Community: EU-Urheberrechts-Debatte Artikel 13

28. April 2019

Artikel 13 - Fluch oder Segen?

Vorwort der Redaktion

Der Filter, um den es heute geht, verfügt zwar nicht über Cutoff, hat aber dennoch enorme Resonanz.

Um mit euch als Community eine sachliche Diskussion zum geplanten EU-Urheberrecht anzustoßen, hat uns Dimi Fakten und Stimmungstrends zusammengefasst. Wie üblich bei AMAZONA.de, sollte er aber auch seine persönliche, subjektive Meinung einfließen lassen. Unser Wunsch wäre es nun, diesen Beitrag als Ausgangsbasis für eine mögliche Debatte zu liefern, bei der aber Dimis Beitrag nicht ausschließlich im Fokus stehen sollte, sondern eure Einstellung zum geplanten EU-Urheberrecht.

Eure AMAZONA.de Redaktion

EU-Parlament in Straßburg (Shutterstock)

Urheberrechte, Upload-Flter, Leistungsschutzrechte und die EU

Es ist lange her, dass ein Gesetz in Europa das letzte Mal so umfassend polarisierte und Hunderttausende auf die Straße brachte. Dabei gab es Demonstrationen für (oder gegen) Europa  in den letzten Jahren zuhauf. Es liegt etwas in der Luft, ein Hauch von Um- und Zusammenbruch, je nachdem, welche Ecken des alten Kontinents man sich anguckt. So orientieren sich die meisten Straßenzüge in Europas Städten an Grundsatzfragen: für ein geeintes Europa, für mehr Zentralismus oder doch für einen reformierten Föderalismus – oder nichts von beidem? Nationalstaat hui, Bündnis pfui?

Aber dass Hunderttausende auf die Straßen gehen, um ihren Unmut wegen einem einzelnen Gesetz kundzutun, das ist selten. Nichts anderes ist in den letzten Wochen passiert. Jetzt ist es beschlossene Sache: Artikel 13 kommt. Während sich bei einigen Resignation und Unmut breitmachen, gibt es auch viele Stimmen, die der Meinung sind, dass so ein Gesetz längst überfällig ist, dass es – quasi – das Gesetz der kleinen Leute ist. Andere wiederum glauben, dass Musikern und Start-ups die Existenzgründung erheblich erschwert wird. Emotionen zu dem Thema gibt es zuhauf, flammende Reden und Pamphlete für und gegen das Gesetz sind in Parlamenten und Foren geteilt worden. Aber was bedeutet das alles für den berufstätigen Musiker? Hier der Versuch einer Bestandsaufnahme:

Artikel 13 – Worum geht es?

Vereinfacht ausgedrückt ist Artikel 13 eine Urheberrechtsreform, die europaweit für alle Mitstreiter der Musik- und Kreativindustrie Folgen haben wird. So weit, so gut. Aber welche Interessen sind hier im Spiel?

Jede Art von Dienstanbieter im Internet wird nun in die Pflicht genommen, das Urheberrecht zu schützen – koste es, was es wolle. Das klingt erstmal nicht neu. Doch der Teufel liegt im Detail. Der Unterschied wird darin bestehen, dass die Plattformen, Websites und Anbieter direkt haftbar gemacht werden können. Was wie eine gesetzliche Feinjustierung anmutet, könnte weitreichende Folgen haben und eine (negative) Kettenreaktion in Gang setzen. Weshalb?

Wenn bislang jemand, egal ob Musiker, Konzern, Künstler oder Verband das Urheberrecht verletzt sah, gab es einen prozessualen Vorlaufmechanismus, der den veröffentlichenden Plattformen oder Websites erheblichen Spielraum ließ: Eine Anfrage musste verschickt werden, in der formal um die Entfernung des jeweiligen Materials gebeten wurde. Erst wenn dem nicht nachgekommen wurde und nachweislich vom Urheber jeder Kanal und jede Formalität in der Anfrage (wiederholt) in Anspruch genommen wurde, wurden gesetzliche Schritte eingeleitet. Ein mühsamer Prozess, aus dem die Anbieter oft bevorteilt hervorgingen.

Jetzt werden die Anbieter direkt haftbar gemacht. Kritiker, die fürchten, dass sich das Internet dadurch in eine spärlich bestückte Landschaft verwandeln könnte, aus der einzelne riesige Monolithen herausragen, sind mit ihrer Sorge nicht allein. Um sich wirkungsvoll gegen Urheberverletzungen schützen zu können, werden die Anbieter und Websites wohl oder übel Uploadfilter nutzen müssen. Und wie genau diese implementiert werden und ob sie überhaupt differenziert zum Einsatz kommen können, ist der vielleicht größte Streitpunkt der derzeitigen Debatte.

