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Test: SPL Creon, USB-Audiointerface und Monitor-Controller

7. Dezember 2015

Aufnehmen und abhören im Kleinstformat

Auf der diesjährigen Frankfurter Musikmesse hatte der deutsche Anbieter von Musikgerätschaften SPL den Creon, den kleinen Bruder des bekannten Crimson, vorgestellt. Diesen hatte mein Kollege Axel Ritt schon ausführlich getestet, hier die Verknüpfung zum Test. Ich durfte nun also den kleineren SPL Creon testen.

Funktion

Das Creon als kleines Schwarzes

Das Creon als kleines Schwarzes

Das Creon ist ein 2×2 Audiointerface auf USB2-Basis, das zusätzlich clevere Abhörfunktionen zur Verfügung stellt. Die Aufnahmen können mit bis zu 24 Bit/192 kHz erfolgen. Es sind fünf Eingangsquellen vorhanden, zusätzlich wurden zwei Zuspielwege implementiert. Die Signalausgabe erfolgt über einen Stereo- sowie einen Kopfhörerausgang.

Die Mikrofoneingänge arbeiten mit einem regelbaren Verstärkungsfaktor von 7 bis 60 dB, der Instrumenteneingang bietet -6 bis +31 dB, die Line-Eingänge sind ungeregelt.

Haupt- und Kopfhörerausgänge sind unabhängig voneinander in der Lautstärke zu steuern, ein Mix-Regler erlaubt die schnelle Mischung des Abhörsignals aus aufzunehmenden Eingängen und dem Signal des Computers.

Das Creon arbeitet am Computer ab Betriebssystem Windows XP und am Apple ab Mac OS X 10.6. Zusätzlich entspricht das Gerät der USB Class 2 Audio-Spezifikation und kann somit mit dem Apple Kamera Adapter an iPads ab iOS 6 betrieben werden. Für die Apple Produkte ist kein Treiber notwendig, für PC stehen die benötigten Treiber auf der SPL Website zur Verfügung. Hier findet sich auch das ausführliche Handbuch im PDF-Format.

Nicht ganz selbstverständlich ist die Möglichkeit, das Creon unabhängig vom Rechner zu betreiben, so ist eine unproblematische Übungsmöglichkeit geschaffen.

Forum
  1. Profilbild
    Dimension D  

    Schöner Test, was ich aber nicht ganz verstehe: Wie kann ein Preis angemessen sein wenn das größere Gerät 10 Euro günstiger ist?

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Na ja, für das, was der Creon bietet ist der Preis angemessen.
      Der große Bruder Crimson hat eine unverbindliche Preisempfehlung, die bei 549,- liegt. Es gibt aber eben Händler, die ihn, im Gegensatz zum getesteten Creon, günstiger anbieten.
      Da kann der Kleine nun wirklich nix dafür.

  2. Profilbild
    mottilie

    Kann ich im Großen und Ganzen nur bestätigen. MMn spielt der Creon in der selben Liga wie RME und Apogee (hatte selbst Fireface400, Duet, Duet2). Und das, gemessen an der Ausstattung, zu einem sehr fairen Preis. Preispolitik jetzt mal egal :-)

    Aber:

    “…Raster sind durch ihre Beleuchtung unmissverständlich abzulesen“.
    Beleuchtung? An meinem leuchten nur die LEDs und Schalter :-(

    “…zusätzliche 0 dB-Markierung wäre … hilfreich.“
    Wobei? Sobald die 0 dB überschritten werden leuchtet es rot! Reicht doch ;-)

    Dass die (Recording-)Eingänge durch die Belegung der Buchsen umgeschaltet werden fand ich auch „ungewöhnlich“. Aber mittlerweile finde ich es richtig genial. Allerdings habe ich keine „Permanentverkabelung“ sondern stöpsel eh ständig rum. Wenn ich dabei nicht auf Schalter achten muss, ist das nur von Vorteil.

    Mecker habe ich aber auch: Da die Front des Creon leicht nach vorne geneigt ist, muss man ein Gitarrenkabel quasi von schräg unten einstöpseln. Ist da dann ein Stecker mit dickerem Gehäuse dran, kann schnell die Tischplatte im Weg sein und man muss den Creon etwas anheben, will man die Buchse nicht unnötig mechanisch belasten.
    Ich habe dem Kleinen nachträglich dickeren Gummischlappen verpasst, jetzt geht’s. Aber sollte bei einem Gerät dieser Preisklasse eigentlich nicht nötig sein.

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Hi mottilie,

      “…Raster sind durch ihre Beleuchtung unmissverständlich abzulesen“.
      Beleuchtung? An meinem leuchten nur die LEDs und Schalter :-(

      Sollte natürlich „Taster“ heißen!!!

      “…zusätzliche 0 dB-Markierung wäre … hilfreich.“
      Wobei? Sobald die 0 dB überschritten werden leuchtet es rot! Reicht doch ;-)

      Beim Schrauben fest drehen heißt es: Nach „fest“ kommt „ab“. Ich würde einfach das „fest“ ganz gerne sehen :-)

      Da die Front des Creon leicht nach vorne geneigt ist, muss man ein Gitarrenkabel quasi von schräg unten einstöpseln.

      Habe ich auch fest gestellt, da die Neutriks meiner Instrumentenkabel aber rein gingen, wollte ich das nicht näher thematisieren.

      • Profilbild
        mottilie

        Taster… dachte schon, ich müsste mal wieder zum Augenarzt :-)

        „…das „fest“ ganz gerne sehen…“
        Schon klar, aber sieht man das wirklich?
        Selbst ’ne extra -3dB-Blinke halte ich für überflüssig. Gegen Übersteuerung hilft das Rotlicht, und für einen ordentlichen Pegel sorgt das gelbe Lichtelein. Ob der dann -1 oder nur -4 dB hat ist mir relativ schnuppe. Solange ich nicht gerade mit 16 Bit aufnehme habe ich so oder so ein Signal mit ausreichend Dynamik, und muss mir um Rauschen keine Gedanken machen.
        Jede weitere Leuchte würde mich nur dazu animieren, diese auch ordenlich zum Leuchten zu bringen. Funktioniert beim ersten Take vielleicht gut, beim zweiten ist es dann einen Hauch zuviel, beim dritten wieder zu wenig… kommste aussem Pegeln ja gar nich mehr raus :-)

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