Test: iConnectivity iConnectAUDIO4+, Audio-MIDI-Interface

AudioPassThru

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist iConnectivitys AudioPassThru-Technologie. Damit lassen sich pro USB-Port 16 Audiokanäle (nicht bidirektional) bei max. 48 kHz/24 Bit oder 12 bei 96 kHz/24 Bit zwischen den zwei angeschlossenen Computern digital streamen.
Das Audio4+ wird über die kostenlos downloadbare iConfig Software konfiguriert. Zwangsweise, wie alle Kästen der Kanadier. Über das iOS-App (V1.1.1.) ließen sich zum Zeitpunkt des Test nur die MIDI-Funktionen des Audio4+ einstellen, auch wenn die derzeitigen Bilder im AppStore anderes suggerieren.

ICA4p-iConfig-ipad

iConfig iPad V1.1.1. Audio4+ erkannt, aber nur MIDI verfügbar

Da sich viele Features der iConnect-Produktlinie überschneiden, verweisen wir für Detailaussagen über AudioPassThru, MIDI und iConfig auf unseren iConnectMIDI2+ Test, den Sie hier lesen können. Die Funktionsweisen sind identisch, beim 4+ gibt es nur mehr davon. Nur eins noch: Da das 4+ ja ein vollwertiges Audiointerface ist, entfällt das Hantieren mit Apples „Aggregate Devices‟ (kombinierte Audiogeräte) oder dem entsprechenden Windows-Äquivalent.

Voraussetzungen

Um das Audio4+ betreiben zu können, benötigt es mindestens einen 64 Bit Leoparden (OS X 10.6.8), empfohlen wird jedoch ein Löwe (OS X 10.7.), da Apples rtpMIDI in 10.6 SysEx-Daten von mehr als 256 Byte nicht korrekt verarbeitet. Windows ist ab XP SP3 dabei, benötigt aber in jedem Fall noch einen Audio-Treiber, der von der iConnectivity Homepage heruntergeladen werden muss. Ein Blick in das ebenfalls downloadbare englische Handbuch hilft bei der Windows-Installation weiter. Zuletzt ist selbst noch ein altes iOS-Handheld ab iOS4.2 für CoreMIDI (über 30-Pin-iConnect-Adapter) zu gebrauchen. Bevor wir die Bedienung des Audio4+ unter die Lupe nehmen, müssen wir es erst …

Auspacken

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Dabei offenbart sich erstmal das Objekt der Begierde selbst. Es ist in etwa so groß wie das Display eines iPads. In Studiomaßen ist das eine knappe halbe Rackeinheit und 1 HE hoch bzw. exakt viermal die Stellfläche des iConnectMIDI2+.

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ICA4p vs ICM2p

Forum
  1. Profilbild
    vssmnn  

    Endlich ein interessantes und innovatives Produkt aus dem Bereich der Interfaces.
    Und Schande über die klassischen „großen“ Hersteller, die es gerade mal schaffen, ihre Produkte alljährlich nur minimal zu pimpen und seit Jahren eigentlich den gleichen Kram anbieten.

  2. Profilbild
    TobyB  RED

    Hallo Markus,

    du bringst es auf den Punkt! Midi2+ und Midi4+ waren und sind geniale Adapter. Mit Audio4+ gibts dann noch mal einen Punkt obendrauf. Klanglich gibts nichts zu meckern, hier ist mein Benchmark Motu 828. Ich höre nur geringe bis keine Unterschiede. Die Minuspunkte kann ich nur bestätigen, insbesondere iConfig und das manuelle Speichern der Setups ist praxisfern. Persönlich hätte ich der Bedienungsanleitung auch einen Punkt abgezogen, da einige Funktionen sehr hinten rum beschrieben sind. Ich weiss, das es Jammern auf hohem Niveau ist. Aber zumindest Einsteiger würden es einfacher haben.

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      Hi Toby,
      ja, den Minuspunkt für die Anleitung hatte ich tatsächlich vergessen.
      Was den Klang angeht, dass es (fast) mit einem MOTU 828 mithalten kann, nehm ich Dir jetzt mal so ab.
      Wie gesagt, fand ich den Klang meiner alten Saffire LE natürlicher.
      Ich hoffe Ich kann das 4+ nächstens mit dem neuen Babyface Pro gegenchecken.

      Aber bei den Hörtest spielen immer sehr viele Faktoren mit und nicht zuletzt die Hörgewohnheiten und objektiv kann das kaum werden. Außerdem hatte ich, wie gesagt 4 Tage für den Test. :)

      Markus

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        TobyB  RED

        Hallo Markus,

        man ist ja früh überhaupt noch ein Manual zu haben. Allerdings muss es dann sitzen. Ich für meinen Teil bin mit Midi4+ und Audio4+ in diesem Punkt unzufrieden, da ist noch Luft nach oben. Audio 4+ gegen das Babyface Pro. Da sollte das Babyface im Klang Punkten können, die technische Austattung würde es her geben. Aber ich warte mal deine Ergebnisse ab. Hörtest sind immer subjektiv und treiben Ingenieure und Techniker gerne mal an den Rand des Wahnsinns. Sind sind wohl nötig. Und in vier Tagen kann man mit so einem Ding nicht mal eben ne Messreihe abfahren. Insofern geht das ok. :-)

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    _dg

    Cooles Teil.
    Aber leider wurde im Test nichts über die Latenzen geschrieben.
    Wie isses denn mit Audio von Laptop zu Laptop oder vom iPad zum Laptop wenn das jeweils andere Gerät zbs als Synthesizer benutzt und per Midi gespielt wird?
    Oder wenn auf dem iPad eine Drummachine läuft und der Ausgang dann auf dem Laptop aufgenommen wird?
    Also ein paar praxis bezogene Tests wären doch sehr interessant gewesen…

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      Markus Schroeder  RED

      _dg, Du hast recht, völlig vergessen das Teil auszumessen.

      Im folgenden ein paar Loop Werte, Signal vom Rechner zum iPad und zurück.
      Audio:
      – Audiobus 2.1.13 (128 Frames): 702 samples, 15ms
      – Cubasis 1.9 (128 Samples): 450 Samples, 10ms
      – FX-App z.B. Turnado 1.3.1 (64 Samples) : Latenz: 309 samples, 7ms
      MIDI:
      – Cubasis, Ouput Latency 0ms, MIDI-Thru-Modus: 263 Samples, 5 ms

  4. Profilbild
    micromoog  AHU

    alles wäre so schön, wenn Apple nicht ständig mit ihren iOS-Updates „altes“ unter den Tisch fallen lässt.
    Oder liege ich falsch, dass z.B. die ersten iO-Docks mit iOS 8.xy nicht mehr funktionieren? Von Lightning mal abgesehen…

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      hi micromoog,
      ja, stimme ich Dir absolut zu,
      aber:
      Dass Apple „Altes“ radikal ausmustert ist ja schon jahrzehntelange Tradition. Bei den Docks von Behringer, Alesis wurde das in vollem Bewusstsein ignoriert. Sonst hätten sie upgradebare Firmware eingebaut bzw. diese auch gepflegt.
      Jedoch war der iOS-Markt damals (2011) auch noch relativ jung und die Hersteller mussten erst noch Erfahrungen sammeln. Mit dem Alesis Dock 2 und dem Focusrite iDock 2014/2015 sah das ja schon wieder anders aus.

      Ich bleib aber trotzdem beim CCK.
      M :)

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