Test: Roland JC-40, Gitarrenverstärker

Frontseite & Bedienpanel

Schon in den 70ern wusste man, dass ein versenkt angebrachtes Bedienpanel für die Lebensdauer der Potis nur förderlich sein kann. Auch beim JC-40 hat man das beibehalten, so sind die empfindlichen Bedienelemente bei einem Sturz nach vorn weitestgehend abgesichert. Wäre ja auch wirklich schade, denn die insgesamt acht verbauten Potis sowie der Schalter zur Auswahl zwischen Chorus und Vibrato zeigen sich von vorzüglicher Qualität. Auch deren Knöpfe haben sich in all den Jahren nicht verändert und sind mit ihrem Design mittlerweile zu einem Markenzeichen der Produkte von Roland oder auch der Geräte der Tochterfirma BOSS geworden.

Panel left

— Linke Seite des Bedienpanels mit dem Stereo-Input —

Dass die Zeit bei der Entwicklung der JC-Baureihe im Hause Roland aber trotzdem nicht stillsteht, beweist der Stereo-Eingang des neuen JC-40, der nicht nur zum Anschließen einer E-Gitarre dient, sondern auch zur Aufnahme von Stereo-Preamps oder -Effekten dienen kann. Auch Keyboarder oder Synth-Freaks könnten hier durchaus ihr Equipment andocken, ohne einen Gang runter, also auf mono, umschalten zu müssen. Bei Tastendrückern genießt der große Bruder JC-120 schon lange einen guten Ruf, wieso sollte der kleine Sprössling das also nicht auch schaffen?

Eine Dreiband-Klangregelung für Bässe, Mitten und Höhen sorgt für die Klangbearbeitung, zusätzlich gibt es noch einen Bright-Schalter für die zusätzliche Portion Höhen bzw. Präsenzen im Sound. Die Effektabteilung besitzt einen Drehschalter zur Auswahl zwischen den gebotenen Effekten Vibrato und Chorus, wobei für den Chorus auch ein festes Preset („Fixed“) vorgegeben wurde. Im Modus „Manual“ kann man aber auch selbst Hand anlegen und sich mit den beiden Reglern für Depth und Speed seinen persönlichen Lieblings Chorus-Sound zusammenschrauben. Unabhängig vom Chorus funktioniert auch jederzeit der Hall in gewünschter Intensität. Beide Effekte lassen sich, wie bereits weiter oben erwähnt, mit dem Fußschalter zu- bzw. abschalten. Den Abschluss am Bedienpanel bildet der Distortion-Regler, auch dessen Funktion ist per Fuß zuschaltbar. Oh ja, und nicht zu vergessen natürlich der Netzschalter samt roter Betriebs-LED. Und den werden wir jetzt mal auf „on“ schalten.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Der Distortion Regler ist wohl der, der bei fast allen JCs in der absoluten Nullposition bleibt. Interessant ist der kleine JC für mein Rhodes (kleiner Raum). Da macht dann auch das Vibrato Sinn.

    Wenn ich es richtig verstehe, dann hat Roland hier Chorus/Vibrato in der guten alten Bauweise integriert und verwendet keine digitalen Versionen, oder? Übrigens rauscht mein JC-160 bei Betätigen von Chorus oder Vibrato. Und das dann gehörig!

    Danke für den Test, der zum optimalen Zeitpunkt erschienen ist.

  2. Profilbild
    Armin Bauer  RED

    Wenn ich mich recht erinnere waren früher die „kleinen“ Jazzchoruse in mono, was sie doch arg limitierte.
    Aber das Teilchen hier scheint alles richtig zu machen.

  3. Profilbild
    MidiDino  AHU

    Auch ich mag die JCs seit Jahrzehnten. Clean ist aufgrund der Transistoren seit je her unvermeidlich. Alternativ gibts den neuen Blues Cube. Die angegeben musikalischen Richtungen deuten bereits an, auf wen man sich jeweils ausgerichtet hat. Es freut mich, dass sich Roland mal wieder den Gitarristen zuwendet (und nicht bloß diesen), diesmal sogar in stereo.

  4. Profilbild
    Tom

    Ich hatte früher den JC-50 (mono). In Sachen Clean-Sound und Chorus ist die Roland Jazz Chorus-Serie für mich heute immer noch Referenz. Leider hat er sich damals mt meinen Ibanez Tubescreamer nicht so gut vertragen, so dass ich ihn dann später verkauft habe. Ist eben letzendlich doch ne Transe, für Blues- und Rocksounds für meinen Geschmack nicht optimal.

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