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Test: Roland SH-4d Synthesizer & Groovebox

Rolands neuer Tausendsassa

9. Mai 2023
Test: Roland Sh-4d Synthesizer & Groovebox

Test: Roland SH-4d Synthesizer & Groovebox

Nach dem Jupiter-X, seinem kleinen Bruder Jupiter-Xm und zuletzt dem Juno-X stellt Roland mit dem Roland SH-4d ein neues Modell seiner rein digitalen Synthesizer mit unterschiedlichen Oszillator- und Synthesemodellen vor. War der Jupiter-X von der Erscheinung her vom Roland Jupiter-8 inspiriert und der Juno-X von den Roland Juno Synthesizern, ist der Roland SH-4d laut Homepage von den legendären Roland SH-Synthesizern inspiriert. Zumindest optisch kann das so nicht bestätigt werden, ist der Roland SH-4d äußerlich betrachtet eher ein Jupiter-Xm ohne Tastatur – ein Tabletop-Synthesizer.

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Erster Eindruck zum Roland SH-4d

Die Verpackung erinnert vom Design an die Roland Boutique-Geräte, auch betreffend des weiteren Inhalts der Packung kommt Boutique-Feeling auf, es befindet sich nämlich kein Netzteil in der Verpackung. Da der Roland SH-4d über eine USB-C-Buchse mit 5 V Spannung versorgt wird, ist das Fehlen des Netzteils vermutlich den EU-Regelwerken geschuldet, aber im Sinne der Nachhaltigkeit auch sinnvoll, schließlich hat man im Haushalt sicher ein entsprechendes Netzteil vorrätig. Im Übrigen kann der SH-4d auch mit 4 AA-Batterien betrieben werden, ein Satz ist beigelegt. Ebenso beigelegt ist ein ca. 1 m langes USB-C zu USB-A Kabel zum Anschluss an den Rechner der Wahl. Eingespart wurde traditionell ein gedrucktes Handbuch, das ist wie üblich über die Homepage abrufbar und zwar als PDF und als Browser-Version. Ein Quickstart-Faltblatt sowie eine Registrierungskarte befinden sich ebenfalls im Karton.

Die Hardware selbst ist durchaus hochwertig. 32 Drehregler, 4 Slider und viele zum Teil mehrfarbig hinterleuchtete Druckknöpfe sowie das aus Jupiter-Xm und Juno-X bekannte monochrome Display dominieren die aus einem Grauschwarz beschichteten Metall-Kantteil bestehende Oberfläche. Der restliche Korpus besteht aus hochwertigem PVC, eine solide Konstruktion die auch Gigs und Sessions problemlos überstehen sollte.

Die Bedienoberfläche im Detail

Test: Roland Sh-4d Synthesizer & Groovebox

Links oben befindet sich das Display mit 128/64 Pixeln. Habe ich es beim Juno-X noch in Bezug auf die Gesamtgröße des Geräts die Anzahl der zu editierenden Parameter und das Preis-Leistungs-Verhältnis kritisiert, ist das Display beim SH-4d beim Blick auf das Gesamtpaket und das Preis- Leistungs-Verhältnis in Ordnung. Die unterhalb des Displays befindlichen zwei Drehregler sowie das Steuerkreuz und die Buttons „Exit“ und „Enter“ wurden 1 zu 1 vom Roland Jupiter Xm übernommen und mit den Buttons „Shift“ und „Sound“ ergänzt. Rechts daneben befindet sich die Oszillator-Sektion mit drei Drehreglern zur Auswahl der Oszillatormodelle und zur Einstellung von Tuning und Timbre, darunter vier Schieberegler, die als Mixer für Parts, Oszillatoren und als Datenregler mehrfach belegt sind. Rechts daneben befindet sich die Synthesesektion mit Filter-, Amp- und LFO-Unterbereichen. Das Filter, die Lautstärkehüllkurve und der oder die LFOs sind bei allen Synthesemodellen vom Funktionsumfang und der Reglerbelegung identisch, somit ist das Ganze sehr übersichtlich und man findet sich schnell zurecht. Die Potikappen sind gut dimensioniert und griffig, die Abstände ausreichend. So lässt es sich fein schrauben. Nochmals rechts daneben befindet sich der Volume-Regler und darunter die Effects-Sektion mit zwei Parameterreglern und Druckknöpfen zur Anwahl von Reverb, Chorus und Delay sowie den Multi-Effekten.

Unterhalb  der Synthese-Sektion befinden sich am Roland SH-4d 16 hinterleuchtete Druckknöpfe, die multifunktional zur Auswahl von Patches wie auch als Lauflicht-Sequencer im TR-Stil verwendet werden.

Darunter auf Basis derselben hinterleuchteten Knöpfe ein zwei Oktaven umfassendes Keyboard, das sich als Tastaturersatz unterwegs und zum Editieren durchaus verwenden lässt, die Taster sind leider  nicht anschlagsdynamisch und auch kein Ersatz für Drumpads. Anschlagsdynamik und andere Parameter lassen sich natürlich im Nachgang für jeden Step editieren, wer aber gerne „live“ einspielt, kommt um ein externes Keyboard oder einen Controller mit Pads nicht herum.

Roland SH-4d Anschlüsse

Test: Roland Sh-4d Synthesizer & Groovebox

Die Rückseite und die Anschlüsse sind vom Umfang mit den Boutique-Modellen vergleichbar. Die Stromversorgung (5 V) und die Computeranbindung erfolgen über eine USB-C-Buchse, MIDI In und Out liegen als DIN-Anschluss vor – sehr schön – aber leider wieder kein MIDI Thru.  Externe Clock und ein externes Audiosignal können über Miniklinken angestöpselt werden, der Main-Out und der Kopfhöreranschluss dann wieder professioneller in 6,3 mm Klinke. Symmetrische XLR-Main-Outs wie beim mehr als doppelt so teuren Jupiter-Xm oder beim Juno-X gibt es erwartungsgemäß nicht.

