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Test: Twisted Electrons Therapkid SID Synthesizer

18. September 2019

Commodore 64 Sound compact

Die 80er haben den Sound des C64 unsterblich gemacht. Nun erlebt dieser Kultsound seine Auferstehung im Synthesizer Therapkid von Twistes Electrons.

Geschichtliches zum C64-Sound

Die 80er und frühen 90er: die Hochzeit des Commodore 64. Eine ganze Generation wurde vom C64  geprägt und das hatte seine Folgen. Wir befinden uns zwar heute grafisch und soundtechnisch im Zeitalter des Hyperrealismus, in der jede noch so kleine Unebenheit im Gesicht und der Stimme wegretuschiert werden kann. Die Enthusiasten der C64 Szene hält das nicht auf: nach wie vor gibt es Spiele und eine ganze Szene von Musikern, welche Ästhetik und Sound am Leben erhalten.

Stichwort: Chiptune Musik. In den letzten Jahren waren sicher die Spiele Stardew Valley und Punch Club ein Höhepunkt der Retroästhetik, aber das nie aussterbende Minecraft darf natürlich nicht vergessen werden.

Schön ist, dass alle Spiele die neuen Betriebssysteme unterstützen. Mit der Sounderzeugung des C64 ist es schwieriger. Zwar besteht immer die Möglichkeit, einen C64 in das Studio zu stellen, aber diese Computer werden auch nicht mehr jünger und es ist anzunehmen, dass ihre Lebensdauer sich dem Ende zuneigt.

Die meisten Musiker haben es auf das Herzstück der C64 Klangerzeugung abgesehen. Der Sound wird mit dem SID-Chip erzeugt und dieser wurde benutzt, um Synthesizer zu entwickeln.

Der Startschuss der Firma Elektron war die SIDstation, welche einen echten SID Chip beherbergte. Im SID-Synthesizer von Mode Machines arbeitete schon eine Emulation, weil SID-Chips immer schwieriger aufzutreiben sind. Die SIDstation von Elektron ist mittlerweile ein gesuchtes Sammelarmstück, für das exorbitante Preise aufgerufen werden.

Ich selber besaß eine SIDstation und war vom Sound sehr angetan. Leider empfand ich die Verarbeitung als nicht wirklich gelungen, weswegen ich mich von ihr wieder zu einem exorbitanten Preis getrennt habe.

Auch Twisted Electrons schätzt den SID-Sound, denn schon seit Jahren befindet sich der TherapSID in ihrem Program, der mittlerweile in der Version MKII angekommen ist. Aber auch Twisted Electrons kann vor der Realität nicht haltmachen: Alle TherapSIDs werden ohne SID-Chip ausgeliefert. Der Käufer muss diesen selber besorgen, aber Twisted Electrons bietet an, den Sid-Chip zu prüfen und einzubauen.

Sid-Chips sind also rar und deshalb hat sich Twisted Electrons entschlossen, den Therapkid zu entwickeln, der auf dem  TherapSID basiert.

Ein kleiner Synthesizer, der den Sound des SID emuliert. So müssen wir nicht warten, bis endlich mal wieder die SID-Chips produziert werden. Twisted Electrons verspricht SID-Sound. Dann bin ich mal gespannt.

Für die Statistik und SID-Kenner

Therapkid orientiert sich am Sound des SID 6581, also der ersten Generation mit dessen verzerrten Filtern und weniger Resonanz, wie die spätere Version SID 8580.
Therapkid arbeitet mit 8 Bit Wavetables. Diese werden von einem 96 MHz, 32 Bit Prozessor verarbeitet und von einem 16 Bit DAC ausgegeben.

Der kleine und der große Bruder

Design und Verarbeitung des Therapkid

Therapkid wurde in einem 18,5 x 10 x 2 cm schwarzen Metallgehäuse verbaut. Allerdings besteht das Bedienfeld aus einer Art Kunststoff. Die Verarbeitung hinterlässt einen soliden Eindruck. Die Regler erinnern an die Korg Monotron Serie. Sie sind also sehr klein, aber verfügen über einen angenehmen Drehwiderstand. Trotz meiner großen Hände habe ich keine Probleme mit deren Bedienung.

Wenn die Knöpfe leuchten, sind sie aktiv und klicken, wenn sie gedrückt werden. Das Klickgeräusch ist je nach Position des Knopfes auf dem Gehäuse unterschiedlich.

