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Test: Tascam DR-10X, Audiorecorder

13. Juli 2015

Kleiner Knubbel mit großer Wirkung

Natürlich hat jeder von uns ein Smartphone und selbstredend verfügt jedes der Geräte über ein eingebautes Mikrofon einschließlich eingebauter Aufnahme-App. Wenn man sich jedoch mit genügend Abstand der Qualität dieser Produkte nähert, muss auch der größte iOS Jünger eingestehen, dass weder die Haptik der flachen Scheiben, noch die Aufnahmequalität der verbauten Mikrofone eine ernsthafte Alternative zu einem „echten“ Mikrofon darstellen. Kann das Tascam DR-10X da Abhilfe schaffen? Vorbei die Zeiten, wo man für professionelle, mobile Sprachaufnahmen auf eine kabelgestützte Variante oder aber ganz tief in die Tasche für eine im Mikrofon verbaute Lösung greifen musste? Wir werden sehen.

Tascam DR-10X - Top

Tascam DR-10X – Top

Konstruktion

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Mit dem Tascam DR-10X bringt der japanische Hersteller nun also ein winziges Tool auf den Markt, das jedes dynamische Mikrofon oder batteriebetriebenes Kondensatormikrofon, egal welchen Herstellers, in einen Audiorecorder verwandelt.

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Mit gerade einmal 60 Gramm Gewicht (ohne Batterien) und den Abmessungen 52 mm × 95 mm × 28 mm (B x H x T) bewegt sich das Produkt in einem Bereich, wo man es haptisch kaum wahrnimmt, was sich gerade bei klassischen Interviewsituationen, wo man seinem Gegenüber die Mikrofonkapsel unter die Nase reibt, positiv bemerkbar macht. Als Stromversorgung genügt eine AAA Batterie oder Akku, mit dem man eine durchschnittliche  Einsatzdauer von 8 – 10 Stunden erreicht. Ein USB-Datenkabel liegt dem Produkt bei, eine Batterie leider nicht.

Tascam DR-10X - Seite

Tascam DR-10X – Seite

Aufgenommen wird in Mono bei 24 Bit Wortbreite und 48 kHz Samplefrequenz. Angeschlossen wird der Tascam DR-10X über den am oberen Ende des Gehäuses angebrachten XLR-Stecker, der sich problemlos auf jedes Mikrofon mit XLR-Männchen stecken lässt. So lässt sich aus jedem Mikrofon mit wenigen Handgriffen ein Audiorecorder kreieren. Über eine Spannmutter kann man das arretierte Mikrofon nochmals gegen unbeabsichtigtes Entfernen sichern.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Franz Walsch  AHU

    Den Jubelberichten zu dem Recorder mag ich mich nicht so recht anschliessen. Eine gute Idee, aber nur für dynamische Reportermikrofone (gedacht) und Mikrofone mit eigener Batterie geeignet. Es fehlt die Phantomspeisung! So wird der Recorder die teuren Yellowtec iXm Recording Mikrofone entbehrlich machen. Aber der Recorder wirkt von der Verarbeitung recht »billig« und kommt »nackt« will heissen ohne Tasche, Speicherkarte und Kabel, Batterie. Das ist fast ärgerlich und schwierig eine passende Tasche zu finden. Wenn man sich das Zubehör dazu rechnet, ist man schon über 200 Euro. Mich nervt es auch das die Tasten nicht verriegelbar sind. Display und Bedienung sind auch nicht so toll. Für 99 Euro wärs ein gutes Gerät, für den ambitionierten ausgerufenen Preis gibt es aus dem Tascam Sortiment bessere und vielseitigere Recorder. Aufgrund des sehr speziellen Zuschnitts wird es der Recorder schwer haben sich zu verkaufen.

  2. Profilbild
    Stephan Merk  RED

    Also wenn ich das Beispiel so höre klingt es für mich nicht besser, als wenn ich ein Mini-Klinke auf XLR-Kabel an einen gewöhnlichen Rekorder anschließe. Einzig dass er mono aufnimmt und etwas direkter klingt, aber irgendwie hätte ich jetzt mehr Ruhe in der Aufnahme erwartet. Dass er keine Phantomspeisung hat finde ich schade, ist aber wohl der kompakten Bauweise geschuldet. Die AAA-Zelle wäre dann vermutlich auch schnell leer gezogen. Kauft man noch einen Speiseadapter kommen wir in Regionen, wo die Alternativen in der Tat nicht wenig sind. Dann aber nicht so kompakt, das ist ja auch die wirkliche Stärke dieses Gnubbels – nur ist er eben auch recht unflexibel oder einseitig, was man in Kauf nehmen muss.

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