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Test: Little Labs Monotor, Kopfhörerverstärker


Schaltwunder auf kleinstem Raum

Der Little Labs Monotor ist ein kleiner, kompakter Kopfhörerverstärker, der sowohl für Musiker als auch Produzenten interessant sein könnte. Eine klare Struktur und die Konzentration auf das Wesentliche scheinen den Monotor für viele Einsatzgebiete zu prädestinieren, aber wie sieht es klanglich aus?

Little Labs Monotor Frontseite

Wie wir ja alle wissen, gibt es im Studio gleich mehrere Produkte, die sowohl Engineer, Produzent als auch Besucher in ihren Bann ziehen. Schweres Outgear in Stil formschöner Equalizer, prächtig zappelnde VU-Meter eines Kompressors oder auch eine glimmende Röhre im Channel Strip versprühen einen Hauch von elitärer Klangformung, auf dass nicht nur das Ohr, sondern auch das Auge in den Genuss des neuen audiophilen Ergusses komme. Ach du schöne Studiowelt.

Auf der anderen Seite stehen all diejenigen, ohne die der ganze Betrieb nicht laufen würde und deren Existenz im entscheidenden Prozess sich als geradezu existentiell für ein perfekt klingendes Endprodukt entpuppt. Leider verfügen viele dieser Vertreter sowohl optisch als auch in ihrer Wertschätzung des Künstlers über das Flair eines Staubsaugers, ganz im Sinne von „schon irgendwie wichtig, kann man aber nach Gebrauch auch in einem Schrank lagern“.

Mit am hintersten Ende dieser bedauernswerten Gruppe sitzt wohl der Kopfhörerverstärker, ohne den wohl kein Künstler im Recording Room einen Ton der bereits aufgenommenen Materie hören würde und ohne den gerade die heikle Phasenkontrolle akustisch kaum einfacher zu kontrollieren ist. Wenn also ein Hersteller wie Little Labs einen Kopfhörerverstärker mit dem Namen Little Labs Monotor für knapp 600,- Euro auf den Markt bringt, muss es wohl irgendeinen Grund für diesen auf den ersten Blick sportlichen Preis geben. Immerhin befinden wir uns hier in der SPL Phonitor Preisklasse, der mit einer aufwändigen Matrix eine dreidimensionale Monitorabbildung generiert und das „echte“ Mischen über einen Kopfhörer ermöglicht.

Aufbau

Klein ist er, der Little Labs Monotor (10 cm Breite, 16 Zentimeter Tiefe), so dass man 4 von seiner Art in einem 1 HE hohen 19 Zoll Rack unterbringen kann. Ob es einen speziellen Rack Adapter für eine Verwendung dieser Art gibt, ließ sich leider nicht in Erfahrung bringen. Ein intelligente Kabelverdrahtung ermöglicht sowohl einen Daisy Chain Betrieb, sofern man symmetrische TRS-Kabel verwendet oder aber man nimmt die 2 TRS-Buchsen als zusätzliche Eingangsbuchsen, sofern man unsymmetrische Kabel verwendet. Eine schöne Detaillösung.

Little Labs Monotor Rückseite

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Little Labs Monotor

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