Es wurde eine Aussparung in das Gehäuse gesägt, um einen Blick auf das Display zu ermöglichen. Andere Hersteller „stopfen“ dieses Loch mit einer transparenten Kunststoffscheibe. Ich befürchte, dass diese Öffnung ein Einfallstor für Staub und Schmutz in das Innere des Instrumentes sein könnte.

Das Display ohne Abdeckung.

Rückseitig findet man einen Mini-USB Anschluss, einen monophonen Miniklinken-Ausgang und einen Miniklinken-MIDI-Eingang. Dankenswerterweise hat Twisted Electrons dem Gerät eine MIDI-Peitsche beigelegt. MIDI und Stromversorgung funktionieren auch über USB.

Das Bedienfeld ist sehr übersichtlich gestaltet. Die unterschiedlichen Sektionen sind beschriftet und mit Kästchen voneinander getrennt. So finden sich auch Anfänger sehr gut mit dem Instrument zurecht und als Profi beschwert man sich sicherlich nicht über ein logisch gestaltetes Panel.

Die Oszillatoren

Rechteck, Sinus, Sägezahn, Dreieck, Rauschen. Was braucht es mehr um Frequenzen zu kochen?

Twisted Electrons Therapkid verfügt über zwei Stimmen, die keine Lo-Fi-Wünsche offen lassen. Sofort kommt ein Computerspiel Retro Feeling der 80er Jahre auf. Der SID-Charakter ist wirklich sehr gut getroffen. Es brummt, kracht, ächzt, rauscht und stöhnt unvergleichlich nach C64.

Bei herkömmlichen Synthesizern kann man nur eine Schwingungsform pro Oszillator aktivieren. Therapkid bietet die Möglichkeit, alle 4 Schwingungsformen pro Stimme gleichzeitig zu aktivieren. Dies bietet umfangreiche Möglichkeiten der Klanggestaltung.

Natürlich ist es bei einer solchen Funktion notwendig, das Mischungsverhältnis der Oszillatoren zu bestimmen. Dazu einfach die gewünschte Schwingungsform halten und mit dem Mix-Regler die Lautstärke verändern. So zaubert man sich ganz einfach hochinteressante Schwingungsformen, die weit über das hinausgehen, was man von einem 8 Bit Synthesizer kennt. Mit dem Mix-Regler bestimmt man auch das Lautstärkeverhältnis der beiden Oszillatoren.

Weil man bis zu 8 Schwingungsformen gleichzeitig aktivieren kann, lassen sich mit dem Mix-Regler höchst interessante Morphing-Effekte erzielen. So macht Synthese Spaß. Der Morphing-Effekt wird verstärkt, weil beide Oszillatoren sich zum Teil in der Schwingungsformauswahl unterscheiden. Dadurch wächst die Wahrscheinlichkeit, dass man in Oszillator 1 und 2 unterschiedliche Klänge erzeugt, die man dann mischen kann.

Wenn man eine Schwingungsform gedrückt hält, ist es möglich, sie mit dem Regler “tune“ zu verstimmen. So lassen sich natürlich ultrabreite Sounds und verrückte Klangexperimente generieren, die nur noch sehr wenig mit einem wohltemperierten Klavier zu tun haben. Aber wer erwartet schon von dem Therapkid Wohlklang? Hier geht es um C64 und da steckt Schmutz, Lärm und Rock ’n‘ Roll drin.

Weitere Funktionen der Oszillatoren

Beide Oszillatoren verfügen über einen Width-Regler, mit dem man die typische Pulsbreitenmodulation erzeugt. Oszillator 1 verfügt über einen Glide- und Tune-Regler, während man mit Oszillator 2 die Knöpfe „duo“ und „ring“ aktivieren kann. Die Funktionen Glide und Tune sind allgemein bekannt und deshalb wende ich mich gleich „duo“ und „ring“ zu.

Mit „duo“ wird der duophonic Modus aktiviert, mit dem es möglich ist, zwei Noten gleichzeitig zu spielen. Mit „ring“ lässt sich ein Ringmodulator aktivieren, damit lassen sich glockenartige Effekte erzeugen. Die Wirkung des Ringmodulators ist vom Mischungsverhältnis der beiden Stimmen abhängig. Das gefällt doch sehr.

