TEST: Presonus StudioLive 16 Series III, Digitalmixer

30. März 2018

Die nächste Generation

 

Die amerikanische Firma Presonus hat mit dem StudioLive 16 Series III  eine neue Generation Digitalmischpulte an den Start gebracht. Unverkennbar namentlich erkennbar als Serie römisch drei oder „three“, wird hier versucht, auf diesem sehr interessanten Markt mitzumischen. Das Segment der digitalen Mischpulte ist sehr spannend, da die Grenzen zwischen Computer, Mischpult, Soundkarte sowie Bedienoberfläche zunehmend verschmelzen. Geräte dieser Art werden außerdem immer mehr „individualisierbar“, sprich, Setup und Routing immer flexibler und anpassbar auf das jeweilige Kundenprofil.

Presonus hat in den Vorgänger-Serien schon eindrucksvoll bewiesen, dass man zum erschwinglichen Preis sehr solide und gut klingende Mischpulte an den “Mann“ bringen kann.
Ich besitze selber noch ein StudioLive 16.0.2 und bin nach wie vor sehr zufrieden, was Klang, Handling und Preis-Leistung angeht. Presonus hat mit dem StudioLive 16 III nun auch in der kleinsten Variante 100 mm lange motorisierte Fader im Gepäck. Dies ist wahrscheinlich die Neuerung gegenüber dem Vorgänger, die sofort ins Auge fällt. Generell kann man sagen, dass die neue IIIer Serie neben dem Facelift auch sehr viele innere Werte dazubekommen hat.

 

Oberflächliches des Presonus StudioLive 16 Series III

Das sind in der Tat sehr viele schöne bunte Knöpfe am StudioLive 16. Aber trotz Vielfalt und Farbenpracht für mein Empfinden sehr logisch und übersichtlich angeordnet. Oberhalb der 16 Kanal-Fader sind noch editierbare Beschriftungsfelder, die die Orientierung nochmals erleichtern. Die Taster haben einen guten Druckpunkt und liegen angenehm auf dem Finger. Die Fader laufen sauber und schnarren nicht, wenn beispielsweise bei einem Stereokanal mal der Nachbar mitläuft. Der Touchscreen ist gut bedienbar und auch hier ist der Druckpunkt nicht zu empfindlich eingestellt. Ansonsten haben wir es noch mit Presonus-typischen „Endlos-Encodern“ zu tun, die einen soliden Eindruck machen.

Touchscreen

 

Busverkehr des Presonus StudioLive 16 Series III

Um digitale Konsolen einzuordnen beziehungsweise die Kundenbedürfnisse einzugrenzen, ist ein der wichtigsten Merkmale die Anzahl der Busse. Diese sind neben den Eingangskanälen alle zusätzlichen Ausspielwege. Sie können genutzt werden für Monitor, Gruppen, Effekte, Matrix sowie zum Beispiel auch für externe Hardware oder Spezialanwendungen. Als kleines Musik-Duo brauche ich somit höchstwahrscheinlich keine 32 Monitor-Wege, deswegen Augen auf bei der Mischpultwahl!

Neben dem Master und dem Presonus-typischen Mono-Out auf dem rückseitigen Anschlussfeld besitzt das StudioLive 16 III zehn sogenannte Flex-Mix-Ausgänge. Diese sind natürlich individuell konfigurierbar. Auf der Bedienoberfläche finden wir jedoch 16 Mix-Busse, die zum Beispiel auch als Gruppen in Pre- oder Post-Fader Stellung genutzt werden können. Daneben gibt es vier dedizierte „Subgroups“, die für Gruppen-Klangbearbeitung mittels „FAT-Channel“ genutzt werden dürfen. Hiermit kann man schon mal einschätzen, wie viel Gruppen beziehungsweise AUX-Wege möglich sind, beziehungsweise quantitativ die Bedürfnisse einer Band oder Location umreißen.

Ich will versuchen, hier keine Bedienungsanleitung zu schreiben, da sonst der Rahmen gesprengt würde. Trotzdem muss man natürlich auf den ein oder anderen Praxisbezug näher eingehen. Die Frage „wie klingt das Mischpult denn?“, versuche ich anhand einiger Audiobeispiele darzustellen.
Hierbei habe ich versucht, möglichst viele Optionen auszuschöpfen, ich hoffe es gefällt.

Anschlusspanel des StudioLive 16 III

 

Eingänge des Presonus StudioLive 16 Series III

Wie dem Produktnamen entnehmbar, haben wir 16 analoge Mikrofoneingänge (acht davon als Kombibuchse) und zusätzlich noch zwei Stereo-Aux sowie einen RCA-Tape-Ein- und Ausgang. Ein schönes „Special“ ist der Bluetooth 4.1 Eingang, der eine Verkabelung überflüssig macht. Da heute fast jeder ein Smartphone inklusive Audiodateien zur Hand hat, ein sehr zeitgemäßes Feature. Nicht zu vergessen der exklusive „Talkback“-Mikrofoneingang zwecks Kommunikation. Des weiteren gibt es noch einen AVB-Ethercon Steckplatz, der das digitale Umfeld noch erweitert. On top gesellt sich noch ein digitaler AES/EBU-Ausgang dazu, der im übrigen jeden beliebigen Mix-Bus, Tape-Input oder natürlich den Master weitergeben kann.

 

AVB des Presonus StudioLive 16 Series III

Die sogenannte AVB (Audio Video Bridging) ist eine Schnittstelle zum Anbinden weiterer Geräte im Digitalverbund. Das kann ein Mac/PC zwecks Mitschnitt sein, aber auch eine externe Stagebox.
Das Protokoll selber gewährleistet Audio-/Video-Streaming mit sehr kleinen Latenzen und kann mittels eines Netzwerk-Switchs auch noch vergrößert beziehungsweise parallelisiert werden.
Von Presonus gibt es hierzu noch spezielle weiterführende Infos, die man sich auf der Homepage herunterladen kann, siehe Produktlink.

FAT Channel

Klangbeispiele
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