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Test: Korg Opsix FM-Synthesizer

9. Dezember 2020

Der super-intuitive FM-Synthesizer?

Test: Korg Opsix FM-Synthesizer

Test: Korg Opsix FM-Synthesizer

FM-Synthese ist wieder schwer am kommen. Waldorf Quantum/Iridium, Kodamo Essence, Twisted Electron MEGAfm, Elektron Digitone, Korg Kronos, Yamaha Montage, um ein paar aktuelle Modelle zu nennen. Also jetzt wieder ein sechs Operatoren-DX7-Verschnitt? Aber nein, Korg hat noch einiges mehr daraus gemacht, verändert – altered.

Korg hat nun entschieden, diese neue Synth Engine nicht in einem großen Gehäuse zu verbauen, wie es auf der NAMM 2018 hinter Glas ausgestellt war. Das Gehäuse zum Korg Wavestate sollte wiederverwendet werden, klein, leicht, preiswert. 5 W Stromverbrauch, der Verbrauch vom  Steckernetzteil nicht eingerechnet. Gehäuse, Tastatur, Display, Effekte, Filter: identisch zum Wavestate. Die Komplexität ist trotz „Altered FM“ geringer als bei der Wavestate; schauen wir mal, wie flüssig das Sound-Design hier mit der neuen Oberfläche abläuft.

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Test: Korg Opsix FM-Synthesizer

Prototyp des Opsix 2018: Die Regler waren schon so wie heute, nur mit größerer Tastatur

Korg hat schon im Kronos demonstriert, wie man FM verbessern kann. Hier war sie auch schon super flexibel, wenngleich auch die starre Darstellung mit der nüchternen Grafik das Arbeiten mit dieser Syntheseform wenig Spaß macht. Hier ist Korg mit dem neuen User-Interface noch weiter gegangen, indem es alle Bedienelemente um die FM-Synthese konzipierte.

Also nach dem Auspacken erst mal den Onboard-Sequencer einschalten und die Presets durchscrollen. Von den 500 Speicherplätzen sind 250 überschreibbare Factor- Presets, wovon die letzten 25 Templates sind, die gut als Basis für eigene Sounds sind. Man wird beim Durchsteppen gleich mit Wahnsinns-Soundkaskaden begrüßt. Dazu kommen amtliche Hallfahnen oder Phaser-Effekte. Es wurden auch seit dem Kronos bekannte „Smooth Transitions“ eingesetzt, d. h. der angeschlagenen Ton klingt ungestört aus, während man schon das neue Preset auswählt und gleichzeitig anspielt.

Ist das ein Synthesizer für alle? „Der ist voll cool“, meinte mein 10-jähriger Sohn und dann war das Gerät erst mal für längere Zeit belegt, bis ich mit dem Test weitermachen konnte.

Der opsix in guter Gesellschaft bei mir im Studio

Die Hardware des Korg opsix FM-Synthesizers

Die sechs 45 mm Fader mit den darüberliegenden farbig beleuchtetet Reglern sind das Hauptmerkmal des Opsix. Wenn man bedenkt, dass dem Kronos nur 30 mm Fader spendiert wurden, ist das schon richtiger Luxus. Rechts neben dem Display und dem Program-Regler sind sechs weitere Regler, deren Funktion sich mit den darunterliegenden sechs Tastern einstellen lassen. Im Display erscheint die passende Beschriftung für die Regler. Sie sind auch geschwindigkeitsgesteuert, d. h. je schneller gedreht wird, desto weniger muss man „kurbeln“. Mit OpSelect wird ein Operator ausgewählt, damit hat man alle Parameter schnell im Zugriff, ohne Untermenüs durchzusteppen. Es wirkt durchdacht.