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Die Struktur des Roland SH-04d

Der Roland SH-4d ist kein Gerät der Zen-Core-Produktfamilie. Die Sounds sind nicht mit Geräten wie Jupiter-Xm,  Juno-X oder der Zenology App austauschbar. Es gibt zum Zeitpunkt des Tests auch keinen Editor als Download auf der Roland Homepage. Dennoch ist die prinzipielle Struktur mit vier Synthese- und einem Rhythmuspart identisch. Die 11 Oszillatormodelle durchlaufen ein universelles Filter- und Amp-Modell mit nachgeschalteten Effekten.

Test: Roland Sh-4d Synthesizer & Groovebox

Die Oszillatoren- und Synthesemodelle

Bei den Oszillatoren des Roland SH-4d ist Roland seiner Marketing-Strategie treu geblieben und spendiert dem SH-4d ein dem Gerät gleichnamiges Oszillatormodell wie auch bei Jupiter-X und Juno-X, es gibt aber auch Neuzugänge die bislang nicht im Roland Universum vorhanden waren – sehen wir uns die 11 Oszillatormodelle einmal im Kurzdurchlauf an:

Roland SH-4d

  • virtuell analoge Synthese mit vier Oszillatoren mit 11 klassischen Schwingungsformen wie Sägezahn, Rechteck, Dreieck, Sinus, Ramp, Juno, weiteren Sinus- und Dreiecksvariationen, der Roland Supersaw und Noise.

Roland SH-3d

  • virtuell analoge Synthese mit drei Oszillatoren und identischen Schwingungsformen, die Rechen-Power des eingesparten 4. Oszillators wird in einen 2. LFO gespeist, der 10 Schwingungsformen bietet, darunter auch exotisches wie Chaos, deformierter Sinus und eine trapezoide Schwingungsform.

Sync

  • einem Hauptoszillator ist ein fix synchronisierter zweiter Oszillator nachgeschaltet, damit lassen sich klassische Sync-Sounds nachbauen.

Roland SH-101

  • Rechteck- und Sägezahnoszillator samt Suboszillator und Noise des Vintage-Klassikers SH-101 wurden nachmodelliert.

Roland Juno-106

  • Rechteck- und Sägezahnoszillator samt Suboszillator und Noise des Vintage-Klassikers Juno-106 wurden nachmodelliert

Cross-FM

  • FM-Synthese klassisch mit Carrier und Modulator (jeweils Sinus, Dreieck, Rechteck und Sägezahn) und Modulationshüllkurve

Ring Mod

  • Ringmodulation von zwei Oszillatoren mit den bereits bekannten vier möglichen Schwingungsformen

Wavetable

  • 31 Schwingungsformen können durchfahren werden

Chord OSC

  • vier Oszillatoren mit den vier bereits bekannten Schwingungsformen können mit Hilfe der vier Slider in verschiedenen Voicings und Mehrstimmigkeiten abgespielt werden, weiterhin kann die Pulsbreite und die Modulation mit den Slidern geregelt werden.

Model Drawing OSC

  • Mit Rolands S-Sampler Serie war es über ein Graphiktablett mit Stift möglich, Schwingungsformen zu zeichnen. Der SH-4d greift dieses Konzept wieder auf. Mit maximal 32 Steps Auflösung können Schwingungsformen mit Hilfe der vier Slider gezeichnet werden. Die so gestaltete Schwingungsform kann dann geglättet und weiter bearbeitet werden.

PCM OSC

  • 54 PWM-Schwingungsformen sind im Speicher des SH-4d abgelegt. Diese stammen aus klassischen Roland ROMplern und erweitern das Klangspektrum mit klassischen Synthesizer-Schwingungsformen, Orgeln, E- und JD-Pianos sowie digital klingenden Spektren. Hier darf man keine Super Natural Tones aus dem Integra erwarten, es geht eher in Richtung D-50 oder JD-800, eine willkommene Ergänzung sind die Schwingungsformen allemal.
Test: Roland Sh-4d Synthesizer & Groovebox

Screenshots der SH-4d, SH-3d, Sync- und SH-101 Oszillator-Modelle. Die Bedienung wird oft mit aussagekräftigen Graphiken unterstützt.

Screenshots von Wavetable und Drawing Oszillator

Neben Filter, Hüllkurven und LFOs verfügt der SH-4d auch über eine umfangreiche Modulationsmatrix. Je nach Synthesemodell können jedem der vier Tones in zwei bis vier Slots jeweils definierten Modulationsquellen mehrere Modulationsziele zugewiesen werden. In Ergänzung kann jeder Tone mit einem 3-bandigem EQ angepasst werden.

Rhythm Kits für die Groovebox

Test: Roland Sh-4d Synthesizer & Groovebox

Der fünfte Part im Roland SH-4d, neben den vier Synthesizer-Parts, ist der Rhythm-Kit. Hier sind 26 subtraktive monophone Synthesizer, bestehend aus zwei Layern mit PCM Samples samt Nachbearbeitung mit Filter, Amp und Crossmodulation der Tastatur zugeordnet.

Es ist also klangtechnisch umfangreich angerichtet, der SH-4d ist aber auch eine Groovebox im Sinne seiner Vorgänger aus eigenem Haus, der Sequencer wurde um einige zeitgemäße Features erweitert und auch ein Arpeggiator ist mit an Bord.

Arpeggiator und Step-Sequencer:

Der Arpeggiator des Roland SH-4d ist solide, aber nicht außergewöhnlich. Maximal 32tel Noten können Up, Down, Up/Down, Random oder in gedrückter Notenreihenfolge abgespielt werden.

