Test: Steinberg Cubase Pro 8, Digitale Audio Workstation

Leistungssteigernder Code?

Ich habe es nicht geglaubt, aber es stimmt. Man hat mit dem neuen ASIO-Guard 2 wirklich ein Mehr an Leistung aus den Rechnern geholt, zumindest auf dem Testsystem hier. Es ist schwer, diese Verbesserung in klaren Zahlen auszudrücken, da die Ersparnis projektabhängig bzw. von der Position innerhalb des Projekts abhängig ist.

Hier ist die gemittelte CPU-Belastung der verschiedenen Cubaseversionen über drei Projekte hinweg zu ersehen. Der Unterschied zwischen 7 und 7.5 könnte eine Meßungenauigkeit sein.

Hier ist die gemittelte CPU-Belastung der verschiedenen Cubase-Versionen über drei Projekte hinweg zu ersehen. Der Unterschied zwischen 7 und 7.5 könnte eine Messungenauigkeit sein.

Neue Plug-ins und Sounds

Bei all den neuen Features ist es eigentlich verwunderlich, dass die Steinberger mit jedem Update noch bei den Plug-ins nachbessern. Der Bass-Amp war vorhersehbar, gab es doch unlängst den Gitarrenverstärker. Der Amp geht – gerade als mitgeliefertes Plug-in – in Ordnung. Ob das der einzige Amp ist, den man je braucht, ist aber fraglich. Gerade kritische Bassisten, die klare Soundvorstellungen haben, könnten mit diesem Plug-in an ihre Grenzen stoßen. Mit gefallen aber beispielsweise die Simulationen der verschiedenen Mikrofone, sehr schön.

vst_bass

Der neue VST-Bass-Amp von Cubase Pro 8:

Quadrafuzz geht in eine neue Runde, einfach ein Klassiker. Dazu gibt es nicht viel zu sagen: Wer ihn liebt und kennt, wird die neue Version auch lieben, Punkt. Die Klanggestaltungsmöglichkeiten sind schon recht umfassend und akustisch voll in Ordnung.

Ein paar Beispiele mit Quadrafuzz V2.:

Der Multiband-Kompressor, Tuner und DeEsser wurde in einer neuen Auflage präsentiert.

Multiband-Expander

Multiband-Expander

Interessant sind die neuen Multiband-Tools: Multiband-Envelope-Shaper und Multiband-Expander. Letzteres ist nun wirklich keine neue Idee und wurde bereits mehrfach in Hardware gegossen. Dafür ist die Multiband-Version des Envelope-Shapers aber wirklich eine neue (neuere) Sache. Die Antwort der Hamburger auf den Transient-Designer spaltete schon früher die Geister. Manche sahen in diesem Plug-in einen besseren Transient-Designer und scharfen Konkurrenten zu SPL, andere meinten, dass hier ein doch stark anderer konzeptioneller Ansatz vorläge. Tatsache ist jedoch, dass man nun mit einem Hüllkurven-Manipulator arbeiten kann, der für verschiedene Frequenzbereiche unterschiedliche Eingriffe erlaubt. Nur konsequent, denn die akustische Realität ist nicht Singleband!

Multi Envelope-Shaper

Multi Envelope-Shaper

Ein paar extreme Beispiele mit dem Multi-Envelope-Shaper:

Die Akustik-Drums im Groove Agent sind gut und schön und als Add-On völlig ok. Konkurrenz zu BFD, DFH, EZ Drummer und wie die virtuellen „Alex van Halens“ alle heißen mögen, ist das aber sicherlich nicht.

Ein paar Beispiele aus der Bibliothek vom Groove Agenten:

 

Der virtuelle Drummer muss nur Platz nehmen...

Der virtuelle Drummer muss nur Platz nehmen…

Klangbeispiele
Forum
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    customstudio  

    Klasse update, bin begeistert :-))
    Was mir aber noch fehlt, sind die als Preset speicherbare Audio Verbindungen des Interface der externen Instrumente und Effekte.

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      Florian Scholz  RED

      Naja: „theoretisch“ sollte ja das Initial-Setup gespeichert werden, das Funktioniert aber nicht sauber genug. Noch nie.

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        hunsitho

        Ja, schon. Aber wenn man z.B. mit einer Patchbay arbeitet könnte man mit Presets den gleichen Eingang verschiedenen Geräten zuordnen und dann einfach des Preset wechseln anstatt nach dem Umstecken alles neu ‚von Hand‘ zuweisen zu müssen… Auch warte schon lange auf Routing Presets an dieser Stelle…

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    Basicnoise  

    Großartig, danke für die ausführlichen Infos. Alles im allem für mich Lohnenswert.

    Da ich sehr gerne live produziere, dh. den Sequenzer laufen lasse und an den Geräten und am Mischpult oder eben auch den Plugins schraube, frage ich mich: Wird Cubase jemals die Timeline aufbrechen und einen Live-Clip Modus á la Ableton einbringen?
    Das wäre der Wahnsinn. Ich habe schon versucht mit Live zu arbeiten und fand es insgesamt auch recht ok, aber ich arbeite eben viel lieber mit Cubase. Unter anderem auch weil jeder Handgriff sitzt. Naja, wird sicherlich ein Wunschtraum bleiben, auch wenn ich glaube, dass eben genau dieser Modus so viele User abwandern lässt.

    Außerdem wünsche ich mir plugin-übergreifende Modulationsmöglichkeiten wie zum Beispiel einen LFO, den ich auf was auch immer routen kann. Innerhalb von Guitar Rig geht das ja schon fantastisch.

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      AMAZONA Archiv

      Ich kenne Cubase jetzt seit der 2.1 auf dem Atari nicht mehr, aber es sollte doch mittlerweile sowas wie den Loop-Modus in Logic geben.
      Käme das nicht deiner Arbeitsweise entgegen?

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    Basicnoise  

    Komisch, hatte hier schon vor 2 Tagen geantwortet. Könnte mich nicht entsinnen, dass es da etwas zu zensieren gegeben hätte..
    Jedenfalls kann ich natürlich in Cubase auch einen Loop setzten, aber das ist eben längst nicht so flexibel wie dieser Clipmodus in Live.

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    0gravity  

    Ich baue mein Hobby gerade auf Laptop um. Kann mir jemand sagen was in Cubase8 passiert wenn ich für den Heimbetrieb einen zweiten Bildschirm verwenden würde, einen Song mit vielen geöffneten Fenstern auf beiden Schirmen speichere und dann diesen Song unterwegs nur mit dem Laptop öffne? Merkt sich Cubase die verwendete Bildschirmkonfiguration?

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    gaddabout

    Wenn Steinberg schon so heftig am Fenstermanagement arbeitet frage ich mich dennoch, warum Steinberg Jahre nach Einführung von Retina Displays immer noch keine Anpassung hinbekommen hat.
    Auf dem Mac Pro Retina sieht Cubase eher unschön aus. Logic Pro X macht da deutlich mehr Spaß.

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