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Test: Yamaha PSR-A5000, Entertainer-Keyboard

14. Juli 2021

Sehr guter Entertainer mit speziellem Fokus

yamaha psr a5000 test

Yamaha PSR-A5000, Entertainer Keyboard

Entertainer Keyboards haben bei Yamaha eine lange Tradition. Egal ob Einsteiger, Mittel- oder Oberklasse-Modell, Yamaha hat für jedes Budget das passende Keyboard im Angebot. Neben dem aktuellen Flaggschiff Genos und den beiden Keyboards SX700- und SX900 hat Yamaha nun auch wieder ein Keyboard auf den Markt gebracht, das einen Fokus auf die orientalischen Musikstile bietet. Dies ist bei den Japanern nicht neu, denn schon im Jahr 2002 erschien erstmals solch ein Oriental-Keyboard, das PSR-A1000. 19 Jahre sind seitdem ins Land gezogen. Eine lange Zeit, in der sich die Technik – und natürlich auch die Musik an sich – maßgeblich verändert hat. Ob und welchen Beitrag das Yamaha PSR-A5000 dazu leisten kann, erfahrt ihr im folgenden Test.

Wie ist das Yamaha PSR-A5000 aufgebaut?

Optisch und auch hinsichtlich der Maße ähnelt das PSR-A5000 seinem Bruder SX900. Da liegt die Vermutung nahe, dass beide sogar im (fast) identischen Gehäuse stecken, auch wenn das A5000 ein paar mehr Bedienelemente bietet. Die Maße belaufen sich (identisch zum SX900) auf 101,7 x 43,1 x 13,9 cm, das Gewicht liegt bei 11,5 kg. Damit ist das Oriental Keyboard von Yamaha gut zu handhaben und ermöglicht einen problemlosen und rückenschonenden Transport zur Probe bzw. zum Auftritt.

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Yamaha PSR-A5000 test entertainer keyboard

Das Keyboard ist mit einer 61er-Tastatur ausgestattet. Die Tasten sind Entertainer-typisch leicht gewichtet und anschlagsdynamisch, Aftertouch bieten sie nicht. Nicht nur diejenigen, die schon einmal eine der aktuellen Yamaha Keyboard-Tastaturen gespielt haben, werden mit diesen Tasten gut zurechtkommen. Die Gewichtung könnte für meinen Geschmack ruhig etwas härter ausfallen, so benötigt man doch recht wenig Kraft, um die Tasten herunterzudrücken. Das gute Spielgefühl stellt sich jedoch sehr schnell ein. Insgesamt ist die Tastatur, wie auch das gesamte Keyboard an sich, sehr gut verarbeitet. Hier gibt es keinen Anlass zur Kritik.

Zentraler Blickpunkt ist das 7-Zoll-Touchdisplay, das eine angenehme und intuitive Bedienung ermöglicht. Das Display ist groß genug, um eine Vielzahl von Informationen darzustellen und die einzelnen Touch-Felder sind ausreichend groß dimensioniert, so dass man auch im hektischen Live-Alltag alles zielsicher erreicht und steuern kann.

Yamaha PSR-A5000 test entertainer keyboard

Trotz des Touch-Displays hat Yamaha sowohl seitlich des Displays als auch im Bereich zwischen Bedienfeld und Tastatur eine Vielzahl von Bedienelementen untergebracht: Rechts befindet sich die Sound-Sektion samt den Effekten und der Part-Steuerung, links des Displays hat Yamaha den Song- und Style-Bereich positioniert.

Zwischen Display und Tastatur findet man die Steuerungstasten für die Styles, die Registrierungen, One-Touch-Settings und Multi-Pad-Control sowie ganz links – zusammen mit dem Pitchbend-/Modulationsjoystick untergebracht – die Einstellungstasten für Skalen. Bei diesem Keyboard mit Fokus auf orientalischer Musik natürlich extrem wichtig.

Welche Anschlüsse und Lautsprecher bietet das Entertainer-Keyboard?

