Test: Teenage Engineering Pocket Operator PO-12, PO-24, PO-28

20. März 2016

Wo hört der Spaß auf?

Die „musikalischen Taschenrechner“ gehen in die zweite Runde. Kollege Markus Schröder hatte bereits die ersten drei Taschen-Grooveboxen PO-14 Sub, PO-16 Factory und PO-20 Arcade getestet, jetzt folgen die Modelle PO-12 Rhythm, PO-24 Office und PO-28 Robot.

PO - 3x angle

Klein, handlich, trendy – so präsentiert sich die Pocket Operator-Serie von Teenage Engineering. Gerade mal die Handfläche ausfüllend und im fast nackten Outfit machen die Geräte zunächst eher den Eindruck von Livestyle-Toys als von ernstzunehmenden Musikinstrumenten. Ist ein Pocket Operator wirklich nur ein modisches Accessoire oder lässt sich damit etwas Sinnvolles anfangen?

Im ersten Bericht wurden die Pocket Operator schon ausführlich beschrieben, deshalb werde ich mich hier kurz fassen. Wer eine zweite Meinung möchte, kann sich gern den vorherigen Test noch zu Gemüte führen.

Da fehlt doch das Gehäuse!

Die Pocket Operator sind sehr minimalistisch gebaut. Zwar besteht der „Körper“ aus einer Leiterplatte, aber es sind keine Leiterbahnen und fast keine Lötpunkte außen liegend, denn hier hat man mehrere Schichten aufeinander gepackt. Der Displaysockel sieht auch roh aus, hat aber immerhin eine Schutzscheibe. Eine zusätzliche Schutzfolie kann man sich für den stolzen Preis von 15,- Euro (3er Set) nachkaufen. Unter dem Display verbergen sich Prozessor, Wandler und Mini-Lautsprecher. In einem ruhigen Raum erzeugt ein Pocket Operator damit einen recht erstaunlichen Sound, draußen und bei Umgebungsgeräuschen geht der Sound allerdings schnell unter.

PO-inside

Unter der Haube: Knowles-Speaker, Prozessor, DAC

Die Pocket Operator sind Batterie-betrieben, wofür zwei (nicht mitgelieferte) AAA-Zellen eingesetzt werden müssen. Eine alternative Stromversorgung gibt es nicht, eine Micro-USB-Buchse wäre, auch für Audio, hier ein sinnvolles Plus gewesen.

Und dann sind da noch die unübersehbaren Mikrotaster, wie sie in unzähligen Geräten verbaut sind, doch eben sonst nicht sichtbar sind, weil Gehäuse und Knöpfe drüber sind. Funktional gibt es also keinen Unterschied, doch die Druckfläche ist natürlich ungleich kleiner. Im Gegensatz zum Test von Markus Schröder konnte ich bei meinen Probanten keine große Streuung bei den Tastern bemerken, alles ließ sich gleichmäßig gut bedienen. Aber natürlich sind es keine High End-Bauteile.

Der Hersteller bietet optionale Gehäuse an, womit man etwas mehr Bedienkomfort hat, doch dafür muss man noch mal über die Hälfte des Pocket Operator-Preises hinblättern.
Eine kleine Klammer zum Umklappen dient dann noch als Stellstütze, wenn man den Pocket Operator auf den Tisch platziert.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    digital-synthologie  AHU

    Der Rythm klingt ganz gut. Vielleicht ist der Office als Percussion-Ergänzung für den Rythm gedacht, ähnlich dem 707-727-Gespann. Insgesamt kann ich aber mit dem Konzept nichts anfangen, dazu gibt es zu viele Einschränkungen beim Loslegen. Ein praktischere Kopplung mehrerer Geräte sowie Soundänderungen während des Spielens wären ein Schritt nach vorne. Es wird aber garantiert überall auf der Welt Menschen geben, die damit erstaunliche Musik machen werden.

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