26. Januar 2018

HELP: Roland Boutique Audiointerfaces?

Hallo liebe Amazona Leser, ich möchte die Leserstory hier nutzen, um von der Erfahrung der Community zu profitieren bei einem Problem, bei dem ich so nicht weiterkomme…bzw. befürchte etwas übersehen oder missverstanden zu haben. Es geht um das integrierte Audiointerface der (meisten*) Roland Boutique Geräte (*soweit ich weiss, haben alle eines bis auf den Se-02, der ja auch der einzige Echt-Analoge ist). Wenn irgend möglich würde ich dabei auf die obligatorische Größendiskussion zur Boutique Serie gerne verzichten: Ich verstehe, dass viele die Miniaturisierung kritisieren, bin aber vom emotionalen Impetus mancher Kritik irritiert. Es soll hier wirklich nur um Eure Erfahrung mit dem Audiointerface gehen.

Ausgangslage

Bisher habe ich meine Boutiques ganz klassisch über Midi angesteuert und das Audiosignal aus dem normalen Miniklinke-out über ein Adapterkabel in mein Focusrite Scarlett 18i20 Audiointerface rein. Nur sind – dank meiner Sammelleidenschaft – die 8 gegebenen Audioeingänge bereits besetzt die mögliche Erweiterung um 10 Audioeingänge per externen Box möchte ich mir ersparen. Schließlich wirbt Roland ja damit, dass die Boutiques ein eigenes Audiointerface haben – und bei der Tr-08 (die derzeit auf der Winschliste steht) bekommt man auch nur so die Einzeleingänge. Also: Treiber installieren, USB einpluggen und zack habe ich in Ableton die zusätzlichen AudioIns. So müsste es doch gehen, oder?

Problem

Leider ist es nicht so einfach. Zwar klappt die Treiberinstallation problemlos (habe es mit dem Ju-06 probiert), nur habe ich nun eben nicht einfach zusätzliche Eingänge zu meinem Audiointerface, sondern muss bei Ableton ein Audiointerface auswählen. Wähle ich die Boutique, so kann ich zwar das Audiosignal reinkommen sehen und auch aufnehmen, nur hören tue ich natürlich nichts, da meine Boxen über die Focusrite laufen. Das ist ganz schön dämlich. Es ist mir schlicht schleierhaft, was mir dann das Audiointerface bringen soll. Und denkt man diese Logik weiter, dann kann auch immer nur ein Boutique-Gerät so betrieben werden, denn es sind bestimmt (habe ich noch nicht probiert) unterschiedliche Boutique Audiointerfaces. Ist aber egal, denn solange ich nichts höre bringt mir das auch bei einem Gerät nichts.

Lösung

Natürlich wende ich mich mit so einem Problem nicht direkt an die Community, sondern habe nach einer kurzen Schmollphase erstmal probiert zu recherchieren. Es ist interessant, dass (meines Wissens) dieses Problem in keinem der üblichen Videochannels besprochen wird. Auch der Hersteller schweigt sich dazu aus (https://www.roland.com/us/support/knowledge_base/205935636/) und auch die Verkäufer. Da kam dann bei mir doch wieder der Gedanke auf, dass ich mich wohl irren muss. Denn ein so grasses Problem – die defakto nicht Nutzbarkeit einer versprochenen Funktion – müsste doch Protest oder zumindestens Widerspruch erzeugen…zumal ich wirklich viele Blogs lese und Videos schaue. Eine Googlesuche später bin ich ein wenig schlauer. Beim Mac ist das (wohl wieder mal) kein größeres Problem. Man kann ein (virtuelles) aggregiertes Device erstellen, in dem dann einfach beide Audiointerfaces (oder noch mehr) drin sind, dieses in Ableton auswählen und voila hat seine zusätzlichen Audioeingänge. Beim PC (***k, klar hab ich PC) geht das nicht direkt. Statt dessen muss man alles über ASIO4ALL laufen lassen und dort dann halt ein aggregiertes Device erstellen (siehe https://help.ableton.com/hc/en-us/articles/209071609-Using-Aggregate-Devices-and-multiple-audio-interfaces-in-Live). Äh, nun ja, nichts gegen ASIO4ALL, habe ich bei meiner alten Tascam Soundkarte auch verwendet, aber….ehrlich? Ich muss auf einen freien Drittanbieter zurückgreifen um die verprochene Funktionsweise eines Gerätes eines Weltkonzerns nutzen zu können??? Und nochmal weiter gedacht – bestimmt müssen dann alle Soundkarten die gleiche Auflösung haben, d.h. ich kann die Focusrite garnicht voll nutzen und muss mich auf die eher schwachen Maximalleistungen der Boutiqueserie beschränken???

