Test: Vermona Mono Lancet & Modular Dock

Modular Dock

Ich weiß nicht, ob es sich im Text bislang schon angedeutet hat, aber für einige Funktionen bietet sich eine Erweiterung des Mono Lancets durchaus an. Als ob Vermona meine Gedanken gehört hätte, ist nun eine Erweiterung erhältlich. Diese ist als Modul im Eurorack-Format ausgeführt. Sie wird also in ein Modularsystem mit Doepfer A100-kompatiblem Bus eingebaut und stellt dann 13 Ein- und Ausgänge für Audio- und analoge Steuersignale bereit. Der Mono Lancet wird somit quasi zum halbmodularen Synthesizer. Verbunden wird die Erweiterung mit dem ca. 2m langen mitgelieferten Sub-D-Kabel, man kann den Lancet also durchaus in einiger Entfernung betreiben. Da das Kabel einen relativ großen Stecker hat und etwas steif ist, platziert man das Modul ab besten unten links im Modulrahmen, da das Kabel dort am wenigsten stört.

Anbindung des Lancets über Sub-D an das Modular Dock

Anbindung des Lancets über Sub-D an das Modular Dock

Zunächst einmal bietet die Modular Dock-Erweiterung CV/Gate-Ein- und Ausgänge. Darüber lässt sich zum einen der Mono Lancet mit einem Analogsequenzer ansteuern, zum anderen wird der MIDI-Eingang in CV/Gate-Signale umgewandelt und kann somit zur Ansteuerung von Oszillatoren und Hüllkurven im Modularsystem genutzt werden. Leider hat man nicht daran gedacht, CV/Gate vom MIDI-In über das Dock an dem Systembus zu leiten, um sich so die entsprechenden Patchkabel zu sparen. Besonders bei der Ansteuerung von mehreren VCOs oder Hüllkurven wäre dies überaus praktisch und würde ein Multiples sparen.

Die beiden Lancet-Oszillatoren können darüber hinaus noch individuell mit externen CV-Signalen moduliert werden, etwa für zwei separate Vibratos oder unterschiedlichen Tonhöhen mit zwei Reihen eines Analogsequenzers. Natürlich ist auch FM um Crossmodulation hierüber möglich, doch sind die Oszillatoren dafür ohne Sinuswellenform nur bedingt geeignet.

Ebenso lassen sich die Pulsbreiten beider VCOs unabhängig voneinander und mit dosierbarer Intensität modulieren. Einfach zwei LFOs (oder ein Dual-LFO) angeschlossen, und schon lässt sich ein wirklich satter Sound erzeugen. Nimmt man die Modulation wieder raus, wirkt der Klang im A/B-Vergleich ziemlich steril, obwohl er das im Grunde genommen nicht ist. Aber mit PWM klingt es einfach um einiges fetter.

Über das Modular Dock kann nicht nur die Filter-Cutoff via CV moduliert werden, es steht auch ein Audioeingang zur Verfügung. Um den Mono Lancet für externes Audio zu nutzen, können dafür die Oszillatoren abgeschaltet werden. Genau genommen werden sie nicht deaktiviert, sondern nur der Audioweg aufgetrennt. Dann hat das externe Audiomaterial freie Bahn und kann mit dem Lancet-Filter und -VCA bearbeitet werden. Je nach Art des Audios kann man passend dazu die Hüllkurve über den Gate-Eingang triggern oder den VCA auf ON stellen.

Klangbeispiele
Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Hi,
    hab einen kleinen Fehler gefunden.
    Vermona kommt aus Klingenthal und das liegt in Sachsen.

    • Profilbild
      der jim  RED

      Hi, hab auch grade einen Fehler entdeckt. Vermona sitzt in Erlbach ;-) Das liegt aber in der Tat in Sachsen (Vogtland), zu Thüringen ist es aber nicht weit, deshalb wohl meine kleine geographische Dislokation. Danke für den Hinweis!

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