Darunter ist eine Tastenreihe zur Steuerung des Sequencers. Das Sequencer-Lauflicht ist im Vergleich zum Rest zu grell, auch wenn die Helligkeit aller LEDs und des Displays herunterregelbar ist. Die LED-Farben sind Geschmacksache: rosa, türkis, grau, rot. OLEDs sind mit ihrem starken Kontrast momentan sehr „in“. Aber diese verpixelte, gefühlte 40×20 Auflösung des Displays finde ich im Jahre 2020 eigentlich unpassend. Die  3-Oktaven-Tastatur wirkt sehr billig, zu diesem Preis war offensichtlich nicht mehr drin. Für ein beidhändiges Spiel muss man zu sowieso zu einem externen  Keyboard greifen.

Test: Korg Opsix FM-Synthesizer

Die FM-Engine

Warum gibt es jetzt schon wieder einen FM-Synthesizer mit nur sechs Operatoren? Jetzt gibt es doch genügend Rechenleistung, um 8 oder gar 32 Operatoren zu realisieren.  Im Grunde wurden bei dem FM-Monstern Yamaha HX-1 oder FS1R mit acht Operatoren die meisten Algorithmen nur sechs Operatoren verschaltet, die zwei übrigen stehen alleine daneben. Fazit: Sechs Operatoren sind komplex genug und ausreichend.

Ich gehe im Folgenden nur auf die Besonderheiten der Altered-FM ein, zu den Grundlagen der DX7-Synthese gibt es schon gigabyteweise Informationen im Netz. Grundsätzlich lässt sich jeder Operator in einen dieser Modus versetzen: FM, Ring, Filter, Filter FM, Wavefolder, Bypass und Mute. Das ist schon einiges, um ganz neue Klänge aus einem Algorithmus herauszuholen.

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opsix Modus FM

In diesem klassischen Prinzip stehen mehrere Schwingungsformen zur Auswahl: Sinus (auch vintage-mäßig in 12 und 8 Bit vorhanden), Rechteck, Sägezahn, Dreieck. Diese gibt es auch in HD mit mehr britzeligen Obertönen, was aber auch Stimmen kostet. Oder ein Sinus mit verschiedenen Harmonischen (schöne klangliche Erweiterung!). Und Noise und Noise Sample/Hold mit änderbarer Sample-Rate. All diese Schwingungsformen finde ich wesentlich abwechslungsreicher als bei den späteren Yamaha FM-Synthesizern, die im Grund nur dieselbe Sinusschwingung unterschiedlich verwurstet hatten.

Test: Korg Opsix FM-Synthesizer

Einzelne Operatoren lassen sich in einem Bereich bis runter auf 1/128 des Grundtons verstimmen, das ist enorm und macht schon einen stimmbaren LFO daraus. Jeder Operator hat eigenes Feedback und lässt extreme Modulationen bis zum Chaos zu. Die Parameter werden in Sekunden, Hertz und Cent angezeigt – sehr gut, dazu sind digitale Systeme da, um solche Umrechnungen anzuzeigen. Width verschmälert die Impulsbreite des Oszillators bis auf kurze Impulse. Das bewirkt eine starke Verschiebung des Spektrums und bereichert die Klangpalette gut.

Test: Korg Opsix FM-Synthesizer

Und ganz wichtig für die Klangprogrammierung: Die Lautstärken der Operatoren bleiben nach Note-on veränderbar, das hat Korg aber schon beim Kronos richtig gemacht. Das war mit allen Yamaha-Modellen nicht möglich, auch bei der aktuellen FM-X nur mit Hilfe des etwas verunglückten Attenuator-Parameters. Man kann jetzt also jetzt einen Ton anschlagen und hinterher in Ruhe die Amplituden der einzelnen Operatoren anpassen.

Der Korg opsix auf dem Prüfstand

opsix Modus Ringmodulator

In dieser Betriebsart wird lässt sich mit Depth das Verhältnis interner Oszillator/Amplitudenmodulation/Ringmodulation regeln, wobei bei RM schließlich die Grundschwingung des Carriers ausgelöscht wird. Ein Parameter Shape bringt noch weitere Obertöne, indem Teile der Schwingungsform gleichgerichtet werden.

