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Test: Sennheiser XS Wireless In-Ear Monitoring

Bessere Kontrolle auf der Bühne und im Proberaum

9. Juni 2022
Test: Sennheiser XS Wireless In-Ear Monitoring

Sennheiser XS Wireless In-Ear Monitoring

Die Bühne wirkt aufgeräumter und wir sehen es bei allen Profis rund um den Globus: Die Rede ist vom drahtlosen In-Ear-Monitoring. Diese komfortable Art, den eigenen Sound und die Mitmusiker auf der Bühne in vollkommener Bewegungsfreiheit über Funk optimal zu hören, bringt allerlei Vorteile mit sich. Vielleicht hat sogar schon der befreundete Musiker, die befreundete Musikerin, oder der Sänger, respektive die Sängerin, aus einer anderen Band vom In-Ear-Monitoring geschwärmt und ihr überlegt gerade selbst, jetzt in diese Art des persönlichen Monitorings einzusteigen. Wenn man sich dann noch nicht genügend informiert hat, tauchen im Normalfall viele Fragen auf. Wir haben hier in unserem Musiker-Magazin AMAZONA.de gute Tipps, die den ersten Einstieg in diese Wireless-Systeme leichter machen. Klickt auf diesen Link und schaut euch den Workshop an.

Bei der Auswahl des passenden Systems hat die etablierte Marke Sennheiser für Einsteiger zu einem fairen Preis das Sennheiser XS Wireless In-Ear-Monitoring-Komplettpaket im Angebot, mit dem man direkt in die Welt des In-Ear-Monitorings einsteigen kann. Das Gute daran, in Deutschland ist diese Funkstrecke genehmigungsfrei zu nutzen. Gerade im Funkbereich hat sich in den vergangenen Jahren allerlei geändert, weswegen es wichtig ist, sich vor der Anschaffung einer Funkstrecke ausführlich zu informieren.

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Gesendet wird bei dieser In-Ear-Strecke nicht im häufig gnadenlos überfüllten WLAN, sondern im UHF-Frequenzband. Erhältlich ist das Sennheiser XS Wireless In-Ear Monitoring-Paket in diesen fünf Varianten:

  • A: 476-500 MHz
  • B: 572–596 MHz
  • C: 662–686 MHz
  • E: 823,2–831,8 MHz
  • K: 925,2–937,3 MHz

Die Bänder A bis E sind in Deutschland und vielen europäischen Ländern ohne Genehmigung oder Zusatzkosten frei zu nutzen.

Für meinen Testbericht hat Sennheiser mir die Ausführung mit dem Frequenzband A zur Verfügung gestellt.

In acht Kanalbänken mit jeweils zwölf Kanälen sind werksseitig Frequenz-Presets voreingestellt, die für optimale Übertragungen und unkomplizierten Betrieb sorgen.

Sennheiser XS Wireless In-Ear Monitoring Starter-Set

Zum Lieferumfang gehören der Sennheiser XSW IEM EK Stereo-Empfänger (Beltpack/Bodypack) mit zwei AA-Batterien sowie der Sennheiser XSW IEM SR Stereo-Sender (Transmitter) mit BNC-Rundstrahl-Antenne und dem zum Betrieb benötigten NT 12-5CW Steckernetzteil mit Länderadaptern. Für sofortiges Ausprobieren der Funkstrecke gibt es noch die Sennheiser IE 4 In-Ear-Ohrhörer. Und wer den Sender direkt in ein 19 Zoll Rack montieren möchte, der freut sich bestimmt über das Sennheiser XSW Rack-Einbau-Kit. Leider ist das Kabel zum Umsetzen der Antenne an die Front beim Rack-Einbau nicht dabei.

Test: Sennheiser XS Wireless In-Ear Monitoring

Lieferumfang

Der reichlich bebilderte, international verständliche Quick-Guide und ein Informationsblatt mit den Angaben zum Frequenzbereich und die Auflistung der möglichen Frequenzen im Bereich der Presets werden ebenfalls mitgeliefert.