Fassen wir zusammen, 8 Schwingungsformen, die einzeln in ihrer Lautstärke verändert werden können, die einzeln verstimmt werden können, die mit Ringmodulator moduliert werden können, Pulsbreitenmodulation, glide und es sind nur die Oszillatoren abgearbeitet. Üppig.

Amp-Sektion

ASR, ohne D leider.

In der Amp-Sektion stehen für beide Stimmen Attack, Sustain und Release zur Verfügung. Ich persönlich hätte mir eine vollwertige ADSR-Hüllkurve gewünscht, weil Sustain allein das Signal nur in seiner Lautstärke verändert. Mit Decay könnte man percussionsartige Sounds erzeugen. Ohne Decay muss man die Noten sehr kurz halten, dann sind auch Sounds mit kurzer Ausschwingzeit möglich.

Das Filter

Filter mit dem Mode-Knopf zur Auswahl der Filtertypen

Das Filter verfügt über zwei Regler, mit denen Cutoff und Resonance kontrolliert werden. Mit dem Knopf „mode“ wählt man die gewünschte Filterart aus, die im Display angezeigt werden. Es stehen Lowpass, Bandpass, Highpass, Notch und OFF zur Verfügung. Das Filter klingt schmutzig, dreckig, versifft und einfach ungewaschen. Das möchte ich bitte positiv verstehen.

Wenn man mit Lowpass alle Höhen filtert, hört man es rauschen, dass es eine Freude ist. Das Signal wird dadurch tiefergelegt und die Subbässe sind hart am arbeiten, um deinen Nachbarn das Leben zur Hölle zu machen.

Leider ist das Filter nicht so extrem, dass es mit voll aufgedrehter Resonance zwitschern oder Verzerrungen erzeugen würde, auch Selbstresonanz ist nicht möglich. Das ist auch nicht im Design des SID-Chips vorgesehen. Es knistert und knackt, als ob man eine gebrauchte Schallplatte abspielen würde. Das sind genau jene Sounds, welche man von einem C64 Synthesizer erwartet.

Da braucht es kein Roland TB-303 Filter oder ein Moog Ladder Filter. Wenn das Filter ausgeschaltet ist, kann man natürlich die typischen klassischen C64 Computerspiele-Sounds erzeugen.

Der Arpeggiator

Arpegiator mit Mode-Knopf zur Auswahl verschiedender Spielrichtungen.

Der Arpeggiator beherrscht Up, Down, Up/Down, Random und Off. Durch Drücken der „mode“-Taste werden die verschiedenen Modi im Display angezeigt.

Mit dem Range-Regler bestimmt man den Umfang des Arpeggiators, der bis zu 4 Oktaven reicht. Mit Rate stellt man die Geschwindigkeit ein. Das ist natürlich jetzt nicht alles sonderlich sensationell, aber ein Arpeggiator ist wirklich wichtig, wenn man die typischen Sequenzen der alten Games nachbauen möchte. Es ist deswegen gut, dass es nicht dem Zufall überlassen worden ist, ob der Besitzer eines Therapkid über einen Arpeggiator verfügt.

Spannend wird es, wenn die LFOs auf retrigger eingestellt sind, weil sich dann der Arpeggiator am LFO orientiert. Es sind dann diese typischen LFO Arpeggi möglich, die man aus den alten Computerspielen kennt. Zeit, sich den LFOs zu widmen.

Die LFOs

Therapkid verfügt über 2 LFOs mit den Schwingungsformen Rechteck, Dreieck, Sinus, Sägezahn und Noise. Beide LFOs verfügen jeweils über ein „rate“- und „depth“-Regler, mit dem die Frequenz und der Anteil des LFO auf das Signal bestimmt wird.

Therapkid verfügt über eine Art  Modulationsmatrix. Dazu dreht man den Regler, welcher vom LFO moduliert werden soll und drückt dann am LFO den Knopf mit der Kette. Wenn der Knopf weiß aufleuchtet, ist der gedrehte Regler mit dem LFO verbunden. Wenn man z. B. Cutoff zugewiesen hat und jetzt den Regler dreht, wird immer der Knopf im LFO aufleuchten. Einfacher geht wohl kaum noch.

Therapkid im Test. MIDI und Strom über USB.