Test: Korg Opsix FM-Synthesizer

opsix Modus Filter

Hier existiert neben dem Oszillator mit den bekannten Grundschwingungsformen ein zusätzliches Filter. Ich war überrascht, dass dieselben 11 Filtertypen wie beim Hauptfilter zur Verfügung stehen, also auch MS-20 etc. So lassen sich in einem Algorithmus bis zu 6 Filter einschleifen.

Test: Korg Opsix FM-Synthesizer

opsix Modus Filter FM

Im Gegensatz zum oberen Modus wird der Modulatoreingang nicht dazugemischt, sondern moduliert die Filterfrequenz. Auch hier stehen alle 11 Filtertypen zur Verfügung.

Test: Korg Opsix FM-Synthesizer

opsix Modus Wavefolder

Ein Effekt aus der Buchla/Serge-Welt: Das Signal des Oszillators plus des Modulators wird ab einer einstellbaren Schwelle gefaltet. Ich muss sagen, das ist klanglich dem FM sehr ähnlich und schade, dass der Waveshaper nur eine einzige Übertragungsfunktion hat. Die des Korg Kronos Waveshapers hätten hier eine gute Figur gemacht. Aber vielleicht gibt es ja mal ein Firmware-Update.

Test: Korg Opsix FM-Synthesizer

opsix Modus Bypass und Mute

Das deaktiviert den Operator und lässt den Modulator unverändert durch bzw. schaltet bei Mute ganz ab. Das ist eine ganz brauchbare Hilfe, um einen Teil des Algorithmus zu deaktivieren.

Korg opsix FM Synthesizer

Die Anschlüsse des neuen Korg opsix

Freie Algorithmen des Korg opsix

Algorithmen, also die Verschaltung der Oszillatoren, gibt es 40 Stück zur Auswahl. Der 41ste nennt sich User-Algorithmus und schlägt wieder ein neues Kapitel auf. Es erscheint eine  6×6-Matrix und über die Kombination Shift > Misc > Page > Page > Yes (was soll das denn bitte?) kann man sie bearbeiten. Jede Zeile entspricht einem Carrier-Operator mit 6 Eingängen, jede Spalte einem Modulator-Operator, der bis zu 6 Carriers modulieren kann. Jetzt kann an jeder Stelle eine Verbindung eingefadet werden, also bis zu 36 Stück – gleichzeitig. Je nach Intensität erscheint als Platzhalter ein mehr oder weniger helles Kästchen.

Korg opsix FM Synthesizer

Patchmatrix des freien Algorithmus

Beim SY99 gab es nur 2 Eingänge pro Operator, also kann man hier beim Opsix wirklich von „Altered FM“ sprechen. Auch beliebige Rückkoppelungen sind möglich. Wenn man jetzt viele Operationen verketten möchte (ich denke da mal kurz an Kurzweils VAST), kann man einen Oszillator durch ein Filter, danach durch einen Wavefolder schicken und noch mal mit demselben Oszillator ringmodulieren. Und hat noch zwei Operatoren frei. Dass so etwas nur mit viel Erfahrung gelingt, ist klar. Zu leicht kommt nur Noise und Distortion heraus.

Korg opsix Patchmatrix

Wo wir schon bei der beliebigen Verschaltung sind: Die Modulationsmatrix heißt beim Opsix Virtual Patch und ist richtig gut. Nahezu jeder Parameter dieses Synthesizers ist darüber modulierbar. Ich kenne jetzt außer dem Twisted Electron MEGAfm auch keinen Synthesizer, bei dem das möglich ist. Man muss sich nicht mehr einprägen, welche Modulationen überhaupt möglich sind, sondern man macht sie einfach, z. B Feedback, Algorithmus, Echodauer, Oktaven des Arpeggiators per LFO oder ADRS modulieren, all das ist möglich.

