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Interview mit Techno-Legende Robert Babicz

Im Namen der 303: Robert Babicz Liveact, Produzent, Mastering Engineer und Label Betreiber

21. Oktober 2023

Robert Babicz, auch bekannt als Rob Acid, ist ein Urgestein der Technoszene. Seit Anfang der 1990er-Jahre ist er aktiv. Er hat unter unzähligen Pseudonyme wie Acid Warrior, Departement of Dance, Cologne, Leid, Church Window und viele anderen veröffentlicht. Sein bekanntestes Alias ist zweifellos Rob Acid, unter dem er international bekannt geworden ist. Der Namenszusatz „Acid“ ist bewusst gewählt, denn beim Hören seiner Musik wird man feststellen, dass die Roland TB-303 Bassline untrennbar zu dem Sound von Robert Babzic gehört. Obwohl es schwierig ist, Robert Babicz stilistisch festzulegen, findet sich die 303 bis heute in seinen Tracks wieder. Er ist ein Genresprenger.

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Das wird besonders auf seiner neuen LP Light Of The Universe hörbar, die Anfang September 2023 erschienen ist. Auf diesem Album mischt er Acid, Detroit Techno, Progressive Techno, Techno House, House, Chill House, Drum and Bass, Electro und Electro Pop zu einer Einheit. Trotz dieser Stilvielfalt erscheint das Album wie aus einem Guss. Nicht ohne Grund nennt er seine Musik „Babicz Style“, das auch der Namen eines seiner Labels ist. Es ist ein Attribut hörbar: auf dem Punkt und äußerst geschmackvoll produziert. Dieses Album macht nicht nur auf dem Dancefloor eine gute Figur, sondern auch im heimischen Wohnzimmer.

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Robert Babicz betreibt die Labels Babicz Style, Dirt Cuts und Kelch. Selbstverständlich hat er auch auf solchen renommierten Labels wie Mille Plateaux, Traum Schallplatten, Systematic, Treibstoff, Kompakt und vielen anderen veröffentlicht.

Viele Techno-Acts der ersten Stunde haben sich zuerst als DJs einen Namen gemacht, doch Robert Babicz war nie DJ. Er war schon lange vor der Technobewegung von elektronischer Musikproduktion fasziniert und trat von Anfang an Live auf. Seine improvisierten Auftritte wurden legendär und er schaffte es, das Publikum in Raserei zu versetzen. Dadurch hat er einen unglaublichen Erfahrungsschatz erworben, der es ihm nicht nur ermöglicht, die Bühne zu rocken, sondern auch beim Produzieren unterstützt. Durch die Interaktion mit dem Publikum weiß er genau, was auf dem Dancefloor funktioniert und dieses Wissen wird im Studio umgesetzt.

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Robert Babicz ist als elektronischer Musikproduzent bekannt, aber noch wichtiger als seine Synthesizer sind ihm seine Mischpulte, Kompressoren, Preamps, Delays und alles, was zum Handwerkszeug eines Tontechnikers gehört. An dieser Stelle möchte ich ihm mit größtem Respekt die Auszeichnung eines Soundfetischisten verleihen. Diese Qualität ist in seinen Produktionen deutlich zu hören und es war nur eine Frage der Zeit, bis andere Musikerinnen und Musiker diesen Sound für ihre eigenen Produktionen haben wollten. So wurde er zu einem gefragten Mastering-Engineer.

Wer so breit aufgestellt ist, braucht sich keine Sorgen zu machen, in der Audio-Branche zu überleben. Doch auch Robert Babicz wurden während der Covid-Pandemie die Einnahmequellen entzogen. Daher nutzte er die Möglichkeit, sein Wissen als Dozent weiterzugeben. Diese Tätigkeit ermöglichte es ihm, seinen Erfahrungsschatz zu reflektieren und für seine Schülerinnen und Schüler aufzubereiten, was ihm bis heute große Freude bereitet.

Nachdem er jahrelang in Köln gelebt hat, hat Robert Babicz vor ein paar Jahren seinen Lebensmittelpunkt nach Malta verlegt. In einer Skype-Konferenz traf ich auf einen äußerst sympathischen und entspannten Robert Babicz, der mit seiner offenen und sympathischen Art ein äußerst angenehmer Gesprächspartner war.

Bei diesen wenigen Worten möchte ich es nun belassen, denn Robert Babicz kann seine Geschichte, Philosophien und Erkenntnisse am besten selbst erzählen.

Robert Babicz im AMAZONA.de Interview

Robert Babicz Geschichte

Sven:
Wenn jemand so lange in so vielen Segmenten des Musikgeschäfts aktiv ist, muss er doch eine musikalische Vorbildung aus dem Elternhaus mitbekommen haben?

Robert Babicz:
Ich habe keinerlei musikalische Ausbildung. Mein Erfolg beruht zu 100 % auf Intuition. Selbst heute weiß ich nur grob, was ich tue, aber ich höre die Dinge bereits in meinem Kopf, bevor ich sie praktisch umsetze. Ich träume sogar Musik. Deshalb habe ich mein Studio so eingerichtet, dass ich sofort loslegen kann. Es kommt oft vor, dass ich morgens aufwache und im Traum einen großartigen Titel gehört oder sogar gemacht habe. Ich kann mich noch an die Elemente erinnern. Dann renne ich in mein Studio und fange sofort an.

Sven:
Warst du schon vor deiner Entdeckung der elektronischer Musik von Musik begeistert?

Robert Babicz:
Als kleiner Junge hatte ich ein Kofferradio und habe den ganzen Tag Radio gehört. Obwohl man mit 9 Jahren eigentlich als Kind schlafen sollte, habe ich das Radio mit ins Bett genommen und heimlich weitergehört. Unter der Decke habe ich mit dem Sendersuchlauf die Frequenzen durchsucht und plötzlich kam Tangerine Dream. Das klang so spacig, dass ich dachte, ich hätte eine Sendung gefunden, die von Außerirdischen übertragen wurde.

Der Arbeitsplatz von Robeet Babicz

Sven:
Du hattest keinerlei Bezug zur elektronischen Musik?

Robert Babicz:
Meine Familie und Eltern hatten nichts mit Musik zu tun. Dieses Thema musste ich alleine erforschen. Ich war als Kind ein Science-Fiction-Fan und als diese Musik im Radio lief, dachte ich, dass ein ausseriridisches Mutterschiff über der Erde schwebt. Ich bekam große Angst, weil ich dachte, das sei real: Ich höre wirklich Musik aus dem Weltraum. Das hat mich sehr bewegt. Unter der Decke habe ich zitternd zugehört. Das war so aufregend. Die Stücke von Tangerine Dream dauern ja ewig und das hat mich unglaublich berührt. Als der Moderator sprach, wurde mir klar, dass es die Radiosendung „Schwingungen“ war. Ab da war mir klar, dass ich das immer hören muss. Bei einer anderen Sendung hörte ich Karlheinz Stockhausen und das war für mich ebenfalls unglaubliche Alien-Musik. Das Sound-Design! Die herumschwirrenden Klänge! Das hat mich tief berührt.

