Arturia Pigments 3, Polychrome Software Synthesizer

20. April 2021

Mehr Engines und FX

arturia pigments 3 synthesizer plugin

Arturia bringt den Software-Synthesizer Pigments 3 auf eine neue Ebene. Neue Features machen den Sound noch vielseitiger. Den Test zu PIGMENTS 3 findet Ihr HIER

Version 3 hat eine Reihe neuer Funktionen zu bieten: einen Harmonic Oscillator für additive Sounds, 64 zusätzlich Wavetables für metallische und aggressive Timbres, eine Third Utility Engine, um den Sounds mehr Tiefe und Lebendigkeit zu verleihen, vier neue Effekte, darunter Pitch Shift Delay und BL-20 Flanger, das Lowpass-Filter aus dem Jup-8V Plug-in, erweitertes Filter- und FX-Routing sowie integrierte Tutorials und 200 neue Presets.

Pigments besitzt somit vier Sound-Engines, von denen jeweils zwei kombiniert werden können. Mit der Utility Engine steht ein extra Oszillator und bis zu zwei Layer mit gesampeltem Noise als Erweitrung bereit. Zur Bearbeitung der Klänge gibt es ein duales Filter, in dem zwei von 10 Filtertypen frei gewählt werden können. Mit 18 FX-Algorithmen lassen sich die Klänge weiter formen. Eine umfangreiche Modulationsmatrix erlaubt die Verbindung von nahezu allen Parametern via Click & Drag. Sequencer und Arpeggiator mit einem fortgeschrittenen Zufallsalgorithmus animieren die Sounds direkt im Plug-in. Die Bedienung wird durch das visuelle Feedback des farbkodierten Panel-Designs erleichtert.

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Arturia Pigments 3 kostet zur Einführung 99,- Euro, regulär wird der Preis 199,- Euro betragen. Außerdem erhalten Neukunden das Spectrum Sound Pack mit 500 Presets gratis dazu. Für Besitzer der vorherigen Version von Pigments ist das Update kostenfrei und man erhält ein Angebot, das Spectrum Sound Pack für 19,- Euro zu erwerben.

Forum
  1. Profilbild
    ukm  

    Ja, technisch sehr vielseitig und sehr gute Bedienbarkeit und Übersicht der Programmieroberfläche (anders als bei den V-Collection-Instrumenten).
    Was man dann allerdings bei den Presets zu hören bekommt, ist ernüchternd. Wahrscheinlich sind es zu 90% experimentelle Sounds. Diese ersaufen in Effekten, sind nicht über die gesamte Tastatur als Instrument spielbar, die Belegung der Standard-Controller ist meist auch überarbeitungswürdig. Die restlichen 10% an klassischen Synthsounds (z. B. SynthBrass, SynthComp, SynthStrings, SynthLead usw.) haben bei mir auch keinen Aha-Effekt ausgelöst.
    Wenn man „from scratch“ anfängt, kann man sicher einiges erreichen, dazu fehlt mir aber jetzt die Motivation.

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      martin stimming  

      stimmt, die sind alle so ein bisschen ein showcase für die neuen möglichkeiten – ich kann sowas gut verwenden, aber brot und butter ist das nicht. fairerweise muss man sagen dass es brot und butter im besten sinne schon von u-he gibt, eine so gut spielbare grain-engine (MPE!) aber irgendwie nicht, da fällt mir sonst nur quanta ein, der ist aber eckiger. die neue additive engine muss ich noch tiefer erforschen…

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    Basicnoise  

    Ich war zunächst total begeistert von dem Synth. Vor allem, das GUI fand ich klasse, da man hier genau sieht, was so ein LFO da gerade treibt. Dies ist aber auch eine der großen Schwachpunkte. Die GUI frisst auf meinem Laptop unglaublich viel Ressourcen. Bei geöffneter Oberfläche habe ich immer wieder Dropouts, bei Projekten, die sonst stabil laufen.

    Was ich aber schwerwiegender finde: Der Grundsound. Ich finde, im Vergleich zu zB.: u-he fällt der einfach ab. Ich nutze Pigments daher kaum noch und glaube auch nicht, dass mehr Funktionen daran was ändern.

    Und ja, die völlig FX überladenen Presets gehen auch gar nicht. Vor allem muss man etliche Male klicken, bis man sie alle aus hat. Hier wäre ein „alle Effekte aus – Button “ ne gute Sache. (Würde aber wohl auch nichts daran ändern, dass ich mich frage, ob ich den überhaupt noch brauche.)

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      0gravity  

      Welchen Synth „braucht“ man schon wirklich? ;-)
      Was ich auch so empfinde ist, dass der Sound auf Anhieb nicht so “ punchy“ und „analog“ rüberkommt wie bei Repro oder Diva.
      Aber möchte man das immer?
      Ich weiß, zu 90% wird nach breit, fett, warm und knackig geschrien, aber es gibt noch ganze Klanguniversen jenseits dieses doch recht schmalen, bereits ausgiebig erkundeten und gehypten Klangideals.
      Und dafür eignet sich Pigments imho sehr gut, nicht nur wegen der unendlichen Möglichkeiten und des tollen Interfaces, sondern auch weil er eben grundsätzlich erst mal eher neutral klingt.

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        Basicnoise  

        Da muss ich wohl zurückrudern und Dir zustimmen. Es ist echt Quatsch – und das muss ich mir selbst immer wieder sagen – den Synth mit u-he zu vergleichen. Denn diese Sounds habe ich ja nun eh schon. Wahrscheinlich muss ich mich einfach mal mehr mit ihm befassen und tiefer eintauchen, dann erschließen sich sicher noch viele Möglichkeiten.

        Na dann also doch mal das Update ziehen :)

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          tomDog  

          Moin, ich benutze Pigment als Ergänzung zu den U-HE Synth`s ( ich habe alle). Auch von Hive unterscheidet sich Pigment.
          Ich möchte mal von anderer Stelle zitieren:
          „Während die Rekreationen analoger Schätze lange Zeit das Hauptgeschäft von Arturia waren (und weiterhin sind), wendet man sich mit Arturia Pigments 3 an Sounddesigner. Hier geht es weniger um die Sounds der Top 10, sondern um das Entdecken neuer Klangsphären und Klangwelten, die – um es in Anlehnung an StarTrek zu sagen – noch nie ein Mensch zuvor gehört hat.“
          Und genau das macht man mit Pigment 3 hervorragend. Stundenlanges Abtauchen in Klangwelten.

  3. Profilbild
    Wechselzahn

    Ich hab den Overflash der Werbekampagne erstmal kurz sacken lassen und mir ihn letztendlich doch gekauft, Arturias super Einführungsamgebotes sei dank.
    Ich finde den Synth schon recht übersichtlich bei der Fülle an verbauten Möglichkeiten. Ob das bei mir immer zielführend ist steht auf einem anderen Blatt. Ich mag auch sehr die MPE Fähigkeiten, Granular und Harmonic Engine.
    CPU Load ist schon etwas zu hoch. Aktuelle Rechner packen das zwar, aber er oder sie ist ja nicht der einzige Klangerzeuger in einem Projekt, mal ganz zu schweigen vom Processing.
    Schöne bunte Welt in der wir doch leben.

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