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Workshop: Sound & Equipment der Red Hot Chili Peppers

Das Equipment der Peppers!

11. Juni 2023

Workshop: Sound & Equipment der Red Hot Chili Peppers

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Die Zeiten haben sich geändert – es passiert nicht mehr, dass Rockbands Alben rausbringen, die wirklich durch die Bank und generationsübergreifend gefeiert werden und für eine Weile gefühlt omnipräsent sind im Zeitgeist. Californication von den Red Hot Chili Peppers war ein solches Album / Phänomen. Scar Tissue. Road Trippin. Der Titeltrack. Egal ob Death Metal Connaisseur, Electro-Bub oder Sozi-Student mit Hives-Frise – jeder schätzte das Album. Auch Grunge-Boys wie meine Wenigkeit zu der Zeit.

Die Chili Peppers haben seitdem eine seltsame, wechselhafte und nicht immer nachvollziehbare Wandlung vollzogen. Zugegeben, nach Californication schwand mein Interesse an den kalifornischen Laissez-Faire-Funkern, aber ihr Aufstieg war, gelinde gesagt, kometenhaft. Viele sind der Meinung, dass das an den schlichtweg gut arrangierten Songs liegt. Andere finden die Peppers „einfach eternally sexy“, um mal meine alte Mitbewohnerin zu zitieren. Die Chili Peppers verkörpern das kalifornische Lebensgefühl, mit all seinen dunklen Facetten. John Frusciante kollabierte psychisch und physisch komplett ’97. Kiedis war der Sprößling eines archetypischen 70s Hippies, der seinen Sohn psychisch misshandelte. Flea ist mehr Märchenwesen als Mensch. Und Chad Smith ist…nun ja, Chad Smith ist Chad Smith – der Fels in der Brandung dieser Band.

Zusammen ergeben sie aber etwas, das größer ist als die Summe ihrer Teile. In lichten Momenten sind die Chili Peppers eine großartige Band mit einer bemerkenswerten Klarheit im Sound. Jedes Element weiß, wo es hingehört und überschreitet nicht seine Grenzen. Es ist psychedelische Klangkultur in Rick Rubin-angeleiteter Vollendung und wurde unzählige Male kopiert. Warum also dieser Artikel? Er ist Teil einer Serie, die wir in Zukunft öfter bringen werden: Die Klangverhältnisse und das Equipment von bekannten Bands zu sezieren. Warum die Chili Peppers? Weil man eine Menge über die „Grundlagen“ eines transparenten Rocksounds lernen kann, wenn man sich damit beschäftigt, wie die Band ihre Klangkulisse aufzieht. Schauen wir uns das mal an – ganz konkret: Gitarre & Bass, und legen uns auf Frusciante als Gitarristen fest, obwohl die Band einige Gitarristen in ihrem langjährigen Bestehen hatte.

John Frusciante – E-Gitarren, Effektpedale, Sound

Gitarrengott oder am heftigsten überschätzter Saitenzupfer aller Zeiten? Die Wahrheit liegt sicherlich irgendwo in der Mitte, aber Tatsache ist: Frusciante polarisiert! Er ist seit jeher ein Spieler von Fender Stratocastern – und zwar vor allem eine Reihe von Modellen, auf die er immer wieder abwechselnd zurückgriff:

Die E-Gitarren von John Frusciante

  1. 1962 Fender Stratocaster: Frusciante war bekannt dafür, eine Vintage 1962 Fender Stratocaster zu verwenden – live und im Studio. Eigenen Aussagen nach kam die 1962er Strat auf fast jedem Album zum Einsatz – und war ein wichtiger Bestandteil seines Sounds während der Aufnahmen zu den Alben „Blood Sugar Sex Magik“ und „Californication“.
  2. 1963 Fender Stratocaster: Eine weitere klassische Stratocaster, die von Frusciante verwendet wurde, war die 1963er Version. Das gute Stück hatte einen ziemlich charakteristischen Klang und wurde auf vielen seiner Live-Auftritte in den 90er-Jahren eingesetzt. Im Studio kam das Gerät weniger zum Einsatz, sondern war vor allem Johns Waffe für den Live-Einsataz.
  3. 1955 Fender Stratocaster: Frusciante besaß auch eine 1955er Stratocaster, die er in einigen Studioaufnahmen und bei Live-Auftritten spielte – und vor allem durch den warmen Vintage-Klang zu Frusciantes ikonischem Sound beitrug. In Songs wie im Klassiker „Under the Bridge“ soll die 1955er genauso zum Einsatz gekommen sein wie auf dem bereits erwähnten „Scar Tissue“ – und auch „Dani California“ auf der Stadium Arcadium weist die 1955 Fender Stratocaster auf.
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  1. Custom Shop Fender Stratocasters: Neben den Vintage-Modellen spielte Frusciante auch verschiedene Custom Shop Fender Stratocasters. Diese Gitarren wurden speziell nach seinen Wünschen und Vorlieben angefertigt und waren oft mit einzigartigen Details ausgestattet – meistens aber waren diese Details den exzentrischen Vorlieben dieses Mannes geschuldet.
  2. Les Paul ’54 Goldtop: John verwendete immer wieder auch Gibson Paulas, doch keine so häufig wie seine ’54 Goldtop. Dabei war das gute Stück vor allem bei Live-Auftritten für energische Songs sein Go-To-Instrument: Für „Give it away“ oder „By the Way“ stand er meistens mit der Gibson auf der Bühne, garnierte im Studio aber auch einige Parts von Californication Songs mit der Goldtop.
  3. Gretsch White Falcon: Eine weitere Gitarre, die John immer wieder einsetzte, war die optisch imposante Gretsch White Falcon. Zum Beispiel spielte er die White Falcon bei Live-Auftritten von Songs wie „Snow (Hey Oh)“, „Californication“ und „Dani California“, aber auch auf der „Stadium Arcadium“ kam die White Falcon für einige Tracks wie „Hard to Concentrate“ und „Desecration Smile“ zum Einsatz.

John Frusciante setze also auf warme Vintage Sounds – und besaß dabei einen sehr eigenen Instinkt, vor allem wenn es ums Songwriting ging. Schon mal versucht, Scar Tissue auf Gitarre zu spielen? Dabei immer gemerkt – ja, nettes Ding, aber klingt irgendwie immer ein Stück anders als auf dem Album. Das hat einen Grund: John verstimmte seine Gitarre absichtlich für diesen Song:

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John folgte seinem Instinkt also immer mit größtmöglicher Rigorosität und verließ sich darauf, dass er wusste, was richtig ist – für seinen Sound und für seine Band. Auch beim Thema Verstärker.

Die Verstärker von John Frusciante

Im Laufe der Jahre verwendete Frusciante eine Vielzahl von Verstärkern, um seinen gewünschten Sound zu erreichen.

  1. Marshall Major 200W & Marshall Silver Jubilee: Frusciante war bekannt dafür, den Marshall Major-Verstärker zu verwenden, insbesondere während der Aufnahmen zum Album „Blood Sugar Sex Magik“. Dieser Verstärker verleiht seinem Sound einen starken, verzerrten und kraftvollen Charakter und war in Kombination mit der Gibson Goldtop eine Wucht. Den Silver Jubilee verwendete er ebenfalls gerne sowohl live als auch im Studio.
  2. Fender Dual Showman: Ein weiterer Verstärker, den Frusciante gerne verwendet hat, ist der Fender Dual Showman. Dieser Röhrenverstärker hat ihm geholfen, den warmen und dynamischen Klang zu erzeugen, der für seinen Stil charakteristisch ist und dürfte der wahrscheinlich am häufigsten verwendete Amp des Gitarristen gewesen sein. Heutzutage sieht man ihn vor allem mit dem Fender Twin Reverb, aber es gab eine Zeit, in der John regelmäßig auf den Dual Showman schwörte.
  3. Dumble Amplifiers: Frusciante hat auch Verstärker von Dumble verwendet, insbesondere den Dumble Overdrive Special. Diese Verstärker zeichnen sich durch ihren reichen, komplexen und nuancierten Klang aus – etwas, das John bei den Aufnahmen zu Californication sehr zu schätzen wusste. Dumble Verstärker sind eine Legende für sich und Howard Dumble und John waren per du. Öffentlich schwärmte John von Dumble und Howard wusste das zu schätzen und baute John sogar ein paar maßgeschneiderte Dumbles.
  4. Vox AC30: Ein weiterer Verstärker, der in Frusciantes Setup zu finden ist, ist der Vox AC30. Dieser Verstärker bietet einen klaren, dynamischen Klang und wurde von ihm sowohl live als auch im Studio eingesetzt – die Go-To-Lösung einer jeden Rockband und ein besonders vielseitiges Gerät.

