid Sky Quadraphonic Surround Panner. Diese scheinen nun der Oszillation unverdächtig zu sein. Diese Black Joystick 2 sind eine Weiterentwicklung und beherrschen nun auch die Kunst der Rezitation, denn man kann für die vier X/Y-Ausgänge Bewegungen aufnehmen und wiedergeben lassen – zyklisch.

Der Joystick 2 ist ein Präzisionsinstrument und erlaubt unabhängige Einstellung von X- und Y-Parametern

Das zählt sicher nicht zu einer hörbaren Oszillation, aber wer den X/Y-Kanal in den „Sine“-Mode schaltet bekommt eben dass – es sind zwar maximal „nur“ 30 Hz die hier herauskommen aber als Modulation für andere Sachen im „geradeso“ Audiobereich durchaus zu gebrauchen – z.B. als Sync-Quelle in Verbindung mit dem Black Modulator. In diesem Verbund hätte man dann eine Art Sequenzer.

Schwarze Code Sauce mit Tick

Ok, richtig muss es heißen „Black Code Source“, eine eher kryptische Bezeichnung hinter der sich ein Sample&Hold-Noise-Generator verbirgt, dessen (Pseudo-)Zufallssequenz sich endlos lange nicht wiederholt, da sie jeweils als Seed auf drei verstellbaren Parametern beruht: X, Y und S; diese sind ebenfalls spannungssteuerbar und die Rate des S&H kann ebenfalls verändert werden, und zwar bis weit in den Audiobereich – also schon mal ein Rauschgenerator. Ganz langsam gedreht, kann man den wunderbar für Zufallssequenzen, oder lange Drohnen nutzen. Aber es gibt hier einen Dreh: Bei einer bestimmten Einstellung von X/Y/S, kommt am Stereoausgang eine zyklische Schwingungsform zum Vorschein – verdammt – noch ein Oszillator! Hier ein wenig Source, dort ein gesyncter LFO, garniert mit etwas Delay.

Der Black Code Source verfügt auch über einen Clock-Eingang und dieser wird am besten mit dem links daneben liegenden Clock-Generator gefüttert. Shuffle ist hier ebenso möglich wie die Ausgabe einer Random-Clock und Einstellung verschiedener Teiler. Die BPM kann auch direkt per CV eingestellt werden und bietet sich so auch für Tempo-Feedback an. Gut, obwohl die Clock bis 420 BMP geht, wäre es doch arg überzogen, hier von einem Oszillator zu sprechen – wenn wir allerdings den Clock-Teiler auf 8 stellen und die BPM vom LFO steuern lassen…

Fusionierte Modulation einer brutalen Realität

Dieser multifunktionale Geselle des Erica Synths/Liquid Sky Dada Noise System 2 beherbergt u.a. zwei zyklische Hüllkurven (ja, auch die gehen in den Audiobereich) mit Uni- und Bi-Polarem Ausgang, samt EOC (End of Cycle) Trigger-Ausgang. Dazu einen Rauschgenerator und einen taktbaren S&H-Generator und eine VCA-Einheit. Leider kann man lediglich die Decay-Zeit über CV einstellen. Natürlich kann man die Hüllkurven auch über ein Gate-Signal auslösen.

Erica Synths/Liquid Sky Dada Noise System 2 - Joystick Bedienelemente

Der Joystick 2 verfügt über 4 unabhängige Kanäle, auf denen Joystick-Fahrten aufgenommen werden können

Irgendwann muss man es mal herauslassen und so ist das letzte Modul in der Kette das Modul „Black Output“ einem Stereo-Mixer mit 3 Mono-Eingängen samt Panoramaregelung und einem Stereo-Eingang. Möchte man mehr Summieren, bedient man sich der Mix/Split-Module im Erica Synths/Liquid Sky Quadraphonic Surround Panner. Hier setzt auch ein Kritikpunkt an: Um die angesprochenen Feedback-Schleifen zu erzeugen, ist ein Splitter unbedingt notwendig – und den gibt es im eigentlichen Erica Synths/Liquid Sky Dada Noise System 2 überhaupt nicht, sondern nur im Erica Synths/Liquid Sky Quadraphonic Surround Panner. Ich möchte keines der Module missen, vielleicht am ehesten noch den Black Source, deswegen finde ich diese Tatsache besonders Schade.

