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Test: Modal Electronics CRAFTsynth 2.0 Wavetable Synthesizer

17. Juli 2019

Digitaler Monophon-Knaller

Der Modal CRAFTsynth 2.0 liegt jetzt endlich in der zweiten Generation vor. Endlich hat er auch ein Gehäuse, aber ist das alles, was sich geändert hat?

Modal war in erster Linie bekannt für ihre High-End-Synthesizer. Mit dem Craft Synth öffnete sich Modal einer größeren Käuferschicht. CRAFTsynth Version 1 ist ein kleiner Synthesizer, der weniger als 100 Euro kostet und den man selber zusammenbauen muss.

Deutliche Unterschiede zwischen Modal Craft Synth 1.0 und 2.0

Die entscheidende Veränderung an Craft Synth 2.0 ist die Tatsache, dass er nun endlich über ein Gehäuse verfügt. Man muss ihn auch nicht mehr zusammenbauen.

Er verfügt über 12 Drehregler und ein Touch-Keyboard mit 8 LEDs. Er besitzt MIDI In/Out, Sync-In /Out (Korg bzw. Teenage Engineering Protokoll) und einen USB-B Anschluss. Line-Out und Kopfhöreranschluss liegen als Mini-Klinke vor.

Die Anschlüsse

Der Modal CRAFTsynth 2.0 kann mit 3 AA-Batterien betrieben oder über USB mit Strom versorgt werden.
 Leider ist da dieses fiese hochfrequente Störgeräusch, wenn man den Synthesizer über USB mit Strom versorgt und gleichzeitig die MIDI-Verwaltung übernehmen lässt. Dies ist wohl ein generelles USB-Problem, das auch beim IK Multimedia UNO auftritt.

Wenn man Modal Craft Synth 2.0 mit Batterien betreibt und über USB-MIDI steuert, tritt das Störgeräusch nicht auf. Mit einem externen USB-Netzteil tritt dieses Problem auch nicht auf, aber dann fällt MIDI über USB weg.

Der Synthesizer wurde in einem Plastikgehäuse verbaut. Die Endlosregler haben einen extrem leichten Drehwiderstand. Ich empfinde es als angenehmer, wenn man Widerstand beim Drehen verspürt.

Der Wert der Regler wird über die 8 LEDs angezeigt. Das ist sehr praktisch, da man bei Endlosreglern nicht immer weiß, welchen Wert man eingestellt hat.

Werte der Regler lassen sich über die LEDs ablesen.

Trotz Plastikgehäuse und leichten Drehwiderstand hinterlässt Modal CRAFTsynth 2.0 einen sehr wertigen und hervorragend verarbeitenden Eindruck. Das Touch-Keyboard hat eine sehr gute Reaktionsfreudigkeit und auch mit großen Fingern ist es möglich, eine Melodie zu spielen.

Ein echtes Gefühl für den Synthesizer kommt meines Erachtens aber erst auf, wenn man einen MIDI-Controller seines Vertrauens anschließt. Tasten machen einfach mehr Spaß.

Die Regler sind 3-fach belegt und können mit dem Shift-Taster ausgewählt werden. Netterweise druckte Modal die 3 Funktionen unterhalb des jeweiligen Reglers auf. So erspart man sich langes Suchen im Handbuch.

Sehr gut ist auch die farbliche Abgrenzung der Funktionen untereinander. Das hilft, beim Sounddesign den Überblick zu behalten.

Über dem Touch-Keyboard befinden sich 8 Tasten, mit denen die beiden LFOs, Filter-EG, Amp-EG, Mod-EG und die Presets aufgerufen werden können.

An Craft Synth 1.0 erinnert eigentlich nur noch die blaue Farbe, die an einzelnen Stellen von Craft Synth 2.0 übernommen wurden. Von den 4 blauen LEDs an Craft Synth 1.0 fühle ich mich geblendet. Modal CRAFTsynth 2.0 LEDs leuchten in einem angenehmen Blau.

An Farben dominiert ansonsten Anthrazit und Grau. Die Regler sind schwarz und das Touch-Keyboard ist in Weiß gehalten.



Bedienung auf der Oberfläche

Durch schlaue Tastenkombinationen und Reglerbewegungen kann man sehr weitreichende Veränderungen an dem Modal Craft Synth 2.0 durchführen. Die Kombinationen werden im Handbuch ausführlich beschrieben.