Sven:
Der WDR war natürlich bekannt für solche Sendungen, die man in meiner Gegend nicht empfangen konnte. Meine Kindheit war geprägt von SWF3. Die waren bekannt für ihre frechen Moderatoren, aber ansonsten lief dort Pop-Musik.

Robert Babicz:
In meiner Schulzeit war Italo-Disco angesagt, aber ich fand auch diese Space-Musik und experimentelle Musik großartig, ohne zu wissen, was das genau war. Meine Wurzeln liegen zwischen Frankie Goes To Hollywood, Italo-Disco, Karlheinz Stockhausen und Tangerine Dream. Wenn man das alles mischt, kann man es in meiner Musik hören.

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Sven:
Warst du wirklich ein Fan von Frankie Goes To Hollywood?

Robert Babicz:
Ja, ich habe mir alles von ihnen gekauft. In den letzten Jahren habe ich versucht zu verstehen, wo meine Wurzeln liegen und was mich wirklich beeindruckt hat. Bei Frankie Goes To Hollywood waren es vor allem die Maxi-Singles, diese langen Versionen. Diese sind für mich die Basis, wie ich Tracks aufbaue. Wenn die Stücke 8 Minuten lang sind, könne die Elemente vorgestellt werden, was mit 3 Minuten Radio-Versionen nicht funktioniert. Dadurch entsteht eine ganz eigene Atmosphäre. Dann kam der C-64: Ich habe mit den ersten Trackern experimentiert und meine ersten Sounds gemacht. Ich hatte sogar ein Sampler-Modul. Später kam der Amiga und mit ihm konnte man lernen, wie man mit sehr wenig viel machen kann. Ich bin auch heute noch dankbar, dass ich diese Erfahrung am Amiga machen durfte. Als ich 15 bis 16 Jahre alt war, kam House-Musik aus Amerika, was ich ich auch sehr spannend fand. Als ich zum ersten Mal Acid Tracks von Phuture hörte, wusste ich, dass ich das auch machen wollte. Das war so anders als andere Tanzmusik.

Robert Babicz und die Roland TB-303

Rock and Roll 303 von Robert Babicz

Sven
Acid Tracks von Phuture war deine erste Begegnung mit der Roland TB-303.

Robert Babicz:
Ich glaube, ich habe das Stück zum ersten Mal im Radio in der Sendung „RPR Samstag Nacht“ gehört. Ich bekam Gänsehaut. Als ich die 303 hörte, dachte ich, dass es ein schrankgroßes Instrument sein müsse. Das klang so abgefahren. Als ich dann tatsächlich irgendwann eine 303 bekam, war ich natürlich ziemlich enttäuscht. So eine kleine Plastik-Kiste!

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Sven:
Hast du noch deine erste 303?

Robert Babicz:
Meine erste 303 habe ich immer noch, die anderen habe ich wieder verkauft. Mit der ersten habe ich meine allerersten Platten gemacht. Sie hat nur einen Filter-CV-Eingang. Sie ist halt extrem abgefuckt. Rock and Roll!

Sven:
Defintiv! Aber die hat Geschichte!

Robert Babicz:
Sie wird regelmäßig gewartet, aber von außen muss sie so schmutzig bleiben. Ich bin mit dieser 303 durch die ganze Welt gereist und das darf sie auch ausstrahlen.

Sven:
Ich bin überrascht, dass sie nicht modifiziert ist. Es gibt ja eine Connection von dir zu Hardfoor und deren Sound ist ja für die Devil-Fish Modifikation der 303 bekannt. Daher dachte ich, dass du die dann auch hattest.

Robert Babicz:
Ehrlich gesagt hatte ich die nie. Ich habe mir aber die verschiedenen Behringer 303 besorgt, auch die Devil-Fish Modifikation. Ich bin dagegen, dass man die 303 MIDIfiziert oder irgendwie verändert wird. Acid sollte wie Acid klingen sollte. Das ist natürlich nur meine subjektive Meinung. Ich habe mir alle möglichen Clones über die Jahre gekauft und war immer enttäuscht, dass sie nicht so geklungen haben wie meine 303.

Sven:
Ich habe mal gelernt, dass der Sound der klassischen Techno Werkzeuge im Original nicht so klingt, wie man ihn von den Aufnahmen kennt. Viele empfinden es ja als eine Enttäuschung, wenn sie zum ersten mal einen 808, 909 oder 303 trocken hören. Gerade die 303 hat man ja gerne durch Boss Distortion-Pedale gejagt. Hast du so nicht gearbeitet?

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Robert Babicz:
Oliver Bondzio von Hardfloor hat mir seine 303 ausgeliehen. Ich hatte ein billiges DJ-Mischpult und habe versehentlich die 303 an den Phono-Eingang angeschlossen. Durch die Verzerrung entstand ein ganz anderer 303-Sound wie ich dachte, dass er sein muss, aber das Ergebnis war überzeugend.

Sven:
Bist du denn zufrieden mit den Behringer 303?

Robert Babicz:
Total. Das große Behringer Bashing ist sowas von doof. Ich denke, Behringer macht einen guten Job. Techno ist nur entstanden, weil es damals ganz billige Instrumente gab, die keiner wollte. Das war der Grund, warum die Techno-Bewegung entstanden ist. Die ganzen Snobs denken, sie sind so toll, weil sie die Originale haben.

Sven:
3.000,- Euro für eine Roland TB-303

Robert Babicz:
Ja, die haben das nicht verstanden. Ich finde die billigen Geräte super, weil den neuen Generationen ermöglicht wird, mit diesen Tools zu experimentieren, ohne diese astronomischen Summen für Klassiker bezahlen zu müssen. Das ist nicht mehr normal.

Sven:
Ich habe mir zuletzt einige aktuelle Sets von dir angehört und die 303 kommt immer wieder vor. Von ihr kannst du wohl nicht lassen?

Robert Babicz:
Seit über 30 Jahren ist sie ein ganz fester Bestandteil. Ich suche immer nach Möglichkeiten, sie neu und anders einzusetzen. Sie ist für mich ein ganz wichtiger Klangerzeuger. Ich kann sie blind bedienen.

Sven:
In all den Jahren wurde immer ein Acid-Revial herbeigeredet, was aber nie so richtig funktioniert hat.

Robert Babicz:
Für mich hat die Acid-Musik eine ganz tiefe Bedeutung. Ich verbinde mit der Acid -Musik und der ganzen Bewegung spirituelle Erfahrungen. Bei den Revivals habe ich diese Tiefe nicht gefühlt. Momentan ist es wieder ganz angesagt und ich finde es traurig, dass es nur ganz oberflächlich angerissen wird. Da macht die 303 halt mal „bauw bauw“, während ich versuche, mit meinen Acid-Lines elegante Sachen zu machen, indem ich z. B. viel mit Slides arbeite. Für mich ist das ein sehr lebendiges Instrument und nicht nur „bauw bauw“.