Zu den Klangbeispielen

Nach kurzer Zeit war ich im Sinne des Wortes verloren in Feedback-Schleifen und Eigenoszillationen. Durch die intensive Nutzung der Delays und Kreuzmodulationen kann man leicht schwebende Drohnen erzeugen, die einen hohen Noise-Anteil haben. Regelt man hier etwas zurück, etwa mit einem der Multimode-Filter, bekommt man das ganze in den Griff. Schließlich verspricht Erica Synths ja genau das: kontrolliertes Chaos.

Die obigen Beispiele sind einfach nur kleine Skizzen von Funktionseinheiten, die ich im Video dann mal in einer kombinierten Variation zum Besten gebe. Ich nenne die Komposition „Brunftschrei einer Lötlitze“. Obwohl immer noch Noise, wird deutlich, dass es tatsächlich kontrollierbar bleibt, wenn man denn möchte. Ich hatte sogar einen einstündigen Opus generiert, der aber aufgrund von Upload-Beschränkungen hier leider keinen Platz finden konnte. Deswegen nur ein Ausschnitt.

Auch klar ist, dass durch die Beschränkung des Mediums nur ein Stereo-Mix präsentiert werden kann. Aufgenommen hatte ich aber in einer Quadrophonie-Situation.

Die beiden System on YouTube

Fazit

Persönlich finde ich die Auswahl an Modulen im Erica Synths/Liquid Sky Dada Noise System 2 ergiebiger als die der ersten Version. Wie ich im Test nachgewiesen habe, ist jedes der Module als Klangerzeuger zu gebrauchen und vor allem das geschickte setzen von Feedback-Knoten kann wohliges Schnurren erzeugen.

Ich kann mir derzeit kein Komplettsystem vorstellen, das besser geeignet wäre dadaistische Klangwelten zu erforschen, die man sogar anderen vorspielen mag – Preis hin oder her. Abschließen möchte in Anlehnung an die Dada-Schluss-Klausel: Gegen das Erica Synths/Liquid Sky Dada Noise System 2 sein heißt Dadaist sein!

Plus

  • umfangreiche Ausstattung der einzelnen Module
  • viele Module sind multifunktional
  • alles kann als Klangquelle genutzt werden
  • Federhall mit Feedback-FX und -Insert
  • Joystick-Bewegungen können aufgenommen werden

Minus

  • wenig Multiples

Preis

  • Erica Synths/Liquid Sky Dada Noise System 2: 3935,- Euro
  • Erica Synths/Liquid Sky Quadraphonic Surround Panner 2166,- Euro
Klangbeispiele
Forum
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    Lapin  

    naja ist wohl cool für ein paar auf weirden avantgarde Lärm spezialisierte Künstler super aber um 6000 würd ich mir ein anderes setup zusammenstellen

    wie ist eigentlich der preis vom bundle im Vergleich zu einzelnen modulen?

    • Profilbild
      dr w  

      ne. eigentlich haben wir das system zusammengestellt als surround soundlab fuer filmmusik und film- & game soundFX.
      dass das system fuer die meisten nicht in frage kommt war uns vollkommen bewusst.

      wer allerdings horror- oder scifi filme unterlegen moechte hat mit dem dada noise v2 und dem surround panner ein professionelles werkzeug an der hand.

      das komplett system ist selbstverstaendlich billiger als wenn man alle parts einzeln kaufen wuerde.