Diese Funktionen sind sehr wichtig, wenn man sich dazu entscheidet, den Modal Synth Craft 2.0 mit auf die Bühne oder in den Proberaum zu nehmen. Allerdings erreicht man auf diesem Wege nicht alle Funktionen, über die dieser Synthesizer verfügt.

Man kann aber so gut wie jeden Parameter über MIDI ansteuern. Eine MIDI-CC-Implementation-Liste wird im Handbuch mitgeliefert. Für diese Liste muss man Modal natürlich dankbar sein, aber MIDI-Controller zu konfigurieren, ist nicht jedermanns Sache. Deswegen liefert Modal einen praktischen Software-Editor.

Der Software Editor

Hauptfenster für die Klanggestaltung

Modal stellt für den Modal CRAFTsynth 2.0 einen multifunktionalen Standalone-Editor zur Verfügung. Multifunktional ist er deswegen, weil er für Craft Rythm, Craft Synth und Skulpt gleichermaßen funktioniert. Dabei hat jeder Synthesizer seine eigene Bedienoberfläche. Sehr gut gefällt mir, dass alle angeschlossenen Modal Synthesizer mit einem einzigen Fenster bearbeitet werden können. Man wählt den angeschlossenen Synthesizer über einen Reiter aus und kann problemlos zwischen mehreren Modal Synthesizern springen. Es entsteht kein MIDI-Chaos, jeder Synthesizer wird immer ohne Probleme erkannt. Fensterchaos auf dem Bildschirm ist somit auch kein Thema.

Natürlich haben Software-Editoren immer den Nachteil, dass die Unterstützung in Zukunft eingestellt werden kann und sie auf neuen Computer-Betriebssystemen nicht mehr funktionieren. Leider bin ich in der Vergangenheit schon öfter Leidtragender so einer Entwicklung geworden. Das ist der Preis, den man für einen Budget-Synthesizer zahlen muss. Jeder Regler und jedes Display, die Echtzeitkontrolle am Gerät ermöglichen, steigern die Entwicklungs- und Herstellungskosten. Trotzdem sind die Software-GUIs der Modal Synthesizer unglaublich praktisch und helfen, den Synthesizer schneller und einfacher zu verstehen, da man über ein visuelles Feedback verfügt. Gerade wenn Schwingungsformen gemorpht werden, erscheint mir eine visuelle Darstellung als überaus praktisch.

Die weiteren Ausführungen beziehen sich auf die weitreichenden Funktionen, die mit der Software möglich sind. Sie ist für Mac und Windows als kostenloser Download erhältlich.

Die Oszillatoren

Wavetable-Oszillatoren sind keine Besonderheit, doch verfügen sie über eine interessante Funktion: Man steppt nicht durch die Wavetables, sondern man morpht sie sich zurecht. Dazu gleich mehr. Modal CRAFTsynth 2.0 verfügt wie sein Vorgänger über 2 Oszillatoren. Im Vergleich zu seinem Vorgänger hat man pro Oszillator nicht 4 Schwingungsformen pro Oszillator zur Verfügung, sondern kann mit einem Regler durch die Schwingungsformen morphen. Super, dass man nicht auf Standard-Schwingungsformen angewiesen ist, sondern auch die Zwischenformen zwischen den Schwingungsformen auswählen kann.

Oszillator 1 und 2 verändern sich von einem Sinus in ein Dreieck, das zu einem Rechteck wird und verwandelt sich dann in einen Sägezahn mit allen Zwischenschritten. So erzeugt man auch mal eine Sinus-Schwingungsform mit Ecken.

Morphing der Schwingungsformen: aus dem Modal Craft Synth 2.0 Handbuch

Doch das ist nicht alles, was sich Modal ausgedacht hat. Über den Oszillatoren findet sich kleines Fenster, in dem man 8 außergewöhnliche Schwingungsformen auswählen kann. Es ist möglich, jede dieser Schwingungsformen zu morphen. Die Möglichkeiten der Klanggestaltung sind damit echt gigantisch und damit hat Modal CRAFTsynth 2.0 seinem Vorgänger schon den Rang abgelaufen. Man bleibt ja nicht bei 8 außergewöhnlichen Schwingungsformen und den Standard-Schwingungsformen stehen. Wenn man von 127 MIDI-Steps ausgeht und mit jedem Step eine Veränderung stattfindet, sind die Möglichkeiten enorm.

