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Test: Roland T-8 Beat Machine, Drumcomputer & Bass-Synthesizer

Die Wiedergeburt von ReBirth?

29. Juli 2022
roland t-8 compact beat machine test

Roland T-8 Beat Machine – Jungle Beats

Die Roland T-8 Beat Machine ist das dritte Produkt aus Rolands AIRA Compact Line. Dieses kleine Gerät vereinigt in sich eine TR-808 sowie eine TB-303 Bassline, deren Emulation auf der Roland ACB-Technologie beruht. Der erste spontane Gedanke war: Das erinnert mich doch an etwas aus der fernen Vergangenheit des letzten Jahrtausends? Genau – an ReBirth von Propellerhead, die „erste“ Synth-Software, die auch nach etwas klang; so um 1995.

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roland t-8 test

Nun, wir schreiben das Jahr 2022 und noch immer sind digitale Emulationen der alten Roland-Klassiker beliebt und begehrt, zumindest bei einigen. Und die Auswahl ist hier sicherlich groß. Von günstigen Kopien oder liebevollen Repliken in Hardware über Free- und Pay-Ware im Software-Bereich gibt es heutzutage Dutzende Möglichkeiten, sich den 808/303-Sound ins Haus zu holen. Roland ist aber dabei der erste Hersteller, der beide Geräte in einer Hardware vereinigt und das für erschwingliche 199,- Euro.

Hardware der Roland T-8 Beat Machine

roland t-8

Wie alle Geräte der AIRA (muss dabei eigentlich noch jemand an Trinkjoghurt denken?) Compact Serie besteht das Gehäuse aus Kunststoff und hat die Maße 18,8 x 10,6 x 3,6 cm. Die Roland T-8 Beat Machine bietet MIDI In/Out sowohl über die beiden Miniklinken-Buchsen als auch über die USB-Verbindung. Im Gegensatz zum Adapter von Stereoklinke auf DIN-MIDI wird das USB-C-Kabel mitgeliefert.

Roland T-8 Beat Machine – Rückseite

Auch dieses Gerät besitzt eine Class-Compliant-Audioverbindung über USB 2.0 mit 44,1 kHz, 24 Bit. Das gilt aber nur für die Ausgabe der Roland T-8 Beat Machine selber. Geräte, die über den MIX-IN angeschlossen sind, werden nicht übertragen. In Systemmenü gibt es zudem eine Option, ob die digitale Lautstärke dem Volume-Poti folgen oder davon unabhängig auf einem bestimmten Pegel eingestellt werden soll. Und – was ich ständig vergesse – auch dieses Gerät hat einen internen Akku, der über die USB-C-Verbindung geladen werden kann und bis zu 5 Stunden Laufzeit verspricht.

Roland T-8 Beat Machine - Sync und MIx IO

Roland T-8 Beat Machine – Sync und Mix I/O

Die Roland T-8 Beat Machine bietet 17 Schaftpotis, deren Laufwiderstand OK ist, einen Menü-Encoder sowie 31 hintergrundbeleuchtete Gummitaster, die etwas schwimmen, aber dennoch einen guten Druckpunkt aufweisen.

Das LED-Display verwöhnt uns mit seiner 4-stelligen numerischen Anzeige. Die unteren 16 Step-Taster dienen natürlich der gewohnten Eingabe, allerdings fehlt hier die typische farbliche Unterteilung in Vierergruppen.

Roland T-8 Beat Machine - MIDI Recording Timing

Steps der TR-808

 

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Roland T-8 Beat Machine - MIDI Recording Timing

Steps der Roland T-8 Beat Machine

Die verschiedenen Unterteilungen sind zwar angedeutet, bieten meiner Meinung nach aber keine optischen Referenzpunkte, an denen man sich orientieren könnte. Es wurden selbst die Beschriftungen der Steps mit 1 bis 16 verwehrt.

Zur Synchronisation mit analogen Geräten besitzt die Roland T-8 Beat Machine analoge Clock-Sync-I/O. Die PPQ (Pulses Per Quarter Note) können dabei auf 1, 2, 3, 4, 6, 8, 12 und 24 eingestellt werden. Zu beachten ist, dass die analoge Clock immer Vorrang vor der MIDI-Clock hat.