(Shuterstock)

„Eine unzumutbare Belastung des freien Internets“ – so nennt es Franz Josef Schmitt, einer der lautesten Kritiker der Gesetzesreform. Für die Nutzer hätten derartig umfassende Filtermechanismen erhebliche Folgen: Weniger Auswahl, weniger Zugang, weniger Austausch. Der Flaschenhals für den Informationsfluss im Internet wird enger. Die großen Plattformen, die davon leben, dass ihre Nutzer untereinander und mit dem spezifischen Angebot interagieren, erben nun erhebliche Risiken: Wenn das Urheberrecht nicht vernünftig geschützt wird, haften die Anbieter quasi für ihre Nutzer. Eltern haften bekanntermaßen für ihre Kinder – bedeutet dies gleich, dass man das Kind an die „Leine“ nehmen muss? Nichts anderes passiert hier, fürchtet Schmitt. Innovation durch Interaktion, Informationsfluss und Ideenaustausch zwischen Künstlern, Nutzern und Konsumenten – das ist jetzt alles Geschichte. Das Internet lebt von seiner unbändigen Freiheit. Jetzt herrscht quasi Ausgangssperre und niemand traut sich nachts mehr auf den digitalen Marktplatz. Aber ist das Ganze wirklich so schlimm?

Diese Argumente, wenn auch strittig, haben durchaus ihre Berechtigung. Da hilft auch das Leistungsschutzrecht nicht, das vorsieht, dass die großen Suchmaschinen Journalisten, Verlagen und Verbände mehr an ihren Einnahmen beteiligen. Denn es bedarf keiner allzu großen Fantasie, um sich vorstellen zu können, wie diese Mechanismen für Formen der Zensur missbraucht werden könnten. Daher ist die häufigste Meinung, die man zu Artikel 13 zu hören bekommt: In der Idee gut, in der Ausführung schrecklich und fehlerhaft. Denn in der Vergangenheit hat sich gezeigt: Liegt die Bringschuld beim Anbieter, nimmt die Zensur zu. Bestes Beispiel: die DMCA-Regelung in den USA.

Aus Angst und Selbstschutz dürften die Anbieter und Websites also auch beim kleinsten Verdacht auf eine Verletzung des Urheberrechts reagieren – und sei es nur beim Upload eines satirischen Statements oder eines Bildes, auf dem versehentlich das Starbucks-Logo im Hintergrund zu sehen ist. Satire und Netzkultur sollen geschützt werden, sagt die EU – aber können die Algorithmen der Upload-Filter wirklich zwischen Satire und Nicht-Satire unterscheiden? Zweifel sind berechtigt. Die Folge könnte eine eingeschränkte Debattenkultur und die Geburt einer neuen Branche sein: die der E-Commerce-Detektive. Und das freie Internet, wie wir es kennen, hat das Zeitliche gesegnet.

Artikel 13 – Was er für Musiker bedeutet!

Wenn man jedoch die Fürsprecher des Artikel 13 fragt, hat die Reform das Potential, ein längst überfälliges monumentales Ungleichgewicht wieder in Ordnung zu bringen. Um wen genau geht es? Nun, einer der Übeltäter, um den es hierbei geht, hat einen Namen:

YouTube

Ganz recht – mit 1,3 Milliarden Nutzern der größte Streaming-Dienst der Welt. YouTube ist eine der größte Ressource für Wissen, Kunst und Musik weltweit. Und was macht diese Ressource? Sie verbreitet ausschließlich kreative Inhalte Dritter. Kritiker meinen, dass YouTube also für eine alte Welt steht: Eine Welt, in der trotz intensiver Nutzung der Plattform die am Markt ausgehandelten Lizenzen nicht gezahlt werden, riesige Gewinne eingefahren werden und niemand so wirklich an den Erlösen beteiligt wird – außer ein paar Jungs in Silicon Valley. Denn während YouTube fleißig Werbeplätze rund um das hochgeladene Material verkauft, gehen die Kreativen, die Künstler und Schaffenden, diejenigen, die das Material überhaupt erst erschaffen haben, leer aus. Irgendwie absurd, oder?

YouTube steht also für das, was für viele Fürsprecher des Artikel 13 seit nunmehr fünfzehn Jahren falsch läuft im Internet: Unter dem Deckmantel des totalen Informationsflusses und des digitalen Freiheitsgedanken werden Künstler hier um ihr Hab und Gut gebracht. Du hast einen großartigen Song geschrieben? Großartig. Her damit. Tantiemen? Gibt’s nicht. Dafür aber eine riesige Plattform, von der du profitieren kannst – jedem mit Internetzugang steht deine Musik nun zur Verfügung. Für umme – versteht sich von selbst! Auf Geld hoffen durfte man, wenn sich schuldbewusste Nutzer auf die Bandcamp-Seite weiterleiten ließen und für einen digitalen Download bezahlten. Alle anderen können weiterhin frei in den Genuss der Musik kommen und Geld sieht niemand – außer der Konzern. Deine originelle Akkord-Progression oder geile Sequenz generiert also Umsatz für die Köpfe im Silicon Valley, für niemanden sonst. Dass das Künstlerverbänden schon seit Napster-Zeiten schwer im Magen liegt, dürfte also auf der Hand liegen.

Die bisherigen Vereinbarungen, die beispielsweise die GEMA mit YouTube hat, sind auf freiwilliger Basis und lassen dem Konzern also genug Spielraum, sich vor echten, legalen Shitstorms in Deckung bringen zu können – eine echte Rechtspflicht sieht anders aus. Was also tut Artikel 13 für den Künstler? Er hebt ihn auf Augenhöhe mit den Konzernen, die sich die Taschen vollschlagen mit dem Geld aus den Werbeplätzen, die durch das eigene Material überhaupt erst attraktiv werden. Das ist zumindest die Meinung der Fürsprecher, die von möglicher Zensur und den Idealen des Internets nichts wissen wollen, sondern konkret darüber reden, Existenzen absichern zu wollen.