Die Umwelt wird es danken, denn einige Geräte und Zubehörteile sind nicht mehr in Plastikfolien verschweißt, sondern in leichtes Seidenpapier gewickelt – sehr vorbildlich. Dennoch wird auch hier nicht bei allen Verpackungen auf Kunststoff verzichtet.

Sennheiser XSW IEM Set B-Band

Sennheiser XSW IEM Set B-Band

Kundenbewertung:
(5)

Sennheiser XS Wireless IEM SR Stereo-Sender

Der Sender mit den Abmessungen 200 x 128 x 42 mm (B x T x H) ist anders, als der Empfänger, zu dem wir ja noch kommen, in einem robusten Metallgehäuse untergebracht. Das macht dann rund 700 g auf der Waage aus. Mann braucht den Sender nicht unbedingt in ein Rack einzubauen, er kann natürlich auch als sogenanntes Standalone-Gerät seinen Dienst verrichten. Für guten Stand sorgen in Kombination mit dem Gewicht vier Gummifüße an der Unterseite.

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Test: Sennheiser XS Wireless In-Ear Monitoring

Schlichtes, aber ansprechendes Design

Mir gefällt das Produktdesign außerordentlich gut, es ist klar und aufgeräumt. Wenige Bedienelemente reichen an der Vorderseite aus. Daneben gibt es ein großes und gut ablesbares Display, das über alle Einstellungen informiert: Lautstärke, Mono oder Stereo, Eingangsempfindlichkeit, Frequenz.

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Auf der Rückseite sind die beiden Eingangsbuchsen montiert, die wahlweise XLR- und 6,3 mm Klinkenstecker aufnehmen. Sie sind verriegelnd, was für mich schon mal ein Pluspunkt ist. Die Eingangsbuchse für die Stromversorgung (12 Volt) hat eine Kabelentlastung. Das ist der nächste Pluspunkt, auf den man bei Anschaffungen von derartigen Systemen immer achten sollte. Das Kabel des Netzteils ist mit 1,8 m übrigens sehr lang bemessen. Zu guter Letzt haben wir auf der Rückseite noch die BNC-Buchse für die kurze Antenne.

Test: Sennheiser XS Wireless In-Ear Monitoring

Nicht zu unterschätzen, eine Kabelentlastung am Sender

Sennheiser XS Wireless IEM SR Stereo-Empfänger

Das UHF-Bodypack ist aus leichtem Kunststoff, sieht ebenfalls klasse aus und bietet das, was man für In-Ear-Monitoring mit professionellem Anspruch braucht. Hinter der Kunststoffklappe werden die beiden Batterien oder Akkus eingesetzt. Gesichert sind auch die Tasten zur Einstellung und die Infrarot-Schnittstelle, die dort ebenfalls zu finden sind. Na klar, Kunststoff ist nicht so robust wie Metall, deshalb sollte man beim Öffnen und Schließen der Abdeckung stets Vorsicht walten lassen. Beim hektischen Bühnenbetrieb könnte dies ein Nachteil sein. Auf der Rückseite sitzt eine kräftige Klemme, die den Taschenempfänger fest an der Kleidung oder am Gürtel fixiert.

Test: Sennheiser XS Wireless In-Ear Monitoring

Taschenempfänger

An der schmalen Oberseite gibt es neben der Empfangsantenne die typische 3,5 mm Klinkenbuchse zum Anschluss der Hörer, den Lautstärkeregler, der gleichzeitig als Ein/Aus-Schalter fungiert, und eine einzelne LED. Sie informiert über den Batteriezustand und die Funkverbindung.

Im Menü des Empfängers lassen sich per einfachem EQ die hohen Frequenzen anheben, der Limiter aktivieren, die Frequenz verändern oder der Focus-Mode einstellen. Wenn das Monitoring in Stereo sein soll, wird mit der Pan-Einstellung die individuelle Balance der Eingangskanäle geregelt. Im Focus-Mode lässt sich die Balance der beiden unterschiedlichen Signale regeln.

