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Test: Waves Platinum Native Bundle Teil 1

Renaissance Channel
Auch aus der Renaissance-Serie gibt es einen Channel-Strip. Dieser basiert auf dem Renaissance Compressor, dem Renaissance Equalizer und Renaissance VOX.

Renaissance Channel

Renaissance Channel

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Daraus folgt, dass hier Anleihen an andere Plug-ins der Serie zu erkennen sind. Der Equalizer ist im Prinzip ein Renaissance Equalizer mit vier Bändern. Als Filtertypen stehen recht steilflankige Hoch- und Tiefpass-Filter sowie Glocken- und Shelfing-EQs zur Verfügung.  Die Hoch- und Tiefpass-Filter sind dritter Ordnung (18dB/Oktave). Die Flankensteilheit lässt sich bequem mittels Q-Faktor anpassen. Ein Q-Faktor von 1.0 entspricht exakt 18dB/Oktave. Die Shelfing-Filter stehen in zwei Varianten zur Verfügung: „Resonant Shelf“ und „Analog Shelf“. Q-Werte über 0,8 generieren eine leichte Resonanz („Überhöhung“). Beim Analog Shelf ist diese von vorn herein stärker ausgeprägt.
Die Dynamikeinheit ist etwas üppiger bestückt als das Pedant „Audio Track“. Auch hier stehen wieder Gate und Kompressor bereit. Allerdings wird hier ein Sidechain geboten, sogar getrennt für Gate und Compressor! Das vergrößert die Möglichkeiten erheblich. Die Parameter Threshold, Ratio, Attack, Release sowie ARC stehen für den Kompressor zur Verfügung. Einzig die Optionen Electro/Opto und Warm/Smooth aus dem „großen“ Renaissance Compressor „fehlen“ hier. Das Gate (bzw. Expander) ist noch ein wenig spartanischer gehalten als beim Audio Track. Nur drei Parameter können hier eingestellt werden: Threshold, Floor, Release. Das wäre mir definitv zu wenig für den Regelbetrieb.
Bemerkenswert ist, dass man den Equalizer vor (default) und NACH den Compressor schalten kann. Mit „Rotation“ stellt der Renaissance Compressor auch einen Pan-Regler zur Verfügung. Für mich eine Art (wenn auch unerhebliche) Ressourcen-Verschwendung.

Die Oberfläche des Renaissance Channel ist eine optische „Katastrophe“. Viele Parameter und relativ viele Farben auf engstem Raum, hier wurde der Audio Track noch übertroffen. Der Klang ist, wie zu erwarten, vergleichbar mit dem Renaissance Compressor und dem Renaissance Equalizer und somit nicht zu beanstanden. Nutzen würde ich solche „Kompaktlösungen“ eher trotzdem nicht. Allerdings ist der Renaissance Channel für mich praxistauglicher als der Audio Track, wenn man mal von dem Gate absieht, das ist aufgrund der geringen Möglichkeiten für mich fast komplett uninteressant. Obwohl: Um Rauschen, leises Atmen und Rascheln (Kleidung zum Beispiel) von Vocal-Spuren zu eliminieren reicht es, dafür ist es anscheinend auch konzipiert.

 

Renaissance Axx
Der Renaissance Axx ist ein „Instrumenten-Kompressor“

Renaissance Axx

Renaissance Axx

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An Parametern stehen Threshold, Attack und Gain bereit. Die Existenz dieses Tools überfordert mich ein wenig. Warum? Ich verstehe den Sinn, warum es im Bundle ist nicht so ganz. Bei Renaissance Axx handelt es sich um einen abgespeckten Renaissance Compressor. Klanglich spielt dieses Plug-in also in der gleichen Liga

 

Renaissance Vox
Der Renaissance Vox fungiert als Vocal-Kompressor (mit Gate). Dieses Tool ist durchaus vergleichbar mit dem Renaissance Axx.

Renaissance Vox

Renaissance Vox

Das Interface ist stark vereinfacht. Das Gate bietet nur ein „Energy“-Meter mit Threshold-Parameter, der Kompressor bietet nur einen „Compress“-Wert (ähnlich einem Pedant von SPL) und ein Gain-Reduction-Meter. Um den Pegelanstieg auszugleichen, ist ein Gain-Regler vorgesehen.
Um ehrlich zu sein, sehe ich hier die gleichen Kritikpunkte wie beim Axx. Sicher klingt das Plug-in gut, bietet aber für meine Begriffe zu wenig Möglichkeiten der Einflussnahme. Da erschienen mir Lösungen wie „Charakter“ (leider nur als Powercore-Version verfügbar) zielführender.

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Preis

  • ca 1.700 Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    derbert1

    Super Test, auch wenn die Audiobeispiele nicht so 100% sind. Endlich mal nicht diese hochjubeln, sondern durchaus kritisch.

    Waves ist ja vielgelobt und sicher auch gut, aber ich bin mit vielen PlugIns nie so richtig klargekommen. Ich persönlich würde auf jeden Fall die Sonox PlugIns bevorzugen oder auch Sonalksis, wenn man sich in dieser Preisrange bewegt.

  2. Profilbild
    Florian Scholz  RED

    Hi derbert1,

    danke für die Blumen :-) Und: Du hast mein persönliches Fazit wirklich gut auf den Punkt gebracht, freut mich, dass es so gut ‚rüberkommt.

    Gruß

    Florian

  3. Profilbild
    daPow

    Hi,
    prima Test. Wenn ich daran denke, wie lange ich über das passende Bundle recherchiert habe – und irgendwie doch nicht so recht überzeugt war, über das, was ich so in Erfahrung bringen konnte. Mein Fazit nach dieser Zeit war: Waves wird überbewertet. Dein Test bestätigt mich zu 100%! Die Bundle-Politik von Waves und das Preis/Leistungs-Verhältnis sind zweifelhaft. Bisher bin ich mit den Bordmitteln von Cubase und ProTools LE ganz gut zurecht gekommen… man muss diese Tools nur mit Verstand und Ohren nutzen. Wenn mal eine Produktion ansteht, die mehr verlangt checke ich auf alle Fälle Sonox an.
    Ach ja – ich habe ein Fazit vermisst! Ich finde, das gehört zu einem Testbericht einfach dazu.

    Gruß,
    Christoph

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