Die neuen Schwingungsformen sind schwer zu beschreiben, aber sie klingen und sehen interessant aus. Der Spaß beginnt natürlich dann, wenn man morpht. Von der „butterzarten Basswand“ bis „nervig wie eine Stechmücke in einer Sommernacht“, ist alles möglich. Diese neuen Schwingungsformen entsprechen keinen Standards. Sie sind im positiven Sinne Mutationen, um die Synthese zu beleben. Sounddesigner werden ihre reine Freude haben.

Das Filter des CRAFTsynth 2.0

Modals CRAFTsynth 2.0 verwendet ein 2-poliges Resonanzfilter. Es beherrscht Lowpass, Bandpass und Highpass. Allerdings ist es auch beim Filter möglich, zwischen den einzelnen Filterarten zu morphen. Das Filter packt zu, dass es die reine Freude ist. Es kann mit gehörig Resonanz kreischen und ein Sägezahn so weit schleifen, dass nur noch eine tiefe Basswand übrig bleibt, die Bauch und Brust massiert.

Das Morphen zwischen den Filterarten macht gehörigen Spaß, weil man so Filtereffekte erzeugen kann, die nicht ohne Weiteres möglich sind. Man fängt zum Beispiel mit einem Lowpass an und moduliert diesen in ein Highpass-Filter. Da führt dazu, dass fette Signale einer radikalen Diät unterzogen werden und in einem dünnen Piepsen enden können. So macht filtern Spaß.

Das Filter verfügt lobenswerterweise über eine eigene ADSR-Hüllkurve. Damit kann man natürlich sofort typische Filter-Sweeps erzeugen. Hier gefällt mir besonders der „Depth“-Regler, mit dem sich der Einfluss der ADSR Hüllkurve auf das Signal bestimmen lässt. Der Wert lässt sich von -64 bis +64 bestimmen und damit kann man im Minusbereich die Filter-Hüllkurve invertieren.

Viel Spaß bei der Filter-Modulation, sag ich nur!

Die LFOs des CRAFTsynth 2.0

Im Vergleich zu seinem Vorgänger verfügt CRAFTsynth 2.0 über zwei LFOs anstatt nur einem. Dreimal dürft ihr raten: Auch hier wählt man nicht einfach schnöde Schwingungsformen aus, sondern man kann sie sich zurechtmorphen.

Man startet mit einer Sinus-Schwingungsform, die sich mit jeder Bewegung in ein Dreieck verwandelt, sodann ein Rechteck wird. Aus dem Rechteck wird ein Sägezahn und diese Schwingungsform führt wieder in ein Rechteck, welches in eine Sample & Hold Schwingungsform verwandelt wird.
 Das ist einfach  super, weil so ungewöhnliche rhythmische Variationen möglich werden. Man kann z. B. eine nicht ganz so aggressive Rechteck-Modulation erzeugen, dessen Rechteck nicht ganz so aggressiv ist.

Die LFOs können synchronisiert werden oder frei schwingen. Sie verfügen über drei Betriebsmodi: Retrigger, Free und Single. Diese bestimmen das Verhalten des LFOs, wenn eine Note gespielt wird. Die Frage ist, ob er die ganz Zeit schwingen soll, ob er erst arbeiten soll, wenn eine Note gespielt wird oder immer von vorne anfangen soll zu schwingen, wenn eine Taste gedrückt wird.

Zu hören gibt es von den LFOs jetzt noch nichts, weil sie ja bestimmte Parameter modulieren müssen. Deswegen gehört die folgende Aufmerksamkeit der Modulationsmatrix.

Modulationsmatrix

In der Modulationsmatrix ist es möglich, 8 Modulationsquellen auszuwählen, die jeweils über unterschiedliche Modulationsziele verfügen.

Als Quellen stehen beide LFOs, Modulations-EG, Note, Velocity, Expression und Aftertouch zur Verfügung. Einige der Quellen sind für Keyboarder natürlich sehr wichtig, wie z. B. Aftertouch und Velocity, da sie damit bestimmte Ziele mit ihrer Virtuosität beeinflussen können.

Für die jeweiligen Quellen hat Modal sinnvolle Ziele formuliert.