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Sven:
Ich habe Acid erst über Techno kennengelernt, aber den Stil gab es ja schon viel früher.

Robert Babicz:
Es gab die Acid-House-Welle, die irgendwann tot war, dann kam belgischer Sound, der mit 115 bpm eher langsam war und dann kam Techno und da wurde die 303 in einem neuen Kontext eingesetzt. Mit Acid-House hat man einen anderen Zugang zur 303, als mit Acid-Techno. Ich war Teil einer Gruppierung zu der auch Hardfloor gehörten. In Deutschland gab es ein paar Leute, die einfach probiert haben. Wir waren alle jung und wollten was Wildes machen. Das war diese Energie! Wir sind am Leben und machen die Musik der Zukunft. Es war eine schöne und sehr besondere Zeit. Es gab so viele Vorurteile. Mir wurde non-stop gesagt, dass es keine Musik sei, was ich da mache. Aber dann erst recht!

Robert Babicz: LIVE!

Sven:
Du konntest ja von Anfang an deine Tracks als Liveact präsentieren und musstest nicht den Umweg als DJ machen. Wie kam es dazu?

Robert Babicz:
Auf den ersten Platten, die ich gemacht habe, hatte ich kein eigenes Equipment und habe meine Sachen nur auf Instrumenten oder in Studios von anderen gemacht. Zu meinem ersten Auftritt kam es, weil mich Riley Reinhold aka. Tripple R angerufen hat. Er hat damals die Cosima Orgas Partys organisiert, auf der ein holländischer Act nicht spielen konnte und suchte dringend Ersatz. Natürlich habe ich zugesagt, aber ich hatte kein Equipment. Riley Reinhold musste mir Instrumente besorgen. Es muss erwähnt werden, dass ich ein extrem schüchterner, zurückgezogener Junge war, aber diese Musik war mir so wichtig, dass mir meine Ängste und Nervosität egal waren. Ich musste das einfach machen. Mir stand eine RZ-1 Casio Drum-Machine, irgendein Yamaha DX-Synth, ein Casio-Synth, ein Mischpult und Delay zur Verfügung. Ich hatte zwei bis drei Stunden Zeit, um mich vorzubereiten.

Ich hatte die Maschinen noch nie zuvor in meinem Leben gesehen und musste in der Zeit verstehen, wie sie funktionieren. Ich hatte es geschafft, Patterns zu programmieren. Dann kam ich dran und habe einfach losgelegt. Weil ich keine fertigen Stücke hatte, war alles improvisiert und passierte in Echtzeit. Ich habe mich einfach leiten lassen, ganz intuitiv. Die Leute denken immer, ich spiele für das Publikum. In Wirklichkeit spielt das Publikum mich. Die Leute auf der Tanzfläche spielen mich in der Art und Weise, wie sie reagieren. Das hat einen direkten Einfluss darauf, wie und wo ich meine Elemente platziere und wann ich was in einem bestimmten Timing mache.

Sven:
Aber jetzt mal ganz ehrlich: Hat der erste Gig nach dieser kurzen Vorbereitung funktioniert?

Robert Babicz:
Es hat funktioniert. Das hatte Konsequenzen, denn während meiner Schulzeit dachte ich, ich bin auf einem falschen Planeten. Die Vorstellung, einen Beruf zu erlernen, fühlte sich falsch an. Nach dem Gig hatte ich das Gefühl, dass ich etwas machen muss, was ich wirklich liebe und wofür ich sogar Liebe zurück bekommen habe. Ich wusste, dass das mein Leben werden wird. Ich habe mein Abitur beendet und meinen Eltern gesagt, dass ich nicht studieren und keine Ausbildung machen werde, sondern Musiker werde. Dieser erste Gig hat alles verändert. Das war der Punkt, wo ich gesagt habe: alles oder nichts.

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Sven:
Es kam nicht mal in Frage, Musik zu studieren, ein Instrument zu lernen, eine Tontechniker Ausbildung oder was ähnliches zu machen?

Robert Babicz:
Gar nichts! Ich bin einfach in das kalte Wasser gesprungen! Um 1991/92 konnte niemand absehen, was daraus wird. Das man davon leben kann, war für meine Eltern unvorstellbar. Ich hatte endlich eine innere Bestimmung gefunden und ich wollte nicht das tun, was die Gesellschaft für richtig hält. Es ging ganz langsam mit den ersten lokalen Gigs los, dann in den umliegenden Städten, dann spielte ich zum erste Mal in Holland, das erste Mal in der Schweiz oder mal in Wien. Das war eine sehr spannende Zeit. Ich habe sehr ärmlich gelebt, weil ich jeden Euro in Equipment gesteckt habe, aber ich war vollkommen glücklich damit. Ich hatte eine Matratze auf dem Boden und ein paar Möbel vom Sperrmüll. Das reichte mir. Ich wollte nur Musik machen. Das war mein absolutes Ziel und das ist es letztendlich immer noch.

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Sven:
Sicher hat es auch geholfen, dass du so viel positive Rückmeldung aus der Szene bekommen hast. Wie war die Kölner Szene damals?

Robert Babicz:
Einer der Mittelpunkte war der Warehouse Club und daneben gab es viele andere Partyreihen. Wenn du was veröffentlicht hast und gespielt wurdest, wurde man auch überall vorgestellt. Ich war sofort vernetzt. Dafür bin ich auch bis heute dankbar. Ich komme aus einer armen Familie und bin als Pole in einem Aussiedlerwohnheim groß geworden. Die Leute mochten aber, was ich mache und daher haben wir uns alle gegenseitig Instrumente geliehen.So hatte ich in den ersten Jahren fast alle Synthesizer unter meinen Fingern, die heute als der Heilige Gral gelten.

Sven:
Wie bereitest du dich heutzutage auf deine Gigs vor? Improvisierst du immer noch alles, während du spielst oder nutzt du auch Ableton Live?

Robert Babicz:
Da mein erster Gig komplett improvisiert gewesen ist, war das für mich der Zugang zum Musikmachen. Ich habe Regeln für mich festgelegt: Jeder Gig ist nur für diesen einen Raum, für diesen Zeitpunkt und für dieses Publikum. Vor dem Gig wurde alles auf der Bühne programmiert, gespielt und dann gelöscht. Wochenende für Wochenende. Rückblickend betrachtet war das die beste Schule, die man haben konnte. Ich war gezwungen zu lernen, mich zu entscheiden, was sehr wichtig für jeden Künstler und Künstlerin ist.

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Ich hatte nur DIE Patterns, DIE Kickdrum, DIE Bassline und das war’s. Ich habe das Beste aus den minimalistischen Mitteln gemacht, die ich hatte. So habe ich bis Anfang 2000 gearbeitet. Das Prinzip hinter meinem damaligen Künstlername Rob Acid war Echtzeitmusik. Heute ist es anders, deswegen muss ich es erklären. Damals war Rob Acid ein Gott des Feuers. Die Livesets waren sowas wie Flammen, die über dem Dancefloor verschossen wurden und alles niedergebrannt haben. Mir ging es darum, alles Negative, was in den Menschen steckte, auf der Tanzfläche zu verbrennen. Alles in Schutt und Asche legen, um die Freiheit zu finden, einfach nur zu sein. Deswegen war Rob Acid eine absolute Echtzeit-Geschichte. Außerdem war ich zu faul zu arrangieren. Alle damaligen Titel wurden in Echtzeit so lange eingespielt, bis sie so waren, wie ich wollte.