Diese Verstärker ermöglichten es Frusciante, eine breite Palette von Klängen und Verzerrungen zu erzeugen – doch wie verhielt es sich mit den Amp-Einstellungen selbst? Da kann man nur Richtlinien geben, aber es hilft, sich für die typischen EQ-Bereiche an folgende Größen zu orientieren:

  • Gain: 1-3
  • Bass: 3-4
  • Mids: 6-7
  • Treble: 6-7
  • Reverb: 3

Wenig Gain, viele Mitten, viele Höhen, moderater Bass – um den Chili Peppers Sound zu imitieren, ist das als Grundlage schon mal was. Doch diese Einstellungen basieren auf bestimmte Vorannahmen. Erstens: Ihr verwendet eine Stratocaster. Und wenn ihr sie verwendet, dann meistens den Neck-Pickup. Die oft cleanen, aber treibenden Parts von John haben keinen Unisono-Bass und benötigen einen eigenen Schub – dafür ist der untere Pickup zu „höhenlastig“. Er kommt jedoch immer zum Einsatz, wenn ihr Solo-Gefilde betretet. Fast alle John Frusciante Soli basieren auf dieser Grundformel – nur müsst ihr 2 bis 3 Stufen beim Gain draufpacken, die Mitten lassen wie sie sind und auch beim Treble obendrauf mindestens 2 Stufen packen. Richtig krachende Zerrungen verwenden die Peppers so gut wie nie – und wenn, dann greifen sie auf bestimmte Effektpedale zurück.

Die Effektpedale von John Frusciante

Auch beim Thema Effekte Frusciante setzte verschiedene Effektgeräte ein, um seinen Sound zu formen und seine Kreativität auszudrücken – früher wesentlich hemmungsloser, inzwischen eher zurückhaltend. Zu seinen häufig verwendeten Effekten gehörten Wah-Wah-Pedale, Distortion-Pedale, Phaser und Filter-Effekte.

  1. Ibanez WH-10 Wah: Dieses Wah-Wah-Pedal war und ist ein fester Bestandteil von Frusciantes Setup und wurde oft in seinen Soli und melodischen Passagen eingesetzt. John ist bei seinen Soli kein Wah-Wah-Purist wie beispielsweise Kirk Hammett, doch meistens brechen seine Gitarrensoli in einzelne Wah-Wah-Segmente aus.
  2. Boss DS-1 Distortion: Das Boss DS-1 ist das vielleicht beliebteste Distortion-Pedal einer ganzen Generation, das auch Frusciante verwendet hat, um seinen Gitarrensound mit einem verzerrten, rauen und aggressiven Ton zu erweitern. Es wurde in vielen der energiegeladenen Songs der Red Hot Chili Peppers eingesetzt und ist beispielsweise auf By the Way zu hören.
  3. Electro-Harmonix Big Muff Pi: Sättigung, Sustain – und treibendes, brutzelndes Low-End. Das Big Muff Pi ist bekannt für seinen dichten, satten und verzerrten Sound. Frusciante hat den Big Muff Pi verwendet, um seinen Gitarrensound mit massiven Fuzz-Effekten zu erweitern und verwendet das Pedal gut und gerne live auf der Bühne.
  4. MXR Phase 90: In Sachen Modulation sattelte John vor zwanzig Jahren ca. Richtung Multieffektpedale um, doch das MXR Phase 90 ist ein Phaser-Effektpedal, das Frusciante nach wie vor gut und gerne verwendet. Er kam in Songs wie „Under the Bridge“ und „Scar Tissue“ ganz dezent zum Einsatz und ermöglicht es, leicht und ohne Probleme einen gewünschten Effekt zu erzielen.
  5. Eventide H3000 Harmonizer: Der Eventide H3000 ist ein fast schon Vintage- Multieffektgerät, das Frusciante für seine vielfältigen Klangmöglichkeiten schätzte. Mit dem H3000 konnte er verschiedene Modulationseffekte, Delays und harmonische Verzerrungen erzeugen – und weiß das schon seit langem zu schätzen. In einem Interview mit dem Magazin „Guitar Player“ aus dem Jahr 1999 erwähnte Frusciante, dass der Eventide H3000 einer seiner Lieblingseffekte sei und dass er das Gerät sehr ausgiebig nutzte. Er beschrieb den H3000 als „erstaunlich flexibel“ und betonte, wie er damit verschiedene Klänge und Texturen erreichen konnte, die sein Gitarrenspiel bereicherten. Nun denn – ob er sich für die neueren Eventide-Modelle genauso begeistert, ist leider nicht überliefert.