Über MIDI werden nur Clock, Start und Stop sowie MIDI-Noten und Program-Change gesendet und empfangen. Die Regler erzeugen keine CC und das Gerät empfängt auch keine. Die komplette MIDI-Implementation-Chart findet man auf Seite 31 des englischsprachigen PDF-Handbuchs. Wie immer wirkt dieses etwas konfus, wenn man es aber von vorne bis hinten durcharbeitet, wird man durch alle Schritte für die Erstellung von Patterns und deren Manipulation hindurchgeführt.
roland t-8 test

Die Instrumente der Beat Machine

Der Klang ist vollkommen in Ordnung und den Möglichkeiten der ACB-Synthese angemessen. Es dürfen keine ultra authentischen Analogklänge erwartet werden – man erkennt aber sofort, um was es sich handeln soll. Ohne Einzelausgänge gestaltet sich die Nachbearbeitung schwierig, ist aber nicht unmöglich.

Am Aufbau gibt es nichts Oberraschendes. Ein Pattern kann bis zu sechs Drum-Instrumente enthalten. Auf der Bedienoberfläche findet man die wichtigsten Parameter zum Einstellen wie TUNE, LEVEL oder DECAY (dieses allerdings nur über die Aktivierung des DECAY-Tasters). Moment – wo ist denn Snappy, der freundliche Snare-Parameter? Diesen und einige andere Einstellungen findet man im System-Menü vergraben. Ebenso verhält es sich mit COLOR für den Noise-Anteil der Toms. Ach ja, möchte man zwei Toms gleichzeitig haben, muss dafür auf den Handclap verzichtet werden – der Teufel steckt hier im Detail. Mit der Roland T-8 Beat Machine wird nicht jeder Beat einer originalen TR-808 nachgebaut werden können. Da hat der Rotstift am heftigsten angesetzt, um das Gerät unter die 200,- Euro-Marke zu drücken.

Roland T-8 Beat Machine – Jungle Beats

In den Optionen findet sich dann auch die Einstellung der Grundschwingungsform des Bass-Synths (Square oder Saw). Dafür gibt es aber lobenswerterweise eine Abkürzung, die einen sofort zu dem Menüpunkt springen lässt, der sonst nur über eine Encoder-Fahrt zu erreichen wäre. Das klingt jetzt nicht so sehr nach einem Gerät, das spontan zu bedienen wäre. Werfen wir also ein Blick auf den Sequencer.

Aufbau der Sequencer der Roland T-8 Beat Machine

Ich schreibe hier bewusst Pattern, denn einen Song-Mode kennt die Roland T-8 Beat Machine nicht. Man kann lediglich zu einem laufenden Pattern ein anderes Pattern als Fill definieren. Das Gerät speichert bis zu 16 Patterns in 4 Bänken, also insgesamt 64 Patterns. Rhythm- und Bass-Patterns werden dabei immer zusammen abgespeichert. Ein Pattern kann dabei 32 Steps enthalten.

Über eine Chance-Funktion per Step kann man das auch noch nach etwas mehr klingen lassen; besser würden mir aber Funktionen wie „spiele bei jedem x-ten Durchgang diesen Step“ gefallen. Man hätte dann mehr Kontrolle. So kann man lediglich über eine globale Einstellungen alle einzelnen Chance-Einstellungen der Steps gleichzeitig ändern, wobei die ursprünglichen Werte erhalten bleiben.

Roland T-8 Beat Machine - Roland

Die beiden Sequencer sind allerdings nicht zwangsläufig miteinander gekoppelt. Es können verschiedene Längen für beide Sequencer eingestellt werden, so dass der Bass-Sequencer z. B. 24 Steps läuft und der Beat-Sequencer 32 Steps. Es gibt dafür auch eine Pattern-Sync Option im System-Menü (zu erreichen über SHIFT + MENU), die drei Variationen ermöglicht, wie vorgegangen wird, falls Drum- und Bass-Patterns unterschiedliche Längen haben.

