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Video-Interview: Dietrich Brüggeman, Filmkomponist, Regisseur, Autor

Filmkomponist, Regisseur, Autor und mega-sympathisch

31. Dezember 2022

Wie ist es möglich, Filmkomponist, Drehbuchautor und Regisseur zu sein? In einer Person?

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Clint Eastwood hat es vorgemacht (der war zudem auch noch Schauspieler!), aber Dietrich Brüggemann schafft das auch. Und das beeindruckend gut.

Im Sommer durfte ich ein Video-Interview mit Dietrich Brüggemann machen.

Aufmerksam wurde ich auf seine Musik, als ich zum ersten Mal den Wiesbadener Tatort „Murot und das Murmeltier“ gesehen habe. Sie war so speziell, ungewöhnlich und gleichzeitig wunderschön und seitdem verfolgte ich nicht nur mehr seine filmische Arbeit, sondern hatte meinen Blick auch auf seine Musik fokussiert.

Es war ein heißer Sommertag und wir trafen uns am Eingang eines Hinterhofs in Alt-Treptow. Ein Gitter fuhr hoch und schon landeten wir im zweiten Hinterhof, der zum Arbeitsraum von Brüggemann führte. Das Ambiente dort hatte einen sehr „Berliner“ Flair, unkompliziert, kreativ und freigeistig, der mich sofort begeisterte.

Im Arbeitsraum gab es nicht viel, ein paar Computer, Festplatten, sehr viele Pflanzen, eine Couch, einen Tisch mit einem Globus und eben den Synthesizer, den ihr auch im Video sehen werdet.

Brüggemann ist einfach ein Hans Dampf auf allen Gassen, wenn ich so will – oder auch ein absolutes Genie – filmisch in Deutschland ganz weit vorn, musikalisch auch in vielen Ebenen – ob Indierock, Klassik, Electro oder Mischformen. Auch Drehbücher schreibt Dietrich Brüggemann selbst – und auch zuletzt einen ersten Roman – „Materialermüdung“.

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Da man aber so viele Themen überhaupt nicht unterbringen kann und auf unsere schöne AMAZONA-de Plattform nicht will, soll es in diesem Interview NUR um sein musikalisches Schaffen gehen. Das ist super spannend. Aber seht selbst!

Ich habe Dietrich Brüggemann gefragt, wie das denn so kommen konnte, dass er sich so ein breites musikalisches Spektrum herausgesucht hat und was jedes einzelne davon ausmacht. Auch die Art, wie er die Musik filmisch verwendet ist sehr interessant.

Folgende Überthemen erwarten auch im Interview:

  1. Herzlich willkommen Dietrich Brüggemann/Intro
  2. Die musikalische Laufbahn: Klassik, Indierock, Electro und andere Musikprojekte Filmkomposition
  3. Filmkunst als Gesamtkunstwerk
  4. Indierockband „Theodor Shitstorm“
  5. Elektro-Soloprojekt, Synthesizer und Software, die Superbooth als Klassentreffen
  6. Was macht die elektronische Musik so aus im Gegensatz zu anderen Stilistiken?
  7. Ein Boot auf der Bühne, Operngesang und „Europäischer Filmpreis“-Verleihung  – ein musikalisches Erlebnis
  8. Musikalische Inspirationen
  9. Wie geht es weiter? Zwischen Musik, Film, und dem ersten eigenen erster Roman

Hier ein Lied, das ich von seiner Band Theodor Shitstorm besonders mag:

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Für weitere Lieder empfehle ich euch, mal bei Spotify oder anderen Plattformen reinzuhören.
Außerdem gibt es noch einige Film-Soundtracks zu hören, zum Beispiel von „Nö“ – auch auf Spotify.
Sein neues Buch „Materialermüdung“ findet ihr hier.
Und wenn ihr einen Film von Brüggemann sehen möchtet und euch selbst ein Bild von diesem Gesamtkunstwerk machen wollt, schaut euch um, man kann viele von ihnen online schauen.

Nun wünsche ich euch viel Spaß mit meinem Interview!

Eure Katrin

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Forum
  1. Profilbild
    Konprog

    Sorry, ich finde ihn mega-unsympathisch.

    Seit seiner schrägen Q-Denker-Nummer ist er bei mir völlig unten durch. Wie kann man sich nur in so einen Fanatismus reinsteigern?? Ständig dieses „Ich enttarne diese ganzen Virologen, die wissen gar nichts, und ich bin der allerklügste.“ Ich verstehe das nicht. Wie geht das als gebildeter Kulturmensch??

    Und das ist ja auch keine Nebensache für ihn – in seine Propaganda, mit der er z.B. Menschen vom Impfen abhalten will, steckt er jede Menge Zeit hinein.