Tatsache ist: John nutzt Pedale in einem moderaten Maße, selten in einem Dry/Wet-Verhältnis über 40 % und eigentlich immer dann, wenn seine Gitarre zentrale Motive im Alleingang spielt. Während er auf der Stadium Arcadium viel experimentierte, kann man argumentieren, sind seine erfolgreichsten Songs meistens die, wo er sich auf den Grundklang seiner Gitarre verlässt und nicht viele Effekte kredenzt. Dass der spielerische Reiz dieser Band nicht nur in diesen gut arrangierten Songs liegt, sondern durchaus in der Spielfreude, die er und Flea manchmal live entfalten, kann man hier nachvollziehen:

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Flea – Bassgitarren, Amps & Effektpedale

Flea, der charismatische Bassist der Red Hot Chili Peppers, ist zweifelsohne eine Nummer für sich. Tatsache ist: Unter vielen Bassisten wird der Saitenzupfer gerne mit Häme übergossen. Man attestiert dem exzentrischen Tausendsassa, dass er ein chaotischer, schlampiger und oft ungenauer Spieler ist. Die Frage ist: Who cares? Er ist bekannt für seine energiegeladenen Bühnenauftritte und seinen ziemlich durchdringenden Bass-Sound – und das nicht ohne Grund. Ich sah die Chili Peppers live in Köln im Jahre 1999 als kleiner Bub und erinnere mich noch heute sehr deutlich daran, welche unfassbare Energie Flea auf der Bühne freisetzte. Er stand unter Strom und spielte mit einer Vehemenz, als hinge sein Leben davon ab.

Um seinen charakteristischen Sound zu erreichen, setzt er ein breites Spektrum an Equipment ein, das von verschiedenen Bassgitarren über Verstärker bis hin zu Effektpedalen reicht.

Die Bassgitarren von Flea

Flea ist für seinen spielerischen und dynamischen Stil bekannt und verwendet verschiedene Bassgitarren, um seinen Sound zu formen. Hier sind einige der bekanntesten Modelle, die Flea im Laufe seiner Karriere eingesetzt hat und die den Stil dieser Band maßgeblich geprägt haben:

  1. Modifizierter Fender Jazz Bass: Flea hat oft einen modifizierten Fender Jazz Bass verwendet, der für seinen individuellen Spielstil angepasst wurde – und entsprechend bei den treibenden Songs wie „Give it Away“ und „Can’t Stop“ Verwendung gefunden haben. Eins der Hauptmerkmale von Flea ist sein oft perkussiver Anschlag, der bei den modifizierten Modellen gut zum Ausdruck kommt.
  2. Modifizierter Music Man StingRay: Bei „Under The Bridge“ und „Californication“ kam der StingRay zum Einsatz – wobei strenggenommen, bei Under The Bridge nur im Musikvideo. Eingespielt hat er den Hit mithilfe des Wal Mach II. Oft hat er diesen Bass mit zusätzlichen Pickups und einem verstärkten Ausgang versehen, um seinen Sound weiter zu verfeinern und lange Zeit handelte es sich beim StingRay um sein Aushängeschätzchen.
  3. Modifizierte Modellbassgitarren: Flea hat auch speziell angefertigte Modellbassgitarren verwendet, die auf seinen individuellen Klangvorstellungen basieren und die er an vielen unterschiedlichen Fronten einsetzte. Diese einzigartigen Instrumente bieten oft erweiterte Klangoptionen und ermöglichen es ihm, seine kreative Vision voll auszuschöpfen.