  1. Always: Beim Aufrufen eines neuen Drum-Patterns oder wenn das aktuelle von neuem beginnt, wird auch das Bass-Pattern zurückgesetzt.
  2. Once: Beim Aufrufen eines neuen Drum-Patterns beginnt auch das Bass-Pattern von Neuem, danach laufen beide unabhängig voneinander weiter.
  3. Off: Beide Sequencer beenden zuerst ihre Patterns und schalten dann zum nächsten Pattern.

Und außerdem ist es noch möglich, verschiedene Step-Scales für beide Sequencer der Roland T-8 Beat Machine auszuwählen. Für den Drum-Sequencer stehen dabei 16-tel, 32-tel, Achtel- und Sechzehnteltriolen zur Auswahl, für den Bass-Sequencer 16-tel-Noten oder Achteltriolen. Auch einen Shuffle kann man einstellen.

Direkter Eingriff in die Sequenz

Man hat außer der Step-Programmierung die Möglichkeit, bei Aktivierung des „KEYB“-Modus ein Instrument direkt einzuspielen, wenn man sich im Aufnahmemodus befindet. Ob und wie die Noten quantisiert werden, ist dem Handbuch nicht zu entnehmen, es ist aber davon auszugehen.

Ein andere Möglichkeit der Live-Eingabe besteht im Aufnahme-Modus durch Auswahl des Instruments über den Instrument-Taster. Durch rhythmisches Betätigen desselben wird man ebenfalls mit der Befüllung der Steps belohnt.

roland t-8 test

Eine Performance-Funktion, die noch besser wäre, könnte man ihr Ergebnis aufnehmen, ist der Step-Repeat. Läuft das Pattern, gelangt man über SHIFT+PATTERN in diesen Modus, dessen Aktivität über das Blinken des Pattern-Tasters signalisiert wird. Drückt man jetzt einen beliebigen Step im Pattern, so wird dieser gemäß der Step-Scale wiederholt. Drückt man mehrere gleichzeitig, so werden diese Steps der Reihenfolge nach gespielt – das ist wirklich toll, um Lebendigkeit in ein schnödes Pattern zu bringen. Deshalb hätte ich das auch gerne direkt ins Pattern einspielen können wollen.

Roland T-8 Beat Machine und die DAW

Das Gute beim Aufnehmen der MIDI-Patterns in die DAW: Hier werden diese Step-Loops mit aufgenommen. Ich habe die Roland T-8 Beat Machine also in den MIDI-Loop genommen, um zu sehen, wie das Timing der Sequenzen ist, die vom Gerät kommen. Die Abbildung und die Event-Liste sollte jeder selber beurteilen. Zur Orientierung: Die nächste Sechzehntel startet bei 102.1.240 – im Zoom sieht es schlimmer aus, als es ist.

MIDI Recording Timing – Piano Rolle

Roland T-8 Beat Machine - MIDI Recording Timing

MIDI Recording Timing – Events

Die Effekte

Kommen wir zu den drei Effekten. Jedem Instrument kann dabei sein eigener Effektanteil zukommen. Es gibt ein Delay, das sowohl temposynchron als auch frei laufen kann. Es agiert dabei wie ein Tape-Delay und zieht beim Verstellen diese lustigen Pitch-Fahnen nach sich. Beim Reverb kann lediglich die Nachhallzeit eingestellt werden, es ist aber gar nicht mal so übel. Sogar ein Ducking-Effekt ist an Bord, mit dem z. B. die Bass-Drum als Quelle ausgewählt werden kann und der Bass-Synth, der Reverb und das Delay als Ziel. Es kann dabei auch die Intensität einzeln bestimmt werden. Soviel Variation hätte ich an dieser Stelle nicht erwartet. Vor allem, dass als Quelle auch ein Audiosignal dienen kann, das über den USB-Audio-Port kommt, halte ich für erwähnenswert.

Roland T-8 Beat Machine – Signalfluss

Und bevor ich es vergesse: Alle Patterns können über eine Laufwerksfunktion der Roland T-8 Beat Machine gesichert und auch wieder aufgespielt werden.

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Fazit

Als größtes Manko empfinde ich, dass nur eine begrenzte Auswahl von 6 Drum-Instrumenten gleichzeitig zur Verfügung steht. Im Minimalismus steckt die Vielfalt, könnte man sagen.

