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Test: MOOER Stereo Drummer X2, Effektgerät

Drum Groove vom Board - why not?

31. Januar 2023

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Musik (machen) ist doch was Tolles – oder? (Rhetorische Frage!!! Klar!). Ob alleine, im Duo, Trio, Quartett etc. bis hin zur Big Band oder zum Orchester. Die klanglichen Unterschiede und die daraus resultierende Vielfalt fasziniert mich und viele Menschen tagtäglich und schafft ein unglaublich schönes klangliches Land an Farben und Geschmäckern. Da ist für jeden/jede etwas dabei. Nun gibt es auch die Möglichkeit, durch technische Hilfsmittel, alleine (oder zumindest in kleiner Besetzung) nach großer Besetzung zu klingen, weil die Touring-Kosten sonst zu hoch wären oder man einfach Bock drauf hat.

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Mooer Stereo Drummer X2
Mooer Stereo Drummer X2
Kundenbewertung:
(8)

Oder man möchte zu Hause einfach ein bisschen vor sich hin daddeln. Für genau solche Fälle gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Loopstations, Samplern etc., die einem das Leben erleichtern und Möglichkeiten zum Kreativwerden bieten. So schauen wir uns heute einen Kandidaten genauer an, der dann interessant wird, wenn der/die Drummer:in keine Zeit oder den Gig verschlafen hat (haha^^). Auf kleinem Raum und für wenig Geld (soviel sei vorab verraten):

Let’s check out the MOOER Stereo Drummer X2.

UNBOXING – MOOER Stereo Drummer X2, Effektgerät

Das standardgroße Pedal kommt im klassischen Firmenkarton daher. Beigelegt sind dem simpel verpackten Gerät ein USB-Kabel für die Verwaltung der Presets sowie Firmware-Aktualisierungen, eine siebensprachige Bedienungsanleitung, eine Garantiekarte sowie (coole Sache!!) ein 9 V Netzteil. Die Bedienungsanleitung ist natürlich auch online auf der Website des Herstellers als PDF erhältlich. Wer also kein Multinetzteil nutzt oder das Pedal alleine verwenden möchte, muss hier nicht erneut investieren, da ein Batteriebetrieb des Gerätes nicht möglich ist.

SPECS & FACTS – MOOER Stereo Drummer X2, Effektgerät

Man bekommt für ein 179,- Euro billiges Pedal schon eine Menge geboten an angepriesenen Features. So befinden sich in dem 115 x 75 x 33 mm (L x B x H) messenden und nur 310 g wiegenden Pedal 121 Drumgrooves. Das Gehäuse ist aus Metall gefertigt und wirkt sehr stabil und massiv! Das Pedal arbeitet intern mit 24 Bit, 44,1 kHz.

Auf der Frontseite findet man fünf Drehpotis, einen Button, zwei Footswitches samt LED sowie eine sieben Bänder LED-Kette am linken oberen Rand des Pedals (benannt mit „Parts“).

MOOER Drummer, left

Mit den Drehpotis lassen sich die folgenden Parameter einstellen:

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  • „EQ“ lässt das Pedal an verschiedene angeschlossene Verstärker anpassen. Dreht man nach links (gegen den Uhrzeigersinn), so entspricht das einem Low-Cut (abschneiden der tieferen Frequenzen); dreht man nach rechts (im Uhrzeigersinn), so werden die Höhen geboostet.
  • „Speed“ reicht von 40 bpm bis 260 bpm und regelt die Geschwindigkeit der Drummachine
  • „Level“ steuert die Ausgangslautstärke des Effekts.
  • „Genre“ lässt den/die Nutzer:in einen von elf voreingestellten Styles abrufen
  • „Pattern“ passt den Groove innerhalb des gewählten Genres an / bietet Variationen.

Der „Save“-Button ist für die „Save“-Funktion zuständig (gedrückt halten) und wählt (bei einfachem kurzen Drücken) die sieben „Parts“ an, während einer die beiden Fußschalter die Play/Stop (links), Tap/Fill (rechts) oder MODE (beide zusammen gedrückt) Möglichkeiten im Direktzugriff steuern lassen.

MOOER Drummer right

Die Status LEDs der beiden Footswitches zeigen den verschiedenen Zustand des Pedals an:

  • Linke LED: blau bedeutet „normaler“ Betrieb; rot bedeutet, dass Variationen über FILLs eingefügt werden. Ist die LED aus, so ist das Pedal nicht in Betrieb (logisch!).
  • Rechte LED: Blinkt im Tempo des aktuellen Parts / Grooves.

Die Fußschalter schalten verschiedene Optionen an / aus / um:

  • Linker Footswitch: Drücken für Start / Stop der Drum-Machine oder zum Wechsel in das nächste Preset.
  • Rechter Footswitch: TapTempo ermöglicht die komfortable Eingabe des Tempos mit dem Fuß (während des Spielens), während das Pedal noch nicht läuft. Läuft das Pedal, also der Groove, so lassen sich über den rechten Fußschalter Fills abrufen.

Während die drei Potis für EQ, Speed und Level sich flüssig einstellen lassen mit je einem Einrastpunkt (auf 12 Uhr) für EQ flat, 120 bpm oder „Unity Gain“, so sind die beiden verbleibenden Genre- und Pattern-Potis 11-stufig ausgeführt (haben also 11 fixe Einrastpunkte).

MOOER Drummer rear

Auf der linken Seite des Pedals werden noch die Nummern des Genre-Potsi mit Namen benannt.