Auch bei den Anschlüssen zeigt sich das PSR-A5000 als identischer Bruder zum PSR-SX900. Bei den Audioausgängen setzt Yamaha auf ein 6,3 mm Klinkepärchen, zusätzlich stehen als Sub-Ausgang zwei weitere Klinkebuchsen zur Verfügung. Bei den Eingängen stehen eine Mono-Klinkenbuchse (Mic/Guitar kann umgeschaltet werden) mit regelbarem Gain und ein 3,5 mm Stereoeingang (AUX IN) zur Auswahl. Zwei Pedale lassen sich am A5000 betreiben und es bietet die Möglichkeit, MIDI-Signale zu senden und zu empfangen. Und das sowohl über den USB-Port als auch über zwei MIDI-DIN-Buchsen (IN, OUT). Zu guter Letzt befindet sich auf der Rückseite die Buchse für das externe Netzteil sowie zwei weitere USB-Ports für die Einbindung von USB-Speichermedien. Den Kopfhörerausgang hat Yamaha auf der Vorderseite platziert. Schade ist, dass das PSR-A5000 ohne Bluetooth-Schnittstelle auskommen muss, das hätte dem Keyboard gut zu Gesicht gestanden.

Yamaha PSR-A5000 test entertainer keyboard

Für Erweiterungen bietet das Keyboard 1 GB Speicherplatz. Dieser kann über Yamahas Voice & Styles Expansion Manager mit extra Preset-Sounds und Rhythmen belegt werden. Mehr Informationen dazu findet ihr hier.

Das Lautsprechersystem mit 2x 15 Watt Leistung sorgt für einen sehr runden und druckvollen Sound. Vor einigen Jahren (bzw. auch heute noch bei einigen Einsteigermodellen) fehlte es den Entertainer-Keyboards oftmals an einem guten Bassfundament. Das hat sich glücklicherweise weitestgehend geändert, so dass die heutigen Keyboards auch ohne externe Beschallungsanlage einen guten und druckvollen Bass bieten. Der Klang des PSR-A5000 ist sehr stimmig und rund, hier gibt es nichts zu kritisieren.

Yamaha PSR-A5000 test entertainer keyboard

Der Sound des Yamaha PSR-A5000

Das PSR-A5000 bietet insgesamt 1.161 Voices. Hinzu kommen noch 480 XG Voices und 86 Drum/SFX-Kits – das ist eine ganze Menge an Klangvorrat. Yamaha hat für das A5000 etliche neuen Instrumente gesampelt und aufbereitet, so dass Besitzer des Vorgängers PSR-A3000 durchaus einen genauen Blick auf die neuen Sounds werfen sollten.

Schön ist, dass Yamaha eine Vielzahl der neuen Preset-Klänge in Form der „Super Articulation“-Voices einsetzt. Hierbei handelt es sich um Sounds, die instrumentenspezifische Spielweisen bieten, die auf Knopfdruck zum Einsatz kommen können. Slides, Triller oder Tremolo lassen sich hiermit gekonnt in das eigene Spiel einbinden.

Yamaha PSR-A5000 test entertainer keyboard

Neben den ethnischen Instrumenten bietet das PSR-A5000 aber auch die klassischen Preset-Sounds der westlichen Musik, so dass man mit dem PSR-A5000 eine sehr gute Kombination unterschiedlichster Instrumente und Musikstile unter den Fingern hat. Wählt man dazu die passenden One-Touch-Settings (OTS) an, erhält man so gleich das komplette Paket aus Voices, Styles und Effekten und kann direkt loslegen. Pro Style liegen vier dieser OTS vor, es lassen sich aber auch eigene erstellen und speichern.

In 257 Bänke à 4 Pads hat Yamaha die Multi-Pads organisiert. Über diese lassen sich MIDI- oder Audio-Sequenzen und Samples abfeuern. Das können sowohl einzelne Effekt-Sounds oder komplette (Audio-) Einspieler sein.

Eine weitere Neuerung ist das individuelle Crossfade-Portamento. Dabei lässt sich nun sehr detailliert einstellen, wie das Keyboard auf unterschiedliche Anschlagsstärken und die Spielgeschwindigkeit reagieren soll.

Yamaha PSR-A5000 test entertainer keyboard

In der folgenden Playlist könnt ihr euch einige der aktuellen Sounds anhören:

Hinsichtlich der Effekte bietet das PSR-A5000 acht Insert-Slots. Hier lässt sich aus 322 Presets (plus 30 User-Speicher) wählen. Doch das ist noch nicht alles, denn Yamaha führt die Reverb- und Chorus-Effekte separat, d. h. es kommen weitere  59 Hall- und 106 Chorus-Effekte oben drauf, beide jeweils mit zusätzlichen 30 User-Presets.

Bis zu 28 Parts können mit eigenen Equalizern bestückt werden. Der Gesamtsound lässt sich zu guter Letzt mit einem Master-Kompressor sowie einem Master-Equalizer finalisieren.