Zweitens ist es natürlich ärgerlich, dass keinerlei CC gesendet oder empfangen werden. Jede Aufnahme ist dadurch einzigartig, könnte man auch sagen.

Und drittens finde ich manche Einstellungen sind zu tief im Systemmenü vergraben und haben dann wie der Snappy-Parameter keine Abkürzung. Wer braucht schon Sni-, Sna-, Snappy, könnte man sagen.

Nach einiger Zeit an der Roland T-8 Beat Machine kann ich allerdings nicht leugnen, dass mir das kleine Kistchen gefällt. Für das, was es ist. Gerade der simple, aber effektive Eingriff über die Step-Loops lädt zum Jammen ein. Und mangels eines Song-Modus finde ich auch genau da die Haupteinsatzmöglichkeit der Roland T-8 Beat Machine. Oder eben als Side-Kick in einem größerem Setup.

Plus

  • Sequenzen von Beats und Bass können unterschiedliche Längen haben
  • Pattern-Loops ermöglichen spontanen Eingriff
  • einfache Integration ins Audio-/MIDI-Setup

Minus

  • begrenzte Auswahl an Drum-Instrumenten
  • MIDI-CC werden weder empfangen, noch gesendet
  • manche Paramter zu tief im Systemmenü vergraben

Preis

  • 199,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Klang X

    „Das LED-Display verwöhnt uns mit seiner 4-stelligen numerischen Anzeige.“

    Der Witz war gut oder sollte das ironisch gemeint sein?

    • Profilbild
      Klang X

      Ach ja, und mit ReBirth von Propellerhead hat dieses „Spielzeug“ nun mal überhaupt nichts gemeinsam.
      Somit eher eine Totgeburt, denn von einer Wiedergeburt kann hier nicht die Rede sein.

      • Profilbild
        Round Robin AHU

        Ich empfand ReBirth damals auch als Spielzeug. War nett daran rumzuschrauben, aber ernsthaft habe ich meiner Novation Drumstation, die Digidesign Samplecell mit 808 Samples und die MAM MB33 gearbeitet. Daneben waren noch einige Synths am Start, wer hat damals Rebirth gebraucht?

        Was aber nicht bedeutet, dass ich das neue Produkt von Roland gut finde. Es wird sicher seine Abnehmer finden, die mit Sicherheit etwas interessantes zaubern werden. Für mich ist das Teil zu limitiert und zu fummelig.

        • Profilbild
          ollo

          Ich nutze Rebith hin und wieder immer noch. Wenn man dort eine 909 Kickdrum durch den eingebauten Verzerrer schickt, klingt das, weshalb auch immer, sehr viel geiler als mit anderen Setups. Sofort 90er Jahre Gabba Sounds, immer noch übelst geil.

    • Profilbild
      pangroovia

      Im Vergleich zu den Volcas ist das Teil viel zu brav, im Vergleich zu Rebirth erst recht.
      Roland legt den Schwerpunkt viel zu sehr auf einen ausgewogenen Hifiklang. Vielleicht sind aber auch nur die Demosounds etwas lieblos runtergeorgelt. Klingen langweilig, viel zu clean, grooven nicht für 50 Pfennig … da ist nichts Schönes dran.

  2. Profilbild
    Robby

    Ich verstehe nicht, das Alles immer kleiner wird. OK Platz ist kostbar, aber ich will mit dem Ding arbeiten und nicht ständig nach Tasten suchen. Mini Pots mir der Pinzette betätigen und irrtümlich 2 Tasten gleichzeitig drücken, nein Danke

    • Profilbild
      mdesign AHU

      guck die videos – muss alles in den rucksack passen. mobile lifestyle. mal schnell das set in der u-bahn oder bei den eltern auf dem wohnzimmertisch aufbauen und losjammen. machen wir doch alle ständig so. 😂

  3. Profilbild
    Klang X

    Anzumerken wäre ja noch das es sich nicht um beide vollwertigen Geräte in einem befindet, sondern es sind ja nur mehr oder weniger stark abgespeckte Versionen in einem Gerät. Also quasi ein (fauler) Kompromiss.

    Kein Song-Modus? Was soll das denn?