Und auch hier braucht man nicht viel Fantasie, um sich mögliche (legale) Szenarien zugunsten der Künstler ausmalen zu können: eine neue Klasse von Verträgen, die dafür sorgt, dass man als Künstler und Musiker von Tantiemen leben und Mieten bezahlen kann. Das Einbinden und die Verbreitung von künstlerischem Material in den sozialen Netzwerken könnten von Algorithmen „getracked“ und auf Basis dieser Verträge entlohnt werden. Das würde eine noch nicht dagewesene Transparenz von Giganten wie YouTube oder Twitter einfordern- etwas, wogegen sich diese Riesen selbstredend mit Händen und Füßen wehren.

Allein YouTube hat auf den letzten Metern eine absurde und panische Kampagne gegen den Artikel 13 geführt und sich dabei als Heilbringer des freien Internets profiliert. Da muss man die Kirche schon im Dorf lassen – Fakt ist, dass hier ein milliardenschwerer Konzern Einbußen fürchtet und nur ungern ein größeres Stück vom Kuchen abgeben möchte. Es gehört eine gehörige Portion Naivität dazu, YouTube diese Scheinheiligkeit abzukaufen und es stößt zweifelsohne auch bitter auf, dass ein kapitalistischer Riese sich so ungeniert und machtvoll in den demokratischen Prozess einmischt, Kampagnen schaltet und, so die Kritiker, als Sprachrohr der Shareholder Stimmung gegen die Reform macht.

Und was für Musik und YouTube gilt, gilt gleichermaßen für Verlage und Google. Wer das Internet also als freien Umschlagplatz romantisiert, übersieht gerne, dass sich hier unzählige Davids unzähligen Goliaths gegenübersehen. Ist Artikel 13 also die langersehnte Steinschleuder? Das bleibt abzuwarten.

Die entscheidende Frage ist: Kann ein Balanceakt gelingen? Der Erfolg des Vorhabens steht und fällt mit der Qualität der Filteralgorithmen. Alle nutzerbasierten Portale dürften ein Interesse daran haben, ihre Nutzer mit willkürlichen Verweigerungen von Uploads nicht vor den Kopf zu stoßen. Willkür und Zensur schaden am Ende den Anbietern und den Websites – und niemand hat Interesse an digitalen Gangs und Detektiven, die sich wie Eintreiber von Schulden gebären und den Anbietern auf die Pelle rücken. Also: Gute Algorithmen braucht das (Digital-)Land.

Also – was passiert hier? Mehr Rechte für Künstler? Oder ergibt sich eine fast unerträgliche Last für kleine Anbieter und Start-ups, die es mit der Reform schwerer haben dürften, interessanten Content für Nutzer bereitstellen und ein individuelles Profil entwickeln zu können. Mehr Geld für Künstler – oder doch vielleicht ein handfestes Werkzeug für Zensur in den Händen mächtiger Konzerne? Demokratisierung oder Entmachtung, Kampfansage gegen Shareholder oder das Ende der „Meme-Kultur“ und der Satire? Wie so vieles wird es am Ende vor allem auf die Umsetzung ankommen. Nur eins steht fest: Dem Internet (und uns) stehen „interessante“ Zeiten bevor.

Forum
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    knutinge  

    Interessant ist dabei, dass viele Protagonisten in der Auseinandersetzung gegen Artikel 13 selbst Urheber und logischerweise für den Schutz ihrer Rechte eintreten. Die Einwände richten sich also nicht zwingend gegen das Urheberrecht, sondern gegen DIESE EU-Urheberrechtsreform, die alles in allem eine Kungelei zwischen Verwertern auf Kosten der Künstler ist.

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    tomk  AHU

    Denen gleitet die Kontrolle über die Schafsherde aus den Händen, darum wird unter dem Vorwand „Urheberrecht“ erneut ein Zensurgesetz durchgewunken, dass die Kontrolle zurück in die Hände Einzelner bringen soll. https://tinyurl.com/zswxsve

    Einst ein flammender Verfechter des europäischen Gedanken, kann ich diese „wir bedienen nur die Großen, den Kleinen predigen wir Sozialismus“ EU nur noch verachten!

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      Ted Raven  AHU

      Genau, das ist der Grund für die Urheberrechtsverschärfung. Ich weiß nicht, ob Du selbst komponierender Musiker bist. Ich jedenfalls komponiere selbst und finde es sehr gut, dass nicht mehr jeder die Arbeit anderer nutzen darf, ohne dass der Urheber dafür etwas erhält. Wenn man sich einmal ansieht, wer verantwortlich für die Gegenaktionen war, wird man feststellen, dass das in erster Linie Google, Facebook und Youtube waren. Und natürlich die Raubkopierer.

      Die Befürworter des Artikel 13 waren hauptsächlich schaffende Künstler, die den gravierenden Vorteil erkannt haben.