Interessanter ist da schon der Step-Sequencer, der Sequenzen bis zu 64 Steps je Part abspielen kann. Der Sequencer kann dabei in Echtzeit, im TR-Stil oder über Step-Input mit musikalischem Inhalt gefüllt werden. In einem List-Editor kann danach Velocity und Gate-Länge pro Step angepasst werden.

Mit Funktionen wie Probability und Sub-Steps sowie der Möglichkeit, Synthese- und Effektparameter in Echtzeit aufzunehmen oder pro Step zu setzen, lassen sich sehr lebendige Patterns programmieren, sogar Sample-Wechsel in den Drumkits sind pro Step möglich.

Roland SH-4d
Roland SH-4d
Kundenbewertung:
(4)

D-Motion, keep the night in motion

Erinnert sich noch wer an Rolands D-Beam-Controller? Mit der Entfernung der Hand vom D-Beam-Sensor konnte ein Syntheseparameter in Echtzeit gesteuert werden. Das war auch ein netter Show-Effekt.

Im Roland SH-4d ist ein Lagesensor verbaut, wie in jedem modernen Smartphone. Aktiviert man über den D-Motion-Button das entsprechende Menü, kann man den beiden Bewegungsachsen X und Y Parameter zuordnen und diese über Bewegung des Gerätes beeinflussen. Das ist prinzipiell eine nette Idee, aber doch wenig praxistauglich, da ja zumindest die Audio-Outputs verkabelt sind. Noch riskanter wird das, wenn man das Gerät über den USB-C-Port mit Strom versorgt, da hier keine Zugentlastung vorgesehen ist. Fazit – ein nettes Goodie, aber nicht zu Ende gedacht.

Test: Roland Sh-4d Synthesizer & Groovebox

Visual Arpeggiator, ein Kreativ-Tool, das Spaß macht

Ein weiteres cooles Tool an Bord des SH-4d ist der Visual Arpeggiator. Mit den Tools Bounce und Bubbles können Bälle und Blasen im Rechteck des Displays in Bewegung gesetzt werden, die dann an den Rändern abprallen und auch miteinander kollidieren und auf diese Art X- und Y- Lageparameter generieren die wiederum Notenwerten oder auch Syntheseparametern zugewiesen werden können. Hier hat Roland das Rad nicht neu erfunden, der legendäre Jazzmutant Lemur Controller konnte das schon vor vielen Jahren, aber in einem Synthesizer integriert macht das schon Laune.

Mit der Sketch-Funktion können Noten in einer festgelegten Tonart mit den zwei Potis unter dem Display „gemalt“ und so Patterns generiert werden, die man über eine normale Tastatur wohl so nicht spielen würde.

Mit der Pong-Funktion kann man Pong spielen, falls sich noch jemand an eines der ersten Viedeospiele erinnert. Die Potis unter dem Display bewegen die zwei Paddles.

Orbit zuletzt versetzt uns in Weltall. Ein oder mehrere Satelliten kreisen um einen Planeten und generieren so pulsierende Schwingungen zur Steuerung von Syntheseparametern.

Test: Roland Sh-4d Synthesizer & Groovebox

Mit D-Motion können Parameterwerte über Kippen und Neigen des Instruments beeinflusst werden, Orbit moduliert Parameter über X- und Y-Parameter kreisender Satelliten

Die Effekte des Roland SH-4d Synthesizers

Bei den Effekten des SH-4d fährt Roland dann noch mal die volle Breitseite auf. Jedem der fünf Parts kann ein Multieffekt aus einem Pool von 93 (!) Algorithmen zugewiesen werden, darüber hinaus gibt kann jedem Part Reverb (9 Algorithmen), Chorus (5 Algorithmen) und Delay (5 Algorithmen) zugemischt werden. Auf die Summe kann final ein Master-Effekt (93 Algorithmen) und ein Master-EQ gelegt werden. Die Qualität ist durch die Bank gut, man findet Emulationen von Roland Klassikern, Standards, aber auch Verzerrer, Lautsprechersimulationen und Kreativeffekte. Da man dem USB-Audio-In Effekte zuweisen kann, ist der SH-4d auch als Effektgerät verwendbar, und wenn wir schon beim Thema USB-Audio sind …

Audio Streaming – der SH-4d als Soundkarte

Der Roland SH-4d kann über USB mit dem Rechner verbunden (leider nicht class-compliant – Treiber-Download von der Roland Website sind notwendig) alle fünf Parts in Stereo in den Rechner streamen und zwei Kanäle vom Rechner über seine Stereo-Outs ausgeben. Das federt das Fehlen von Einzelausgängen im Studioalltag ab und ermöglicht es, erstellte Patterns in einem Rutsch mehrspurig in der DAW aufzunehmen.

Zusammenfassung

Die in einem Soundmodul mit der Größe von gerade einmal einer DIN-A4 Seite konzentrierten Features und Möglichkeiten sind beachtlich. Man erhält vier Synthesizer mit jeweils 11 wählbaren Oszillatormodellen, einen sehr gut klingendes Tiefpassfilter mit wählbaren Typen und vorgeschaltetem Highpass, knackige Hüllkurven, LFO(s) mit vielfältigen Schwingungsformen, einen Rhythmuspart mit einer Synthese-Engine für jeden der 26 Sounds, globale und Multieffekte pro Part mit 96 Effekttypen, einen Step-Sequencer mit bis zu 64 Steps pro Pattern mit Parameter-Automation und Parameter-Programmierung pro Step und einen kreativ einsetzbaren Visual Arpeggiator. Der Prozessor schafft dabei maximal 60 Stimmen, die bei Bedarf in fünf Stereo-Kanälen über USB in die DAW gestreamt werden können. Wie ist das zu einem Preis, der mehr als 50 % unter dem eines Jupiter-Xm liegt und um den man nicht einmal drei Lifetime-Keys der neuen V2 VST-Plug-ins von Jupiter-8, Jupiter-4 und Juno-106 kaufen kann, möglich? Ich vermute, es wurden Abstriche bei der Rechenleistung und somit beim Prozessor gemacht. Ein Indiz ist, dass die bei Jupiter-Xm und Juno-X stets präsente Angabe der Prozessortemperatur im Display nicht angegeben ist, auch klingt der SH-4d im Vergleich minimal dünner und im Gesamtmix, wenn alle Parts laufen, weniger definiert, aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau. Um den ausgerufenen Preis von 599,- Euro ist der Roland SH-4d ein sehr attraktives Angebot – SH-4d gewinnt!