Korg opsix FM Synthesizer

Bis zu 12 Virtual Patches

Als Modulationsquellen stehen drei ausgereifte LFOs und drei ADSRs zur Auswahl, die neben den sonstigen MIDI-CC-Quellen über die Patchmatix auf die Parameter der Ziele einwirken. Diese sind die Operatoren, das Hauptfilters (das genauso aufgebaut ist, wie die Filter in den Operatoren) und die drei Effekt-Sektionen. Die Effekte haben übrigens maximal 4 Parameter pro Effekttyp, das ist eigentlich ausreichend, wenn man sich nicht unbedingt als Effekt-Designer betätigen möchte. Dafür sind alle Parameter modulierbar. Dem Zeitgeist entsprechend sind auch Shimmer-Reverb oder Grainshifter vorhanden, die Effekte klingen für so eine kleine Kiste sehr gut, auch wenn ich meinen SPX2000 vorziehe.

Randomize

Hinter den Init/Randomize-Knopf verbirgt sich ein Zufallsgenerator, der bei der Suche neuer Klänge helfen kann. Es lassen sich verschiedene Bereiche eines Patches zur Veränderung auswählen, ob leichte Veränderungen (Noise), völliger Zufall oder ausgetauscht werden soll. In etwa einem von 20 Versuchen kommt etwas Brauchbares heraus. Das zeigt, dass im Universum der FM-Parameter sehr viel Chaos und Noise existiert und relativ wenige Sweet-Spots. Da finde ich Yamahas neue Morphing-Methode (Montage) doch deutlich interessanter, die zwischen 2 Programs mischen kann.

Makros am opsix

Auf der Home/Algo-Seite können außer globalen Parametern wie Algorithmus und Effekte auch die Makroparameter Attack und Decay für alle Operatoren zusammen bewegt werden. Das ist gut, dadurch lassen sich zum Teil extreme Veränderungen einfach vornehmen. Man kann sich aber noch mehr wünschen, wie z. B. ein Formant- oder FW-Makro wie beim Yamaha FS1R. Durch die Patch-Matrix kann immerhin zur Not etwas selber gebastelt werden.

In einem modernen Gerät mit 32 Voices darf natürlich der Unisono-Modus nicht fehlen. Hier lässt sich auch im polyphonen Modus jeder angeschlagene Ton mehrmals übereinanderschichten und mit Stereo-Spread und Detune andicken. Auch wenn mehr als drei Schichten nicht viel Sinn ergeben, bis acht sind möglich.

Sequencer & Arpeggiator des Korg opsix

Der Sequencer enthält 16 Steps und kann neben polyphonen Noten auch 6 zusätzlichen Spuren mit Controller-Bewegungen live aufzeichnen. Die Aufnahmen können pro Program gesichert werden.

Viele Sequencer-Funktionen sind leider nur über die Display-Menüs zugreifbar, wie Aktivierung der Live-Transponierung oder Abspielrichtung. Neben den üblichen Vorwärts-, Pingpong- etc. Richtungen gibt es Gerade/Ungerade und „Mitte“: 1,16,2,15,3,14 etc., das bringt noch mal Abwechslung. Hinter den Menüs verbergen sich auch umfangreiche Bearbeitungen der Noten und Controller-Daten. Noten können in Teilbereichen transponiert, zeitlich verschoben und sogar vertikal gespiegelt werden. Die Controller-Daten können hier nachträglich vielfältig verbogen werden und auch mit automatischen Kurven wie Sägezahn, Rechteck etc. angereichert werden. Zur Kontrolle werden Noten und Controller-Daten grafisch dargestellt.

Korg opsix FM Synthesizer

Opsix Controller Motion-Ansicht, hier Lautstärke Operator 1

Unbefriedigend ist, dass zum Löschen einzelner Töne der Sequencer gestoppt werden muss und eine Funktion fehlt, um mal eben eine missglückte Aufnahme komplett zu leeren. Man kann höchstens die Del-Taste drücken und die Step-Tasten mit einem Finger glissandieren (bis sie ausleiern). Im Signalfluss dahinter lässt sich der relativ einfache Arpeggiator manuell oder vom Sequencer ansteuern, mit einstellbaren Patterns, Oktaven und Gate-Length. Insgesamt bringt der Onboard-Sequencer viel Bewegung ins Spiel und macht Spaß.