    Ich frage mich immer, wer kauft so etwas.
    Hauptsache es wird etwas auf dem Markt geworfen, irgend einer kauft das schon.

    Die Promotion-Videos sind echt immer sehr amüsant, wie euphorisch die Geräte präsentiert und vorgeführt werden. Was haben die im Kaffee drin? Will ich auch haben…

    • Profilbild
      Round Robin AHU

      Gut, offensichtlich magst Du die Firma Roland nicht.

      Grundsätzlich gibt es bei Mini-Instrumenten immer Nachteile, Pferdefüße oder faule Kompromisse (wie Du es emotional zu sagen pflegst). Die Gründe können hier jedoch vielfältig sein, denn Formfaktor, Budget und Ziel entscheiden über ein Produkt. Wie gesagt, dieses Instrument wird sich verkaufen. Keine Frage, eben wie Volca Serie oder auch die zukünftigen Mini-Klone von Behringer.

  4. Profilbild
    TimeTourist

    (…) alle Geräte der AIRA (muss dabei eigentlich noch jemand an Trinkjoghurt denken?)

    Ja danke – jetzt schon 🙂

    Ich hab das Ding meinem 11 Jährigen Neffen gekauft. Der ist mega happy.

    Zum spielen auf dem Sofa fand ich es auch mega (nur dafür zu kaufen ist es aber zu teuer).

  5. Profilbild
    Emmbot AHU

    Gab es in rebirth Menüdiving? Eigentlich interessiert mich das Teil. Aber einige Parameter sowie die decay Buttons sind schon merkwürdig.

    • Profilbild
      Green Dino AHU

      Man hatte halt die Oberflächen von 909, 808 und zwei 303s (es gab glaub einige Sachen die über Rechtsklick eingestellt werden konnten) und Effekte, dazu einige Menüs zum Klicken; Speichern, laden, Aufnahme, Song Modus und Einstellungen fürs Audio Interface und sowas.

      Rebirth in Hardware wäre wohl Boutique TR09+TR08+2x TB-03 zusammen in einem Rack (würde vom Format gut übereinander passen) mit kleinem Mixer und ein paar Effektpedalen. ^^

      • Profilbild
        Emmbot AHU

        Jo mit Boutiques könnte man das schon recht passend nachbauen. Fehlt nur noch derBoutique Mixer. So werden Träume aus 1999 wahr😎.

  6. Profilbild
    d_eric

    Ich frage mich, für wen diese Geräte eigentlich sind. Ich gehöre als Hobbymusiker mit eher kleinem Budget und einer Affinität zu Synthesizern eigentlich zur Zielgruppe. Bisher habe ich noch nichts von Roland, die Ankündigung der AIRA Reihe hat mich erst total angefixt, nach jedem weiteren Test habe ich aber Abstand genommen. So auch diesmal. Ich habe den Eindruck, dass die Ingenieure ihre Produkte nicht zum Ende denken. Schade…

    • Profilbild
      Mac Abre

      „Ich gehöre als Hobbymusiker mit eher kleinem Budget und einer Affinität zu Synthesizern eigentlich zur Zielgruppe.“
      Ich glaube, da irrst Du Dich. Die Zielgruppe scheint mir nicht der Hobbymusiker mit echtem Interesse an Synthesizern oder echtem Interesse an irgendetwas zu sein, sondern der auf Oberflächlichkeit getrimmte Hipster, der sich nur dafür interessiert, sich selbst immer und überall in Szene zu setzen. Solche Hipster-Ego-Hilfstools werden ja gerade massenweise auf den Markt geworfen.

    • Profilbild
      astral_body

      Habe auch einen batteriebetrieben MiniDrum-Computer zum Jammen im Freien gesucht.
      T-8 klang bei Ankündigung interessant. Aber in den Tests waren dann immer mehr „wenn“ und „aber“.

      Roland wollte wohl seine höherpreisigen Drumcomputer vor Kanibalisierung schützen und hat den T8 mal wieder Roland typisch mutwillig runtergestutzt.

      Ich habe mir dann lieber die Volca Drum geholt.