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    AMAZONA Archiv

    Das mit YouTube ist so nun auch wieder nicht korrekt. Man kann seine Inhalte dort monetarisieren lassen, wodurch vor und bei entsprechender Länge auch während des Clips dann zwingend Werbung gezeigt wird. Klar ist, dass sich das für 08/15 Hobbymusiker kaum lohnt. Die Miete können sie davon sicher kaum zahlen. Jedoch liegt die Vergütung im ähnlichen Rahmen wie bei Streaminganbietern. Mit entsprechender Fanbase kann man davon durchaus besser leben, als von Hartz-IV. Wenn man gar eine größere Nummer ist, kann man davon sogar richtig gut leben. Der hier schon interviewte Kebu könnte damit bspw. ganz gut verdienen. Wenn er dies denn auch in Anspruch nehmen würde. Warum wohl laden die Labelgiganten wie Anjunabeats oder Armada alle Songs hoch und nehmen die Monetarisierung von YouTube in Anspruch? Sicherlich nicht um ihr eigenes Grab zu schaufeln ;)

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    Tyrell  RED 1

    Sehe ich komplett entgegengesetzt. Für mich ist Europa die einzig denkbare Zukunft. Wenn sich die nächste oder übernächste Generation einmal überzeugt Europäer nennen und nicht mehr Deutsche, Franzosen, oder Polen etc., dann wäre das für mich ein großer Schritt in die richtige Richtung. Aber da es leider viele Menschen gibt, die so denken wie du, bleibt das wahrscheinlich eine Utopie. 😢

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      tomk  AHU

      Was wäre dann besser, wenn den europäischen Völkern die Identität weggenommen wird? Das erschließt sich mir überhaupt nicht.

      Deutschland als drittgrößter Waffenexporteur weltweit soll sein abstruses Moraldiktat bitte endlich einstellen, und erst vor der eigenen Haustür kehren.

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        Tyrell  RED 1

        Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen „drittgrößter Waffenexporteur“ und der Frage nach einer „europäischen Identität“. Im Gegenteil, umso stärker die EU umso geringer die Möglichkeit nationale Entscheidungen treffen zu können.

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          tomk  AHU

          Sehr oft wird dieser Identitätsdiebstahl mit dem verhindern von Kriegen innerhalb der EU gleichgesetzt. Deutschland allen voran meint weltweit moralische Diktate führen zu müssen, ist aber wie erwähnt drittgrößter Waffenexporteur weltweit. Moraldiktat und Waffenexporte stehen sich in meiner Sicht diametral entgegen.

          Je stärker die einzelnen Nation, desto stärker ihr Verbund!

          Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied.

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            Tyrell  RED 1

            —„Je stärker die einzelnen Nation, desto stärker ihr Verbund!“—

            Tut mir leid, dem kann ich nicht zustimmen und die Geschichte lehrt uns genau das Gegenteil.

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      Robocob11  

      Richtig, EU und Europa sind getrennt voneinander zu betrachten. Aber gerade deshalb ist die EU so wichtig. Souveränität und Nationalstolz haben Europa in zahlreiche Kriege gerissen. Diese nationale Denke – „mein Land“ – ist doch schon die Wurzel allen Übels. Aber wie Peter schon sagt – natürlich Utopie zu denken, dass wäre in wenigen Generationen überwindbar.

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        tomk  AHU

        Richtig! Sowas muss über Generationen hinweg wachsen, und nicht von Eliten zu Ihrem Vorteil erzwungen werden.

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        Sven Blau  

        Eine EU ohne einzelne Nationalstaaten – die Idee ist gut, doch die Welt noch nicht bereit. Klar wären dann faktisch die Chancen für neue Kriege zwischen Nationalstaaten gen Null – aber alle Türen offen für Bürgerkriege innerhalb der EU. Denn so schön die Vorstellung ist, dass alle sich lieb haben und so, das ist naiv. Zu groß sind die Unterschiede zwischen den Ländern, vor allem in Hinblick auf Wohlstand und Verteilung. Und das birgt Zündstoff. Man sieht es doch heute bereits, Gelbwesten, Anti-Migrationsbewegung… eigentlich alles nur Bewegungen, die sich entweder auf der wachsenden Kluft zwischen Arm und oder der Angst vor Überfremdung gründen.

        Bevor aus der EU ein wirklich geeintes Gebilde werden kann, müssten erstmal wirklich wichtige Baustellen angegangen werden.

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          Sven Blau  

          Ich denke, in 50-100 Jahren wird das Realität sein. Die Tendenz zu Blöcken ist ja jetzt auch schon erkennbar.

          Wenn ich meine Glaskugel blicke, wird es irgendwann, frei nach Orwell nur noch 2-3 große Staaten geben.

          Ich habe nicht gesagt, dass das gut sei. Es wäre nur möglich und auch nur gut, wenn die Menschen von Ihrem Egoismus und ihrem Zerstörungstrip runterkämen. Aber das zu hoffen, wäre naiv.

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      Ted Raven  AHU

      Tyrell: „Wenn sich die nächste oder übernächste Generation einmal überzeugt Europäer nennen“
      Ich nenne mich bereits seit mindestens fünfzehn Jahren Europäer, aus Überzeugung. Und ich weiß, damit nicht alleine zu sein. Staatsgrenzen und Nationalismus sind nicht von gestern oder vorgestern, sondern aus dem Altertum. Dennoch gibt es in Gesellschaft und Politik immer mehr Nationalisten, was meiner Überzeugung nach der geistigen Abstumpfung geschuldet ist. Grenzen haben den erklärten Zweck, Menschen in ihrer Freiheit – nicht nur Reisefreiheit – zu beschneiden. Deshalb ist jede Grenze eine Grenze zuviel. Europa/EU ist ein guter Anfang, auch wenn es offensichtliche Fehler in der Umsetzung gibt.