    Darum interessiert mich der ganze Rest auch nicht.

    Dazu hat er ja auch seine speziellen Ansichten, hängt die aber nicht so an die ganz große Glocke. Der Mann ist gar nicht mein Fall. Mir gefallen Menschen, die keine Fanatiker sind, die zugänglich sind und warmherzig. Vom Brüggemann möchte ich hier nichts sehen.

    Aber gut: Jedem Jeck die eigene Bonbonsorte.

    • Profilbild
      lunatic AHU

      Die Kritik an der Person Brüggemann ist leider so unglücklich formuliert, dass sie auch auf die Redakteurin abfärbt. Empfinde ich als extrem unsympathisch, aber ich ahne schon, es wird dir nicht anders möglich sein….

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Da fehlt doch was über mir…
    Schwierig, schwierig. Liebe amazona Redaktion, sollte man hier allesdichtmachen?
    Selbst der Interviewte sagt anscheinend Nö, und dankefüralles!
    Und wieder die alte Frage, kann man den Künstler getrennt von seinem Werk betrachten?

    Wie auch immer, schonmal Guten Rutsch.

    • Profilbild
      Konprog

      Guckt man sich seine Schwerpunkte der letzten 18 Monate auf Twitter an, dann beschäftigt sich dieser Mann ganz unverändert für seine zentrale Mission – quasi ein Gesamtkunstwerk das alles. Er ist sich insofern treu geblieben – und seine meinungsstarke Haltung ist auch in den Details komplett unverändert.

      Bei seinem Kampf als Künstler gegen „die da oben“ (inkl. Wissenschaft und Beschäftigte in der Gesundheitsversorgung) macht er keine Kompromisse. Vermutlich ist er auch als Musiker so umtriebig und kompromisslos.

      Ich kann mich erinnern, dass DB sogar beide Welten zusammengeführt hat. Also, Technomusik (in 4/4-Takt, Adorno hätte seine Freude gehabt) und seine weltanschauliche Mission, sogar gepaart mit starker Sprache.

      Alles andere würde mich wundern.

      • Profilbild
        Anjin Sun

        Zitat: Und wieder die alte Frage, kann man den Künstler getrennt von seinem Werk betrachten?

        Ich stelle da eher eine „wiederholt“, und erneut zeitgemäße Frage: Muss ein Künstler politisch korrekt, heute sogar woke sein?

        Da würde die menschliche Geschichte ihre größten Werke vermissen, und die Erde wäre, u.a., noch immer eine Scheibe. 😎

      • Profilbild
        MichBeck

        Hallo Tyrell,

        werden neue Mitglieder (per@Mail oder so) darauf hingewiesen, dass ihr Kommentar, nachdem er gesendet wurde, erst einmal von der Redaktion geprüft wird?

        Bei mir ist es zu lange her, als dass ich mich an diesem Vorgang erinnern kann.

        Vielleicht würde das zukünftig Missverständnisse verhindern.

        PS: Ein frohes und gesundes neues Jahr Euch allen!

        • Profilbild
          MichBeck

          Nachtrag: Da im Nachhinein einige vorangegangene Kommentare, für die ich einen Lösungsvorschlag anbringen wollte, gelöscht wurden, steht mein Beitrag jetzt etwas themensinnbefreit da.

          Vielleicht kann ihn die Redaktion nun auch löschen. Danke 🙂

    • Profilbild
      CDRowell

      Wenn Künstler sich dem Stream anpasst wird es langweilig. Zudem kann man 10000fach in vergangenen Epochen nachlesen, das der Künstler dann nicht seinem freien Willen folgt. Jedoch: wenn Künstler durch Intelligenz dem Mainstream durch zu personenbezogene Aussagen das Wasser abgräbt, ist er ggf. nicht mehr loyal…
      Ob das hier der Fall ist? Dazu weiss ich nicht genug…

    • Profilbild
      Katrin Kaspar RED

      Ich finde deine Frage super @wolftarkin ! Denn Fragen ermöglichen uns einen Diskurs ohne sofortige Verurteilung.
      „Nö“ ist übrigens der Titel des letzten Kinofilms von Brüggemann. Also in dem Fall kein Statement zu etwas anderem… Ich persönlich habe mich auf DB`s Musik konzentriert, die ich absolut nennenswert und inspirierend finde. Was seine persönliche politische Einstellung angeht, so mische ich mich diesbezüglich nicht ein. So ist zumindest meine Haltung. Aber wie gesagt, berechtigte Frage! Vielen Dank und dir ein wundervolles gutes neues Jahr! 😇