Das hilft sehr einfach herauszufinden, welchen Regler man vom LFO modulieren lässt. Es lassen sich alle Regler außer Attack, Sustain und Release von den LFOs modulieren. Das sind immerhin 9 Modulationsziele. Super. Natürlich können die LFOs zur MIDI-Clock synchronisiert werden.

Weitere Funktionen

Um das Display sind kleine Taster verbaut, die auf den ersten Blick an Schweißpunkte erinnern. Mit diesen Tastern kann man bequem durch die Presets steppen und  50 Sounds speichern. Außerdem gibt es einen kleinen Taster, mit dem man das Gerät zurücksetzten kann.

Mit diesem Taster aktiviert man auch einen Zufallsgenerator, um einen neuen Sound zu erstellen. Sehr hilfreich, wenn es mit der Kreativität nicht so richtig klappen will.

Es lässt sich außerdem den MIDI-Channel einstellen, eine hilfreiche und sehr gute Funktion, denn in einem komplexen MIDI-Setup kann es notwendig sein, die MIDI-Kanäle zu bestimmen.

Fazit

Was für ein Dreckspatz. So sagt man über Kinder, wenn sie mal wieder keine Pfütze ausgelassen haben, mit Schlamm über und über bedeckt sind und Grasflecken auf den Kleidern zu finden sind, deren kein Waschmittel Herr zu werden scheint.

So klingt Therapkid, so richtig schmutzig und so muss das auch bei einem Synthesizer sein, der uns an längst vergessene C64 Tage erinnern möchte.

Besonders lustig wird es, wenn man eigentlich nicht mehr weiß, was eigentlich passiert. Jede Reglerbewegung führt zu Klangveränderung. Die Parameter können aber außer Kontrolle geraten, dass der Sound nur noch wenig mit dem zu tun hat, was man von einem herkömmlichen Synthesizer gewohnt ist.

Natürlich folgt die Schrauberei beim Therapkid keinem Zufall, aber ab einem gewissen Zeitpunkt, scheint alles zu kippen und die Schleusen unkontrolliert geöffnet zu sein, dass sich eine Noise- und Sound-Wand ergießt. Wann ist dieser Zeitpunkt? Das ist leider nicht so einfach definierbar und hängt sicher vom Zusammenspiel der Parameter ab. Es macht aber sehr viel Spaß.

Natürlich lassen sich die typischen C64 Sounds erzeugen, weil sich Therapkid an der Architektur des SID orientiert. Der wuchtige Sound kommt deshalb zustande, weil man pro Stimme eben nicht nur eine Schwingungsform aktivieren, sondern alle vier pro Oszillator donnern lassen kann. Da kann man aus den Boxen schon mal angebrüllt werden und von dem Therapkid lässt man sich gerne anbrüllen.

Bei einem monophonen Synthesizer denkt man natürlich sofort an bissige Bass-Sequenzen und die beherrscht Therapkid natürlich ohne Probleme. Die ganzen populären Genres der elektronischen Musik arbeiten mit diesen schmutzigen Bässen.

Wenn man endlich eine 303 oder einen Moog zu Hause hat, merkt man schnell, dass die nicht so klingen wie in der Lieblingsproduktion. Das liegt daran, dass die meisten Acts hinter die Kultgeräte noch Effekte hängen, um sie noch böser und gefährlicher und schmutziger klingen zu lassen.

Das alles kann Therapkid schon von Haus aus. Es ist nicht notwendig, noch ein Distortion-Pedal o.ä in den Soundweg einzuspeisen. Therapkid erzeugt diesen Sound sofort, er ist darauf angelegt, so zu klingen, dass er z. B. in Techno und Acid eine gute Figur macht.

Die Diskussion, ob Therapkid mit einem original SID mithalten kann, ist immer schwierig zu beantworten und diese Frage überlasse ich den Lesern und Spezialisten. Es wird immer jene geben, die auch diese Emulation schrecklichen finden werden und nur auf das Original schwören. Ich höre jedenfalls klar und deutlich C64 und SID-Chip.

Plus

  • SID-Sound
  • Sound
  • Ausstattung
  • einfache Bedienung
  • clevere Modulationsmatrix
  • Zufallsgenerator
  • alle Schwingungsformen pro Stimme gleichzeitig aktivierbar

Preis

  • 299 ,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    lightman  AHU

    Hm. Mein Commie mit MSSIAH-Interface ist mir da ehrlich gesagt lieber. Der SID KANN kaputt klingen, muß aber nicht, diese Seite vermisse ich in den Soundbeispielen. Von der Klangformung her sind mit dem Synth sicher tolle Sachen möglich, als Commie in der Kiste würde ich sie aber nicht bezeichnen wollen, klingt eher wie ein AY-3-8912 aus einem späteren Spectrum.

