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Test: Native Instruments Battery 4, Drum-Sampler & Player

22. April 2013

Neu aufgeladen: Battery 4

BATTERIE 4

Native Instruments Battery 4, der Drum Sampler geht in die nächste Runde. Dabei ist Battery aber eher ein experimentierfreudiger universaler Sampler, der viel mehr kann als nur Drums. Neben der tiefgreifenden Überarbeitung der Benutzeroberfläche sehen wir uns ebenfalls an, ob die neuen Fähigkeiten und die neue Bibliothek eine ebenfalls so drastische Veränderung erfahren haben und ob sich das Plug-in für Neuensteiger und Langzeitanwender lohnt. All das alles erfahren Sie in diesem Test.

Installation

Als Download kommt Battery 4 als 3,3 GB große ISO-Datei für Mac und PC daher. Der Download verläuft gewohnt schnell vonstatten. 8 MB/s sind da locker drin.

Um von der Battery Strom beziehen zu können, benötigen Sie folgende Ausrüstung:
Windows 7 oder Windows 8 mit neustem Service Pack, Intel Core Duo oder AMD Athlon 64 X2, 4 GB empfohlen. Mac OS X 10.7.5 oder 10.8.3 oder neuer Intel Core 2 Duo, 2 GB RAM, 4 GB empfohlen. Wobei unter OS X Mountain Lion und Windows 8, 8 GB Arbeitsspeicher imperativ sind. Die gefühlten 300% Geschwindigkeitszuwachs schonen die Nerven und Geduld enorm.

NI-Battery4_Produkt

Bei der Formatunterstützung gibt es Stand-Alone, VST, Audio Units, AAX Native (Pro Tools 10+ higher), ASIO, CoreAudio und WASAPI. Ein RTAS kompatibles Update ist für April 2013 geplant.

Generell sind NI Produkte bei der (Upgrade-) Installation auf dem Mac immer etwas zickig. Was sich aber immer mit dem Reparieren der Zugriffsrechte mit dem Festplattendienste-Programm lösen lässt, also auf einem Fauler-User-Error basiert. Also nicht vergessen, vor und nach der Installation die Rechte zu reparieren, dann gibt es keine Probleme.

[Anmerkung des Autors:
Seit OS X Lion gibt es aber noch eine weitere Hürde beim Installieren von Programmen: GateKeeper. Dieser Kleingeistler von Apple, der den Programmieren und Usern hundertmal im Weg rumsteht und einmal hilft, zeigte hier besonders seine Nutzlosigkeit. Ich hatte zwar in 10.7 den GateKeeper (über die Sicherheits-Voreinstellungen) deaktiviert, aber erst zwei Tage vor dem Test auf 10.8 umgesattelt (Upgrade, nicht Neuinstallation). Bis ich gemerkt hatte, dass beim Upgrade der GateKeeper wieder eingeschaltet worden war, gingen zwischen dem Autoupdate des NI Service Centers und dem Betrieb von Battery 4 mehrere Hard-Resets und Kaltstarts ins Land.
Darauf kam ich aber erst als ich das Service Center neu installieren wollte, der übereifrige Torwächter mich aber nicht ließ. Seitdem er aber vom Dienst abgezogen worden ist, läuft alles wieder wie es soll.]

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    mausikant90

    moin,

    erstmal vielen dank für den tollen test, der im übrigen mit meinem ersten eindruck von b4 weitestgehend übereinstimmt. einige sachen wollte ich dennoch anmerken, da sie m.m.n. einen falschen eindruck von b4 vermitteln.

    ganz oben auf meiner kritikliste steht die sache mit der libary und einsatztauglichkeit von b4. es ist zwar richitg dass die libary in b4 ziemlich einseitig geworden ist (wie vom marketing angekündigt), dennoch liest es sich in diesem test so, als ob dies b4 für andere musikrichtungen disqualifizieren würde. für mich ist b4 nach wie vor ein allroundsampler (ich weiß nicht ob das wort so gefallen ist, werde es aber mal nutzen). das eigentliche problem an der ganzen situation ist doch nur, dass ni keine/kaum (?) „real sounds“ beisteuert. ungeachtet dieser tatsache hat b4 immer noch dass zeug dazu ein schönes jazz-set o.ä. auf die kette zu kriegen – allein die multisample-möglichkeiten und artikulationen (!) reichen hierfür dicke aus (btw funzt jeder real-sample-player mit großer sicherheit nach einem gleichen/ähnlichen prinzip). sicher ist es zwar nervig dass man sich sowas selbst zusammenfummeln muss, dennoch (problemlos) möglich. auch besteht noch die hoffnung dass ni mit attraktiven packages nachlegt bzw. dass ältere expansions ohne weiteres darauf lauffähig sind, oder? wo wir gerade dabei sind, ich habe schon des öfteren festgestellt dass hersteller sehr schweigsam sind, wenn es um die frage geht welche sample-formate das jeweilige produkt unterstützt. meine nicht nur wav, aiff und konsorten, sondern wie es mit „klassischen“ sampler-banks ala emu, akai und co aussieht. (was mich schon sehr an einem sampler interessiert) viele sampler/player können das schlucken, ohne dass man je davon gehört oder in einer artikelbeschreibung davon gelesen hat. entdeckt man dann erst wenn man ein wenig probiert… meist muss man sich erst sehr umständlich durch die pdf-anleitungen wühlen um die unterstützten formate zu finden… liebe hersteller, wenn ihr das lest: bitte bitte ich will nicht mehr wühlen ;)

    was mir auch immer wieder kopfschütteln bereitet, nicht nur in diesem test sondern generell, ist diese sache mit dem step-sequencer?! ich glaube die ni leute würden das gerne machen, vorausgesetzt sie hätten zugleich interesse daran maschine in die wüste zu schicken ;)
    vllt sehe ich das auch ein wenig radikal, weil ich der jüngeren generation angehöre und nie richtig in „pattern-love“ war, jedoch ist das in meinen augen eine aufgabe für maschine, und ich finde auch dass ni’s jeweilige produktphilosophien sehr eindeutig sind und sich die pattern-frage somit von selbst klären sollte.