Für den rückseitigen Mikrofon-/Gitarren-Eingang bietet das Yamaha PSR-A5000 ein separates Noise-Gate, einen Kompressor und einen 3-Band-Equalizer.

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Die Qualität der Effekte ist insgesamt sehr hoch. Nicht nur die Auswahl ist riesig, sondern die vielfältigen Effekte lassen sich sowohl zu Hause als auch auf der Bühne gekonnt einsetzen, sehr schön.

Yamaha PSR-A5000 test entertainer keyboard

Welche Styles bietet das Oriental Keyboard PSR-A5000?

Satte 454 Begleitrhythmen, davon 260 Oriental-Styles, bietet das Yamaha PSR-A5000 und ist damit extrem breit aufgestellt. Das klangliche Spektrum zieht sich über alle erdenklichen musikalischen Stile des Orients und Asien. Aber auch einige westliche Begleitrhythmen sind an Bord. Sollte weiterer Bedarf bestehen, lassen sich mit Hilfe der Software „Audio Phraser“ Styles komplett eigenständig und von Null an erstellen und arrangieren.

Insgesamt ist die Klangqualität der Styles sehr hoch. Die Rhythmen sind abwechslungsreich und authentisch arrangiert. Als schönes Extra lassen sich mit Hilfe des „Chord Loopers“ bestimmte Akkordprogressionen festlegen und in der Dauerschleife abspielen. Ideal, um einen Breakdown-Part samt Publikum zu starten und der je nach Stimmung mal kürzer, mal länger gespielt werden kann. Da das Yamaha aber bis zu acht Akkordfolgen speichern kann (zusammen mit einer Registrierung), lassen sich theoretisch auch komplette Songs vorbereiten und bei Bedarf triggern.

Ähnlich arbeiten auch die DJ-Styles des PSR-A5000, nur dass die hier genutzten Akkordprogressionen nicht verändert werden können. Schade, denn so lassen sich diese nur halb so gut nutzen. Da lässt Yamaha leider ein paar Punkte in der Gesamtwertung liegen.

Hier zwei Videos, die das PSR-A5000 in Aktion zeigen:

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Sequencer des Yamaha PSR-A5000

Der in den zwei Betriebsmodi „Quick Recording“ (Audio, MIDI) und „Multi-Recording“ (MIDI-Mehrspuraufnahme) arbeitende Sequencer und Recorder des Yamaha PSR-A5000 ist einfach aufgebaut und lässt sich sehr intuitiv bedienen. Sowohl Audio als auch MIDI kann hier parallel laufen, dem Audio-Player stehen sogar gut funktionierende Tools wie Vocal Cancel, Timestretch oder Pitch Shift zur Verfügung, super.

Yamaha PSR-A5000 test entertainer keyboard

Wie für ein Entertainer-Keyboard üblich, lassen sich Noten und Texte mit Songs verknüpfen und speichern, so dass man nach Aufruf der passenden Registrierung alles sofort zusammen hat. Dazu lassen sich diese in einer Art Playlist für einen Auftritt vorab sortieren.

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Fazit

Mit dem PSR-A5000 bringt Yamaha ein sehr gutes Entertainer Keyboard mit Fokus auf orientalischen Sounds auf den Markt. Das Bedienkonzept geht hierbei voll und ganz auf, so dass sich sowohl Einsteiger als auch gestandene Profi-Musiker sofort zurechtfinden.

Sound- und Style-technisch bekommt man beim PSR-A5000 einiges geboten, dazu in einer tollen Qualität. Auch die Effekte sowie die zusätzlichen Funktionen wie One-Touch-Settings, Multi-Pads oder der integrierte Audio- und MIDI-Sequencer brauchen sich nicht zu verstecken.

Alles in allem ein sehr gutes Entertainer-Keyboard.

Plus

  • vielfältige Sounds und Styles
  • Bedienkonzept
  • Effekte
  • Recorder

Minus

  • starre, festgelegte DJ-Styles
  • externes Netzteil

Preis

  • 1.990,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    SynergyMan  AHU

    Vielen Dank für den guten Test von diesem hochinteressanten Teil. Speziell dieses Wave Cycling, gerade bei Oud Klängen fand ich sehr eindrucksvoll. Das Ding hat aber auch Mehrspur Recording Funktionen, das wäre im Detail auch interessant gewesen.

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