Test: Native Instruments Komplete Kontrol S49 MK2, S61 MK2

18. Oktober 2017

Next Generation Controller

Native Instruments Komplete Kontrol S49 MK2

Optisch mit seinen zwei Displays schon mal ein echter Hingucker, das Native Instruments Komplete Kontrol S49 MK2 und sein größerer Bruder Komplete Kontrol S61 MK2. Aber noch mal von Anfang an:

Nach rund drei Jahren erneuert der Hersteller Native Instrumente seine Komplete Kontrol Keyboards und entlässt Komplete Kontrol MK2 auf den Markt. Einiges hat sich geändert, neben der Optik wurden auch erweiterte Funktionen implementiert, so dass wir gespannt waren, wie sich die Keyboards Native Instruments Komplete Kontrol S49 MK2 und S61 MK2 in der Praxis schlagen.

Das Konzept der Komplete Kontrol S-Keyboards ist natürlich gleich geblieben und lässt sich im Wesentlichen auf das Aufrufen, Editieren, Steuern und Spielen von Software-Instrumenten reduzieren, wobei alles im Gegensatz zum herkömmlichen Controllerkeyboard z.B. vom Komplete Kontrol S49 MK2 aus erledigt werden kann und sich die Arbeit mit der Maus auf ein Minimum reduzieren soll. In wiefern das in der Praxis funktioniert, wollen wir herausfinden.

Die Komplete Komplete Kontrol Serie umfasst derzeit vier Keyboards, angefangen beim kleinen 25er Modell bis hin zum Keyboard mit 88 Tasten samt Hammermechanik. Überarbeitet wurden bisher allerdings nur die Modelle mit 49 (Komplete S49 MK2) und 61 Tasten. Man mag zwar vermuten, dass auch das 25er und das 88er Modell von Native Instruments bald mit Komplete Kontrol MK2 im Namen auf den Markt kommen, bisher hält sich Native Instruments hier aber noch bedeckt.

Native Instruments Komplete Kontrol S49 MK2

Tastatur und Outfit

Bei den Native Instruments Komplete Kontrol S49 MK2 und S61 MK2 Keyboards kommt eine Fatar Tastatur zum Einsatz. Sie ist halbgewichtet, bietet Aftertouch und entspricht der Version des Vorgängers. Sie lässt sich sehr gut spielen, bietet einen ordentlichen Druckpunkt und ist sauber verarbeitet. Leider lässt sich die Anschlagskurve nicht verändern. Aufgrund von einigen Native Instruments Foreneinträgen kann man aber vermuten, dass sich das bald ändert, Genaues oder gar Offizielles gibt es hierzu aber noch nicht.

Das Native Instruments Komplete Kontrol S49 MK2 und das S61 MK2 bieten neben einem USB-Port zur Verbindung mit dem Computer zwei Pedal-Anschlüsse, ein MIDI-Duo zur Einbindung von externem MIDI-Equipment, ein Netzteilanschluss und ein Kensington Lock. Das optional erhältliche Netzteil wird nicht zwingend benötigt, die Komplete S-Keyboards S49 MK2 und S61 MK2 lassen sich über USB mit Strom versorgen. Ein USB-Kabel liegt den Keyboards bei.

Native Instruments Komplete Kontrol S49 MK2

Zum Lieferumfang des Native Instruments Komplete Kontrol S49 MK2 gehört Komplete Select, eine rund 25 GB große und 2.500 Sounds umfassende Kollektion von Native Instruments Produkten, darunter Massive, Monark, The Gentleman etc.

Native Instruments Komplete Kontrol S49 MK2

Komplete Select im Überblick

Anstatt der vielen kleinen Displays verfügen die Keyboards der zweiten Generation nun über zwei große und hochauflösende OLED-Displays, das ist deutlich komfortabler und übersichtlicher. Bei der Soundauswahl sieht man im linken Display kleine Vorschaubilder der einzelnen Librarys, auf dem rechten Display erscheinen dann die einzelnen Presets, die nach Auswahl geladen werden können. Die Auswahl trifft man mit einem der acht Endlosdrehregler, die unterhalb der Displays platziert wurden. Ob und für was sie aktiv sind, wird im Display angezeigt.