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Fazit

Roland erweitert die Modellpalette seiner digitalen Synthesizer mit dem SH-4d um ein Gerät im mittleren bis unteren Preissegment. Dabei muss man gegenüber den Premium-Geräten minimale Abstriche in der Klangqualität machen, erhält dafür aber ein kompaktes und mobiles Kraftpaket, das endlich einmal über den Tellerrand der Reproduktion des Backkatalogs der Roland Vintage-Synthesizer hinausschaut. Cross FM, Wavetable und Chord-Oszillatoren erweitern das Klangspektrum, kreative Features wie der Visual Arpeggiator machen Spaß und bringen ungewöhnliche Ergebnisse. Die umfangreiche Effektsektion und der Sequencer mit modernen Features wie Probability, Sub-Steps und Parameterautomation sind weitere Pluspunkte. Ich  persönlich habe einen Song-Mode nicht vermisst, ich sehe den SH-4d als einfachen und mobilen musikalischen Notitzblock für unterwegs oder abends auf der Couch, er ist aber auch einfach ein guter Synthesizer zu einem sehr attraktiven Preis.

Plus

  • kompakt, mobil, batteriebetrieben
  • 11 Oszillatormodelle, gut klingendes Filter
  • umfangreiche Effektsektion
  • Visual Arpeggiator

Minus

  • USB-C Stromversorgung ohne Zugsicherung für Live-Betrieb kritisch
  • Taster zum Einspielen von Noten ohne Anschlagdynamik

Preis

  • 599,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Sven Blau AHU

    Zur Speicherstruktur sagst du leider nichts. Ich nehme an, programmierte Pattern sind fest Patches zugeordnet und nicht, wie es wünschenswert, extra abgelegt – stimmts?

    Ob der Sequenzer transponierbar ist, erwähnst du leider auch nicht (oder ich habe es überlesen).

    Zwei Features, die für mich essentiell sind und ohne die eine Firma sich bei einem Synthi einen Sequenzer als Dreingabe gerne auch sparen darf.

    • Profilbild
      Maximilian

      @Sven Blau Ansonsten aber ein super Bericht, ausführlich und gut recherchiert. Finde die Audiobeispiele auch sehr gelungen und kann das positive Urteil nur bestätigen als Nutzer des Sh-4d.

      • Profilbild
        Sven Blau AHU

        @Aljen Ich finde es immer cool, wenn auf grundlegende Dinge eines Gerätes in einem Test eingegangen wird.

        Die Speicherstruktur eines Gerätes und Transpose ja/nein/vielleicht bei einem Sequencer sind jetzt keine Sonderfeatures, die gehören mMn in jeden Testbericht.

        • Profilbild
          Aljen AHU

          @Sven Blau Und dann kommt ein Hedin Green und behauptet, die wichtigste Eigenschaft eines Instruments wäre heutzutage die dodekaphone Quantisierung.

          „RTFM“ ist immer noch die einfache Antwort.

          Weißte, ich laufe tagtäglich an der altehrwürdigen Schiffergesellschaft vorbei, wohne gleich um die Ecke, und da steht in schöner altdeutscher Schrift:

          ALLEN ZU GEFALLEN · IST UNMÖGLICH

          Ich weiß nicht, ob Du schon entsprechende Artikel verfasst hast. Falls nicht: mach mal. Gerade hier bei Amazona kann jeder zum Autor werden. Viel Glück!

          • Profilbild
            Sven Blau AHU

            @Aljen Ok, ich verzichte dann ab jetzt auf das Lesen der Tests hier und lese nur noch Anleitungen!

            Ein Hoch aufs Internetz, wo man ja heute die Anleitungen schon vor Kauf vorher lesen kann!

            Früher gabs sowas wie Fachzeitschriften mit Tests drin. Auch da war es unmöglich, es allen Recht zu machen – aber, auf grundlegende Fakten zum Gerät wurde meistens trotzdem eingegangen.

            Du wirst mir doch wenigstens beipflichten, dass wie ein Patch in welcher Struktur in einem Gerät gespeichert wird und ob eine Tonfolge, die mir das Gerät ermöglicht einzuprogrammieren, transponierbar ist keine Sonderfeatures sondern grundlegende Dinge sind.

            Wenn nicht, dann nicht aber dann verstehe ich dich nicht.

            PS: Das Totschlagargument „Machs doch selber mal!“ zieht null, wenn man danach geht, dann darf man als Leser oder Konsument im weitesten Sinne ja überhaupt keine konstruktive Kritik mehr äußern. Was soll denn das bitte?

            PPS: Zumal der Autor ja weiter unten darauf eingegangen ist und die fehlenden Infos nachgeliefert hat.

            • Profilbild
              ppg360

              @Sven Blau Solche Probleme (also nicht Dein Kommentar) sind typisch für hierzulande. Sobald auch nur die kleinste „Kritik“ kommt, wird man zsammgestaucht.

              Und ja, ich finde seitdem man von simplen 32 Patches weg u. hin zu komplexen Szenarien ist, gehören solche Analysen in einen Test.