Sven:
Das war eine große Schule!

Robert Babicz:
Ich war einfach zu faul!

Sven:
Du hast gelernt!

Robert Babicz:
Ich habe gelernt! Ich komme aus der Echtzeit-Schule, in der viel geschraubt wird. Heute ist natürlich alles auf dem Computer fixiert. Aber die analoge Welt ist nach wie vor wichtig. Das Mischpult ist für mich ein eigenständiges Instrument, das man spielen kann. Das muss man lernen zu kontrollieren und dann erst kannst du es spüren und fühlen, wie sich die Elemente, die Balance und der Rhythmus fügt.

Robert Babicz Studio 2023

Sven:
Es ist einfacher, einen Regler zu ziehen, als eine Automationskurve zu zeichnen?

Robert Babicz:
Ja, und vor allem auch intuitiver, weil man spürt, wann ein Element kommen soll und wann es weg muss. Aus familiären Gründen waren wir auch in Polen und dort habe ich mir ein ganz billiges Delay besorgt, was über viele Jahre mein Haupteffektgerät war und mit Feedback-Delays und Hall vermischt wurde. Es wurde zu eine Art Signatue-Sound. Ich bin ein Delay-Fanatiker und deswegen bin ich von ihnen in meinem Studio umgeben. Von Tape-Delays bis Delay-Modulen aus der Eurorack-Welt ist alles vorhanden.

Sven:
Nutzt du auch iPads?

Robert Babicz:
Auf der Bühne finde ich sie cool, weil ich dann weniger Synthesizer mitschleppen muss. Wenn ich beim Live-Spielen einen bestimmten Sound brauche, lade ich schnell die entsprechende App.

Sven:
Wie schaffst du es, den Studiosound auf der Bühne zu reproduzieren?

Robert Babicz:
Ich arbeite mit vielen Loops und Sounds, die ich mit meinem Analog-Equipment aufgenommen und dann in Ableton eingefügt habe. Ich stelle immer wieder neue kleine Modular-Sets zusammen und bin ständig auf der Suche nach dem, was ich darüber spielen kann und welche Loops sich kombinieren lassen. Ich habe mir dieses System im Laufe der Zeit erarbeitet. Ich arbeite in einer bestimmten Tonart und dadurch kann ich auf der Bühne frei entscheiden, welche Sounds und Loops zu welchen Stücken passen. Manches passt auch nicht zusammen, aber dann ist die Dissonanz beabsichtigt.

Sven:
Und wie erzeugst du den Druck und die Power in deinen Livesets?

Robert Babicz:
Ich habe fast nichts auf meiner Summe. Es geht darum, so minimal und präzise wie möglich zu sein. Auf meiner Summe befindet sich lediglich ein Max-EQ und ein Limiter, der die Spitzen abfängt, aber nichts komprimiert. Der Druck entsteht im Club. Der Soundcheck ist sehr wichtig, denn ich versuche zu verstehen, wie die Anlage eingestellt ist und wie sie reagiert. Ich passe mich in Echtzeit an und möchte die Anlage herausfordern. Manchmal spiele ich auch mit der Sättigung der Anlage oder des Mischpults. Was sie im Club hinstellen, hat auch eine Bedeutung. Ich habe keine Angst vor den roten Lichtern! Wenn es gut klingt, dann ist es geil! Punkt.

Robert Babicz: SOUND!

Sven:
Was passt dir eigentlich an Moog nicht?

Robert Babicz:
Es geht gar nicht so sehr um die Preispolitik. Moog ist ja wie Apple, ein bisschen elitär. Ich kann mit Moog nichts anfangen, weil die zu dick klingen. In meiner Musik gibt es für diesen Sound keinen Platz in den Frequenzen. Ich habe einen Moog Mother, den ich aber nur für Lead-Sequenzen einsetze. Das Moog so breit klingt, finde ich furchtbar. Für Bässe bevorzuge ich in 90 % meiner Titel den INIT-Sound des Logic Samplers. Aus dem Sinus baue ich mir super viele Sounds. Da ist eines meiner Hauptinstrumente geworden.

Sven:
Ich habe natürlich auch schon meine Erfahrungen mit diesem INIT-Sound gemacht. Ich habe aber immer gedacht, dass es ein Sampler ist und deswegen muss da jetzt ein Sound geladen werden. Du bist auch dafür bekannt, dass du das einfache Lowpass-Filter in Logic schätzt.

Der Single-Band-EQ in Logic mit der von Robert Babicz geschätzten Low Cut Einstellungen

Robert Babicz:
Es gibt einen Grund, warum das mittlerweile alles bekannt ist. Die letzten drei Jahre waren wegen Covid sehr anstrengend und schrecklich. Um finanziell zu überleben, habe ich angefangen, Mentoring zu machen und so mein Wissen weiterzugeben. Gleichzeitig hat mir das auch gut getan, weil alles, was ich bisher intuitiv gemacht hatte, jetzt erklären musste. Deswegen war es notwendig, meine Prozesse selber nachzuvollziehen und zu verstehen. Das hat mir tiefe Einblicke in Mixdown und Sounddesign gegeben. Seit Ewigkeiten predige ich das Konzept: Weniger ist mehr und alle paar Jahre lerne ich eine neue Dimension davon kennen. Ich bin jetzt an einem Punkt, an dem ich kaum noch Kompression benutze. Ich mische fast nur noch mit Lowcuts. Ich nutze fast gar keinen EQ mehr. In den aktuellen Logic Produktionen siehst du nur noch gezielte Lowcuts, aber keine Kompression mehr.

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Sven:
Vor ein paar Jahren warst du doch aber noch berühmt und berüchtigt für deine Kompressor-Kette. Daher bin ich jetzt sehr überrascht.

Robert Babicz:
Ich trenne den Mixdown vom Mastering. Das sind zwei verschiedene Welten. Im Mastering nutze ich die Kompressor-Kette immer noch. Ich benutze auch viele EQs, von denen jeder einzelne einen eigenen Charakter und eine eigene Textur hat. Das ist eine ganz andere Ebene. In der Komposition und im Mixdown gibt es für mich nur zwei Gründe, warum ich einen Kompressor verwende.

Erstens, um einen Sound zu stabilisieren, wenn er zu dynamisch ist und im Mix untergeht. Wenn ich an der 303 die Resonanz reindrehe, geht der Bass flöten. Mit Kompression kann man diesen ungewollten Effekt stabilisieren. Da ich jedoch mit elektronischen Instrumenten arbeite und nicht mit akustischen Instrumenten, sind die Sounds meist relativ stabil, sodass sie nicht komprimiert werden müssen.