    • Profilbild
      Sven Rosswog  RED

      Hallo lightman,

      Da sind doch ganz normale Sägezahnbässe und nicht sonderliche experimentelle Sounds dabei. Na, ist halt vielleicht immer so was man unter den Adjektiven versteht. Die sollten nur Ausdrücken, dass der Sound nicht so sauber ist, wie anderes was auf dem markt ist, ist halt 8-bit. Und nicht highend klang.

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        lightman  AHU

        Ja, der SID klingt im Vergleich zu normalen Synths dreckiger, er kann aber auch geradezu diamanten, seidig und agil klingen, das war seinerzeit ja der Clou an dem Chip und hat zu Computermusik geführt, die in ihren Tagen ihresgleichen suchte. Als alter 64er-Kämpfer habe ich da einen Grundschnarr im Ohr, den ein neuer Chipsynth treffen sollte, wenn er sich mit dem SID einläßt, den höre ich hier nur bedingt. Das hat weniger mit dem Arrangement deiner Soundbeispiele zu tun, sondern mit dem Klang an sich. Ein paar Commie-typische superschnelle Arpeggios hätteste aber schon machen können. :)

        Das sagt natürlich nichts über die musikalische Tauglichkeit des Geräts aus, bin mir sicher, daß man damit super Sachen machen kann, vor allem in Tateinheit mit nachgeschalteten Filtern und FX-Boxen, würde ich gerne mal ausprobieren.

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    utopia3000  

    Hat hier noch jemand Probleme mit der unteren Darstellung der Seite? Bei mir ist der linke Rand komplett verruckt und in die mitte geglitcht.

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    Dave the Butcher  AHU

    Ich brauch eigentlich schon noch einen Chiptuner, und das ding gefällt nicht schlecht! Welche Alternativen gibts eigentlich noch im Bereich Chiptune? Gibts auch Erfahrungen?

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      SynthUndMetal  

      Twisted Electrons hat noch AY3 und hapiNES L. TE hat PO-22 Arcade und PO-28 robot.

      Interessant ist auch der Kasser DAFM mit einem YM2612 Soundchip (bekannt von der Sega Mega Spielkonsole) und coolem 4 Displays 2 Buttons zum Programmieren und der Mega MIDI 5 von Adain Lawrence, ebenfalls mit YM2612 Soundchip. Der Mega MIDI kann allerdings nur die Sounds aus den Sega Mega Spielen einlesen und eine Bestenliste abspeichern, eine Klangprogrammierung scheint da nicht möglich zu sein.

      Gebraucht gibt es zum SID Sound noch Elektron SID und Mode Machine SID.

      Erwähnt sei auch noch die einzige mir bekannte Chiptune Drummachine DCM8. Eine kuriose Eintagsfliege von VXXY.

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    Sven Rosswog  RED

    Hallo David,

    Twisted Electrons hat noch den HapiNES, der auf der Klangerzeugung des NES basiert. Es gibt ihn in 2 Versionen. Für Nanoloop brauchst ein Gameboy, aber der Entwickler hat auch eine Hardware alternative auf Kickstarter…. Oder du besorgst dir einen SID Chip und lässt ihn von Twisted Electrons in den TherapSid einbauen.

    viele Grüße

    Sven

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    t.goldschmitz  RED

    Hi, Danke für den Bericht.

    Aber solange er das…
     
    https://youtu.be/6VYP5pLBnZ8?t=212
     
    …nicht kann, bin ich nicht beeindruckt.
     
    Und ich finde, das klingt gerade mal so nach SID. Vor allem nur 2 Stimmen… unverständlich. Der echte konnte außerdem noch AM und war zudem ein 12Bit NCO (aus den technischern Dokumenten), deswegen können die Schwingunsformen eben auch richtig sauber klingen. OK, im Bsp oben ist der Filter auf Sättigung, da knarzt es ordentlich. Vlt. mal zum Anfang des obigen Bsps gehen…
     
    Preis geht aber in Ordnung finde ich und für sich genommen ist die Kiste schon gut.
     