Ich hoffe nun, dass mir einer aus der Community sagt: Ruhig Alter, Du musst nur diesen Nippel durch die Lasche ziehen und das Schräubchen ganz nach oben drehen, dann geht das auch. Bin aber hinsichtlich Frustrationstolleranz so offen zu hören: Jup, isso. Wobei ich mich dann als User von den Herstellern, Händlern und auch Testern ein wenig getäuscht fühle. Oder war Euch das allen klar, dass es nicht so einfach ist, das sogenannte Audiointerface auch zielführend zu nutzen? (In dem Fall sorry, für die blöde Frage)

Fazit
Als Fazit fasse ich meine Fragen nochmal zusammen:
Nutzt (überhaupt) jemand von Euch ein Audio-Interface aus der Boutique Serie? Nutzt jemand von Euch das Audiointerface der Boutique Serie parallel mit anderen Audiointerfaces? Wenn ja wie? Wie beschrieben oder gibt es weitere Wege? Hat jemand schonmal mehrere Boutique Geräte parallel genutzt und dabei das Audio über USB? Geht das, oder kann immer nur ein Gerät ausgewählt werden? Was für Workaround Ideen gibt es noch? Vielen Dank Euch allen und ein schönes Wochenende. :)
Forum
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    MidiDino  AHU

    Sorry, ich verstehe kein Wort. Angenommen, du hast und nutzt verschiedene Klangerzeuger, dann würde zumindest ich versuchen, diese an einen Audio-Mischer anschießen, um von dort dein Audio-Interface für Aufnahmen anzusteuern. Ich las jedoch an keiner Stelle deiner Schilderung etwas über einen Mischer bzw. Mixer. Dir scheint etwas zu fehlen …

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      tonvibration  

      Ich wollte in diesem Setup keinen Mischer dazwischen schalten, da ich die Spuren einzeln in Ableton benötige, um sie dort mit Effekten zu versehen. [Das hätte ich aber in meiner Beschreibung noch deutlich machen sollen, sorry] Hintergrund ist, dass ich in Ableton freier und komplexer die Effektketten arrangieren kann als mit Hardware. Außerdem wären manche Effekte Hardwaremäßig garnicht möglich (BeatRepeat) und/oder schlicht zu teuer. Auch ein Mischer mit 4 Effektwegen würde meinen Ansprüchen da nicht immer reichen… von daher Mische ich in Ableton (auch wenn manch Audiophiler da vielleicht die Nase rümpft anlässlich der Effektqualität).

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        MidiDino  AHU

        Du kannst von einem Mischpult aus auch jede Spur separat aufnehmen, das ginge zwar auch über die Eingänge einer Soundcard, doch du könntest am Mischpult vorhören, später, also in der DAW, die Spuren mit Fx anreichern und sogar neu mischen. Ich schätze, es ist vor allem eine Bequemlichkeit, die dich um Hilfe bitten ließ …

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          tonvibration  

          Es ist weniger die Bequemlichkeit als die Arbeitsweise: Ich brauche die Kanäle parallel, da auch die Effekteinstellungen voneinander abhängen bzw. sich ergänzen. Für den kreativen Prozess der Ideenfindung / Grundsteinlegung eines Songs ist es für mich also unerlässlich mit den Kanälen parallel zu spielen. Aufnehmen tue ich die Spuren dann tatsächlich meistens (aber auch nicht immer!) einzeln und könnte also so sequentiell arbeiten wie Du vorschlägst. Dafür wäre es ne Alternative. Hilft aber nichts, da die Spuren erst vorher, in Bezug aufeinander, entstehen müssen… Eventuell hilft ein Mischpult mit vielen Subgruppen, die ich dann über das Audiointerface abgreife und so zumindest die Subgruppen mit speziellen Effekten im Rechner belegen kann. Da könnte ich dann ohne Umstecken mir mehrere Spuren einzeln rausgreifen…(hab da auch schon drüber nachgedacht)

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    Coin  AHU

    Wenn ich das richtig verstehe, brauchst Du mehr Eingänge an Deiner Soundkarte, oder Mixer, wenn Du mehr Geräte anschließen willst.
    Stattdessen forderst Du mehr Ausgänge an den Boutiques ?
    Die Soundkarten darin sind nur rudimentär und nicht als vollwertiges Audiointerface zu verstehen!

