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Test: Native Instruments Maschine

25. März 2009

Groovemaschine

Kannste mal was zur „Mäschin“ sagen? Na klar, aber es ist eine Maschine und verhält sich analog wie Reaktor zu „Ri-äktor“. So oder ähnlich fangen sie an, die Maschinengespräche nach all den Gerüchten und Berichten der Erstnutzer. Was die Maschine überhaupt genau ist und was nicht folgt stehenden Fußes…

 

1_Maschine_Top.jpg

 

Wat‘ is n Maschin?

Um es klar zu sagen: Maschine ist eine Software. Sie läuft potentiell auch ohne den Hardware-Controller und ist somit an einen Computer gebunden. Der Controller alleine kann ohne die Maschinen-Software jedoch als USB-Controller arbeiten und auch über MIDI andere Instrumente ansteuern, am besten mit installiertem Maschinen-Treiber. Insofern kann auch die Hardware ohne Software etwas tun, dann aber „nur“ als Controller und MIDI-Interface. Bis auf MIDI-SysEx und NRPNs (kaskadierte Controllerbündel) funktionieren schon in V1.02 alle gängigen MIDI-Kommandos. Die Hardware ist kein Dongle oder Kopierschutz-Stecker-Ersatz, und deshalb wird die Software ähnlich behandelt und installiert wie jedes andere Produkt von Native Instruments auch, nämlich über das Service Center Tool. Es wird die Serien-Nummer eingetippt und freigeschaltet für den Rechner auf dem die Maschinen-Software aktuell läuft. Ist es erst freigeschaltet, so kann man sich sorglos auf Tour begeben, denn es wird danach nicht mehr gefragt. Bestenfalls bei Systemwechsel oder radikalen OS-Neuerungen könnte man damit rechnen. Das Service Center in der neuen Version funktionierte problemlos. Man hat die Hilferufe früherer Versionen offenbar verstanden und umgesetzt. Updates werden automatisch angezeigt und geladen, leider nicht auch automatisch installiert à la Apple „Software-Aktulisierung“. Das Rein-Raus des USB-Steckers der Hardware brachte die laufende Software nicht in Gefahr und macht weiter, wo sie war. Sie zeigte nur jetzt auch auf der Hardware alles an, was man erwartet. Damit sind die Grunddaten für ein gutes Live-Instrument erst mal bestätigt. Die Hardware ist allerdings nicht Beiwerk, sie ist zumeist doch der Ort, wo der Nutzer seine Finger hauptsächlich drauf tanzen lässt. 99% aller Funktionen sind ohne Berührung des Rechners auszuführen, jedoch ebenso komplett mit der Software zu erledigen. Ob NI jedoch vor hat, die Software eines Tages ohne Controller anzubieten, ist bisher nicht bekannt. Fakt ist aber, dass die Hardware den direkten Zugriffs-Faktor enorm erhöht ,und vorweg nehmen darf ich, dass es sich nicht um eine Sekundär-Hardware handelt im Stile von Kore. Es wird aktiv damit gearbeitet. Die Hardware besitzt neben dem Strom spendenden USB-Anschluss einen MIDI Ein- und Ausgang. Maschine will an einem eigenen Port hängen. Das erwarten heute immer mehr „Controller“ und „Audio(irgendwas)teile“, weshalb man hier schauen sollte, wie viele Ports ausreichen, um Audio-Interface, Maschine und eventuelle weitere Geräte am gleichen Rechner ohne Hub arbeiten zu lassen. Mein Tipp: 2-3 USB Ports für Maschine, Audiointerface und einem Wahlgerät (total integrierte Synthesizer, Controller) sollten es sein. Auch an einem Laptop.