Verstärker und Speaker Cabinets von Flea

Fleas Bass-Sound wird von leistungsstarken Verstärkern und Speaker Cabinets verstärkt. Über seine Geschichte hinweg blieb er ein paar Marken treu. Hier sind zwei der wichtigsten Verstärkermodelle, die er während seiner Karriere genutzt hat:

  1. Ampeg SVT: Flea ist bekannt für seine Verwendung des Ampeg SVT (Super Valve Technology) Verstärkers, – und hat ihn Zeit seiner Karriere eigentlich nie wirklich ad acta gelegt. Der SVT bietet genügend Leistung, hat einen ungemein warmen und druckvollen Klang und gibt Fleas Spielweise die perfekte Grundlage.
  2. Gallien-Krueger: Flea hat auch Verstärkermodelle von Gallien-Krueger verwendet – und zwar vor allem den 2001-RB. Diese Verstärker bieten einen klaren und präsenten Basssound und tragen zur Durchsetzungsfähigkeit von Fleas Spiel im Bandkontext bei.

Effektpedale von Flea

Tja – und vor allem an der Effektfront fährt Flea eine regelrechte und kleine Armada und verwendet eine Vielzahl von Effektpedalen. Sein Sound ist trotz allem immer sehr ausdifferenziert und klar – hier trifft eine tighte Spielweise auf eine gewisse Experimentierfreudigkeit. Hier sind einige der Effektpedale, die Flea verwendet:

  1. Electro-Harmonix Big Muff Pi: Das Big Muff Pi Fuzz-Pedal erzeugt einen dichten Basssound. Ich weiß nicht, wer als erster auf den Pi kam – John oder Flea, aber beide verwenden dieses Pedal und Flea vor allem, um seinen Basslinien mit einem kräftigen Fuzz-Effekt zu versehen, wenn zb „By the Way“ oder „Give it away“ in ihre letzten Takte gehen.
  2. MXR Bass Envelope Filter: Mit diesem Envelope Filter-Pedal kann Flea den Klang seines Basses modulieren und einen funkigen, quakenden Sound erzeugen – gewissermaßen ist er dafür am bekanntesten. Vor allem eben auch, weil es seine perkussive Spielweise unterstützt.
  3. Moogerfooger MF-101 Lowpass Filter: Das Moogerfooger-Pedal bietet Flea die Möglichkeit, den Klang seines Basses durch das Filtern bestimmter Frequenzen zu gestalten- und soweit man es nachvollziehen kann, kommt der Moogerfooger gefühlt auf jeden zweiten Song vor.
  4. Boss CE-1 Chorus Ensemble: Das CE-1 Chorus Ensemble-Pedal verleiht Fleas Basssound einen warmen und weiten Chorus-Effekt – ein Effekt, den er nicht inflationär benutzt, sondern vor allem bei den leisen Liedern wie „Road Trippin“.
  5. Line 6 DL4 Delay Modeler: Kein Basssound ohne Delay – Flea erzeugt mit dem Modeler Echo, Wiederholungen und atmosphärische Klangschichten.
  6. MXR Phase 90: Das Phase 90-Pedal verwendet Flea vor allem gerne live, wenn es John und er es krachen lassen und drauf losjammen.

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  1. Profilbild
    mort76

    Bei der Überschrift denke ich mir sofort: Wer will denn schon so klingen wie irgendwer anderes insgesamt? Gibts schon…

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    AMAZONA Archiv

    Liegt das am Sommer? Gestern habe ich fast den ganzen Tag RHCP gehört. Mann, selbst die werden alt, das macht mir echt zu schaffen.