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Fazit

Super intuitiv? Jein – durch die eigenen Regler kann man schnell durch die Algorithmen steppen, Lautstärken und Tönhöhen aller Operatoren sind direkt im Zugriff. Die wichtigen Parameter sind wirklich nur 1-2 Tasten entfernt. Ohne das Handbuch zu bemühen, findet man schnell die Helligkeitseinstellung der LEDs oder den gewünschten Hall. Aber auch beim Opsix gibt es Untiefen, wie der freie Algorithmus, da muss man sich doch tiefer in die Menüs hineinknien.

Der haptische Eindruck hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Gehäuse, Tastatur und Display sind diesem Preissegment geschuldet. Musiker mit schweren Workstations im Studio wird er auf Dauer nicht ansprechen. Als Zielgruppe sehe ich Leute, die FM ausprobieren möchten und Spaß beim schnellen Rumschrauben bei laufendem Sequencer finden. Und sie werden mit sehr guten Sounds belohnt – es ist ein Synthesizer zum laut aufdrehen, damit er sein Spektrum entfaltet. Aber auch das Experimentieren mit den endlosen Verknüpfungen ist möglich. Hey und er passt optisch wunderbar neben einen Wavestate.

Plus

  • mächtige FM-Sound Engine
  • Regler und Oberfläche speziell für FM konzipiert
  • Klang
  • preisgünstig

Minus

  • einfache Tastatur und einfaches Gehäuse
  • Bedienung manchmal umständlich

Preis

  • 759,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    kiro7  

    Vielen Dank für diesen ausführlichen und fachkundigen Bericht! Mir persönlich sagt der Klangcharakter jetzt nicht so zu, aber da müsste man wohl noch mehr hören oder selbst anspielen. Kein Morph ist echt „doof“ und verschenkt, das Display finde ich, wie so oft auch hier unterdimensioniert.
    Freue mich auf spätere Updates zu weiteren Praxis Erfahrungen. Der Fs1r darf bleiben? Viele Grüße aus Lübeck!

    • Profilbild
      moinho  

      Also ich find das LoFi-Display sehr schön für das „User Algorithm“-Display. Hat sowas von Videospielen aus den frühen 80ern…

  2. Profilbild
    Schneum  

    …selten habe ich so heftige Kaufreflexe verspürt wie nach diesem Test. Ich MUSS ihn haben, den fs1r-Programmer… :)

    Im Ernst wäre dieser mutmassliche Prototyp vielleicht ein AmazonaFeature wert, dass mich interessieren würde.
    Leider bin ich nicht in der Lage, soetwas sebstzubauen…

    Generell wäre ein Vergleich des fs1r mit dem Opsix interessant. Trotz der Unterschiede in der Architektur.

    Gruss, arne

      • Profilbild
        moinho  

        Das ist interessant…Syntacheles sagt uns 1210 am 26.8.20, das wären gut 65 Prozent Preissteigerung in dreienhalb Monaten. Und da soll noch jemand sagen, die ganzen Synthesizer wären rausgeschmissenes Geld.

    • Profilbild
      Robert Skerjanc  RED

      Synthesizer kommen und gehen, der FS1R bleibt. Auch wenn mich er mich manchmal nervt, er ist meiner Meinung nach der unglaublichste FM-Synthi, den ich kenne. Ohne HW-Controller geht eigentlich kaum was, selbst mit einem PC-Editor hatte ich das Teil kaum verstanden.

      • Profilbild
        Schneum  

        Echt cooles Teil der HW-Programmer.
        Ich gehe davon aus, dass du ihn selbst entwickelt und gebaut hast?