      • Profilbild
        d_eric

        Das war auf jeden Fall eine gute Idee. Das Konzept ist zwar ein völlig anderes, aber in meinen Augen viel ausgereifter. Ich habe den Drum schon seit einiger Zeit und habe viel Spaß mit ihm.
        Für Liebhaber von böse verzerrten Drums kann ich den Monotron Delay von Korg als Effektgerät zum Drum empfehlen.

  7. Profilbild
    Baeno

    Wie so oft bei den Dingern ist die Idee cool und dann wird leider auf halber Strecke aufgehört zu entwickeln.
    Wenn das Teil einem einfach die Auswahl lassen würde zwischen 909 und 808 Sounds, wäre das schon besser.
    Und dann eben zwei Synth/Bass Spuren statt einer.
    Mit diesen Änderungen wäre das die erste „kleine Kiste“ die mich interessieren würde.

  8. Profilbild
    Codeman1965 AHU

    Ich denke mal, Roland wird in absehbarer Zeit im Synthesizer-Segment einen ähnlichen Stellenwert haben wie Bobbycar in der Automobil-Branche…

      • Profilbild
        Codeman1965 AHU

        Auch das ist nicht von der Hand zu weisen… :-)

        Andere Hersteller sind ja auch immer wieder dafür gut, halbgaren Quark auf den Markt zu schmeissen oder jahrzehntelang gelutschte Drops in neuen Tüten zu verhökern.

        Aber Roland scheint sich hier die Marktführerschaft sichern zu wollen.
        Das ist m.M.n. wirklich schade und auch ärgerlich, denn Roland hat vor Jahren wirklich Geräte herausgebracht, für die ich mich heute noch begeistern kann.

        Jetzt bekommst Du nur noch Nachgeklapptes mit uralten Sound-Sammlungen dazu, Nachgeklapptes im Cloud-Abo oder Nachgeklapptes im Rahmspinat-Formfaktor mit abgespeckten Funtionen.

        Wann kommt von Fender endlich die 3-Saiten-Strat, mit 8-Inch-Mensur und Miniklinke…?

        • Profilbild
          Atarikid AHU

          Das gleiche haben die Leute auch damals über Roland gesagt als die TB-303 auf den Markt kam. Ist ja nicht so, dass sie keine anderen Geräte anbieten würden. Meins ist das jetzt auch nicht, aber für einen Jam oder den günstigen Einstieg, warum denn nicht?

  9. Profilbild
    Viertelnote AHU

    das Angebot von Roland mit den Boutiques ist ähnlich
    der Volca Reihe, nur eben digital.
    Aber man schöpft mit den vielen „Limitierungen“ ein neues Potential aus.
    Man denkt eben „kleiner“ und bekommt damit Sachen hin, die man so nie
    erreicht hätte. So ein kleinen schmuckes Setup kann eine völlig neue Welt öffnen.
    Spaß hat man ohnehin damit.

    netter Gruß🙂

  10. Profilbild
    helixrider

    Anfangs fand ich die T-8 nach Lesen der Specs eher so la-la; dann hatte ich die Chance, sie Hands-On auszuprobieren. Es machte sehr schnell „Klick“, denn das Gerät ist großartig für Live-Improvs geeignet. Alleine gespielt liefert es einen überraschend vollen Sound ab, gepaart mit einem Liven B&B hatte ich plötzlich ein ultra-portables, gut klingendes und gut spielbares Live-Setup.
    Mittlerweile bin ich ein Fan der kleinen Seifendose. 😊

  11. Profilbild
    Moulin

    Ich finde das Problem mit allen „kompakten“ Geräten ist dass immer absichtlich mit den Optionen gegeizt wird, das ist auch mit Midi Controllern so, all diese Geräte könnten 10x mehr von allem, mehr Speicher, mehr Sounds, mehr Ein-Ausgänge, mehr potis, ganz besonders vor allem MEHR MIDI, entsprechend unserem technischen state of the art könnte man richtig tolle Wundergeräte bauen, aber das ist ja nicht wirtschaftlich, es geht ja nicht um Musik – man muss die Konsumenten an der Leine halten damit sie dann nächstes Jahr die MKII Version kaufen, mit einem Eingang mehr und doppelt so vielen Sounds ect. Aus all diesen Gründen spreche ich nicht auf solche Geräte an.

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