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      TobyB  RED

      Ne, die Europa Brille. Wenn du das Gefühl hast, hier geht alles den Bach runter dann, lass dir die Frage gefallen, was persönlich hast du dagegen getan? Wann warst du das letzte Mal wählen, wann hast du deinen gewählten Vertreter mal verbal auf den Zahn gefühlt? Oder warst auf einer Bürgerversammlung? Und hast mitbestimmt?

      Europa ist wahrlich keine Wohlfühlparty aber am Ende ist es genau immer das was Du daraus machst. Und das gleiche gilt auch für Deutschland.

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        tomk  AHU

        @ toby

        Hab ich alles … und jetzt?

        Am Ende kann kein Sozialsystem die Welt in dessen menschengemachter Ungerechtigkeit kurieren. Schon gar nicht wenn man als Nutznieser in dieses nie eingezahlt hat!

        Deutschland sollte sich an den Eiern packen, und jeglichen Waffenexport weltweit verbieten. DAS wäre der erste Schritt zum Weltfrieden, aber sicherlich keine zentralisierte Eliten gesteuerte EU. Die demokratische Meinungen, ihrer selbst finanzierenden Völker, zensiert und unterdrückt! Nein … diese sogar des Diktat willens abschaffen will.

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          TobyB  RED

          Hallo Tom,

          wie kommen denn die Eliten nach Brüssel? Ich meine das EP wird gewählt. Und ich meine Ich als Wähler habe Einfluss auf das Ergebnis. Natürlich sind die Waffenexporte kritisch zu hinterfragen aber das ändert nichts an den Ursachen die zum Einsatz der Waffen führen. Solange die nicht beseitigt werden, ist das völlig unerheblich. Wo unterdrückt denn bitte die EU? Und wo zensiert sie?

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        TobyB  RED

        Ich möchte nicht wissen was dein Problem ist. Ich hab in 2018 – 2019 in der Schweden, Schweiz, England, Irland gearbeitet. Ich wurde dort immer mit offenen Armen empfangen und hab irgendwie nicht den Eindruck gehabt, das meine Brille nicht mit der des Gegenübers kompatibel ist.

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        Ted Raven  AHU

        Nis: „ich Habe gewählt und auch ne Blaue Brille auf “
        Das sagt alles. Die blaue Partei der alternativen Fakten.

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          Ted Raven  AHU

          Ich bin absolut kein Antidemokrat. Ganz im Gegenteil habe ich Probleme mit antidemokratischen und verfassungsfeindlichen Parteien.

          Beispiele für die alternativen Fakten der AfD? Gerne:
          1. Der Klimawandel ist lt. AfD nicht menschengemacht sondern der Sonne zu verdanken.
          – Diese Behauptung ignoriert jede wissenschaftliche Tatsache.
          2. Angela Merkels Flüchtlingspolitik ist lt. AfD Verfassungswidrig.
          – Es ist nicht Angela Merkels Flüchtlingspolitik, sondern die der Genfer Flüchtlingskonvention und der Verfassung und kann daher überhaupt nicht verfassungswidrig sein.
          3. Die Flüchtlinge, die 2015 nach Deutschland gekommen sind sollen die Ursache für die bereits Jahre zuvor selbstgemachte Misere der Pegida-Nazis sein.
          – Selbsterklärend.
          4. Die Flüchtlinge sind alle Wirtschaftsflüchtlinge.
          – Damit wird die Tatsache, des Krieges in Syrien ignoriert oder sogar geleugnet.

          Noch vor wenigen Jahren hätte niemand öffentlich zugegeben, einen Haufen Nazis zu wählen. Was ist nur mit unserer Gesellschaft geschehen?

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            fkdiy  

            Oha, jetzt schreibt der gleich vier Beispiele auf! Dabei hätte eins schon gereicht, um diese Diskussion zu beenden.

            Die „neue Rechte“ – lächerlich.

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            Ted Raven  AHU

            Da Du offensichtlich sowohl unser Grundgesetz als auch die Partei, die Du wählst so wenig kennst, dass Du Hilfe in Form von Quellenangaben brauchst, solltest Du Dich selbst informieren. Es ist nicht meine Aufgabe, Deinen Mangel an Bildung und Information auszugleichen.

            Außerdem wäre es nett, meinen Namen nicht zu verunstalten.

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            knutinge  

            @ Ted Raven

            zu 1. Die Sonnenaktivität beeinflusst das Erdklima nicht? Du solltest dich besser informieren.
            Es wäre vielleicht erwähnenswert, dass ein Großteil der zitierten Quellen im IPCC-Bericht keinen wissenschaftlichen Anforderungen genügt, da die wichtigen Autoren des IPCC-Berichts die darin zitierten Zeitschriften größtenteils selbst herausgeben. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
            ——————–
            zu 2. siehe Artikel 16a GG

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    SimonChiChi  AHU

    …her mit dem Filter… ist doch alle mimi. Wenn ich mal Geld mit meiner Musik verdienen sollte, bin ich froh, wenn die nicht jeder lustig kopieren darf.