    @Lightman:

    https://www.mssiah.com/index.php
     
    Ja der Messias kann mal was! Mit 2SID Option?

    • Profilbild
      Numitron  AHU

      Yeah, wizball!
      Einer meiner favoriten der spielesoundtracks.
      Aber mir scheint da fehlt eine nummer im video.
      Grad die war super.
      Wer es noch nicht weiss, unter https://hvsc.c64.org/ kann man sich über 50.000 files in einer tollen collection downloaden.

      Hab den mk1 therapsid und hatte auch den mssiah.
      Ich würde auch eher ein gerät mit dem echten sidchip empfehlen.
      Die preisgestaltung von twisted electrons verstehe ich nicht ganz.
      Der hapines l kostet die hälfte vom therapsid mk2 ohne sidchip.
      Nur wegen dem metallgehäuse der doppelte preis?

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        t.goldschmitz  RED

        Ich meine alle wären da, hab gerade noch mal in der HVSC geschaut. Da sind 5 Tracks und 4 SoundFX.
         
        https://hvsc.c64.org/
         
        Die HVSC = High Voltage Sid Collection ca. 65MB sollte man als Chiptune-Afficionado definitv auf dem Rechner haben. Zum Abspielen benötigt man SIDplay2:
         
        https://www.gsldata.se/c64/spw/
         
        Gibt es auch für den Mac:
         
        http://www.....dplay/mac/
         
        Hierbei handelt es sich aber nur um Emulatoren. Jedenfalls kommen die schon ganz gut an das Original heran. Aber gerade noch mal auf der HardSID (ISA) gehört, da ist echt Maggie (+ Sahne) drin!
         
        https://en.wikipedia.org/wiki/HardSID

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          Numitron  AHU

          Ja, in der hvsc sind alle.
          In dem geposteten Video von YouTube ist mir eine Nummer abgegangen.
          Der Anfang des Songs wurde übrigens von Konsole bei der Nummer 14 Zero Zero gesampelt.

    • Profilbild
      lightman  AHU

      Ich hab das Cartridge an meinem Commie mit nur einem SID, das genügt mir. Der Sequenzer und die Synthoberfläche des MSSIAH sind super, komme damit gut zurecht.

      Wenn jemand einen netten Arcade-/Chiptune-Flavour braucht, ist meine Empfehlung der Teenage Engineering PO-20 Arcade. Sehr guter Klang, viele Möglichkeiten und günstig.

      Bei dem hier vorgestellten Gerät finde ich den Klang nicht überzeugend.

    • Profilbild
      Sven Rosswog  RED

      Ja t.goldschmitz,

      Das ist halt die Frage, wie nah am orginal muss es sein. Ich habe den sound mit meinen sid aufnahmen verglichen und finde schon, dass das passt. Mir kam es vorallem drauf an, dass der Charakter getroffen ist.

      Eine Emulation ist halt ne Emulation und ein Sid ein Sid.

      Viele grüsse

  6. Profilbild
    Emmbot  AHU

    Hab noch 2 SIDs rumliegen ein 6581 uns ein 8580 auf zwei Boards. Für n http://www.ucapps.de/ MIDIbox SID V2. Noch nicht dazu gekommen.

    Nen kompletten C64 hab ich auch noch und über MSSIAH habe ich nur gelesen bis jetzt auch nicht verfolgt.

    Ich finde die Soundbeispiele gut. Der Preis der Kiste ist auch fair. Tolles Teil.

  7. Profilbild
    swissdoc  RED

    Klingt leider nur wie ein Kid und nie wie ein SID. Abgesehen davon ein nettes, kleines Gerät. Ein C64 mit SID war mein erster Synth, was habe ich das herumgepoked, um Sounds zu basteln und Synthese zu verstehen.
     
    Hier ein Video mit der Musik zu Uridium von Andrew Braybrook. Coole Grafik und sehr coole Musik.
    https://www.youtube.com/watch?v=Ooby_M9XwUY

    So muss ein SID klingen. Oder wie Shades von Chris Hülsbeck:
    https://www.youtube.com/watch?v=L7_RAJQ02eA
     
    Noise klingt anders, die Oszillatoren ebenso und vom komplett anderen Zerrverhalten des Filters erst gar nicht zu reden.

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