Native Instruments Komplete Kontrol S49 MK2

Die Aufteilung der beiden Displays

Die Librarys lassen sich beim Native Instruments Komplete Kontrol S49 MK2 bei der Auswahl zunächst nach Kategorien auswählen, beispielsweise Synthesizer oder Sampled Instruments. Weiter heruntergebrochen wird die Auswahl dann durch den Soundtyp, bei der Kontakt Factory Library kann man hier nach Instrumenten wie Brass, Strings, Organ etc. unterteilen. Insgesamt geht die Selektion hierdurch sehr schnell und intuitiv von der Hand, man findet sich äußerst schnell zu Recht.

Native Instruments Komplete Kontrol S49 MK2

Getoppt wird das Ganze durch die neue Sound Preview Funktion, d.h. für jeden existierenden Preset-Sound gibt es eine kleine akustische Kostprobe, die bei der Auswahl des Presets ertönt und vor dem Laden des Presets angespielt werden kann. Vor allem bei sehr speicherintensiven Presets wie Orchester-Sounds spart dies unheimlich viel Zeit. Neue Librarys werden automatisch mit den Sound-Previews ausgeliefert, für ältere bietet Native Instruments einen extra Download über Native Access an, so dass auch diese mit der Vorhörfunktion ausgestattet sind. Dies gilt übrigens auch für Librarys von Drittanbietern, nicht nur für NI eigene. Allerdings müssen diese dann den NKS-Standard erfüllen. Hier eine Übersicht des aktuellen Stands.

Nutzt man Librarys, die nicht den NKS-Standard unterstützten, sind entsprechend auch keine vorgefertigten Mappings verfügbar. Diese lassen sich allerdings selbst erstellen und danach zusammen mit den Keyboards nutzen.

Die Bedienoberfläche des Native Instruments Komplete Kontrol S49 MK2 und S61 MK2 wurde überarbeitet. Rechts befinden sich die Buttons für Plug-in/Instance-Aufruf und Browser, hier gelangt man auch ins Setup, den MIDI-Modus und zum Mixer. Die Mixer-Funktion gab es zwar bereits in der ersten Version, schaut man sich aber an, wie diese Funktion jetzt gelöst ist, macht sie meiner Meinung nach erst jetzt überhaupt Sinn.

Das Komplete S49 MK2 bietet nämlich Zugriff auf Transport- und Mixing-Funktionen, derzeit werden Ableton, Logic Pro X und Garage Band unterstützt. Cubase und Nuendo Nutzer müssen sich noch bis Ende des Jahres gedulden, weitere DAWs sollen bald ebenfalls unterstützt werden, einen Zeitplan gibt es hierfür aber noch nicht. Hier ein erster Überblick, was bei der Zusammenarbeit Komplete S-Keyboard und DAW möglich ist:

Durch Drücken des Mixer-Buttons erscheinen in den beiden Displays die ersten acht Kanäle der DAW – inklusive Tracknummer, Name, aktueller Faderposition und Pegelstand in Echtzeit. Und das unabhängig davon, ob nun ein herkömmliches Plug-in oder Komplete Kontrol im Kanal geladen ist. Jedem Kanal ist einer der acht Endlosdrehregler des Keyboards zugeordnet, hierüber lässt sich der Pegel verändern. Nutzt man mehr als acht Kanäle, kann man per Cursor-Taste weiterwandern.

Mixer

Über die weißen Soft Buttons oberhalb der Displays lässt sich die gewünscht Spur anwählen, solo oder stummschalten. Play, Record und Stop lassen sich über die kleine Transportsektion des Komplete S49 MK2 und S61 MK2 steuern. Möchte man das Tempo der Host-DAW ändern, lässt sich dieses per Shift-Taste und Encoder drehen realisieren, eine numerische Eingabe ist nicht am Keyboard, aber natürlich über die DAW möglich. Die Komplete S-Keyboards synchronisieren sich dann automatisch. Über die Tasten Metronom und Loop lassen sich die gleichnamigen DAW-Funktionn aktivieren.