  3. Profilbild
    Emmbot  AHU

    Schon ein geiles Teil. Endlich mal FM Synthese mit ausreichend Regler. Hoffentlich werden noch einige Punkte mit einem Softwareupdate nachgebessert. Das mit der schwachen Tastatur ist leider nicht so dolle.

    Ich mag den 80 er Sound, und der hat ja noch so viel mehr.

  4. Profilbild
    SynergyMan  AHU

    Ein richtig klasse Artikel mit Sinn und Sachverstand !! Ich verneige mich … Schade, dass dieses Ding nicht wie die Yamahas für die Ewigkeit gebaut wird. Ein ekliger Trend, dem nun auch Korg folgt.

  5. Profilbild
    Lauschzwiebel  

    Yoah, mächtige FM Engine … aber die Haptik beim Antasten im Laden fand ich eher bedenklich. Der wiegt so viel wie zwei Kokosmakronen und so fühlt er sich beim Bedienen auch an. Alles light, so wie Luftschokolade. Vielleicht aufm Tisch oder aufm Keyboardstand festkleben, damit er nicht wegflutscht

  6. Profilbild
    SynthNerd  AHU

    Ich bemerke bei mir eine eigenartige Entwicklung:
    Als ich den DX-7 zum ersten mal sah und hörte, war ich total begeistert und hätte dieses Gerät sehr gern erworben. Es lag wohl daran, dass die FM-Synthese offenbar ganz neue Klangwelten zu erschließen vermochte.
    Heute könnte ich mir den Wunsch nach solcherart Klangerzeuger erfüllen, aber es reizt mich längst nicht mehr so, wie damals. Mittlerweile empfinde ich den Klang als kalt und harsch und bevorzuge analoge, virtuell analoge oder hybride Systeme.
    Aber vielleicht sollte ich das Gerät erst mal im direkten Kontakt testen, bevor ich es endgültig von meiner Wunschliste streiche…

    • Profilbild
      syntach  

      Geht mir auch so, ganz viel hat halt diese oft kühle 80er Ausstrahlung. Klanglich am besten gefällt mir FM im DX7II oder im Kurzweil. Im PC4 (demnächst auch der „kleine“ PC4-7) hat man 6OP in einem Layer, ein Sound kann bis zu 32 Layer haben, die auch ineinander verschachtelt werden können, dazu die Kurzweil Effekte. Man kann also FM mit anderen Synthesen innerhalb eines Sounds kombinieren oder einen FM Layer mit anderer Synthese weiterverarbeiten. Da geht dann doch deutlich mehr.

      • Profilbild
        Organist007  AHU

        kurzweil goes FM ? wusste ich nicht !

        muss aber sagen , dass mein sy99 keineswegs kalt klingen muss, der hat pads, die drücken dermassen analogmäßig – unpackbar !

        der Korg ist dagegen eine Tischhupe

  7. Profilbild
    Henrik Fisch  AHU

    Vielen Dank für den Test. 🙂👍

    Mir fehlt noch ein klein wenig mehr der Hinweis, das OPSIX streng genommen kein reiner FM-Synthesizer ist. Das Stichwort »Operator« lässt zwar direkt an die FM-Synthesizer von Yamaha denken (oder an den Film »Matrix«, je nachdem wie man drauf ist), aber das ist ja nicht das Einzige, was dieser Synthesizer kann. So ganz nebenbei bekommt man dazu noch einen digitalen subtraktiven Synthesizer mit 6 Oszillatoren und 7 (!) Filtern (je einen pro Operator und noch einen globalen), 3 LFOs und 3 ADSR-Hüllkurven. Man könnte also, mal als Beispiel, je nach Verschaltung und Programmierung der Operatoren, einen 4-Operator-FM-Sound zusammen mit 2 weiteren subtraktiven Sounds erklingen lassen. Das in Verbindung mit der Modulationsmatrix und dem Sequencer erscheint mir äußerst flexibel zu sein.