Das LC-Display ist sehr gut abzulesen, zeigt beim Einschalten des Empfängers die gewählten Einstellungen, vor allem auch den wichtigen Batteriezustand und schaltet sich nach kurzer Zeit ab, um die Energielieferanten zu schonen.

Test: Sennheiser XS Wireless In-Ear Monitoring

Hier werden die Batterien eingesetzt

Die Abmessungen des Bodypacks betragen 95 x 70 x 26 mm (B x T x H), das Gewicht liegt inklusive Batterien bei etwa 110 g.

Mit 45 Hz bis 15.000 Hz bietet die gesamte In-Ear Funkstrecke ein Frequenzspektrum, das auf den ersten Blick eingeschränkt klingen könnte. Schließlich gibt es am Markt andere IE-Funkstrecken, die laut Herstellerangaben über ein weiteres Frequenzspektrum verfügen. Aber Hand aufs Herz, die Bandbreite dieses Systems von Sennheiser dürfte für alle Anwendungen ausreichen.

Test: Sennheiser XS Wireless In-Ear Monitoring

Große Anzeige des Batteriezustands am Bodypack

Durch den Zukauf von weiteren Bodypacks kann die Strecke natürlich erweitert werden. Bis zu zwölf Empfänger können parallel betrieben werden. Dabei gilt es aber zu bedenken, dass alle dann natürlich den identischen Mix hören.

Sennheiser IE 4 In-Ear Kopfhörer

Der mitgelieferte Ohrhörer bietet natürlich keine professionellen Features wie zum Beispiel mit Draht verstärkte Kabelführungen, reicht aber zum Kennenlernen von In-Ear-Monitoring im Allgemeinen vollständig aus. Er bietet ein Frequenzspektrum von 40 Hz bis 20.000 Hz und kann von daher auch zum Hören von Musik über andere Zuspieler eingesetzt werden. Das Kabel ist mit 1,4 m durchaus lang und am Ende sitzt der vergoldete 3,5 mm Klinkenstecker. Zur Anpassung an die Gehörgänge und zum guten Sitz der Ohrhörer werden auswechselbare Silikon-Einsätze mitgeliefert.

Test: Sennheiser XS Wireless In-Ear Monitoring

Die mitgelieferten Ohrhörer

Wer an In-Ear Monitoring Gefallen findet, wird die beigelegten Hörer bestimmt früher oder später gegen ein besseres Modell austauschen. Vielleicht sogar gegen dieses professionelle Modell von Sennheiser (auf diesen Link klicken), das ich in einem meiner Testberichte auf Herz und Nieren getestet habe.

Die Funkstrecke in der Praxis und im Hörtest

Die Bedienung der Sennheiser XS Wireless In-Ear-Monitoring-Strecke ist wirklich einfach. Man kann dabei eigentlich nichts verkehrt machen. Einschalten, im Preset die Bank und den Kanal auswählen, Sync drücken, dabei den Empfänger in der Nähe halten – fertig. Einfacher geht es kaum. Steht die Verbindung, kann man noch individuelle Einstellungen vornehmen, wie zum Beispiel den Limiter einstellen oder bei Bedarf mit dem EQ die Höhen anheben. Der Klang der Sennheiser IE 4 In-Ear-Kopfhörer ist gut, die Stimme klingt präsent, unterschiedliche Musik Zuspielungen überzeugen ebenfalls.

Test: Sennheiser XS Wireless In-Ear Monitoring

Was die Reichweite der Funkstrecke betrifft, bin ich mit dem Bodypack im laufenden Betrieb bis in unseren Vorgarten nach draußen gelaufen. Zwischen Sender und Empfänger lagen in diesem Fall eine komplette Etage mit mehreren Wänden und zwei geschlossenen Türen. Bei diesem kleinen „Ausflug“ gab es an wenigen extremen Stellen leichte Störungen, aber keinen Totalausfall. Der Klang der in diesem Fall zugespielten Musik war immer gut, es gab kein hörbares Rauschen oder sonstige Beeinträchtigungen.