In GarageBand lassen sich auf diese Art und Weise und mit den gegebenen Möglichkeiten schnell Songskizzen erstellen. Hierbei hilft auch die Undo/Redo-Funktion, schlecht eingespielte Tracks lassen sich im Handumdrehen löschen und neu aufnehmen – wohlgemerkt ohne Hand an die Computermaus legen zu müssen. Auch quantisieren lassen sich die Aufnahmen, allerdings derzeit nur auf 16tel-Noten. Damit ist die Funktion äußerst spärlich einsetzbar (wenn überhaupt), laut Native Instruments sollen andere Quantisierungstypen aber bald folgen.

Möchte man das Software-Instrument im zweiten Aufnahmedurchgang am Native Instruments Komplete Kontrol S49 MK2 automatisieren, d.h. Parameter on the fly editieren, drückt man hierzu einfach die Auto-Taste und dreht nach Herzenslust an den acht Reglern, die DAW zeichnet die Daten bei der Aufnahme entsprechend auf. Welche Parameter des Software-Instruments vom Komplete MK2 Keyboard aus editiert werden können, hat Native Instruments bzw. der Dritthersteller festgelegt. Dieses Mapping lässt sich auch nicht ändern. Bietet ein Instrument mehr als acht Parameter – was in den meisten Fällen der Fall ist – kann man per Cursor-Taste auf die nächsten Seiten wechseln. Schön wäre es aber gewesen, wenn man zumindest die Reihenfolge der Parameter hätte ändern können, also einen Lieblingsparameter von Seite 5 auf Seite 1 hätte schieben können, schade.

Vier der acht gleichzeitig editierbaren Parameter, rechts die Seitenanzeige mit weiteren Parametern (1/7)

Deutlich weiter geht die Integration des Native Instruments Komplete Kontrol S49 MK2 noch bei Maschine MK3, hier kommen dann auch die fünf Buttons links des Displays (Scene, Pattern, Track, Key Mode, Clear) zum Einsatz. Bei Einsatz ohne Maschine haben diese fünf Buttons keine Funktion. Dies alles wird entsprechend Thema unseres Maschine MK3 Tests sein, den wir zeitnah veröffentlichen.

Die Transport-/Mixer-Funktion ist dank der beiden OLED-Displays sehr galant gelöst. Wie erwähnt, lassen sich Songskizzen und Ideen hiermit sehr gut festhalten, auch Automationsdaten lassen sich schnell aufzeichnen. Der Fakt, dass man allerdings nur die Kanallautstärke und das Panorama verändern kann, verdeutlich aber bereits, dass es hier bei Weitem nicht um den kompletten Mix – vom Keyboard aus gesteuert – geht.

Bei all den Arbeiten mit der DAW hilft der neue Push-Encoder. Je nach DAW kann er unterschiedliche Aufgaben übernehmen, so beispielsweise zwischen Spuren wechseln, Clips anwählen, im DAW-Arrangement scrollen oder auch die Lautstärke des Kanals ändern.

Light Guide, Skalen und Arpeggiator

Wichtiger Bestandteil des Native Instruments Komplete S49 MK2 und S61 MK2 ist der Light-Guide. Jede Taste des Keyboards verfügt über eine eigene LED, die farbig leuchten kann und dem User entsprechend Informationen mitteilen möchte. So lassen sich auf diese Art und Weise beispielsweise die Mappings der Kontakt Instrumente anzeigen: Wo liegen die Keyswitches, wo befindet sich der spielbare Bereich etc. Nicht nur für Einsteiger eine sehr wohltuende Bereicherung. Allerdings unterscheiden sich die Farben teilweise nur sehr wenig: Anstatt zwischen einem kräftigem und einem weniger kräftigen Blau zu unterscheiden, hätte man durchaus einfach eine andere Farbe wählen können.

Wie auch bei den ersten Komplete S-Keyboards, besitzt die MK2 Version einen Arpeggiator inklusive Chord-Modus und einen Scale-Modus. Diese lassen sich durch Drücken auf die entsprechenden Buttons aufrufen, in Kombination mit dem Shift-Button lassen sich diese editieren. Bei beiden hat sich nichts gegenüber der Vorgängerversion geändert, es sind im Laufe des Komplete Kontrol Software Lebens aber in unregelmäßigen Abständen neue Skalen hinzugefügt worden. Die drei Arbeitsmodi Guide, Mapped und Easy gibt es weiterhin, daher zitiere ich aus dem Test unseres Komplete S-Keyboard MK1 Test:

Im Standard-Modus werden nur die korrekten Töne der jeweiligen Skala durch die LEDs des Light Guides angezeigt und die „falschen“ ausgeblendet. Wenn ich dann trotzdem eine nicht in der Skala liegende Taste spiele, wird der jeweils nächste korrekte Skala-Ton gespielt. Der jeweilige Grundton wird durch ein stärkeres Leuchten der LED hervorgehoben – sehr schön. Der Easy-Modus macht es dann für jeden ungeübten Keyboard-Hero möglich, sich modal an der Komplete Kontrol auszutoben: Die Skala wird dann nur noch auf alle weißen Tasten spielbar gemacht – einfacher geht es nicht.

Schade ist, dass man im Chord Modus weiterhin keine eigenen Presets erstellen kann.

MIDI Controller

Neben der Arbeit als Plug-in Browser, Aufrufer und Spieler lassen sich das Native Instruments Komplete S49 MK2 und S61 MK2 auch als klassische MIDI-Controller nutzen. Die Programmierung erfolgt im Gegensatz zur MK1 Version nicht mehr über den MIDI Control Editor, sondern direkt aus der Komplete Kontrol Software. Diese muss im Standalone-Modus laufen. Neben den acht Drehreglern lassen sich die acht weißen Buttons oberhalb der Displays und die zwei Pedale programmieren. Alle Elemente lassen sich vierfach belegen, hierfür erstellt man bis zu vier Seiten, die sich am Keyboard per Push Encoder wechseln lassen. Alle Seiten zusammen lassen sich als Template speichern, benennen kann man sie jedoch nicht. Das wäre aber hilfreich gewesen, denn so heißen sie nun Template 1, Template 2 etc. Namen wie „Template Live“ oder „Template AKAI“ wären deutlich aussagekräftiger gewesen. Zwischen den Templates lässt sich vom Keyboards aus mit Preset Up/Down hin und her wechseln, per Cursor-Tasten blättert man die Seiten durch. Im Gegensatz zu den Templates lassen sich die einzelnen virtuellen Bedienelemente nicht nur mit CC20 benennen, sondern mit einem beliebigen Namen versehen, in den Displays des Komplete S49 MK2 und S61 MK2 wird der Name entsprechend übernommen.

Modulations- und Pitch Bend-Rad und auch der Touchstrip sind von der Programmierung ausgenommen und fest eingestellt, der Touchstrip sendet so beispielsweise immer einen CC11-Befehl. Dies soll laut Native Instruments in einem kommenden Update geändert werden, ebenso die Benennung der MIDI-Templates.

Fazit

Mit Native Instruments Komplete S49 MK2 und S61 MK2 bringt Native Instruments eine überaus ordentliche zweite Generation ihrer Keyboards auf den Markt. Das Grundkonzept ist gleich geblieben, funktioniert nicht nur dank der zwei OLED-Displays deutlich besser und ist nun auch übersichtlicher gestaltet.

Die neue Sound Preview Funktion erlaubt es, schnell einen Eindruck vom gewählten Sound zu erhalten, ohne den teilweise recht langen Ladeprozess des Presets abzuwarten. Die weite Verbreitung von Native Instruments Sounds und Software trägt dazu bei, dass man hiermit einen großen Teil von Software-Instrumenten abdecken kann. Die genannten Kritikpunkte sind im Gesamtkontext eher gering, daher klare drei Sterne für die MK2-Version der Komplete S-Keyboards.

Plus

  • Tastatur
  • große Übersicht und hoher Bedienkomfort dank der zwei OLED-Displays
  • Sound Preview Funktion
  • Verarbeitung

Minus

  • Pitch Bend-/Modulationsrad, Touchstrip im MIDI-Modus nicht editierbar
  • keine eigenen Skalen erstellbar
  • derzeit (noch) keine DAW-Unterstützung für Reason, Bitwig etc. geplant
  • Mappings der Software-Instrumente lassen sich nicht editieren
  • DAW-Quantisierung derzeit fest auf 16tel-Noten eingestellt

Preis

  • Ladenpreise:
  • S49 MK2: 589,- Euro
  • S61 MK2: 689,- Euro
Forum
  1. Profilbild
    adissu

    Danke für den umfassenden Einblick der neuen Controller. Da sich die Geräte ja auch an Live-Settings ausrichten würde mich noch interessieren, ob sich das auch vernünftig mit Apples MainStage nutzen lässt, oder ist die Unterstützung z.B. über die integrierten Displays nicht wirklich gegeben?