  3. Profilbild
    lunatic AHU

    Vielleicht bringt 2023 ja ein paar weitere Kinskis, Sheens, Westwoods oder Schlingensiefs zu Tage. Kann die Welt gut gebrauchen. Schlimm dieser angepasste Müll….
    In diesem Sinne
    Guten Rutsch

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      Ok, dann spiel ich mit bei deinem lunatic-Quiz. Obwohl du es schwerer gemacht hast, indem du die Vornamen weggelassen hast. Da würde es mehrere Kandidaten geben.😉
      Die richtige Antwort ist: Charlie Sheen. Der einzige in deiner Liste, der noch lebt. Obwohl er sich stets bemüht hat. Zu sehen in seinem oscarreifen Cameoauftritt 1986 in Ferris macht blau. Er spielte sich selbst, wie er 36 Jahre später aussehen würde. Top!
      War das die Frage?
      Ein Tipp: ich würde mir nie überbewerte Promis (ganz allgemein) als Vorbild nehmen. Da ist die Enttäuschung zu 99% vorprogrammiert.
      Mit der Müllvermeidung würde ich immer bei mir selbst anfangen. Klingt wie ein Vorsatz fürs neue Jahr? Vergiss es besser wieder…

      • Profilbild
        lunatic AHU

        Ich muss gestehen, ich lese Deine Kommentare nicht sobald ich Deinen Namen sehe. Da habe ich wolftarkin scheinbar etwas voraus….

        • Profilbild
          AMAZONA Archiv

          Hättest du mir was voraus, würdest du mich einfach blockieren. Man kann es sich auch selbst schwer machen…

          • Profilbild
            lunatic AHU

            Ok, ich hab‘s mir angetan und wurde in meiner Vermutung bestätigt;)
            Mir war klar das Sheen durch die geringe Schaffenshöhe polarisieren würde. Dabei hast Du garnicht verstanden um was es mir dabei geht. Und Prominamen musste ich nehmen oder soll ich Menschen aus meinem Umfeld nennen? Was‘n Quatsch.
            Um es auf die Spitze zu treiben, auch Dir ein frohes und gesundes 2023😘

  4. Profilbild
    Flowwater AHU

    Ich schreibe mal ein wenig einen Gegenpol zu dem, was ich hier so in den Kommentaren lese: Ich kannte bis eben gerade Herrn Brüggeman nicht. Nach ca. 10 Minuten Video habe ich mich in der Wikipedia schlau gemacht, was der Mann bisher denn so gemacht hat (das Video werde ich natürlich noch fertig sehen). Und wenn in der Wikipedia steht, dass Herr Brüggeman 2013 einen Blog-Beitrag veröffentlicht hat, in dem er die Qualität des deutschen Kinos kritisiert … äh, tja, dann klatsche ich erst einmal Beifall. Seinen Film »3 Zimmer/Küche/Bad« muss ich mir auf jeden Fall ansehen (bei mir darf es gerne schräg sein).

    Deswegen mal ganz grundsätzlich: Danke für das Interview!

    Frohes Neues Jahr euch allen! 🙂

    • Profilbild
      Katrin Kaspar RED

      Lieber Flowwater!! So cool, dass du durch das Interview aufmerksam auf das künstlerische Schaffen von Brüggemann geworden bist. 3 Zimmer/Küche/Bad ist absolut sehenswert!! Bin gespannt, wie du ihn findest. Was mich an deinem Kommentar besonders freut, ist, dass du dich inhaltlich und mit dem künstlerischem Schaffen auseinandersetzt und damit mit dem Ziel des Interviews, das den Fokus genau darauf legen sollte. Danke dafür 😀
      Frohes Neues!!

      • Profilbild
        Flowwater AHU

        Ich kannte ihn wirklich gar nicht … oder zumindest nicht bewusst. Zwei Aussagen von ihm haben mich in dem Interview besonders gefreut:

        Zum einen »der Blick nach vorne« – bei der Frage, welche Synthesizer er gerne benutzt – und nicht das Verharren auf alter Klangästhetik, denn das haben die Leute damals, die Synthesizer benutzt habe, auch so gemacht; sie haben nach vorne geblickt. Das entspricht nun wirklich exakt dem, was ich auch empfinde. Ich kann sehr gut verstehen, dass die Leute auf aktuelle Moog- und Oberheim-Synthesizer abfahren. Ich persönlich für mich finde die meistens Sounds einfach völlig abgefrühstückt. Aber wie gesagt, das muss natürlich jeder für sich entscheiden.

        Und dann zum anderen ganz allgemein seine Einstellung, nicht zu sehr auf die Instrumente zu achten, sondern eben mehr darauf, was man damit denn machen kann. Also nicht zu sehr »… die Gear-Porn-Ecke«. Auch das entspricht aber so dermaßen exakt genau meiner Einstellung. 🙂

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