Test: Framus Phil XG PX90/PX90, E-Gitarre

5. April 2016

Edles Holz für deftige Töne

Dieses Jahr feiert der Gitarren- und Verstärkerhersteller Framus sein 70-jähriges Bestehen. Oder genauer die 70 Jahre der Gründung, denn die in Erlangen ins Leben gerufene „Fränkische Musikinstrumentenerzeugung Fred A. Wilfer K.G.“ hatte, wie viele andere Traditionshersteller auch, seine Problemchen und ging zu Beginn der 80er Jahre in Konkurs. Heute gehört die Marke zu Warwick und ist eines der Synonyme überhaupt für qualitativ hochwertige Instrumente, die nach wie vor unter Einsatz von viel Handarbeit und mit besonderem Augenmerk auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz in Deutschland hergestellt werden. Und so kommt auch die heute getestete Framus Phil XG PX90/PX90 Vintage Sunburst Transparent High Polish direkt aus dem sächsischen Markneukirchen in die Hände unserer gnadenlosen Testabteilung.

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— Die Framus Phil XG P90/P90 —

Sie ist die Weiterentwicklung der Framus Phil XG PX90/PX90, dem Signature Modell des Sängers und derzeitigem Leadgitarristen der John Bon Jovi Band Phil Xenidis und als echtes Signaturemodell aus deutscher Produktion kratzt sie deutlich an der 3000-Euro-Marke. Lohnt sich das?

Aufbau und erster Eindruck

Geliefert wird die Gitarre in einem sehr großzügig gepolsterten Rockbag der Firma Warwick und mit einem Userkit, das neben den passenden Werkzeugen für die Einstellung des Truss Rods auch ein Politurtuch und einen Satz Safety-Straps beinhaltet.
Auf den ersten Blick erinnert die Korpusform mit der relativ flachen Bauart und den kleinen, spitzen Hörnern der Cutaways stark an den Gibsonklassiker „SG“. Einzig die etwas deutlicher abgeschrägten Kanten und das leicht größere obere Cutaway lassen auf andere Gene schließen. Ansonsten sind die Grundzutaten sehr ähnlich.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    tantris  

    Geiz ist geil. Warum geht es nicht noch billiger ?

    Ich kann es nicht mehr hören. Dann kauft doch in Zukunft nur die Massenware aus China. Ich habe mal einen Film über die dortige Produktion gesehen. So ein Holzbrett, das von Arbeitssklaven lieblos zusammengeschustert wird, möchte ich nicht geschenkt haben. Ein Instrument ist doch etwas Wertvolles, ganz persönliches. Schon vergessen ?

    Produktion, Klimaschutz und Handarbeit in Deutschland sind nun mal teurer. Und wer das nicht zu schätzen weiss, soll sich nicht darüber wundern, wenn hier immer mehr Arbeitsplätze verloren gehen und wir am Ende auch nur noch die Arbeitssklaven von chinesischen Investoren werden.

    • Profilbild
      changeling  AHU

      Framus und Handarbeit? Hast Du mal einen Firmenrundgang gesehen? Da wird fast alles von Maschinen erledigt. Die sind teuer und bei niedrigen Stückzahlen wie bei Framus drückt das natürlich auf den Preis, statt den Preis zu senken.
      Die Arbeitsplätze werden bei uns in Zukunft vor allem durch Maschinen verloren gehen, nicht durch China & Co (wo auch immer mehr Maschinen eingesetzt werden).

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