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      Felix Thoma  RED 1

      Hallo adissu,
      da muss ich leider passen, ich arbeite nicht mit MainStage. Ich hoffe aber dass einer der Leser was dazu sagen kann.

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    rz70  

    Also ich hab das Update von MK1 auf MK2 gemacht. Auf dem Papier hört sich das alles nicht so viel an, aber in der täglichen Arbeit ist das ein viel viel besserer Workflow als vorher. Vor allen Dingen, wenn man wie ich mit Logic und Maschine 2 arbeitet. Das geht jetzt noch mal flotter von der Hand.
    Ich finde da hat NI mal richtig nachgedacht und ein tolles Update rausgebracht. Jetzt ist auch der Preis angemessen.
    Hoffe die bringen jetzt noch das 88er demnächst neu raus und man kann dann ohne Probleme zwei KKs gleichzeitig nutzen.

    • Profilbild
      Ralph Schloter  

      Danke für deine Einschätzung. Ich kenne die MK1 nicht und bin gerade auf der Suche nach einem Masterkeyboard. Hab‘ die MK2 am Wochenende angetestet und bin einigermaßen begeistert ;) (AKAI Advance war für mich nicht überzeugend.) Ob MASCHINE als Ergänzung sinnvoll ist, hängt wahrscheinlich davon ab welche Art Musik man produziern will, oder? Ich überlege, ob MASCHINE JAM für mich Sinn macht.

  3. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Wäre ich jetzt 15 Jahre alt, würde ich mich für NI voll entscheiden, aber ich bin deutlich älter und stehe total auf Hardware, bin damit aufgewachsen. Und ja flott produzieren kann ich trotzdem,und klingt trotzdem geil. Denn deine Musik ist immer nur so gut wie du eben selber bist. Nur kaufen reicht eben nicht aus. Trotzdem sehr faszinierend was ni da macht!

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      Dacci Pucci  

      Kann ich nicht ganz nachvollziehen, aber jeder wie er lustig ist. Ich bin auch deutlich älter und benutze gerne Hardware, brauche aber trotzdem ein Master-Keyboard. Und das von NI finde ich ziemlich gelungen.

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    Mick  AHU

    Ich heiße zwar Mick, bin aber der Miesepeter!;-)

    NI schafft es immer noch nicht seine hauseigenen FX-PlugIns, mit Maschine Mk3 oder Kontrols S Mk2, zu steuern!

    NI schafft es immer noch nicht, endlich VST3 zu implantieren!

    NI hat seit 10 Jahren an ihren Klassikern wie Massive, Absynth und FM8 nichts mehr gemacht, selbst Batterie und Kontakt sind irgendwie „gleich“ geblieben!
    Zudem, wer Softube Modular mal probiert hat, fragt sich ernsthaft, was NI da mit ihren Reaktor Blocks für Wirrwarr veranstalten!…das ist so un-sexy und un-inspirierend, selbst für Nerds!…ja,ja, jetzt kommt gleich wieder: „ich aber!“, nö, dann habt Ihr noch nicht mit Softube gearbeitet!

    NI schafft es immer noch nicht, freie Skalierungen seiner PlugIn-GUI für UHD/4k zu programmieren!

    NI sind User-Meinungen egal, es sei denn sie haben eine Cap, Bart und Brille!

    NI schafft kein Vertrauen, in die Zukunft!…nur vielleicht für DJs und Sample-Terroristen…sorry!