 

Display

Display

 

Groovebox gegen Godilla

Die entscheidende Frage ist vermutlich, ob Maschine als erste „Hybrid-Groovebox“ die Bedingungen erfüllt, eine echte Hardware-Groovemaschine wie Korgs Electribes, Akais MPCs und Elektrons Machinedrum/Monomachine zu sein. Dem gegenüber gibt es bereits einige Software-Grooveboxen. Aktuell wären Motu BPM oder Standards wie NI Battery oder Software wie FXpansion Guru zu nennen, jedoch bieten diese keinen direkten Zugriff auf die eigentlichen Live-Parameter, weshalb die Softgroover bisher dann doch eher reine Studiotools geblieben sind. Obwohl der Controller-Markt boomt, hält sich alles bei Standardware nach Schema 00 auf. Weiter abgrenzend lässt sich feststellen, dass Battery oder etwa Abletons Impulse oder sogar der Drumsampler in Numerlogogy 2 eine Art Drumrack ist, keine komplette Groovebox. Sonderfall Numerology bietet Controller-Steuerung, auch die der Events innerhalb eines Sequenzers, jedoch gibt es bisher noch keinen generischen Zugriff auf jede Spur. Dazu wäre ein offener Controller oder eben so etwas wie Maschine notwendig, ein „proprietärer Hardwarecontroller“ oder kurz: ein Stück Hardware, was genau passt und die wesentlichen Dinge bereitstellt. So viel zur Abgrenzung und dem, was die Maschine wirklich ist und was nicht.

Klangbeispiele
Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Ich muss zugeben, den Test nur überflogen zu haben. Hab mir vorgestern trotz Wissens über NI Maschine den FXPansion Guru bestellt, welchen ich für eine interessante alternative halte:

    – Günstiger auch in Verbindung mit einem Akai Hardware Controller

    – Hervorragender Klang und gute Presets

    – Keine lästige Challenge / Response Copy Protection

    Grüße Philipp

  2. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Super guter Test, Danke Irmi.
    Nun wie steht es einendlich mit einem Vergleich Machine – Midi Hardware Sequencer wie Octopus?

  3. Avatar
    AMAZONA Archiv

    öööhm…bei den Minuspunkten:Man kann Maschine sehr wohl im Controllermode Parameternamen anzeigen lassen.Nur muss man den Namen selbst vergeben ;)

    Midi Out Funktionalität wird per Patch nachgereicht.

    Heisst nicht das der Kasten perfekt wäre,gibt auch noch ein paar kleine Bugs aber wenigstens nichts was den Kasten abschmieren lässt :)

    macht Spass…

  4. Profilbild
    moogulator  RED

    Dem zweiten Statement kann man fast nichts hinzufügen. Namen vergeben automatisch, so wie das mit anderen Display-Controllern geht. Vermute aber, dies wird noch kommen, das Potential ist enorm.

    Ja, es ist mit Octopus nicht vergleichbar, solang es keine MIDI Sequencing Möglichkeit gibt. Das Konzept erinnert mehr an die MPC als an das des Octopus.

    Guru: Ja, ist nicht übel, aber die Haptik ist eine andere, wer damit mal auf einer Jam landet wird das schnell merken, wo der Unterschied mit und ohne Controller liegt, der dazu genau passt. Maus als Musikinstrument allein hat Grenzen bei der Eingabe innerhalb einer Zeiteinheit t in Sekunden.

    • Avatar
      AMAZONA Archiv

      hallo

      mal eine frage.
      ich hab sehr viele selbst aufgenommene sounds in 32bit wave vorliegen.

      kommt die maschine damit klar oder muß ich sie in 24 bit umwandeln?(24bit maximale bit tiefe beim export in der maschine lese ich grad)

      gruß

  5. Profilbild
    moogulator  RED

    32Bit ist ein internes Format vieler DAWs, wenn du auf 24Bit gehst, klappt das auch mit Maschine. Man muss aber auch sagen, dass Sampler idR mit 24Bit max. klar kommen und man schlicht die 32Bit nicht braucht oder hört. Sie werden bei DAWs idR. benötigt, um Berechnungen intern machen zu können: Mix, EQs und so weiter, Verarbeitung innerhalb der DAW. Das ist in Samplern (inkl) Maschine ja eher begrenzt notwendig in DEM Maße.