Für die LFOs gibt es z. B. 12 Ziele. Hier findet man Cutoff, Resonance, Tune usw. Velocity verfügt über 36 Ziele, weil man mit Velocity natürlich ganz andere Möglichkeiten hat als mit einem LFO. Beim Vorgänger war es mit dem LFO übrigens nur möglich, 6 Ziele zu modulieren. Üppig, wie dieser kleine Synthesizer ausgestattet ist. Das gefällt sehr gut. Besonders wegen der ungewöhnlichen Schwingungsformen, die durch Morphen entstehen und den rhythmischen Möglichkeiten, die sich aus 2 LFOs ergeben.

Wichtige zusätzliche Funktionen

Der CRAFTsynth 2.0 verfügt auch über einen Modulations-Envelope-Generator mit einer ADSR-Hüllkurve. Mit ihr können die LFOs und das Delay kontrolliert werden. Mit einem Button ist es möglich, den Envelope-Generator für jeden LFO und das Delay ein- und auszuschalten. Wenn die Buttons aktiv sind, werden sie im gleichen Maße von dem Envelope-Generator beeinflusst. Ja, ein Envelope-Generator für jeden LFO und das Delay wäre toll gewesen. Man darf aber nicht vergessen, dass es sich um einen Budget-Synthesizer handelt und die gebotenen Funktionen sowieso schon phänomenal sind.

Das Delay klingt übrigens erstaunlich gut und lässt sich zum Tempo synchronisieren. Mit kurzen Einstellungen kann man hallende Effekte erzeugen und es klingt wirklich sehr organisch. Sehr gut gefällt der Distortion-Regler im Delay, mit dem man auch die Oszillatoren stärker und kräftiger gestalten kann. Steroide für die Oszillatoren.

Die ADSR-Hüllkurve für die Amplifier-Sektion beeinflusst beide Oszillatoren gleichzeitig. Zwei wären besser gewesen, aber wie gesagt handelt es sich trotz allem um einen üppig ausgestatteten Budget-Synthesizer.

Der Arpeggiator des CRAFTsynth 2.0

Der Arpeggiator ist eigentlich ein Sequencer. Es ist möglich, Noten im Step-Verfahren in den Sequencer zu programmieren und diese dann tonal über ein Keyboard zu spielen. Zusätzlich kann man den Arpeggiator mit Filter-EG, Modulation-EG und dem AMP-Envelope beeinflussen und damit seine Sequenz variieren. Leider kann man eine Sequenz nicht im Editor programmieren, sondern muss am Synthesizer die Taste Arp-Seq halten und mit Amp-EG gibt man Pausen ein. Das funktioniert aber so einfach und ist so gelungen, dass mir diese Funktion viel lieber ist als ein klassischer Arpeggiator.
 Schnell mal einen melodiösen Groove basteln und diesen tonal spielen.

CRAFTsynth 2.0 bietet außerdem 7 unterschiedliche Tonleitern an, die das Jammen mit anderen Musikern vereinfacht und die Möglichkeit bietet, aus dem Dur-Moll-Schema auszubrechen.

Mit dem Regler Spread kann man Craft Synth 2.0 Akkorde und Unison-Sounds entlocken. Eine Funktion, die auch z. B. aus dem Waldorf Synthesizer Rocket bekannt ist, wodurch eine scheinbare Polyphonie erzeugt werden kann, obwohl man einen monophonen Synthesizer spielt. Die Stimmung ist über die Software ablesbar, was ein sehr schönes Werkzeug ist, um im Song immer den richtigen Ton zu finden. Mit Spread muss man ja nicht unbedingt Akkorde generieren, er macht das Signal im Unsion-Mode einfach mega fett.

Die Library

Die Library sollte auch erwähnt werden, weil Modal sie sehr übersichtlich gestaltet hat. Modal hat sie in 8 Bänke mit jeweils 8 Presets unterteilt. Die Presets geben die Möglichkeiten des Synthesizers sehr gut wieder. Von virtuell analog bis brutal digital ist so einiges möglich. Schön ist auch der „Random“-Schalter, der kreativen Blockaden leicht aufheben kann, weil per Zufall neue Sounds generiert werden. Leider hat Random keine Auswirkung auf die Ziele der Modulationsmatrix.

Mit dem „Initial Schalter“ stellt man den Synthesizer auf „null“. Das hilft, von vorne anzufangen, wenn man sich in dem Irrgarten der Klanggestaltung verlaufen hat.