Zweitens: Ich würde Kompressoren einsetzen, um die Dynamik zu erhöhen. Für perkussive Sounds bevorzuge ich lange Attack-Zeiten und kurzen Release-Zeiten, um dadurch die Transienten zu betonen und ihnen Punch zu verleihen. Schließlich bin ich mein eigener Mastering-Ingenieur. Ich weiß, was ich später tun muss, um das wieder einzufangen. Bei den Filtern und Lowcuts ist es ganz wichtig zu beachten, dass die Flankensteilheit so schwach wie möglich eingestellt werden sollte. Wenn möglich, nur einen Cut bei 6 dB durchzuführen und höchstens bei 12 dB. Man sollte keine steileren Kurven verwenden, da sonst die Phasenlage zerstört wird und der Klang durch zu viel EQing beeinträchtigt wird.

Outboard Gear von Robert Babicz

Sven:
Ja, man sollte sich am Ende des Tages auf seine Ohren verlassen und nicht das tun, was man angeblich machen MUSS.

Robert Babicz:
Du musst nämlich gar nichts. Höre deinem Track zu, der Titel sagt dir schon, was er braucht. Du kannst ein Zwiegespräch mit deinem Stück führen. Es gibt keine Regeln. Nur weil man etwas auf YouTube gesehen hat, bedeutet das noch lange nichts. Das ist auch das Tolle an Musik: Im Prinzip sind wir Götter, die unsere eigenen Welten erschaffen. Wir schreiben die Regeln als Komponisten, als Sounddesigner. Die Titel, die wir erstellen, sind unsere Welten. Natürlich können andere Leute es anders machen. Das hat jedoch nichts mit mir zu tun, ich mache einfach mein Ding.

Sven:
Es gibt natürlich schon technische Fragen, die man beachten muss, um die Durchsetzungsfähigkeit eines Stückes auf dem Dancefloor zu gewährleisten, oder?

Robert Babicz:
Jein. Ich würde sagen, jeder sollte durch Ausprobieren seine eigenen Regeln erschaffen. Das Tolle an elektronischer Musik ist, dass sie letztendlich keine Regeln braucht. Sie modifiziert sich ständig und entwickelt sich in andere Richtungen. Die Regeln, die vor 15 Jahren galten, wie der Bass sein muss, wie die Mischung sein muss, gelten nicht mehr. Man muss sich anpassen und für das Neue offen sein. Das finde ich so spannend.

Robert Babicz über Preamps

Sven:
Reicht es aus, mit dem Mischpult einen 20 Jahre alten Track anzupassen, damit er sich mit einem Stück von 2023 messen kann?

Robert Babicz:
Das Spannende am Techno war ja, dass diese ganze Generation einfach Musik gemacht hat, ohne zu wissen, was sie eigentlich tun. Die Tontechniker-Schule, die mit festen Regeln arbeitet, wurden mit Techno aufgehoben. Die Leute haben sich vor die Geräte gesetzt und einfach losgelegt. Über die Jahre haben sich viele Stilistiken und Bearbeitungstechniken entwickelt. Das entwickelt sich jedoch immer weiter. Vorhin habe ich behauptet, dass ich keinen EQ benutze. Das stimmt, aber für die Klanggestaltung sind Mikrofon-Preamps sehr wichtig. Ich besitze eine ganze Batterie von Mikrofon-Preamps, obwohl ich nichts mit Mikrofonen mache. Von jedem habe ich zwei und die Preamps haben alle unterschiedliche Charaktereigenschaften und Texturen, die ich als klanggestalterisches Element nutze. Das ist der Grund, warum meine Mischungen so klingen, wie sie klingen.

Sven:
Das ist aber mal eine coole Idee. Warum ist mir das nie eingefallen?

Robert Babicz:
Nehmen wir mal an, du hast dir einen tollen Synthesizer gekauft und schließt ihn an deine Soundkarte an. Es kann passieren, dass er am Anfang nicht so toll und langweilig klingt. Manchmal klingen Plug-ins sogar fast besser. Das ändert sich jedoch dramatisch, wenn du einen guten Mikrofon-Preamp dazwischenschaltest. Das ist die Magie. Die Synthesizer fangen richtig an zu leben.

Sven:
Ich werde das sicher mal ausprobieren. Das erinnert mich auch an früher, als man Klänge durch Gitarrenamps geschickt und sie dann aufgenommen hat.

Robert Babicz:
Natürlich experimentiere ich auch damit. Ich mische so: Die digitalen Logic-Sounds werden in Gruppen rausgeschickt und dann summiere ich sie analog und das geht dann zurück in den Rechner. Alle Sounds werden durch verschiedene Preamps geschickt, denn das ist mein wichtigstes Werkzeug. Ich benutze gar nicht so viele EQs. Zwar habe ich einige Hardware-EQs, aber ich mag die meisten von ihnen am liebsten wegen des Sounds des Geräts an sich.Viele Geräte werden einfach eingeschaltet und das Signal wird nur durchgeschleift, ohne dass an dem Gerät Einstellungen vorgenommen werden.

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Sven:
Diese Erfahrung habe ich gemacht, als ich die MPC 60 getestet habe. Ich habe einfach nur Klänge durchgeschickt. Was ich zu hören bekam, konnte bisher keine Emulation nachahmen.

Robert Babicz:
Die Wandler in den Geräten, einschließlich die der frühen Digitaltechnik, haben ihren eigenen Klang, den man zu seinem Vorteil nutzen kann.

Sven:
Preamps: Ich weiß natürlich, dass Studios gerne Mikrofone sammeln und dass es einen unglaublichen Kult um sie gibt. Je älter und besser sie sind, desto teurer werden sie. Gibt es auch Preamps, die du gerne hättest und an die man nur sehr schwer herankommt?

Robert Babicz:
Ich habe alles, was ich mir gewünscht habe.

Sven:
Von welchem Zeitraum der technischen Entwicklung sprechen wir hier?

Robert Babicz:
Wir sprechen von ganz alten Sachen aus der Zeit von Telefunken/Neumann/Siemens, also Rundfunktechnik, bis hin zu Neve. Eines meiner Lieblingstools ist das Electrodyne. Es hat einen ganz bestimmten Klang, den nur dieses Gerät besitzt. Auf einmal bekommt der Klang eine Aura, die er vorher nicht hatte. Die Übertrager, die in diesem Gerät arbeiten, machen den Unterschied. Das Zauberwort in der Welt der Preamps ist „Übertrager“. Die verschiedenen Firmen und das Zeitalter, in dem sie hergestellt wurden, spielen dabei eine große Rolle. Jeder hat seine eigene Art, wie sie sättigen oder nicht sättigen und welche Obertonstruktur sie möglicherweise hinzufügen.

Robert Babicz Studio 2023

Sven:
Du bist dafür bekannt, dass du deine Geräte gerne modifizieren lässt. Wenn du das machst, hast du kein Grantieanspruch mehr und es nicht mehr im Orginalzustand.