  • 1) Pop
  • 2) Funk
  • 3) Blues
  • 4) Rock
  • 5) Metal
  • 6) Jazz
  • 7) Fusion
  • 8) Punk
  • 9) Latin
  • 10) Country
  • 11) Reggae

An den Seiten (rechts und links) befinden sich jeweils zwei Standard 6,3 mm Mono-Klinkenbuchsen für True Stereo (L/R) Input (rechts) und True Stereo (L/R) Output (links). Des Weiteren findet sich auf der linken Seite ein 3,5 mm Stereo-Klinkeneingang (auch bekannt als Miniklinke) für externe Steuerung.

Der Bypass Mode arbeitet natürlich mit dem True Bypass Standard.

Es stehen einem elf Songbanks mit jeweils sieben Parts zur Verfügung. Hierauf lassen sich Grooves und Groove-Abfolgen abspeichern und dann aufrufen.

Auf der Stirnseite des Pedals befindet sich der USB-C-Port für die Verwaltung der Presets sowie Firmware-Aktualisierungen sowie der obligatorische 9 V, 300 mA fressende (also sehr sparsame und für Multinetzteile geeignete) Stormversorgungsanschluss. Dieser benötigt entweder das mitgelieferte Netzteil oder jedes andere handelsübliche 2,1 x 5,5 mm Hohlstecker, Polarität (-) innen Netzteil. Ein Batteriebetrieb des Pedals ist nicht möglich !!!

Tipp: Mit der Registrierung des Produkts auf www.w-distribution.de/Warranty verlängert sich die Garantie auf 4 Jahre.

Mit der Software lassen sich Firmware Updates aufspielen oder Presets verwalten:

Software MOOER Drummer X2

Software MOOER Drummer X2

PRAXISTEST 1: HANDLING – MOOER Stereo Drummer X2, Effektgerät

Das Pedal wirkt im ersten Handling sehr robust und intuitiv. Die Benennung der Potis und Switches lässt erstmal keine weiteren Fragen offen.

Während die ersten sieben bis neun (Genre abhängig) Patterns jeweils im 4/4-Takt sind, gibt es auch andere Taktarten wie 6/8, 3/4, 2/4, 7/8 oder 2/8. Eine ausführliche Liste der Belegung findet man in der Bedienungsanleitung. Für das eine oder andere „versteckte“ Feature lohnt sich der Blick dort hinein durchaus.

MOOER Drummer front

PRAXISTEST 2: SOUNDS – MOOER Stereo Drummer X2, Effektgerät

Schließt man das Pedal an, erklingen Grooves. Drum Grooves. Klar, die Sounds sind jetzt nicht die Weltklasse, aber wir sprechen hier von einem sehr günstigen und dabei noch recht flexiblen Drumcomputer. Für die professionelle Bühne ist das Gerät leider nicht geeignet, aber für spontane Übesessions oder im Hobby-Bereich durchaus brauchbar! Da stimmen dann auch Preis und Leistung zueinander auf jeden Fall!

Man höre und mache sich selbst ein Bild.

Im Schnelldurchgang durch die Genres und Patterns:

Ich habe als etwas störend den bei einigen Genres und Patterns (sprich: bei manchen Kits) sehr lange und deutlich klingenden Grundton der Kick wahrgenommen. Hier hätte etwas Neutraleres, etwas Knackigeres meinen Geschmack getroffen, um nicht mit einem Song in einer anderen Tonart zu kollidieren.

Drummer’s Fills

Coole, aber auch keine neue Funktion mehr, dass man einem Drumcomputer sagen kann, dass er ein Fill spielen soll. Hier wäre es jedoch schön gewesen, wenn es zumindest zwei/drei unterschiedliche Fills pro Pattern gäbe, leider wird immer das gleiche Fill pro Pattern verwendet. Der Fill-Footswitch reagiert aber sehr gut und platziert das Fill entsprechend.

The Speed Knob

Wie klingen denn unterschiedliche Tempi? Was cool ist, dass bestimmt kleine Änderungen eingebaut werden in unterschiedlichen Tempi und sich nicht nur das Tempo ändert bei gleichem MIDI-Track. Klar, ab einem bestimmten Tempo machen gerade die Fills nicht mehr so viel Sinn, da hätte man auch etwas genauer programmieren können, aber wir sprechen hier von einer Unit unter 200,- Euro.

The EQ

Tolles Feature, dass man die Drums im EQ anpassen kann. Spielt man über einen Instrumentenverstärker, ist gerade die Anhebung der Höhen von Vorteil, da diese Amps dort oft weniger Frequenzen wiedergeben!

 

Alle zu hörenden Sounds wurden mit folgender Signalkette erzeugt.
MOOER Stereo Drummer -> Universal Audio Apollo Twin X -> Steinberg Cubase 12 PRO
Es wurden keine weiteren Plug-ins wie EQs, Kompressoren etc. verwendet.

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Fazit

Man bekommt mit dem Stereo Drummer X2 ein Produkt, das sehr gut verarbeitet wurde und für den günstigen Preis und die kleine große auf effiziente Weise viele Features und Genres verpackt. Für den Hobby-Bereich auf jeden Fall ein nützliches Tool, für die professionelle Anwendung nicht geeignet. Aber wie immer gilt auch hier: noch mal selber checken und ausprobieren, weil die Geschmäcker sind ja verschieden ;-)

Plus

  • viele Genres und Patterns pro Genre
  • Fill-Modus
  • sehr intuitiv

Minus

  • Kick hat teilweise sehr lange klingenden und deutlichen Grundton

Preis

  • 179,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    THo65

    Danke für den interessanten Test.

    Was mich noch interessiert, ist der Eingang für die externe Steuerung. Lässt sich hier das Gerät synchronisieren?

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