    auch hat ni es nicht geschafft die filter und eq sektion voneinander zu trennen… das ist für mich das größte „bug“ in b4, dass mich entweder für filter oder eq entscheiden muss. klar, man könnte den ganzen spaß auch getrennt auf die daw routen, doch leider habe ich nur 16 stereo ausgänge für 16×8=128! zellen. könnt son bissle eng werden. ;)

    sonst kann ich als hardcore-b3-user nur sagen dass es ein gelungenes update geworden ist: workflowverbesserung (bis auf die sache mit den reitern, aber das stört mich auch schon in der v3), endlich ist browser links, endlich in cell bounce, endlich kann ich die (sehr guten!) effekte nach gusto durch gegend schieben. visuell wird man auch bedient (siehe erläuterung mit „regler und numerischen werten“), vorallem ist auch alles aufgeräumter. und nicht zuletzt, was für ein update vorteilhaft aber nicht selbstverständlich ist, hübscher ;)
    (da haben zB die leute von steinberg im versionssprung von 6 zu 7 in den falschen farbtopf gegriffen wie ich finde, „perfekt“ finde ich c6 von diesem aspekt)

    alles in allem konnte ich mich noch nicht dazu aufrappeln dieses update zu erwerben, aus folgenden gründen: ich sehe zwar die verbesserungen in b4, jedoch habe ich nicht das gefühl ich würde etwas verpassen oder gigantische sprünge im workflow machen. bin b3 gewöhnt und komme schnell zum ziel. außerdem macht b3 auch vom techn. standpunkt keine probs bzw läuft stabil auf 10.8. ich glaube dass die umstellung von 3 auf 4 schnell geht, aber alles in allem ist mir der ganze spaß keine 100€ wert, va wenn ich sehe dass ich schon für 500€ das komplete bundle haben kann. (mal abgesehen davon dass ni will dass ich so denke ;)) hätte hier zumindest nen angenehmen einführungspreis von ni erwartet, bei der hälfte hätte ich wahrscheinlich zugeschlagen. ich weiß dass es nur 50€ sind aber ich habe die ganze zeit die relation zu komplete vor augen.

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      Hallo mausikant,
      freut mich, dass DIr der Test gefällt :)
      es ist zwar richitg dass die libary in b4 ziemlich einseitig geworden ist (wie vom marketing angekündigt), dennoch liest es sich in diesem test so, als ob dies b4 für andere musikrichtungen disqualifizieren würde. für mich ist b4 nach wie vor ein allroundsampler (ich weiß nicht ob das wort so gefallen ist, werde es aber mal nutzen)

      Ich bin mir nicht so sicher ob wir aneinander vorbeireden, aber das Battery ein Allround-Sampler für alles Musikrichtungen ist, kam in dem Test mehrmals vor und eigentlich rede doch ich in dem ganzen Test von nix anderem.
      Und Battery wird in dem Test auch ganz bestimmt nicht für andere Musikrichtungen disqualitfiziert. Das genau Gegenteil ist der Fall.
      ;)
      Die Crux dabei jedoch ist, wie Du auch schon sagst, wenn Neukunden beim Kauf nur elektronische Percussions bekommen, woher sollen sie dann von mal schnell ein Akustik-Kit bekommen?
      Wenn Sie gerade €200 investiert haben, haben sie bestimmt keine Lust gleich nochmals €50 für eine Expansion nachzuschieben die eigentlich schon von vorne herein hätten dabei sein müssen.

      Kurz: ich bin völlig mit Dir einer Meinung!

      beste Grüße,
      M. :)

  2. Profilbild
    arnte  

    Battery 3 ist tatsächlich das einziege PlugIn, das ich regelmäßig, ja sogar in jeder Produktion verwende. Umso gespannter war ich auf das Update.
    Vielen Dank für den sehr ausführlichen und informativen Test!
    Ich sehe die Änderungen durchweg positiv. Das Samples im Bundle weggelassen wurden ist für mich absolut unbedeutend. Ich habe ja das komplette Package aus B3 und außerdem hat heutzutage doch ohnehin jeder eine riesige eigene Library zuhause, oder?
    Dass die Env nicht mehr auf die Sample Ansicht projiziert werden ist imo ein Riesenrückschritt! Das ärgert mich wirklich.
    Sind die Reverbs eigentlich die selben geblieben oder hat sich da qualitativ was getan?
    Prinzipiell hätte ich mir bei den Effekten deutlich mehr gewünscht. Wenigstens eine hochwertige und flexible Verzerrersektion (auf Cell Ebene) gehört doch zu einem Drum Sampler dazu! Sehr schade. Und eigentlich hätte ich mir auch schöne Modulationseffekte gewünscht (Flanger, Phaser, Chorus). Darüber hinaus noch ein paar abgefahrenere Sachen (Granularzeugs, …) wären auch schön gewesen.

    Naja, ich werde aber wohl trotzdem das Update kaufen. Und da nur 50,- € dazwischenliegen wohl gleich mein Komplete 6 mal auf den neusten Stand bringen…

  3. Profilbild
    tenderboy  

    immer noch kein beat-slicing

    ich mein das ist eines DER features die ein drum-sampler imho haben muss…

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