            • Profilbild
              Herr Rakete

              @Sven Blau @Sven Blau
              Dein erster Kommentar wirkte (auf mich) schon etwas passiv aggressiv. Er erfüllt das Klischee vom ewig moppenden deutschen. Keine Ahnung, ob das von dir beabsichtigt war, soll jetzt auch kein Angriff sein.
              Grundsätzlich finde ich die von dir angesprochenen Punkte ebenfalls interessant und hätte (habe :)) mich über die Information gefreut. Aber was hätte denn gegen eine freundliche Nachfrage beim Autor gesprochen anstatt einen Vorwurf zu implizieren? In der Regel werden solche Fragen ja zeitnah beantwortet.

              Schönes Wochenende & quält euren Fuhrpark 🎹

              • Profilbild
                Sven Blau AHU

                @Herr Rakete Aggressivität lese ich da beim besten Willen nicht raus. Einen Vorwurf impliziere ich auch nicht, sonst hätte ich geschrieben (Achtung, überspitzt!): „Du hast ja zu den Patches nichts gesagt – warst wohl zu faul oder hattest keine Zeit, hmm?“

                Ich habe lediglich sachlich dargelegt, was mir beim lesen des Artikels aufgefallen ist weil es mir gefehlt hat. Hab sogar noch eingeräumt, dass ich es überlesen haben könnte.

                Nicht mehr, nicht weniger.

                Die offenen Fragen wurden ja dankenswerterweise auch schnell beantwortet.

                Schönes WE!
                🌈

  2. Profilbild
    toneup RED

    Man kann Sounds und Pattern getrennt speichern, aber auch gemeinsam abspeichern. Speichert man nur das Pattern werden die Sounds auf die zuletzt gespeichern Sounds zurückgesetzt, aber prinzipiell bilden Sounds und Pattern eine Einheit.
    Die Möglichkeit ein laufendes Pattern per Keyboard zu transportieren ist mir nicht aufgefallen und wird im Manual auch nicht erwähnt. Eine Transpose Funktion wird nur im Kapitel Arpeggiator erwähnt

    • Profilbild
      mariemusic

      @toneup Genau zu dem Thema „Transponierbarkeit des Patterns“ im laufenden Betrieb habe ich auch versucht im Manual etwas zu finden. Leider nichts, vermutlich nicht möglich. Sehr schade. War auch bei der ansonsten großartigen MC909 unverständlicherweise nicht möglich. Hoffentlich liefert Roland das hier per Firmware nach.

  3. Profilbild
    Softwaver

    Sehr schöner Test.

    Habe den SH-4d jetzt ein paar Wochen im Studio
    und mehr Freude damit, als ich vorab erhofft hatte.

    Der Sound ist, verglichen z.B. zum Jupiter X, wirklich etwas dünner,
    kann aber mit Effekten etc., auch mit denen im Gerät, fetter geschraubt werden.

    Durch zukünftige Updates sollten trotzdem noch einige Dinge verbessert werden.
    Hierzu zählt z.B. auch die Synchronisation mit einer DAW –
    hier hält der Roland nicht immer das Tempo, egal ob via MIDI oder USB,
    was beim Produzieren die Nerven doch sehr auf die Probe stellt…
    auf Foren / sozialen Netzwerken wurde das schon erwähnt
    (momentane Version 1.03)

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      @Softwaver Das war auch bei TR8 / 8S so und wurde mW nie behoben. Schade, damit scheidet der SH-4d für mich erstmal aus.

        • Profilbild
          Softwaver

          @Synchead Bei manchen Roländern ist das tatsächlich so,
          jedenfalls die, die bei mir aus diesem Grund kamen und gingen.
          Meistens waren es die günstigen und/oder auch „Mittelklasse“ Synths,
          wie ein Paar Geräte der Boutique Reihe oder auch der J-6 und der E-4.
          Wobei die beiden letzteren eigentlich ja auch „nur“ nette Spielzeuge sind-
          das sie stabil und synchron zu einer DAW laufen,
          sollte man aber bei allen, egal welcher Preisklasse, erwarten können.
          Der Jupiter X läuft bei mir absolut rund, kostet allerdings auch 2-3 €
          mehr als die genannten anderen ;)

      • Profilbild
        fmq75

        Ich weiss nicht, was die 8er für Probleme haben, aber die 6s läuft als Sklave tight mit via Midi. Und bei sowas bin ich ziemlich empfindlich

  4. Profilbild
    Aljen AHU

    Danke für die Vorstellung.

    Was in jüngerer Zeit nervt – das ist dem Autor natürlich nicht anzukreiden! – sind die ganzen Produktvorstellungen mit anschließend „Lieferbar in mehreren Monaten“-Angaben. Wenn das einmal passiert, geschenkt. Aber hier scheint es langsam zur Regel zu werden.

    Wenn die Entwicklung so weiter geht, sind wir bald bei Vorauszahlungen mit anschließender Wartezeit von mehreren Jahren und Gebrauchtpreisen > Neupreisen, wie damals im Ostblock. 🤔

    Das Ganze kommt umso merkwürdiger, weil ja andererseits die Preise, wohin das Auge reicht, durch die Decke gehen. (Eines der vielen Beispiele: das Nachfolgemodell meiner bescheidenen Herforder HiFi-Anlage kostet nun glatt das Doppelte ebendieser – kann aber bei weitem nicht doppelt so viel.) Da ich nach wie vor annehme, dass in Marketingabteilungen der Hersteller immer noch Profis arbeiten, frage ich mich, welches Ziel diese Strategie verfolgt. Oder ist es lediglich Taktik, angesichts der bevorstehenden Rezession noch möglichst viel Profit rauszuhauen?