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      TobyB  RED

      Ich wäre erstmal froh wenn Youtube und Google Lizenzierungsverträge mit den Verwertern und deren Vertretern abschliessen würde. Denn sehen wir es mal andersherum. Die wollen den kostenlosen Content. Youtube, Facebook und Google bewegen das Geld im Internet. Und ich fände es okay, wenn die dann auch dafür zahlen. Nur die wollen nicht, genausowenig wie Urheberrechtsverletzungen einzugrenzen.

      Hier noch mal Uwe Fahrenkrog Petersen zu diesem Thema: https://youtu.be/Wib1m3BCDL8

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        lightman  AHU

        Da liegt der Hase im Pfeffer, die Verwerter wollen an die YouTube-Knete ran, und damit hat sich’s dann auch schon, die Soße von wegen „gut für den kleinen Mann“ hätten sie sich sparen können. YouTube kriegt das sicher irgendwie geregelt, aber was ist mit kleineren Sites, die sich keine teuren Algorithmen oder eine Horde Kontrollettis leisten können? Die werden dann folgerichtig von den Zweitverwertern des Artikel 13 – also den Abmahn-Anwälten – in den Popo gekniffen, wenn einer ihrer User angeblich illegalen Content hochläd.

        Die Konsequenzen sind weitere Konzentration der Großen und die schleichende Trockenlegung freier Strukturen, die mit Verweis auf Copyright und hastunichgesehen angreifbar gemacht werden.

        Da kann man doch nicht dafür sein, jedenfalls nicht in dieser Form.

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          TobyB  RED

          Morsche, ich gehe davon aus das du den feinen Unterschied zwischen Urbeherrecht und Leistungsschutzrecht und Verwertungsrecht verstanden hast. Und darum gehts im Kern. Und ich kenne kleine Label und Verbände die dises Reform begrüßen. Der Punkt ist tatsächlich einfach nur die Kohle, würden Youtube, Google, Facebook Lizenzverträge abschliessen und sei es nur pauschalisierte, wäre es zu diesem Gesetz nie gekommen. Des weiteren haben sie ja Verstöße dagegen nun erst nach massivem Druck abgestellt. Und das wurde von Komponisten, Textern, Urhebern in Frage gestellt.

          Ich persönlich möchte bitte gefragt werden, wenn meine Musik auf Youtube landet und ob ich dem Zustimmung erteile. Diesbezüglich bin ich ein gebranntes Kind. Und der Spass hat mal richtig viel Kohle „verbrannt“.

          Natürlich ist dieses Gesetz nur ein Anfang und somit ein Minimalkonsens.

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    Larifari  

    Auf einen Bericht auf Amazona hatte ich zu dem Thema gehofft…das er jetzt erst kommt wo alles durch ist, find ich ziemlich lame.

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    lightman  AHU

    Artikel 13 ist ein Witz, das führt nur zu Mißbrauch. Eine Zensur findet nicht statt? Da lach‘ ich doch über. Der Einzelne hat jeden Mist aus Brüssel durchzuwinken, und am Ende wird dann wieder ganz verwundert getan, wenn die Unterstützung für diese zwielichtige Veranstaltung immer geringer wird. Gewöhnlich werden in Brüssel die politischen Heinis geparkt oder Frührentnern noch was zu tun gegeben, bevor sie sich dann zusätzlich zu ihrer dicken Monatspension eine zweite Karriere als Gastredner und Unternehmensberater aufbauen.

    Wie hier schon mehrfach anklang, bin ich großer Freund der Idee eines geeinten Europas, das aus seiner Geschichte lernt und sich für freien Personen- und Warenverkehr einsetzt. Dabei sollte es bleiben, weitere Einmischungen in meinen Alltag verbitte ich mir, und das neue Copyright-Ding können die sich quer reinschieben, wo die Sonne nicht hinscheint.

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    Mick  AHU

    Die Idee EU war gut, nur die Umsetzung ist scheisse! In Analogie dazu sehe ich die kath. Kirche, die Idee war gut, nur was haben sie daraus gemacht!?
    Da muss ich leider die AfD zitieren: „der Zug EU kann nicht funktionieren, wenn nur ein Land die Lokomotive ist!“

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      Jupiter Six  

      Ob das schlau war die AFD zu zitieren?
      Abgesehen davon ist der Spruch einfach falsch. Deutschland zahlt zwar am meisten ein, aber nur unwesentlich mehr als Frankreich oder bislang Großbritannien. Es gibt da schon ein paar Lokomotiven mehr. Und darüber hinaus sind es gerade die Populisten, die das komplexe Konstrukt der EU auf Beitragszahlungen zu reduzieren versuchen. Genau mit solchen banalen, dummen Phrasen, hat man das britische Volk zum Brexit bewogen.

  9. Profilbild
    Mick  AHU

    Warum hat die EWG nicht gereicht, warum sollten wir noch einmal eine europäische Nation mit einer Währung werden, wo sich dann Länder wie England nur die Rosinen rauspickten!?…ich habe das nie verstanden!

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    Woody  

    Das Problem am Paragraph 13 und den ewigen Diskussionen über die Urheberrechte ist, dass dies – wie so vieles andere auch – ausschließlich durch die ökonomische Brille betrachtet wird. So, wie sich die Weltsicht eines Junkies ausschließlich um die Beschaffung seiner Droge dreht, dreht sich nahezu alles andere auch in erster Linie um‘s Geld oder um‘s wirtschaftliche Wachstum. Wenn‘s um‘s Geld geht, hört in der Regel auch die Freundschaft auf – auch die Freundschaft zu einem relativ freien Internet – das Geld setzt die Priorität, und das ist das eigentlich widerliche daran – noch ätzender ist, dass dieses Paradigma zu einem Normativ geworden ist und sich als solches auch im EU-Parlament widerspiegelt.