  6. Profilbild
    Felicitus

    Der Testbericht an sich ist inhaltlich super, und die Maschine ist es sicherlich auch. Scheiße ist, daß ich zum nächstmöglichen Zeitpunkt beim Händler meiner Wahl stehen werde und dann hoffentlich im Tausch gegen mein Geld diese (hoffentlich) geniale Kiste in meinen Händen halten werde. Ich bin mir zwar noch nicht so ganz sicher, ob die Koexistenz zwischen Maschine(controller) und FL Studio so klappt, wie ich mir das Wünsche, aber ich hoffe das beste. Und vielleicht macht die Maschine(=Plugin) den VST-Host ja arbeitslos. Aber dann stellt sich wiederum die Frage, was ich mit meinen ganzen liebgewonnen VST-Plugins anstelle – aber eigentlich ist die Maschine ja ein hybrid, warum nicht also auch ein Hybrid-Setup basteln? Ich danke dem Moogulator trotzdem für den Testbericht, auch wenn er sehr dazu beiträgt, daß in meinem Geldbeutel die Motten hausen werden.

    Viele Grüße, Timo

  7. Profilbild
    Floatzero

    Kleine „Manöverkritik“:

    Ich habe das Lesen des Artikels nach einer halben Seite ermüdet aufgegeben. Es ist leider alles andere als gut lesbar, wenn man auf gelegentliche Absätze zu Gunsten riesiger zusammenhängender Textblöcke verzichtet – dem Auge des Lesers fehlen so Ankerpunkte.

    Mein Vorschlag:

    Den Inhalt genau so lassen wie er ist nur an geeigneten Stellen bitte einen Absatz einfügen.

    Danke!

  8. Profilbild
    richtigolymp

    maschine ist eine groovebox
    mit derer man groovende tanzmusik machen soll
    obwohl maschine anderen grooveboxen
    in wesentlichen punkten voraus ist ,
    zb_
    handling vom automationen und scene arrangierer . klang . optik etc
    ist der wichrtigste punkt nicht anwesend –

    maschine groovt nämlich nicht
    weder im kopf und schon garnicht zum tanzen

    dazu fehlt es leider immer noch an groove templates
    schon ein template reicht, um spass zu haben damit es beim arrangieren im kopf groovt
    die finale kunst ist allerdings mehrere übereinander aufgeteilt für drums-bass- und keboards zum beispiel-

    bisher können sie nur mit loops oder selbst eingespielten unquantisierten riffs grooven.
    damit maschine die beste grovebox alller zeiten wird . wünsche ich mir für die 2 ö endlich die von vielen ersehnte groove template funktion

    es hatt nur ein starre hardquanrtrisierung oh

    • Profilbild
      kritik  

      seltsamer weise groovt die i-maschine sehr viel besser.
      die selben projekte in maschine eingeladen klingen dann wieder starr.

      auch wenn du compressor ,amp release eztc gleich einstellst.
      es kommt einfach keine energie rüber egal welcher groove es ist.

      mir fällt auf das auch andere sequenzer apps auf dem ipad grooven.
      nunja,
      wenn ich die i-maschine projekte in maschine lade, und dann die midiparts von maschine aus
      in live schiebe und das maschine plug als sampler benutze klingt es dann wieder ähnlich groovy wie in i-maschine.

  9. Profilbild
    Sabinchen

    Also der Support von NI hat mich nicht wirklich überzeugt um da mal mit jemanden in Kontakt zu kommen war für mich unmöglich. Als Kunde hat mich NI leider verloren

    • Profilbild
      kritik  

      die ham da beim tel.support öfters einen hingestellt der meistens nix weis .
      und das gespräch geht dann mit fragen ohne irgendeine antwort zuende.
      vielleicht wollen die ihre ruhe haben

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