    • Profilbild
      D-Joe

      @Aljen => Oder ist es lediglich Taktik, angesichts der bevorstehenden Rezession noch möglichst viel Profit rauszuhauen? <= Ja und wenn´s die Anderen tun wieso "wir" nicht auch. Das hörte ich im letzten Jahr nicht nur einmal! Jeder der das gerafft hat, springt auf diesen Zug auf. Wo die Reise dann aber hingeht, wird man sehen. Ich warte ja nur bis die Löhne und Gehälter auch angeglichen werden. Wenn das nicht der Fall ist, werden sich die einen oder anderen Hersteller noch gehörig anschauen und fragen warum der Absatz/Umsatz einbricht! Geiz ist geil, aber nur solange die Anderen nicht geizig sind! ciao Joe

    • Profilbild
      Tai AHU

      @Aljen War auch in der BRD so. Ich erinnere mich, daß Neuigkeiten, aus heutiger Sicht vielleicht unverständlich, wie der MT32, HR16 Ende der 80er stapelweise im Musikgeschäft ankamen und ich als Verkäufer nur noch die Kunden, die oft bereits bezahlt oder teilbezahlt hatten, angerufen habe. DX 7, als sich nach der Erstauslieferung rumgesprochen hatte, dass da was Großes kommt, hast du im ganzen Land wochenlang keine Instrumente mehr gefunden.

    • Profilbild
      toneup RED

      @Aljen Ich habe das Testgerät ganz regulär bestellt, nur eben schon Mitte Februar, als er gelistet wurde und die Spezifikationen bekannt wurden. Und der Liefertermin wurde mehrfach nach hinten verschoben, dann war er plötzlich doch da. Vielleicht wurde Roland ja auch selbst überrascht, wie gut das Gerät angenommen wurde. Die Nachfrage dürfte da sein.

      • Profilbild
        Aljen AHU

        @toneup toneup: das stellte ich keineswegs in Frage. So ähnlich kam ich auch z.B. zu meinem Subharmonicon – irgendwann zwischendurch kam bei Thomann eine Lieferung an, eigentlich Monate vor der angekündigten Lieferzeit. Eins wurd‘ dann meins.

        Darum geht es aber weniger — und @mort76, die gründe für die Unfähigkeit der Hersteller/Distributoren sind mir als Kunden scheißegal — vielmehr um die Praxis, Vaporware anzukündigen und die Kunden dann monate- bis jahrelang schmoren lassen.

        Letztlich hat so ein Prokrastinierungs-Verhalten durchaus auch auf meine Kaufentscheidungen Einfluss.

        @ TAI AHU: Vergleichen kann man vieles, aber dieser Vergleich ist für die Füße.

  5. Profilbild
    Slowdive

    Danke für das Review. Wenn Roland hier mit Updates nachlegt und die nervigen Kleinigkeiten wegbügelt wird das Gerät bestimmt ein dauerhafter Einstieg in die Roland Klangwelt für viele werden.

  6. Profilbild
    toneup RED

    Danke für das Verständnis :-). Der SH-4d ist sp vollgepackt mit Features das man nicht auf alle eingehen kann. Das Speichermanagement ist leider nicht gut in der Anleitung beschrieben. Es gibt keine grundsätzliche Übersicht wie das überhaupt aufgebaut ist und auch einige Fallen. Wechselt man z.B. das Oszillatormodell, sind die Filtereinstellungen weg , speichert man nur das Pattern, werden die Sounds auf die zuvor dem Pattern zugeordneten zurückgesetzt. Es gibt da von der Struktur noch ein Problem die Daten die gerade im RAM sind auch so zu belassen, etwas laienhaft beschrieben. Das nervt manchmal. Aber wir sind erst bei Version 1.03, da wird sicher noch nachgebessert.

  7. Profilbild
    Tomtom AHU

    Danke für den schönen Bericht. Ich empfinde den SH-4d eindeutig als Schritt in die richtige Richtung. Haptik prima, Sounds auch, das ganze Konzept sowieso, dennoch war mir die Bedienung im Bezug zum Sequencer immer noch zu fummelig und mit zu wenigen Knöpfen und zuviel Shift Gedöns gelöst. Aber ich habe echt Hoffnung, dass dieses Gerät nur der Anfang einer ganzen Reihe von guten neuen Roland Geräten sein könnte…

  8. Profilbild
    Synthman RED

    Lieber „Toneup“, Du schreibst im Fazit von minimalen Klangabstrichen gegenüber Premium-Geräten. Worauf beruht diese, für mich fragwürdige, Aussage? Hast Du den Klang mittels eines Jupiter X oder eines Fantom verglichen, die sich ebenfalls in Deinem Studio befinden? Oder sind Geräte anderer Hersteller damit gemeint?
    Wie kannst Du diese Aussage untermauern?

    • Profilbild
      toneup RED

      @Synthman Die Aussage gibt meinen subjektiven Eindruck wieder, wenn ich meinen Jupiter-Xm und den Sh-4d auf meiner Abhöre (KSD Audio) und auf meinem Kopfhörer (Ultrasone) bei gleichem Pegel am Pult vergleiche. Da die Patches nicht austauschbar sind, ist im Gegensatz zum Test des Juno-X kein 1:1 Vergleich möglich gewesen. Es geht daher auch kein Trick mit Phase umdrehen und Auslöschung prüfen oder ähnliches. Es ist für MICH eindeutig und im Querschnitt über die Werkspresets reproduzierbar so, das der SH-4D geringfügig dünner klingt. Auch User Softwaver hat diesen Eindruck hier im Forum bestätigt, also bin ich offensichtlich nicht der Einzige, der diesen Eindruck teilt. Meine Aussage beruht auf meinem persönlichen Höreindruck, und der Sinn eines Tests ist es ja wohl, so eine Auffälligkeit zu kommunizieren. Das du diese Aussage als Fragwürdig bezeichnest, verstehe ich nicht. Ich würde mir ja auch nicht herausnehmen, deinen subjektiven Eindruck in Frage zu stellen.