Test: Sennheiser XS Wireless In-Ear Monitoring

Persönliche Worte zum In-Ear-Monitoring

Ich benutze mein eigenes In-Ear-Monitoring ausschließlich in der Einstellung Mono. Schon allein deshalb, weil ich mich auf der Bühne viel bewege und ein hartes Stereo-Panorama unter Umständen nicht mit meinen wechselnden Positionen und der Platzierung meiner Mitmusiker übereinstimmen würde.

Interessant ist der Focus-Mode, der auch bei der hier getesteten Sennheiser Funkstrecke möglich ist. Es werden dann zwei Mono-Aux-Wege belegt, aber man hat bei dieser speziellen Einstellung die Möglichkeit, den Mischungspegel zwischen dem eigenen Instrument (oder der eigenen Stimme) und dem Rest der Band anzupassen.

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Fazit

Das Sennheiser XS Wireless In-Ear-Monitoring ist ein Starter-Kit zum Einstieg in das personal Monitoring. Es bietet alles, was man zum Einstieg braucht, bis hin zum Rack-Einbau-Kit und zu einfachen Ohrhörern. Mit 598,- Euro ist das Sennheiser Monitoring-Kit bestimmt kein Schnäppchen. Dafür erhält man aber ein Produkt mit guter Verarbeitung, prima Klang und Funkstabilität im UHF-Frequenzband – alles andere hätte mich bei einer Marke wie Sennheiser auch überrascht. Leider wird das Kabel zum Umsetzen der Antenne an die Front nicht mitgeliefert.

Plus

  • guter Klang
  • sendet im UHF-Band
  • unterschiedliche Frequenzbänder erhältlich
  • Focus-Mode
  • verriegelnde Eingangsbuchsen
  • Netzkabelentlastung am Sender
  • sehr langes Kabel am Netzteil
  • Rack-Einbau-Kit
  • Ohrhörer mitgeliefert

Minus

  • Kabel zum Umsetzen der Antenne nicht im Lieferumfang

Preis

  • 598,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    Wankelkönig

    Moinsen. Ich habe mein XWS IEM am Mittwoch bekommen und gestern ausprobiert. Also eines kann ich sagen! Die Klangqualität ist wirklich toll. Keinerlei Störgeräusche (auch in Pausen) und das Ding ist wirklich richtig laut. Ich habe allerdings nicht die originalen beiliegenden Kopfhörer benutzt (bleiben als Backup verpackt) sondern die InEar StageDiver SD-2, die ich schon vom Alt-System hatte. Der Klang ist sehr gut damit. Auch unten herum. Am Mischer habe ich dann den Aux-Weg zum Transmitter noch ein wenig im EQ bearbeitet (war aber nicht zwingend nötig) um noch ein wenig mein bevorzugtes Hörerlebnis zu steigern. Einzig die Bedienung des Focus-Mode ist verbesserungswürdig. Die Funktion an sich ist okay, aber während des Live-Betriebes daran mal schnell was zu machen, ist zu aufwendig, da man das Beltpack dazu in die Hand nehmen muss, durch das Setup scrollen und anschließend mit den Tasten das Panorama mit den Tasten verändern muss. Das war bei meinem alten System besser geregelt, da dafür ein eigens Poti an der Seite angebracht war, welches man auch im aktiven Betrieb leicht bedienen konnte. Aber abschließend möchte ich nochmals die Klangqualität in Vordergrund stellen, die wirklich topp ist. Lieber etwas mehr ausgeben, in einen ordentlichen Kopfhörer investieren und ein für alle mal Ruhe haben. Deshalb wäre es auch toll, wenn man das System OHNE InEar Kopfhörer bekäme.

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