    Ich finde es auch ätzend, dass sich Konzerne wie Google (YouTube) dumm und dämlich an den Ideen anderer verdienen und dann auch noch so gut wie keine Steuern zahlen.

    ….. aber basiert nicht etwa unser komplettes System auf wirtschaftlichem Wachstum, das übrigens IMMER auf Kosten ANDERER generiert wird? ….. ich halte die Debatte in hohem Maße für heuchlerisch. Der Paragraph 13 ist lediglich ein geistiges Armutszeugnis für den Zustand der etablierten Paradigmen, mit deren „Hilfe“ die Welt ausschließlich durch die ökonomische Brille betrachtet wird.

    …. schlimmer wird das ganze dann nur noch mit zusätzlich aufgesetzten nationalistischen Scheuklappen. Die EU zu verbessern setzt Sozialkompetenz bei einer Mehrheit der Wähler voraus.

    Grüße – Hans

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      lightman  AHU

      Bezüglich Sozialkompetenz stimme ich zu, bei der Sache gibts aber auch ein Transparenzproblem, das zu starker EU-Müdigkeit führt. Es gibt auf EU-Ebene Vorverhandlungen über Entschlüsse, die hinter verschlossenen Türen ablaufen (man erinnere sich an TTIP) und erst in einer relativ späten Phase im Detail öffentlich gemacht werden. Vorher wird zwar auch informiert, aber nicht immer so, wie man sich das als mündiger Bürger wünscht.

      Unter anderem das wäre auch die Aufgabe unserer EU-Entsandten, diese Transparenz in ihren Heimatländern herzustellen, indem sie als Brücke zwischen EU-Parlament und Bevölkerung fungieren, aber wo hat man das zuletzt gesehen? Leute wie Stoiber oder Öttinger hatten nach ihrer politischen Karriere in Deutschland sogar öffentlich finanzierte Büros und Mitarbeiterstäbe in Brüssel, und was haben sie gemacht? Den Kapitalkräftigen den Steigbügel gehalten, indem sie ihnen steckten, wie man die Leute in ihren Herkunftsländern widerstandslos zur Duldung selbst zweifelhafter Vorhaben bringen und das auch noch als politischen Erfolg verkaufen kann. So werden auch noch die letzten Reste an Vertrauen und Motivation zum Erhalt durch Änderung verspielt, und nicht Wenige fallen in der Folge den Populisten zum Opfer, die auf dem Rücken der Genervten politisch aufsteigen, ohne sich jedoch wirklich um deren Probleme zu kümmern.

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      Woody  

      Da kann ich Dir @lightman nur rundherum zustimmen, denn:

      Was allzu oft vergessen wird ist: wieso erwartet man von der EU eigentlich eine andere oder gar bessere Politik als jene, die auf nationaler Ebene gewählt und praktiziert wird? Die EU spiegelt doch letztlich genau das wieder, was die Mehrheit der Wähler auch auf nationaler Ebene für in Ordnung halten oder was sie recht schmerzfrei mit machen. Ein gutes Instrument (Demokratie) macht schließlich noch lange keinen guten Musiker.

      Statt über die EU zu meckern, sollte man sich doch lieber mal fragen, ob die letzten Jahrzehnte im recht bequemen Speckgürtel nicht auch ’ne Menge politische Analphabeten hervor gebracht haben – ein Umstand, den ich angesichts des Aufwindes der Ewig-Gestrigen für mehr als nur Besorgnis erregend finde.

      Demokratie ist zwar nach wie vor alternativlos, aber wie schon angedeutet: wenn die Mehrheiten zu blöd sind, ihre KONSTRUKTIVEN Interessen zu formulieren und in Auftrag zu geben, kann keine gefällige politische „Symphonie“ dabei raus kommen. Wann wird denn mal die Dummheit der überwiegend politisch desinteressierten breiten Masse thematisiert?

      ……. vielleicht wäre mal eine entsprechende Pisa-Studie (für Wahlberechtigte) angesagt, um die Ergebnisse mal der breiten Masse vor den Latz zu hauen!? ….. ein Trump oder Erdogan fallen nicht einfach so vom Himmel – die EU wird seit Jahrzehnten von einer rechtskonservativen Mehrheit regiert, weil eben eine solche gewählt wurde – mit Tendenz nach noch weiter rechts. .. bin gespannt, was in Spanien raus kommt.

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        lightman  AHU

        Klar gibts ’ne Menge politische Analphabeten, das liegt daran, daß man sich hier im paradiesischem Mitteleuropa Politik im Allgemeinen und die EU im Besonderen straflos am Allerwertesten vorbeigehen lassen kann, ohne in seinem Komfort nennenswert gestört zu werden. Während in anderen Ländern Menschen ihr Leben risikieren, um ihre Meinung per Stimmzettel abgeben zu dürfen, vertraut man hier einfach auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, auf daß es auf ewig so weitergehen möge und man keine anderen Probleme hat, als die Frage, welchen Synth man sich als nächstes kauft oder wohin man in Urlaub fährt.