  3. Profilbild
    CDRowell AHU

    Die Technik ist das eine. Komositionen, Kreativität und Texte, da sollte man mit der KI weiterkommen oder? Welchen Revoice-Anbieter nahme ich denn, um Anthony zu imitieren?
    Schwupps, biste ganz groß im Geschäft!🤣

  4. Profilbild
    Armin Bauer RED

    Hi Dimi,

    Californication, da bist du aber recht spät eingestiegen. Da beginnt das, nun ja, gereifte Spätwerk der Band.
    Die wirklich interessanten Alben liegen davor.

    • Profilbild
      sibe

      @Armin Bauer Da kann ich Armin nur voll und ganz zustimmen.
      Für mich begann mit Californication der Wandel der Band zum „Mainstream“.
      Und das meine ich musikalisch gesehen durchaus negativ.
      Gut, den ein oder anderen ganz netten Song gab es danach durchaus noch, aber alles DAVOR finde ich ungleich interessanter und kreativer.

      Interessanterweise merke ich sehr oft, wenn die Chili Peppers Thema sind, dass sie bei vielen erst beginnend mit Californication überhaupt in der Wahrnehmung sind.

  5. Profilbild
    Sonja (Team DelayDude) RED

    Hi Dimi,

    vielen Dank für den Artikel. Ich persönlich finde diese „so klingst du wie XY“ ehrlich gesagt super. Ich habe unter anderem damit Bass spielen gelernt. Wer kann schon, wenn er das erste Mal seine Finger an die Saiten legt, gleich eigene Sachen komponieren? Und um zu lernen, bestimmte Sounds mit konkreten Instrumenten (Sei es Gitarre, Bass, Effektpedal, Synth oder was auch immer) und Spielstilen zu verknüpfen, gibt es doch nichts besseres. Ich bin da ganz ehrlich: besser werde ich nur, wenn ich unzählige Male an den Läufen von Flea scheitere😜.

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    Bodie

    Was ist mit Modellbassgitarren gemeint?
    Ich weiß das er (Flea) über einen längeren
    Zeitraum Bässe von Modulus Graphite gespielt hat.

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    OscSync AHU

    Würde auch den Vorredner zustimmen, dass mit Californication die Altersphase begann. Der rasante Aufstieg begann mit „Mother´s Milk“ ´89 und ging rasant weiter zu „Blood, Sex, Sugar Magik“ 1991. Letzteres Album habe ich als den Zenit wahrgenommen. 1991/92 lief wirklich jeder mit RHCP-Shirts rum (im Wechsel mit RATM, Nirvana, Metallica, Alice in Chains, hach war das schön….). Danach war Frusciante erstmal weg und Dave Navarro wurde als nicht adäquater Ersatz wahrgenommen, das dazugehörige Album war entsprechend schnell wieder verblasst. Insofern hatte Californication für mich etwas von einem Comeback-Album. Und ab da wurde es ziemlich formelhaft und unaufregend.

    Ähnlich habe ich es mit den Ärzten wahrgenommen. „Das ist nicht die ganze Wahrheit…“ von 1988 war für die Mädels in meiner Klasse das Ende einer tollen Ära und die Trauer groß. „Die Bestie in Menschgestalt“ von 1993 war ein Comeback-Album. Aber für andere fing der Aufstieg der Ärzte erst mal richtig an. Vielleicht ist das aber nur meine Wahrnehmung, ich beginne mich alt zu fühlen, wo ich das so schreibe…..

  8. Profilbild
    Jazzheini

    Ich finde generell, das alle Chilli-Peppers auszeichnet, ist ihre songdienliche Spielweise. Jeder wirkt zuerst dem Groove verpflichtet, dann Harmonie und Melodie. Solo-Eskapaden halten sich sehr in Grenzen und sind dann auch meistens keine Technik-Demos ala John Petrucci. Selbst wenn Frusciante ein Solo spielt, orientiert er sich sehr an Groove und Dynamik des Stückes und nicht daran, der Menge zu zeigen, wie lang er geübt hat …
    Die Peppers funktionieren für mich vor allem deswegen, weil es trotz aller Spielfreude eine sehr „bewußt“ spielende Band ist, wo jeder sich auch ein Stück weit unterordnen kann.

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