    Für mich gibt es auch noch ein paar weitere negative Kritikpunkte:

    — nur monotimbral (trotz max. 32 Stimmen)
    — Sequencer nur 16 Steps
    — kein MIDI-Through (dafür aber wenigstens die Standard-Buchsen)
    — Kopfhörerausgang hinten
    — externes Netzteil

    Insgesamt ist das für mich (wieder einmal) ein super spannender Synthesizer von Korg. FM macht mich persönlich jetzt zwar nicht so an … aber wenn doch, dann stünde dieser auf der Einkaufsliste. Die »Leichtbauweise« stört mich nicht; das Ding ist ja alles andere als klapprig.

  8. Profilbild
    elbonzoseco  

    Vielen Dank für den Test, das sind definitiv mit die besten Soundbeispiele die ich bis jetzt gehört habe. Ich kann den Charakter noch nicht 100% einschätzen, aber irgendwie sagt mir der megaFM mehr zu, auch in der Bedienung. Vllt sollte ich auch einfach meinen alten Korg 707 für mehr als nur als Masterkeyboard verwenden.

  9. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Den Prototypen fand ich ja recht interessant, aber in dieser Ausführung reizt er mich, wie auch der Wavestate, kaum noch. Dabei ist das User-Panel eigentlich gut gelungen; die meisten Funktionen sind so leicht verfügbar, aber solch ein Synth will beidhändig auf einem 5-Oktaven-Keyboard gespielt werden.

    • Profilbild
      SynthNerd  AHU

      Ja, dies betreffend gefällt mir bei Modal, dass die von Argon8 und Cobalt8 je drei Varianten anbieten – 37 oder 61 full size Tasten mit Aftertouch oder tastenloses Modul. Da findet jeder für seinen Zweck das passende.

  10. Profilbild
    Jazz Freund

    Hallo,

    danke für den guten Test. Ich möchte allerdings einen wichtigen Punkt ergänzen:

    Keine andere Synthese kann so dynamisch gespielt werden wie FM. Die Veränderung des Klangs durch den Tastenanschlag ist gewaltig. Bei den aktuellen Berichten und Entwicklungen zu FM werden immer nur statische Pads, schneidende Leads, Techno Bässe oder FX-Sounds präsentiert.

    Wo sind die Rhodes und Whitney Housten Sounds oder die funky Clavinetts oder Slap Basses geblieben? Genau dafür ist FM da. Die Oberton „Explosion“ beim Fortissimo …. ….

    Die anderen „Sachen“ können Sampler analog und virtuelle Synths hervorragend anbieten. Die Dynamik allerdings nicht.

    Ich vermisse die Berichte und Entwicklungen zu neuen E-Piano Sounds sehr …. ….

    • Profilbild
      OscSync  

      Da stimme ich Dir zu. Das DX7-Piano mag zwar überstrapaziert worden sein, aber das Gefühl das einem dieser Sound unter den Fingern vermittelt wenn man selbst am DX sitzt, habe ich wirklich selten bei Synths. Ein echtes Instrument, das reagiert und auf die Spielnuancen anspringt.
      Diese Qualität von FM hätte ich gerne auch etwas mehr beleuchtet gesehen bzw. gehört.

  11. Profilbild
    cellbiol

    Super schöne Sound-Beispiele, sehr musikalisch & man hört, dass der Rezensent Orgel spielt.

  12. Profilbild
    heimannrudolf  

    Chance vertan, sorry.

    FM-Sounds sind durchaus wichtig, letztlich sogar unersetzbar. Der „Lately“-Bass aus dem TX81Z, die gesamte Produktion „Wenn der Mond die Sonne berührt“ von Hubert Kah/Cretu, Das „Tänzerin“-DX-Piano u.v.m. Ja, ich hatte diverse DXe, den Reface DX und nun noch immer gern den Make Pro DinoPark (auch) mit FM-Sounds.

    Aber ich werde – wie damals – meine Lebenszeit nicht mit nerdiger FM-Programmierung verbringen wollen. Zudem wäre m. E. ein großes, interaktives Display Ende 2020 dafür schlichtweg Pflicht gewesen. Beim Krome/Kronos geht’s doch, die Technik ist bei Korg vorhanden.