Fazit

Es ist schon lange her, dass mich eine Version 2.0 so beeindruckt hat wie dieser kleine Plastikbomber Modal Craft Synth 2.0. Vielleicht war das auch nicht sonderlich schwer, weil Version 1.0 kein Gehäuse hatte und selber zusammen gebaut werden musste. Auf der anderen Seite wird eine Version 2.0 nur dann realisiert, wenn Version 1.0 unglaublich erfolgreich war.

Schwingungsformen morphen, ist einfach nur noch mega cool. Dass man noch ausgefallenere Schwingungsformen geliefert bekommt, ist einfach Klasse. Man sollte den Hauptaugenmerk bei diesem Synthesizer auf die Klanggestaltung legen und für den Preis muss man diese einfach nur als üppig bezeichnen. Zusätzlich bekommt man einen Arpeggiator mit Step-Sequencer-Funktion und ein anständig klingendes Delay und analoge Sync-Anschlüssen.

Leider ist da dieses fiese hohe Fiepen, wenn man den Synthesizer über USB mit Strom versorgt und gleichzeitig die MIDI-Verwaltung übernehmen lässt. Darüber kann ich aber locker hinwegsehen, weil es Wege gibt, das zu umgehen. Dann wird er halt mit Akkus oder über ein USB-Netzteil betrieben. Der Sound ist einfach Bombe. Virtuell analog trifft es hier auf dem Punkt. Er kann so fett klingen, dass ich manchmal ganz vergesse, dass ich hier mit einem digitalen Synthesizer arbeite. Aber er ist in der Lage, über dieses Soundspektrum hinwegzugehen, weil mit den morphenden Oszillatoren ganz andere klangliche Möglichkeiten zu erforschen sind.

Ich bin mit Modal CRAFTsynth 2.0 wirklich sehr zufrieden. Ein kleiner feiner Plastikbomber mit überragenden Möglichkeiten, die man ihm gar nicht zutrauen würde. Im Vergleich mit den Korg Volcas und IK-Multimedias UNO, die in einer ähnlichen Preisklasse spielen, muss er sich nicht verstecken. Modal CRAFTsynth 2.0 kann sich mit geschwellter Brust behaupten.

Plus

  • morphende Schwingungsformen
  • morphendes Filter
  • morphende LFO-Schwingungsformen
  • sehr guter virtuell analoger Sound
  • Arpeggiator-Sequencer
  • Anschlüsse
  • sehr gute Verarbeitung

Minus

  • sehr leichtängige Regler
  • Störgeräusch, wenn USB-MIDI- und Stromversorgung übernehmen muss

Preis

  • Ladenpreis: 149,- Euro
Klangbeispiele
Forum
    • Profilbild
      penishead  

      Soweit ich das mitbekommen haben, ja. Die erste Version konnte man ja auch am Gerät programmieren. Jetzt nicht jeden Parameter direkt, aber ich habe bis heute die App gar nicht genutzt.
      Insofern sollte das bei dem neuen nicht schlechter sein. Natürlich gibt es Ausnahmen: Du kannst Deine gespeicherten Presets nicht benennen, und die Clock nicht am Gerät einstellen. Entweder nur MIDI oder Clock in. Für 149.- EUR ist das ein No Brainer. Im Vergleich zur ersten Steckversion ist das eine ganz andere Liga nun mit dem neuen Design.

    • Profilbild
      Sven Rosswog  RED

      Hallo planet313,

      siehe Kommentar penishead und als Ergänzung: Die Regler sind halt dreifachbelegt, dass verlangt Sicherheit im Ungang mit dem Gerät. Besonders in Livesituationen wollte ich nicht überlegen, wie ich jetzt an den oder den Paramter komme.

      grüße

    • Profilbild
      planet313

      Der Sound ist schon sehr gut. Ich mache halt ohne PC Musik. Bei mir ist der Digitakt Hauptsequencer.
      Deswegen ist mir wichtig dass ich den Craft 2 vollständig am Gerät selbst programmieren kann.
      @penishead…hört sich gut an. Für so kleines Geld bekommt man echt großen Sound!

