Test: Korg Kaosspad KP3+, DJ-Effekt Pad

MIDI-Sync

Ein bekanntes Problem des KP3 war die ungenügende Sync-Stabilität über USB oder MIDI. Es gelang der KP3 nicht, den Sync länger als maximal einige Minuten zu halten, darüber ist viel im Netz zu lesen. Nach dem Aufspielen der neusten USB-Treiber und Editor-Software startete ich mehrere Versuche, ein vernünftigen MIDI-Sync mit dem KP3+ hinzubekommen. Über USB-MIDI, über DIN-MIDI, ob am Mac oder am PC, nirgendwo gelang mir ein reproduzierbarer stabiler Sync. Einmal war der Sync perfekt und hielt sich über Minuten, jedoch ließ sich das nicht mehr reproduzieren – schade.

MIDI-Sync ist immer noch problematisch

MIDI-Sync ist immer noch problematisch

Treiber

Auch die USB-Treiber an sich hatten öfter Probleme bereitet, dies vor allem auf Windows-Systemen. Auch mir wollte die USB-Verbindung zum KP3+ zunächst nicht gelingen. Man muss tatsächlich am besten alle anderen USB-MIDI-Treiber über die mitgelieferte Treiber-Utility Software deinstallieren (super Werkzeug übrigens, man glaubt gar nicht, wie viel Treiber-Müll sich so ansammelt), dann klappt es auch mit der Verbindung.

Robust verarbeitet, das KP3+

Robust verarbeitet: das KP3+

Fazit

Die neuen Sounds des KP3+ sind aktuell und spiegeln den derzeitigen Trend in verschiedenen Musikrichtungen gut wider. Was mich wirklich stört ist die Tatsache, dass die MIDI-Sync-Probleme, obwohl schon seit dem KP3 bekannt, immer noch nicht gelöst wurden. Das schmälert für mich den Nutzen des KP3+ in einer professionellen Umgebung eindeutig.

Dennoch ist das KP3+ wegen der neuen Sounds immer noch eine absolute Empfehlung für Neukunden. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, sowohl live bei Bandproben, als auch als Übergangsveredler bei DJ-Sets. Das Gerät kann natürlich weitaus mehr und ich mag es kaum wieder hergeben.

Ob ich mir aber als KP3-Besitzer eine KP3+ holen würde? Die Antwort ist: wahrscheinlich nein.

Plus

  • top Effektgerät mit aktuellen Sounds
  • robuste Verarbeitung
  • auch als externer Controller zu verwenden

Minus

  • ungenügendes MIDI-Sync
  • kein Load/Save-While-Play
  • Connection-Schalter verstellt sich leicht beim Transport
  • Position der Drehknöpfe schlecht im Dunkeln zu erkennen

Preis

  • UVP: 440,- Euro
  • Straßenpreis: 369,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Bedeutet das tatsächlich, dass ich z.B. keinen Drumcomputer anschliessen kann um das Kaosspad mit ihm (per Midi) in-sync laufen zu lassen? Das wäre ja ein wirkliches Kaoss! Schade eigentlich… also doch den Octatrack zulegen.

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      t.goldschmitz  RED

      Hi Planetjumpin,
      das KP3+ empfängt und sendet MIDI-Clock, jedoch habe ich es leider nicht hinbekommen einen SlaveSync reproduzierbar zu etablieren…

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        AMAZONA Archiv

        Also geht es nur um das Clock-Signal welches vom KAOSS-Pad generiert wird? Nun gut, damit könnte ich leben, solange er sich extern versklaven lässt und den Beats dann folgt…

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          t.goldschmitz  RED

          Nein, ich hab mich da nicht verständlich ausgedrückt. Das Problem besteh wenn du das KP3+ als Slave benutzt…

  2. Profilbild
    Roland v0ll  

    Dieses Problem kann ich bestätigen: Hat es mich doch beinah in den Wahnsinn getrieben…..TOMATEN!!! HAHA!! TOMATEN!!

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