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      Felyon

      Da muss ich Mick leider Recht geben.
      Ich bin letztes Jahr auf Komplete Kontrol S49 und Maschine Jam umgestiegen.
      Aber trotz mehrfachen Hinweisen, haben sich NI zu einigen Problemen nie geäußert.
      Stattdessen folgen sie stur ihrer Roadmap und bringen jetzt neue Hardware, die immer noch die gleichen Mängel aufweist.
      Beispiel:
      Nutzt man Maschine Jam und das KK zusammen, folgt das Keyboard der Jam.
      Man spielt ein schönes Intro auf dem Keyboard und will dann mit Kracher einen Drumloop von der Jam starten, Whoosh… das Keyboard spielt jetzt das Instrument der Gruppe, deren Pad man gedrückt hat.
      Absoluter Showstopper!!
      Oder man browst durch die Presets, um Sounds zu arrangieren.
      Man wählt eines, startet einen Loop und möchte dann doch ein passenderes Preset laden.
      Pech gehabt, der Browser hat vergessen, in welchem Plug-In du vorher warst.
      Weil du den Loop gestartet hast, hat er die Gruppe umgeschaltet.
      Das sind nur zwei der krassesten ungefixten Knaller.
      Und ja, es gibt tatsächlich noch Musiker, die mit Loops arbeiten und dazu Keyboard spielen wollen.
      Maschine als Software hätte das Potential eine Standalone Live-Platform zu bieten, die ohne Live, Bitwig, Mainstage o. ä. auskommen könnte.
      Chance bisher vertan.
      Ich nutze die Software überhaupt nicht mehr, nutze die Jam für Bitwig und das Komplete Kontrol im MIDI-Modus.
      Schade eigentlich.

  5. Profilbild
    Dacci Pucci  

    Ich bin von Mk1 auf Mk2 umgestiegen und liebe es! In Kombi mit der Komplete Kontrol Software ein wahnsinniger Workflow-Beschleuniger und absolut ausgereift. Die wenigen Kritikpunkte betreffen eher die Software und lassen sich per Update beseitigen, auch wenn NI da zugegebenermaßen etwas langsamer ist. Ich wüsste keinen Midi-Keyboard-Controller in der Preisklasse, der auch nur annähernd mithalten kann.

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      Findus  

      Stimme Dir 100% zu. Bester Controller für SW-Instrumente und Integration mit Host (Ableton etc.). Steuere mein Eurorack u.a. über Kontrol – Live 9 (Sequencer). Bin bei Reaktor 2.0 eingestiegen: Fantastisch! So macht es Spass!

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    robertprinz  

    Also ich finde, die wollen nur Geld verdienen. Auf der 61er Variante wäre doch noch Platz für Drumpads oder zumindest für einen 9er-Satz Touch-Fader so wie bei MASCHINE JAM. Also unter einem MIDI Keyboard Controller habe ich bisher immer verstanden, Fader und Knobs. Naja, die wollen halt, das man die gesamte Palette einzeln kauft. Schade eigentlich. Wer braucht eigentlich den Kontrol, wenn schon eine ordentliche Midi Klaviatur da ist (z.B. Edirol PCR oder Novation SL MkII)? Dann doch gleich die Maschine MkIII alleine kaufen, oder?

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      Mick  AHU

      „Also ich finde, die wollen nur Geld verdienen. Auf der 61er Variante wäre doch noch Platz für Drumpads oder zumindest für einen 9er-Satz“

      …Richtig!
      Und warum hat Battery immer noch keinen Sequenzer, ala Lauflichtprogrammierung o.s.ä.? Weil sie die Maschine verkaufen wollen!
      NI hat mit Sicherheit Erfolg mit dem Konzept, gerade was Maschine betrifft, aber mir waren sie symphatischer mit innovativen PlugIns. Ich glaube aber, aus deren Feder kommt seit Massive nichts mehr, das machen jetzt irgendwelche Dritthersteller.

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        robertprinz  

        Ja, wirklich schade. Aber auch mit perfekten Produkten kann man Geld verdienen. Allein die Tatsache, dass auf dem Kontrol 5 Taster sind, die nur in Kombination mit der Maschine eine Funktion haben zeigt, das man von Idealismus weit entfernt ist. Warum hat man extra eine Shift Taste aber nicht alle Tasten mit einer Doppelfunktion belegt?? An sich ist die Maschine MkIII ja ein top Produkt. Bleibt zu hoffen, dass AKAI mal wieder einen ordentlichen Controller vorlegt. Am besten mit touchscreen. Dieser dürfte vielleicht bei der nächsten Maschine kommen.
        Ich habe NI ja mal unterbreitet, doch eine Maschine Motor rauszuknallen – eben mit Motorfadern. Ist denen vermutlich zu fehleranfällig. Aber eine Maschine Jam erweitert mit 2 Displays und die 9 Knobs wäre auch schon ein sehr sehr guter MIDI Controller.