      • Profilbild
        Synthman RED

        @toneup Ich empfand die Aussage fragwürdig, weil der Klang eben, wie Du selbst schreibst, ein subjektiver Eindruck deinerseits ist. Nur weil das Gerät „dünner klingt“ ist das ja nicht gleichbedeutend mit einem Abstrich der Klangqualität. Vor dem Hintergrund sollte man derartige Aussagen vielleicht überdenken.
        Ich habe jedenfalls gelernt solche Wertungen zu unterlassen, da dies stets zu Diskussionen führt.

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          toneup RED

          @Synthman Das es minimal dünner klingt, muß auch kein Abstrich in der Klangqualität sein. Es ist eine Eigenschaft die je nach Einsatz von Nachteil aber auch von Vorteil sein kann und die durch Nachbearbeitung in der DAW oder am Gerät selbst (es gibt reichhaltig Effekte dafür) wett gemacht werden . Ich mache mir im Text auch weitere Gedanken darüber. Die Klangengine ist anders, die Prozessorplattform ev. auch (zumindest gibt es keine Temperaturanzeige mehr – ein Indiz). Das Gerät kostet aktuell 699,- Euro, der Jupiter Xm 1499,-. Die fehlende Tastatur, Wheels und die fehlenden Aluminiumseitenteile können nicht die einzige Einsparung bei der äußerlich doch weitgehend identen Ausstattung gewesen sein. Das ist doch für Interessenten relevant. Der JH-4d hat ein sehr gutes Preis – Leistungsverhältnis und klingt für sich gut – aber er klingt per se nicht ident wie der Jupiter Xm.

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          martin stimming

          @Synthman find ich überhaupt nicht, eher im gegenteil: die beschreibung des klangs findet viel zu wenig statt!
          klar, es ist leider abstrakt und nicht so einfach, das für alle verständlich auszudrücken, aber da das hier ja alles werkzeuge sind ist es doch sonnenklar dass die unterschiedlich klingen und das auch benannt werden muss.
          stell dir vor es wären pinsel: da will ich doch auch wissen wie ich die dann benutzen kann. was bringt mir ne ellenlange erklärung wie die pinselhaare beschaffen sind, wenn mir der tester nicht sagt welchen strich ich damit hinbekomme. …falls du verstehst was ich meine…

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        Anjin Sun

        @toneup Vielen Dank für den subjektiven Eindruck, genau dies erwarte ich von einem Test/er. Ansonsten kann ich mir das Datenblatt runterladen!

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    mr.kali

    Endlich wieder was Genuines aus dem Hause Roland im mittleren Preissegment. Neben dem SP 404 MK2 sicher eines der Highlights der letzten Jahren

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    Thomas Mehl

    Ich bin leider ein bisschen enttäuscht vom Test. Ich hätte mir einen längeren Teil zum Workflow in der Praxis gewünscht. Aus Erfahrung mit z.B. Jupiter XM, kann das einen auf dem Papier tollen Synth (für mich) unbenutzbar machen. Es ist auch von einigen bisherigen Besitzer*innen zu lesen, dass z.B. das Speichern von Presets ein ziemlicher Krampf ist.

    Der Test gibt eine gute Übersicht, was alles ins Gerät gepackt wurde (sehr viel). Das kann ich allerdings an vielen Stellen nachlesen. Der Mehrwert hier ist für mich, dass jemand mit Erfahrung ein bisschen einordnet, wie es sich mit der Maschine in verschiedenen Einsatzzwecken (z.B. als Groovebox oder als Sound Modul) arbeitet. Und ob zum Beispiel das Arbeiten mit nicht endless encoders bei einem multi-timbralen Gerät zum Krampf wird. Vielleicht auch gerade im Vergleich zu denkbaren Konkurrenzprodukten wie z.B. einer Elektron (genutzt als Groovebox) oder einem Rev2 (genutzt als multitimbrales Soundmodul).

    Ich bin euch sehr dankbar, dass ihr euch Zeit nehmt, diese Tests für uns zu schreiben, nicht falsch verstehen. Mich interessiert aber vor allem letzteres, wenn ich einen Testbericht hier lese. Sind am Ende natürlich alles subjektive Eindrücke. Mir hilft es aber sehr, wenn jemand schildert, wie er/sie arbeitet, was einem wichtig ist und ob das mit dem Gerät gut funktioniert oder nicht. Dann kann man ja selbst überlegen, ob man selbst ähnliche Vorlieben/Arbeitsweisen hat und ob man sich an was besonders stören/freuen würde.

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    HOLODECK Sven

    ich bin einer der ersten glücklichen Besitzer dieser Groovebox, nachdem ich so ziemlich alles an GBs von Roland unter den Fingern hatte, ist dies der SH-4D, der am produktivsten zu sein scheint. Jedenfalls so sehr, dass ich damit eine fast komplette Jam Session Live Performance machen werde (auf der Superbooth am 13. Mai).

    Der fehlende Song Modus fällt dabei nicht so schwer ins Gewicht. Da ich jeden Track auf mindestens 4 Pattern verteilt habe und live arrangieren werde.
    Das einzige was ich mir für die Zukunft wünsche, ist, dass die 4 Bars aufgebrochen werden können (mit einem Divider lässt sich zumindest ein 8 Takter machen bei 1/8tel Noten).

    Der Sound ist jetzt nicht ultrafett, aber dennoch gut genug, um damit kreativ sein zu können. Und darum geht’s ja aber eine Groovebox.