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        Lapin  

        ah danke für die Ergänzung! Dafür kann ich mirs gut vorstellen, hatte ich nicht am radar.. und wohl der tester auch nicht

        meine Assoziation war donaufestival in krems oder ähnliches, da würde eine surround noise performance mit wummernden bässen dazu super hinpassen, vor allem in der kirche

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          dr w  

          kann man sicherlich fuer solche sachen einsetzen. ich selbst mach das persoenlich (!) eher ungern weil live ganz andere anforderungen sind.

          und je mehr stoepseln und strippen man ziehen muss desto mehr licht ist noetig.
          aber je mehr licht auf der buehne ist desto schlechter die konzert atmo.

          auch dauert das erstellen von aufwendigen patches doch einige zeit. was macht man da in der zwischenzeit mit dem publikum? schwaenke aus seinem leben erzaehlen?
          :D

          natuerlich ist es jedem/r ueberlaessen das so zu machen wie sie/er es will.
          und wir freuen uns wenn andere artists / producer aufregende alternative nutzungsarten fuer sich entdecken. und ich wuerde gern wen nettes damit auf dem donaufestival performen sehen!

          <3

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          t.goldschmitz  RED

          @Lapin: „Der Tester“ hat in dem Video eine 8 minütige Horror-Sci-Fi-Atmo g e m a c h t – hätte man sich das denn auch angesehen/-gehört ;)

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            iggy_pop  AHU

            Das klingt in der Tat schrecklich.

            Und so, als hätte da einer bei meiner „the putney 2 — sperrgebiete“ gewildert.

            Was beredtes Zeugnis über meine Arbeit ablegt.

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    falconi  RED

    Worin besteht bei käuflich zu erwerbender Instant Klangkunst eigentlich die Kunst? Darf ich die sechs Scheine verbrennen, bevor ich sie überreiche?
    Und was würde Greta dazu sagen?

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    Emmbot  AHU

    Schade das der Preis trotzdem angemessen ist. Wie immer bei Erica schickes Designe und toller Klang. Obwohl ich dann doch zu etwas „melodischeres“ greifen würde.

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    ctrotzkowski  

    …hm, sieht mir auch nach einem klassischen Mega-Gadget aus „für den zahlungskräftigen Enthusiasten, der sonst schon alles hat“.
    In dem hier oft beschriebenen Goldenen Zeitalter der Analogsynths wäre wohl keinem von uns eingefallen, so 2 – 4 Monatsgehälter in Capt. Kirks Langstrecken-Tricorder-Tongenerator zu stecken – da ging es denn wohl eher um Modularsynths, die zwar auch mal auf R2-D2 machen konnten (Arp 2600), die aber ansonsten hauptsächlich edles Vollkornbrot mit kreativ geformter Butter lieferten……
    Ich warte übrigens auch schon lange auf den Retro Synth, der das Bügeleisen aus Raumpratroullie Orion als CV-Controller einsetzt…. :-D (Haptik ist eben alles….)

  5. Profilbild
    iggy_pop  AHU

    „Reziproke Hallspirale…“? „Fusionierte Modulation…“?

    Oh, Gnade… ich habe studiert und kann mich geschwollen ausdrücken, wenn ich will — und zwar so, daß mich keiner versteht –, aber was soll das denn bitte sein?

    Bitte um Aufklärung, bin doof.

  6. Profilbild
    t.goldschmitz  RED

    Witzig, wutzig, offenbar hat sich hier Keine die Mühe gemacht, dass in der Einleitung erwähnte Dadaistische Manifest zu lesen :D. Ich empfehle das nachzuholen.
     
    In Anlehung an den dadaistischen Geist (z.B. Salvadore Dali sollte vielleicht ein Begriff sein?) habe ich mir erlaubt, den Text ein weeeeeenig dahin zu gestalten. Wie Bierernst unser Zeitalter geworden ist, lässt sich wunderbar im Labor der geqäulten Alltagspsyche analysieren. Wortschwellung hin oder her ;)

  7. Profilbild
    liquid orange  AHU 1

    Optisch ein Traum, aber warum sind da nie Kabel dran? Schämt man sich dieses Design kabelesk zu entwürdigen? Das ist ja wie eine Gitarre ohne Saiten, würde eigentlich keiner abbilden…

    • Profilbild
      t.goldschmitz  RED

      Im Video sind doch die Saiten draufgezogen – ich glaube es war ein ko(s)mischer horror Satz mit der Stärke Kratzbrumm.

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