        Schwach finde ich auch die Softwarezugabe zum Kontrol.

        Den Nektar Panoram P6 finde ich auch ein tolles Produkt und eine Mk II mit bessere Verarbeitung, MIDI IN, etc. und perfekter Ableton Live Integration wäre sicher ein Kassenschlager.

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    Sterilmusic 1

    Die Mixersteuerung in Ableton Live funktioniert zwar, ich kann aber über die weißen Buttons über dem Screen nicht (wie bei Push) Gruppen öffnen und schließen. Das ist bei größeren Projekten praktisch unbrauchbar aber vielleicht per Update nachzurüsten.
    Das Gehäuse ist im Vergleich zur MK1 wesentlich dünner, kratzempfindlicher und fingerabdruckempfindlicher geworden.
    Irgendwo muss das Upgrade der Bildschirme wohl wieder finanziell aufgefangen werden, schade.
    Auch ein Netzgerät müsste in der Preisklasse beiliegen, um das Keyboard auch z.b. als Kontrollerkeyboard für einen Midi Expander nutzen zu können.
    Warum kann man die einzelnen Kontrollerbänke eines Synths nicht mit den 8 weißen LEDs oberhalb der Screens direkt anwählen? Stattdessen wählt man sich umständlich mit links/rechts Pfeiltasten durch die Bänke.
    Warum kann man die Bänke nicht benennen (Filter, Hüllkurve, etc)?
    Warum kann ein Kontrollerkeyboard für externe Instrumente keine Sysex Befehle senden?
    Hmmm, da ist noch deutlich Luft nach oben. Insgesamt gefällt mir das KKS61MK2 aber sehr gut und als Ultimate Besitzer kommt man wohl nicht drum rum.

  8. Profilbild
    Ralph Schloter  

    Ich habe mir jetzt das S61 zugelegt und bin recht angetan, wenn auch manches noch verbesserungswürdig ist. Ich habe schon woanders gelesen, dass die Velocity-Kurve des Keyboards sich nicht einstellen lässt. Das ist jetzt nicht mehr so :) Über den SETUP Button am Keyboard lässt sich die Velocity einstellen: 3xSOFT/3xHARD/LINEAR/FIXED

  9. Profilbild
    Michael Schill

    Was in diesem Artikel leider verschwiegen wird, ist dass die ganzen schönen Smart-Play-Funktionen wie Chords, Arp und Sequenzen nicht in die Midiclips der DAW geschrieben werden, sondern als (immerhin automatisierbare) Parameter in der KK-Software verbleiben. D.h. man kann nicht eben mal beim Einspielen zwischen verschiedenen Einstellungen (Arp An/Aus etc.) wechseln und die resultierende Sequenz auf Midi-Ebene nachbearbeiten wie das in der Maschine so schön funktioniert.

    Außerdem erzeugt die Komplete-Kontrol-Software auch im „Standby“ fast die gleiche CPU-Last wie während des Spiels, selbst wenn die geladenen Plugins dies eigentlich intelligenter handeln würden. Jedenfalls war dies bei meinen Tests mit der Arturia V-Collection und dem u-he Repro in Ableton Live der Fall. Werden die Plugins ohne Wrapper geladen, fällt die Last bei gestopptem Playback auf fast 10% der Last während des Abspielens von Sequenzen zurück, lade ich dieselben Plugins (und Presets) mit der Komplete-Software bleibt sie dagegen fast auf 100%. Das ist m.E. noch höchst verbesserungswürdig.

  10. Profilbild
    Findus  

    Ich arbeite nun über 2 Monate mit dem S61 in allen möglichen Kombinationen: iPad (Klasse mit den beiden Moog Model 15 und D), Laptop (Live und KK), Modular und DSI Evolver und bin einfach begeistert von der Übersichtlichkeit und Flexibilität. Es wäre allerdings toll, wenn die MIDI Standalone-Funktionen (Speicherbarkeit, Beschriftung und mehrere Seiten) noch ausgebaut würden. Na ja, Musikmesse und Superbooth stehen vor der Türe…. eine Gelegenheit für die Ankündigung neuer Updates. Super Job von NI!

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