  1. Profilbild
    Green Dino  AHU

    Also wenn der jetzt auch noch bzgl. Klang hält was er verspricht…alter Falter^^

    Die Idee mit den Leds der Minitastatur die Encoderposition anzuzeigen find ich gut!
    Man braucht keine Led Ringe um die Encoder, kein Display (was den Preis erhöhen würde) und hat trotzdem den Vorteil von Endlosdrehencodern. Coole Sache :)

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    midilation

    Bähhmmm ja das Versprochene wird beim Klang des Kleinen eingehalten. Ich habe den CraftSynth 2 nun seit knapp 4 Wochen und es vergeht kein Tag an dem ich ihn nicht an ihm sitze und immer wieder fasziniert bin, über die durch morphen der Oszi´s , neu entdeckten Klänge.
    Was mir neu ist, war das mit dem Störgeräusch unter USB Stromversorgung. Ist mir bis dato gar nicht so aufgefallen. Es ist wirklich besser wenn man auf Batterieversorgung schaltet.
    @ Sven (Autor)
    Danke nochmal für deinen schönen Bericht und ich kann den CraftSynth 2 auch nur weiter empfehlen. ;)
    Zumal für das wenig Geld und dem Ergebnis an fetten Sound.

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    Hectorpascal  AHU

    Ich tu mich mit eurer Begeisterung schwer. Warum nicht gleich ein polyphones VST-Plugin und den Craft als Controller in dem man auch Klänge monophon exportieren kann? Sind in der Hardware denn irgendwelche Besonderheiten wie ein analoges Filter oder 8-12 Bit DACs? Nein! Hier drängt sich mir tatsächlich eine sinnlose Limitierung des gebotenen auf, nur um sein Konzept in Hardware verkaufen zu können. Sorry, nur meine Meinung, es gibt ja derzeit sooo wenige Wavetable Synths. ;)

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      martin stimming  

      du hast ihn nicht gehört!
      es ist wirklich der klang der uns das teil abfeiern lässt.
      würde mich nicht wundern wenn sie da ne kleine analoge saturation stage hinter dem wandler haben.
      so nen fetten klang bekommt halt nen plugin eher nicht hin (leider)

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    UBeeh  

    Obwohl ich den Skulpt wieder zurückgeschickt hab wegen zu viel Plastik hab ich mich auf der Superbooth in den Craft 2.0 verguckt. Dann kam er irgendwann und ich war von den wabbligen Reglern so abgetörnt, dass ich ihn fast wieder zurückgegeben hätte (Retourenschein war schon ausgefüllt). In der Modal Facebook Gruppe gab es dann auch deftige Kritik an den Reglern, bis ein Mitarbeiter von Modal aufgeklärt hat, dass die Regler kontaktlos und somit verschleißfrei sind. Hab ihn behalten und bin ganz froh. Klingt super, aber ohne die App wär ich aufgeschmissen. Das hatte mich auch am Skulpt schon genervt – wieso soll ich einen Hardware Synth mitnehmen, wenn ich ohnehin eine App auf dem iPad brauche? Und es ohnehin schon sehr gute Synth-Apps gibt und das iPad immer dabei ist?

    • Profilbild
      Sven Rosswog  RED

      Hi Ubeeh,

      App gibt es mittlerweile auch für Win und Mac. Die Regler waren auch meine größte Sorge. Danke für den Hinweis.

      grüße

      Sven

      • Profilbild
        UBeeh  

        Ja, ich wusste, dass es die App auch für Win und Mac gibt. Ändert nur nichts an dem grundsätzlichen Problem – dass man ein zusätzliches Gerät braucht.

  5. Profilbild
    SynthUndMetal  

    Ja, das leidige Thema USB Stromversorgung. Je nach verwendeten USB Netzteil oder PC gibt es mal mehr mal weniger Fipsen. Da steht der Modal aber nicht alleine. Vielleicht benötigt man eine galvanische Trennung der Masse, oder der Gleichstrom ist nicht hinreichend geglättet. Ein Fachmann wird das hier sicher beantworten können.

      • Profilbild
        SynthUndMetal  

        Vielen Dank für die Antwort.

        Aber die galvanische Trennung könnte man doch sicherlich ganz einfach auch direkt im Gerät umsetzen, oder? Dann würde man keine zusätzliche DI Box mit Groundlift benötigen. Finde ich etwas unverständlich, dass Modal das nicht berücksichtigt hat.

  6. Profilbild
    FlippDurch

    Digital und monophon. Verstehe ich nicht….
    Könnte ruhig 8 Stimmen haben das Ding, dann würde ich vielleicht auch interessiert sein.

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