        Dieser Biotopstatus, der sich in den letzten 20 Jahren aufgebaut hat, tut uns nicht gut. Wir leben wie die Made im Speck, selbst unsere Kriege haben wir exportiert, so daß wir auf 70 Jahre Frieden und wachsenden Wohlstand zurückblicken können. Beim Eurovision Grand Prix singen sie Freude schöner Götterfunken, an den EU-Grenzen werden Zäune errichtet, um die Freude nur nicht abbrechen zu lassen, zuviele Flüchtlinge sind schlecht für die Wahlergebnisse zu Hause und die Bilder von absaufenden Afrikanern sind auch ungeeignet, die Maschine am Laufen zu halten. Gott behüte, die Leute würden sich mal informieren und hinterher als Souverän den Mädels und Jungs in Brüssel und anderswo zeigen, wo der Bartel den Most holt.

        An der Zeit wärs jedenfalls.

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    calvato  

    Achje, jetzt hat es auch Amazona erwischt….. ich kann die Anti-EU-Haltung echt nicht mehr hören. Und verstehen erst recht nicht. Ich bin kein sehr politischer Mensch, aber das Prinzip der Nationalitäten und der Abgrenzungen war mir noch nie klar. Es geht nur GEMEINSAM, Abschottungen finde ich äußerst Rückschrittlich. Kulturen zu vermischen ist toll, belebt und ergänzt sich. Dadurch verliert man ja nicht seine Identität. Kommt mal zu uns in den Pott oder nach Köln. Da sind die allermeisten stolz, aus dieser Stadt/Gegend zu kommen, das spürt man überall. Trotzdem wird hier niemand ausgegrenzt. Nur so kommt man weiter.

    Wieauchimmer, nicht alle Entscheidungen der von „da oben“ sind ideal, im Gegenteil.
    Aber wer kennt einen bessern Weg? Ich definitiv nicht.

    Und nun zurück zum Thema.

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      calvato  

      ich finde es immer schön, wenn man sachlich und fundiert argumentiert, danke. ich freue mich, wenn solche achtsamen menschen wählen gehen dürfen.

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      Ted Raven  AHU

      Und ich finde es immer schön, wenn blaubraune Proleten mit solchen primitiven Ausfällen zeigen, wes Geistes Kind sie sind.

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    Dimi Kasprzyk  RED

    Vielen Dank für die zahlreichen Kommentare – schön zu merken, dass so eine rege Diskussion zu so einem Thema entstehen kann und es trotzdem zivilisiert zu geht.

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      costello  RED

      Hast Du die Diskussion gelesen? Das ist der beschämendste Thread den ich hier je gesehen habe. Politische Themen brauchen eine Moderation und eine klare Netiquette. Hier wären Verwarnungen und in einem Fall auch ein Rauswurf aus der Community nötig gewesen. Stattdessen darf hier ein User ungestraft behaupten: „Es gingen in der Geschichte EUROPAS übrigens die wenigsten Kriege von Deutschland aus.“ Aber die beiden großen Weltkriege eben doch. Hier wurden so viele Grenzen überschritten, dass ich nur noch kotze.

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        Ted Raven  AHU

        Grundsätzlich gebe ich Dir Recht. Ich halte es jedoch für wenig konstruktiv, jemanden für die Äußerung seiner Meinung, sei sie auch noch so dumm und voller Unwahrheiten, der Community zu verweisen. Natürlich nur solange sich die Meinungsäußerung im legalen Rahmen befindet und nicht die Grenze zur Hetze überschreitet.

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          costello  RED

          Rote Karte ist ultima ratio, ganz klar. Ich hätte es aber gut gefunden, wenn der Betreffende schon früh auf die Standards hingewiesen wird. Denn solche Beiträge bestimmen in ihrem abschätzigen und provokativen Tonfall leider das Klima der gesamten Diskussion. Viele User fühlen sich davon erfahrungsgemäß abgeschreckt und verzichten dann auf einen eigenen Beitrag. Und das Zitat mag sich im rechtlichen Rahmen bewegen (rein statistisch mag die Aussage stimmen), aber dann sind wir genau bei solchen Relativierungen wie „Hitler war nur ein Vogelschiss in der deutschen Geschichte“, für die die vermutlich präferierte Partei des betreffenden Herren steht. Und so etwas brauche ich jedenfalls nicht auf Amazona.de

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        Tyrell  RED 1

        Hi Costello, einen Versuch war es wert. Denke wir lassen künftig wieder die Finger von politischen Themen :-)
        Wir machen jetzt hier erst mal Schluss, das beruhigt hoffentlich die Gemüter.
        DIE KOMMENTARFUNKTON FÜR DIESEN THREAD WIRD IN WENIGEN MINUTEN GESCHLOSSEN.

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          costello  RED

          Ist vielleicht auch nur mein Wunschdenken, dass man sich hier über Hardware vs Software und Behringer vs Original Vintage „kloppt“ und sonst alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Etwas naiv. Aber den politischen Kram habe ich halt in meinem Job schon überreichlich ;-)

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    fritz808  

    der gute nis rudert ganz schön. 15 kommentare mit dem versuch andere auf den „rechten“ pfad zu bringen. schön sind dabei die vielen „ausrutscher“ in seiner wortwahl, die gesinnung und bildungsniveau verraten. von mir aus dürfte hier die amazona-redaktion durchaus auch mal die notbremse ziehen.

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