Robert Babicz:
(lacht) Echt? Garantie war mir immer egal. Ich bin kein Sammler, diese ganzen Instrumente und Effekte sind für mich Werkzeuge und so setze ich sie auch ein. Es ist nicht so, dass ich mir denke, dass ich diese Tools ganz toll pflegen muss. Die werden Hardcore benutzt, bis sie auseinanderfallen.

Sven:
Die ganzen Flaggship-Synthesizer scheinen dich nicht so sehr zu interessieren. Worauf du anscheinend jedoch viel Wert legst, ist das Outboard-Gear wie deine Preamps, Tonbandgeräte usw. Hast du das BBC Mischpult eigentlich noch?

Robert Babicz:
Das BBC Mischpult habe ich nicht mehr, aber es erklärt mein Prinzip sehr gut, da es auf der Idee verschiedener Mikrofon-Preamps basierte. Als ich es 2006 oder 2007 bekommen habe, befand es sich in einem sehr schlechten Zustand. Ich habe es meinem Ingenieur Mitch zur Restaurierung übergeben und er meinte, er könne es modifizieren und dem Pult verschiedene Charaktere verleihen. Er sagte, er könne es schnell und kraftvoll machen, es warm klingen lassen oder die Mitten betonen. Daraufhin wollte ich alles haben, aber das war nicht möglich. Also bat ich ihn, jeweils zwei Kanäle unterschiedlich einzurichten. So erhielt das Mischpult für je zwei Kanäle einen bestimmten Charakter.

Das Spring Reverb von Robert Babicz

Ich habe mich so daran gewöhnt, Klänge in Texturen und Klangfarben aufzuteilen, dass ich das mit den Preamps nachgebaut habe. Mitch hat das Ansprechverhalten der Preamps verändert. Da ging es um die Wahrnehmung von Klängen, ob sie warm sind oder einen Punch haben. Das hängt damit zusammen, wie schnell die Klänge vom Preamp verarbeitet werden. Wenn die Technik etwas langsamer ist, gilt es als sehr warm und wenn die Transienten sehr schnell durchgehen, ist es punchy. Dadurch hat man eine Palette verschiedener Möglichkeiten. Dieses Prinzip habe ich weiterentwickelt, weil ich mehr Kanäle und mehr Variationen haben wollte.

Robert Babicz: Kreativität und Sound

Sven:
Also kann man sagen, dass dir Geräte zur Bearbeitung von Sound wichtiger sind als Premium-Synthesizer wie von Sequential Circuits, Waldorf oder Oberheim?

Robert Babicz:
Genau, daran habe ich nicht wirklich Interesse. Ich kann mir diese Klänge auch anders zusammenbasteln. Mit meinem Modularsystem kann ich Dinge machen, die noch nie zuvor gedacht wurden. Ich habe die totale Freiheit. Mich interessiert der Klang und was ich damit mache. Ich bin kein Musiker, sondern ein Geschichtenerzähler, der Geschichten mit Klängen erzählt. Ein Musikstück ist für mich eine Szene in einem Film, in einem Buch oder in einem Theaterstück. Ich habe meine Hauptdarsteller, die Szene, die Dekoration und eine Aktion, die die Darsteller miteinander ausführen. Wenn ich komponiere, denke ich nicht in Schlagzeug, Bass, Keyboards. Es geht mir darum, wie ich die Szene, die ich mir vorstelle, dieses Gefühl, das ich habe, mit Klängen vermitteln kann. Wie kann ich es so gestalten, dass es sich genau so anfühlt?

Sven:
Das klingt so, als hättest du von Anfang an Bilder in deinem Kopf, die du umsetzen möchtest.

Robert Babicz:
Ja, genau. Ich habe eine bestimmte Gefühle und Thematiken im Kopf. Ich fange einfach an und lasse mich vom Titel leiten. Wenn ich Musik mache, komme ich in ein Flow-Zustand und höre auf zu denken und zu vergleichen. Ich habe eine Regel: 99 % meiner Titel entstehen an einem Tag. Solange ich mich diesem emotionalen Zustand befinde, ist es pur. Wenn man lange an einem Titel arbeitet, geht das Gefühl verloren. Der Kopf schaltet sich ein und man fängt an, mit anderen Stücken und Künstlern zu vergleichen, die auf andere Weise arbeiten. Ich versuche das im Kopf auszublenden und mich nur auf die emotionale Erzählweise zu konzentrieren. Damit das funktioniert, muss man seine Instrumente und Geräte sehr gut kennen, um schnell genug zu sein. Im Studio bin ich deshalb so schnell, weil ich 10 Jahre lang alles in Echtzeit auf der Bühne programmiert und gelernt habe, schnell zu sein. Das kommt mir im Studio zugute.

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Sven:
Es ist bewundernswert, dass du es schaffst, alles an einem Tag fertigzustellen. Deine Stücke sind nicht nur Skizzen, sondern sind mit vielen Details ausgearbeitet, die unglaublich viel Zeit kosten. Wenn du sagst, dass du das Stück an einem Tag fertigstellst, meinst du damit auch den Mixdown und das Mastering?

Robert Babicz:
Wie bereits erwähnt, ist das Mastering ein separater Prozess. Auf meinem Mix-Bus ist während des Musizierens nichts. Es ist immer rein und pur. Ich höre nur, was im Stück passiert. Während die Klänge entstehen, mische ich sie bereits. Das Mischen und Hinzufügen von Effekten ist Teil der Komposition. Deshalb muss das von Anfang an stimmen. Technisch gesehen beginne ich von unten und arbeite mich nach oben vor. Kick und Bass sind das Fundament, auf dem alle anderen Entscheidungen in der Tanzmusik basieren. Das muss sitzen. Deshalb mag ich die Sinusschwingung, weil ich sie vollständig kontrollieren kann. Ich weiß genau, dass sie nicht frei herumschwingt, sondern an einem bestimmten Ort platziert ist. Das ist das Fundament, auf dem ich alles andere aufbauen kann.

Auch eine Studer findet sich im Robert Babicz Studio

Sven:
Mich würde mal interessieren, was du neben der 303 noch für Lieblingssynthesizer hast oder welche Tools für dich im Studio unverzichtbar sind.

Robert Babicz:
Natürlich spielt die 303 eine wichtige Rolle in meinem Leben. Ich besitze viele verschiedene Instrumente. Wenn ich Musik mache, wähle ich ein Instrument aus meinem Arsenal aus und arbeite damit. In den letzten Tagen habe ich den Behringer 2500 auf den Tisch gestellt und versuche herauszufinden, welche Möglichkeiten er bietet. Derzeit reduziere ich mich auf ein oder zwei Instrumente und arbeite damit. Heute ist also ein ARP-Tag. Es gibt auch viele großartige Tools für das Mastering. Einer meiner wichtigsten und liebsten Kompressore ist der Chiswick Reach. Es ist ein Röhrenkompressor mit einem fantastischen Klang. Ich habe auch eine Tegler Audio Konnektor digitale Patchbay, in die all meine EQs und Kompressoren laufen.