    Warum hat man nicht den gelungenen Weg des Korg(!) DS-8 – damals nur 4OPs, aber mit FX und einer „quasi-analogen“ Bedienoberfläche – beibehalten bzw. zeitgemäß umgesetzt?

    Der OPSIX wäre bei mir – wie der DX7 – leider nur eine Presetschleuder, und das wird er bei den meisten Käufern wohl auch werden. Die Soundbank-Anbieter bzw. -Programmierer im Web freuen sich bereits.

    Tipp: https://www.youtube.com/watch?v=6RUXWZeyFro

  13. Profilbild
    Nis  

    War erst sehr angetan, habe dann etwas bei YT gesucht und sehe für mich nun keinen Grund mehr ihn mir zusätzlich (DX7 MK1) zu kaufen.
    Der Sound ist, im Vergleich, einfach nur dünn. Vielleicht hätten ihm 12Bit Wandler gutgetan.

  14. Profilbild
    defrigge  AHU

    FM Sounds haben mich immer – im wahrsten Sinn des Wortes – weitgehend kalt gelassen. Viele bekannte FM-Sounds verkörpern eine Klangwelt, für die ich keinerlei Verwendung habe, und auf die ich häufig schon beim ersten Hören mit großem inneren Widerwillen reagiere. Das einzig Hörenswerte aus der FM-Welt sind für mich einige moderne Presets (z.B. im Montage), aber nur welche, die gerade NICHT vordergründig nach FM klingen.

    Der Korg OP-X zeigt dabei in den Klangbeispielen hier und im Netz noch nicht mal die Wucht und Dynamik der alten FM-Sounds (wie immer man sie findet), sondern klingt für meine Ohren nur noch kühl-flach und kümmerlich. Ich hoffe, möglichst wenig von ihm und seinesgleichen in aktueller Musik auf die Ohren zu kriegen.

  15. Profilbild
    Aaron

    Ich hatte ein Wochenende mit diesem neuen Korg Instrument . Die Möglichkeiten der Klangerzeugung ist gut und überzeugend . Man/frau hat einen spielerischen aber trotzdem exakten Zugang zu den Klang formenden Parametern . Das ist ein Plus …..aber , die Tastatur ist nicht die Beste . Und ein FM Synthesizer ohne Aftertouch ist schon ziemlich unüberlegt . Vom Gewicht will ich garnicht reden , das fühlt sich nicht grad wertig an , schade . Für mich ein Grund dieses Gerät nicht zu kaufen . Aus meiner Sicht ist das nicht zu Ende überlegt . Eine sehr gute Synthesizer und eine qualitative schlechte Tastatur ohne Aftertouch ! Aber vielleicht ist Korg ja schlau genug ein Expander Modul wie beim Miniloque xd auf den Markt zu bringen . Das würd ich dann sofort kaufen .

  16. Profilbild
    MichFisch00  

    M.E, hat NI das Thema FM mit dem FM8 erschöpfend abgehandelt. Wüsste nicht, was den Opsix im Vergleich dazu nun besser macht, dass sich ein Investition lohnt. Aber macht halt kein Spaß, wenn man nichts Neues kaufen kann ;-) Konsum forever !

  17. Profilbild
    Synthpark  

    Hab den Synth heute angespielt:

    – Der Sound ist teilweise richtg klasse. Vor allem die E Pianos.

    – Die Haptik hinterläßt einen schlechten Eindruck: das Gehäuse biegt sich durch. Sowas geht gar nicht, schon gar nicht für einen namhaften Hersteller. Die Tastatur ist noch nicht mal schuld, sondern eben das Gehäuse. Deswegen kommt der Synth für mich nicht in Frage. Wenn es mal eine große Deluxe Version geben sollte, würde ich einen Kauf sehr in Erwägung ziehen.

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