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      Softwaver

      @HOLODECK Sven Ja, die 4 Bars schränken wirklich sehr ein,
      je nach dem, wie man mit dem SH-4d produziert.
      Ich glaube aber, dass mit einem Update
      die 4 Bars noch erweitert werden – da es einfach von zu vielen bemängelt wird
      und auch vom Kauf abhält

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    Neogeo

    Das ist auch wieder eines der Gerät, wo man sich im ersten Moment denkt: „Das muss ich haben“, um schlussendlich schnell festzustellen, das man doch arg limitiert ist und das einem das ganze herumgefummel in Untermenüs schnell auf die Nerven geht.

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    sylvia

    Nach vielen Monaten ist die Kiste heute bei mir angekommen. War zunächst etwas schockiert das der eine LFO dann schon mal gleich an PWM abgegeben wird, also oft gar kein LFO zur Verfügung steht …

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    dodu909

    Ich hab mir das Gerät ursprünglich als Desktop-Synth angeschafft, ohne den Wunsch das Standalone zu nutzten. Der SH 4D hat mich allerdings sofort eines Besseren belehrt. Das Gerät ist super klar strukturiert, es gibt kein Menüdiving und die Doppelbelegungen der Taster sind verständlich. Das Gerät ist ganz wunderbar Standalone zu benutzen. Im Vergleich zur TR8s deutlich besser zu bedienen wie ich finde. Und weil das so viel Spaß macht, sind mir die 64 Steps dann tatsächlich viel zu wenig. Und leider lässt sich der Pattern-Modus auch nicht ohne Probleme umstellen, da kurzzeitig die Effekte aussetzen. Das ist sehr schade und ich wünsche mir da Nachbesserung. Die Effekte und das mögliche Routing sind wirklich fantastisch. Im USB-Modus am Rechner, wenn mehrere USBs im Betrieb sind, leider die Roland-typischen Störgeräusche. Also dann Midi nutzen. Speichern ist übrigens nicht kompliziert. Allerdings gibt es so etwas wie einen Performance Modus nicht. Deshalb muss man jeden editierten Sound notfalls extra abspeichern. Das ist ja bei der TR8s genauso blöd gemacht worden. Aber nochmal zum Schluss: Geiles Gerät, super Preisleistung, super Klang. Klangbeispiele vom mir auf youtube: Detlef Borowski

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    mariemusic

    Vor ein paar Tagen mit etwas Glück einen Versandrückläufer „erwischt“. Nach kleinen Anfanfangsschwierigkeiten das Menü zu verstehen macht das Teil richtig Spaß. Die Sounds sind klasse, man kann nach Herzenslust schrauben und die Klänge verbiegen. Das schreit geradezu nach einem Editor. Hoffentlich arbeitet man bei Roland daran. Für die MC808 gab es jedenfalls einen Editor. Was ich schmerzlich vermisse; die Möglichkeit den laufenden Sequenzer zu transponieren. Die früheren MCs konnten das, die 505, die 808 z.B., (auch die vergleichbaren Geräte von Yamaha), die 909 unverständlicherweise nicht, warum auch immer. Auch wenn der sh-4d nicht zur MC Familie gehört, er läßt sich ähnlich nutzen. Bitte bitte Roland, unbedingt in einer kommenden Firmware nachliefern.

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    Killnoizer

    Haben die Hersteller eigentlich einen extra Mitarbeiter für „stupid details „ ?

    Der Stromanschluss ist eine Zumutung , insbesondere wenn bei jedem vergleichbaren Gerät genau DIESES DETAIL negativ bewertet wird .

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    Bioman

    Also ich habe mich 2 Wochen intensiv mit der Kiste beschäftigt und ihn schlussendlich zurückgegeben.
    Mich hat im Endeffekt der Sound und auch der Sequenzer nicht überzeugt.

    Der Klang ist meiner Meinung nach zu dünn. Ich habe die ganze Zeit mittels EQing und co an den Patches rumgeschraubt, um die nötige Präsenz zu erhalten.
    Außerdem sind einige häufig benötigte Einstellungen (der Oszillatioren und Effekte) nur über Menüs zugänglich. Das war mir zwar vorher schon klar, hat mich dann doch aber zu sehr gestört .

    Der Sequenzer entspricht leider auch nicht meinen Erwartungen.
    Der Kopiervorgang und auch Notenlängen-Einstellungen sind mir zu kompliziert.

    Ebenso sind mir die Taster zu gnupselig und die Builtquali insgesamt finde ich jetzt nicht so dolle.

    Positiv an der Sh4d finde ich den Filter( klingt schön), die Hüllkurven, die Juno-Nachbildung und der sh4d-Oszillator.

    Insgesamt kann man auf jedenfall Spaß haben damit, aber ich bin halt aus genannten Gründen nicht Flow gekommen.

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    Mike Crane

    Es wäre ja mal schön, wenn die Kiste endlich mal ausgeliefert werden würde 😅
    Warte seit >5 Monaten auf das Ding

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      Heitmeierdj

      @Mike Crane Geht mir genauso. Zumal die Händler offenbar ebenfalls null Infos bekommen. Enttäuschend!

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    Tomtom AHU

    Die Firmware steht immer noch auf 1.03 – also keinerlei Updates seit Mai 2023. Ob da noch was kommt? Wäre ja ziemlich schwach von Roland wenn nicht.

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      Stinsh

      @Tomtom Ein Käufer weniger.

      Ich finde die Kiste sehr interessant, aber das Timing-Problem ist für mich ein Ausschlusskriterium.
      Dazu noch die vielen anderen „Kleinigkeiten“ und eben die Tatsache, dass Roland sich darum nicht kümmern zu scheint.

      Echt Schade. Hätte gut in mein Setup gepasst und an den Synthesemodellen hätte ich mich gern ausgetobt.

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