Da verschiedene Tracks unterschiedliche Anforderungen haben, gestalte ich das Patching entsprechend ihrer Eigenschaften. Ich versuche, diesen Prozess immer offen zu halten. Ich nutze keine Presets. Aber auch dieses Konzept wird nun umgestellt. Ich werde die Tegler mit der Flock Patchbay austauschen und mein Mastering-Equipment, die Preamps und Audioverarbeitung mit der Flock Patchbay modular in Logic integrieren. Dadurch wird das Studio zur Hälfte digital und zur Hälfte durch das APB Mischpult gesteuert. Auf dem Mischpult spiele ich mit Effekten und ich unterscheide nicht zwischen der analogen und digitalen Welt. Nichts ist besser als das andere, sondern alles ist irgendwie anders. Ich frage das Stück, was es braucht. Wenn ein Stück einen MS-20 braucht, dann hole ich ihn halt heraus, weil ich weiß, dass er jetzt sehr gut passen könnte. Gleiches gilt für den Arturia Pigments, der an einer anderen Stelle besser passen könnte. Das Stück trifft die Entscheidung, nicht der Besitz der Geräte.

Robert Babicz Lables

Sven:
Du hattest immer deine eigenen Labels, auf denen deine Stücke veröffentlicht wurden. Aber es schafft immer mal wieder jemand von außerhalb, seine Stücke bei dir zu veröffentlichen und …

Robert Babicz:
… durch meine Filter zu kommen. Um bei mir veröffentlichen zu können, muss es mich ansprechen. Die Künstler, die ich veröffentlicht habe, waren oft komplette Neulinge. Ich erhalte sehr viele Demos, obwohl ich nirgendwo explizit danach gefragt habe. Meine Labels dienen als Plattformen, um mich auszuleben, aber hin und wieder erhalte ich etwas, bei dem das Universum entschieden hat, dass ich auf Play gedrückt habe. Es gibt keine Regeln, es muss einfach großartig sein. Es muss nicht einmal technisch überragend sein, denn da kann ich ja helfen. Was ich veröffentliche, erhält meine volle Unterstützung, aber emotional muss es mich berühren.

Sven:
Welche Labels führst du?

Robert Babicz:
Bei Dirt Cut liegt der Fokus auf analogem Sound und Schmutz ist willkommen. Babzic Style basiert auf edlem Klang und viel Melodie. Dieses Jahr habe ich auch ein neues Label namens „Kelch“ gegründet. Streaming hat die Musiklandschaft wirklich verändert. Auf Kelch werden pro Veröffentlichung immer zwei Stücke in komplett unterschiedlichen Musikrichtungen herausgebracht. Dadurch werden sie in unterschiedliche Streaming Kategorien eingeteilt und erhalten jeweils einen größeren Fokus, da sie in verschiedenen Kategorien präsent sind. Ich produziere jedoch nicht nach den Spotify-Algorithmen, da zum Beispiel meine Stücke auch mal 15 Minuten lang sein können.

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Fazit

Ich danke Robert Babicz für das ausführliche Gespräch und seine geduldige und symphatische Art.
Vielen Dank auch für die vielen tollen Fotos, die er uns zur Verfügung gestellt hat.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    iggy_pop AHU

    Zitat: “ Ich habe sehr ärmlich gelebt, weil ich jeden Euro in Equipment gesteckt habe, aber ich war vollkommen glücklich damit. Ich hatte eine Matratze auf dem Boden und ein paar Möbel vom Sperrmüll. Das reichte mir. Ich wollte nur Musik machen. “

    Diese Haltung kann ich ernstnehmen. Und das, was darauf aufbaut, erst recht, auch wenn es nicht mein Musikstil ist.

    Hut ab.

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    So war das damals. Ich sah genauso bekloppt mit Pullover aus, im Schrebergarten aber wurde an 303, 202 und 808 geschraubt. Respekt daß Robert volles Risiko gegangen ist. Bin irgendwie neidisch, fühle ich mich doch heute noch wie auf dem falschen Planeten. Acid never dies! 😎

  3. Profilbild
    PaulusS

    Schönes Interview.

    Mir hat damals ein Musikhausinhaber erzählt, dass die 303 bei ihm zum Schluss für ca. 50 DM auf dem Ramschtisch lag, der irgendwo im Eingangsbereich stand. Einen Juno 6 und 60 habe ich damals für ca. 250 DM gebraucht erstanden. Die heutigen Preise hätte ich damals auch nicht bezahlen können. Da hätte ich mich über einen Hersteller wie Behringer riesig gefreut. Deshalb waren meine ersten Synthesizer auch „nur“ Geräte, wie die üblichen Verdächtigen von Korg und Co. damals.

    Es war wirklich die schönste Zeit, dass alles als junger Mensch in der ersten Hälfte der 90er-Jahre erkunden zu dürfen.

  4. Profilbild
    Anjin Sun

    Danke für das Interview, großen Respekt an Robert !!
    Auch wenn mir seine Musik immer einen Tik zuviel Kommerz innehat, finde ich seine Klangästhetik faszinierend, aber auch folgend bedingt gleichförmig. Man hört Babicz sofort. Gutes Beispiel hierfür ist z.B. der Atomic Dog Remix – Hammertrack!
    Hat mir jetzt wieder den „Elysia skulpter2 qube“ in Erinnerung gerufen … 😬

  5. Profilbild
    Holk

    Top! Und bald kommt der „Skynet“ – Remix mit Vocoderbeiträgen von Ralf Hütter und Anthony Rother ;-)

  6. Profilbild
    Maximilianm

    Klasse Interview, ich liebe Robert‘s Sound seit vielen Jahren, sobald eine Masterclass mit ihm irgendwo auftaucht wird sie gleich verinnerlicht, immer wieder eine Freude wenn er seine Erfahrung, auf total angenehme Weise, weiter gibt. Nur zu empfehlen!

    • Profilbild
      Mestersound

      @Maximilianm Hallo. Da kann ich dir die zwei Masterclasses auf SINEE.de empfehlen. Sehr sehenswert und jetzt im Halloween Sale auch noch günstig zu erwerben

  7. Profilbild
    BadMonkeyNoBanana

    Crystal Distortion oder 69db treffen zwar eher meinen Geschmack, Babicz gehört jedoch zu den living legends und diesbezüglich vielen Dank für den Beitrag…
    ..long live ACID and HIPHOP RULES!!

  8. Profilbild
    Flowwater AHU

    Ich hab’s mir jetzt zwei mal durchgelesen und es stärkt mal wieder meine Einstellung, dass man am meisten von den Leuten lernt, deren Musik vielleicht jetzt nicht so ins eigene Schema fällt. Großartiges Interview (auch hier wieder: das war bestimmt extrem spannend, bei ihm im Studio sein zu dürfen). 💪

    Drei Aussagen haben meine Augenbrauen gen Norden zucken lassen:

    a) Bass aus Sinus (Sampler in Logic)
    Großartig. Das stärkt zusätzlich meine eigene Einstellung, dass man Sounds immer selber schrauben sollte.

    b) Kaum EQing beim Mix
    Aha (staun)! Und wenn dann nur LowCuts … und die auch noch mit 6 dB (hat er so im Zusammenhang allerdings nicht gesagt).

    c) »Lebendingen« Klang durch PreAmps
    … bei den Synthesizern. Da stand mir dann der Mund offen. Aha (mehrstaun)! Bei irgend einem YouTuber – der zusätzlich alarmierend wild mit den Armen fuchteln – hätte ich gedacht »Jo, jo, mach‘ ma‘!« Aber wenn Herr Babicz das sagt … kein Witz: Ich habe gleich mal nach PreAmps gesucht, die jetzt nicht die strengen Herren von der Bank auf den Plan rufen (also nicht Manley sonder eher Drawmer).

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      @Flowwater Den Sinus im Sampler gibt es schon lange und wurde bereits reichlich eingesetzt. Wer mal einen Akai hatte, wunderte sich bestimmt über die Wellenformen die ab Werk vorhanden sind. Ich möchte nicht wissen wie viele Basslines damit gemacht wurden. Weil du auf White Sea Studios und Wytse stehst, schau mal nach Dan Worrall, der Channel ist ähnlich oder war sogar Vorbild. Er nutzt auch Reaper….. 🙂

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        Flowwater AHU

        Danke für den Tipp. Dan Worrall kenne ich natürlich. Er ist vermutlich DIE Koryphäe, wenn es um die Beurteilung des Klanges von PlugIns geht (ähnlich wie loopop, wenn es um die Beurteilung von Hardware-Synthesizern geht). 🙂

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          AMAZONA Archiv

          @Flowwater Ich ziehe mir gerade seine EQ Sachen rein, weil ich zwar weiß wie die funktionieren aber es kommt mir doch etwas übertrieben vor, nur mit 6-12dB Flankensteilheit zu arbeiten. Auch die Sache mit den Preamps. Für mich ist das Producer-Philosophie und hilft dem ein oder anderen beim kreativen Prozess. Dann kommen die Videos von Dan Worral ins Spiel, wo er mit dem Fab EQ den Pulteq nachbildet, der übrigens eine ganz grausame Kurve hat oder das Video über Summing, wonach ich persönlich keine Fragen mehr hatte. Aber…., etwas Esoterik kann auch Würze sein, wenn das Ergebnis dann besser schmeckt oder zumindest glaubt man daran. Ich persönlich habe schon absolut geile Tracks gehört und die zugehörige Gearlist gegoogelt. Am Ende stand dann sowas wie: „Fruity Loops mit Sylenth“. Natürlich auf uraltem PC mit Röhrenmonitor. Das war dann die geheime Zutat. Ironie aus. ;)

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            Flowwater AHU

            Ich habe über die 6 dB Flankensteilheit auch ein wenig nachgegrübelt. Mir kommt das im ersten Moment auch zu wenig vor. Allerdings begründet Herr Babicz das ja mit Phasenverschiebungen und den damit einhergehenden Veränderungen im Klang. Wenn ich mir meine eigenen Tracks anhöre, und den fertigen Mix und Master mit dem Ausgangsmaterial vergleiche, dann meine ich da im Ursprungsmaterial auch mehr Wumms und Definition zu vernehmen. Und damit meine ich nicht Lautstärkeunterschiede oder so. Leider überschneiden sich in meiner Musik die Frequenzbereiche doch sehr heftig, so dass ich da mit EQs eingreifen muss. Auf der anderen Seite mache ich bisher alles mit den ReaEQs von Reaper. Vielleicht … ich weiß auch nicht.

            Ich habe genau aus dem Grund mal in die Tracks vom Babicz hinein gehört. Also, der Mann weiß, wovon er spricht. Der Sound ist wirklich gut. Deswegen werde ich das mit den PreAmps und den EQs im Kopf behalten (ich wollte mir sowieso mal eine kompletten Kanalzug kaufen, um damit zu experimentieren).

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              AMAZONA Archiv

              @Flowwater Robert hat mit Sicherheit viel Erfahrung, auch aus den Clubs und Live-Betrieb. Ich denke bei analogen EQs ist das auch wilder, besonders an Mischpulten aber bei digitalen EQs? OK, es gibt welche, da singt der EQ förmlich aber das hörst du sofort, wenn du die Frequenzen durchgehst. Dann wird entweder nachgeregelt oder ein anderer EQ/Modus verwendet. Oversampling z.B. kann laut Worral sogar kontraproduktiv sein, weil Harmonische in Obertönen vorkommen können. Ich denke da gibt es einige Worst Case Szenarios aber zu 90% bist du safe. Robert sagt ja auch, daß er beim Produzieren seinen Flow nicht stören will und vielleicht deshalb erstmal sachte rangeht.

        • Profilbild
          AMAZONA Archiv

          @Aljen Tatsächlich sind auch Sinusgeneratoren aus dem Labor gerne benutzt worden. Dub, Reggae oder ähnliche Producer haben bestimmt noch was rumstehen. Da geht es auch genauer als mit Theremin. Mein alter K4 hat davon gleich 9 Wellenformen in verschiedenen Tonhöhen, die gerne für AM genutzt werden. Klingen auch immer etwas airy und dreckig. Ich verstehe auch nie wenn sog. Synthesizer keinen Sinus bieten. Der Sinus, vollkommen vernachlässigt aber omnipresent. Hainbach hat darüber bestimmt etliche Specials. 😄

    • Profilbild
      Flowwater AHU

      @Flowwater Ich hab’s jetzt das dritte mal gelesen … jetzt auch den Vorspann. „Skype-Konferenz“ … OK … also leider nicht in seinem Studio gewesen. 😉

  9. Profilbild
    TBS

    Was soll man zu Rob sagen, einfach mal ran an die Regler und schauen was daraus wird, seine Devise.

    Dann hat man 94 das Video in Viva von Rob gesehen und wollte auch so etwas machen an diesen Dingern schrauben und dann war es soweit 1997 mein erster PC und ich habe mir Rebirth besorgt und ich habe geschraubt.

    Dann Reason, danach Ableton Live und habe Livesets erstellt. Bis heute habe ich die Arbeitsweise die ich mit Rebirth angefangen habe weiter behalten. Damit kann man erstmal rumspielen und dann am Ende in das Sequenzerfenster (Arrangementview) gehen und das Endprodukt erstellen.

    Eine wirklich gute Inspirationsquelle.

  10. Profilbild
    Tekkelec

    Was für ein tolles Interview. Vielen lieben Dank dafür. Absolut inspirierend,gerade für mich als Anfänger.👍
    Was ich schon alles gelernt habe, hier auf AMAZONA. Mega.😎

  11. Profilbild
    citric acid

    Ich kenne Robert jetzt schon einige Jahre und wir haben schon einige Zeit verbracht. Sein Interview ist wie seine Person. Immer wieder sehr faszinierend. Er ist bei all seinem Erfolg immer der Nette Mensch geblieben und ist sehr hilfsbereit. Sein Sound Früher wie heute richtungsweisend.

    Für mich als Acid Act immer eine Inspiration.

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