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      tonvibration  

      Klar – mehr Eingänge an der Soundkarte wären eine Lösung, man kann die ja erweitern. Und ich fordere auch nicht MEHR Ausgänge an den Boutiques, ich würde nur gerne wissen, wie dieses Audiointerface funktionieren soll. Denn „rudimentär“ wäre ja zumindest ich kann es gleichzeitig aufnehmen und hören. Und eben das geht nicht! (Oder nur über den Umweg mit aggregated devices und den damit verbundenen Einschränkungen). Ich kann mir also – ernsthaft – kein Szenario vorstellen, wo dieses Audiointerface Sinn macht. Und deswegen bin ich irritiert (oder steh auf der Leitung). Mir war einfach nicht klar, dass man Audiointerfaces nicht so kombinieren kann wie Midiinterfaces – da kann ich ja schließlich auch mehrere parallel nutzen… Vielleicht ist das auch nur ein Problem von Ableton…(?)

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    t.walter  AHU

    Du hast bereits alles richtig erkannt! Und du hast auch schon alle Lösungsmöglichkeiten in deinem Artikel beschrieben. Ist leider genau so.

    Die Leute die ich kenne haben die Boutiques an ein Mischpult angeschlossen – dann allerdings ohne Einzelausgänge. Gerade bei den Drumcomputern ist das eine echte Einschränkung. Und per aggregated Devices muss die Latenz auch sehr sehr kurz eingestellt sein. Wäre toll, wenn du einen Erfahrungsbericht mit ASIO4ALL und den erreichbaren Latenzen verfassen könntest. Außerdem kann es sein, dass bei mehreren nicht-synchronen Audio-Interfaces hin und wieder Knackser auftreten.

    Alternativ müsste einer eine USB2Audio-Expansion-Box entwickeln, die sich bei den Boutiques as USB-Host ausgibt und viele EInzelausgänge bietet. Oder Roland muss mit einer größeren Version des MX-1 Mixers nachziehen.

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      Everpure  

      Was Thorsten Walter sagt.

      Allerdings frage ich mich, was genau das Problem in Sachen Sample Rate sein soll? Seit wann sind 44.1 kHz nicht genug? Vor allem, wenn dein hauptsächlicher Distributionskanal für deine Musik Soundcloud ist?

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        tonvibration  

        Der Punkt geht natürlich an Dich. Und tatsächlich habe ich im Moment auch 44.1 als Auflösung…reicht mir auch. War sozusagen jammern auf hohem Niveau ;) Aber die hypothetische Möglichkeit mit höherer Auflösung zu arbeiten, wird mir durch schon ein Boutique im Setup genommen – das fände ich schon erwähnenswert…zumal ich stunden mit Videos zu den Boutiques gesehen habe, viel gelesen usw., aber das wurde nie thematisiert… vielleicht zu speziell(?)

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      tonvibration  

      Ja erstmal Danke für den Kommentar / die Aufklärung (den anderen auch noch). Schöner Mist. Den Umweg über ASIO4all wollte ich mir eigentlich sparen, oder zumindest hier erstmal Erfahrungsberichte abgreifen… Ich kann mir nämlich gut vorstellen, dass das mit Latenzen, Knacksen und anderen Problemen verbunden sein kann. Bindet denn irgendjemand die Boutiques über ASIO4all so ein und kann hier mal Rückmeldung geben? Wäre super…

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    TobyB  RED

    Hallo Tonvibration,

    du schüttelst da 2 Dinge durcheinander. Auf der einen Seite hast du ein USB Device und auf der anderen Seite 2 verschiedene Betriebssysteme. Hier Windows und MacOS. Die Brücke ASIO4ALL war prinzipiell bis W7 eine gute Sache, da der Windows Audiostack nicht wirklich echtzeitfähig war. In Win 10 ist ASIO4AlLL nich mehr nötig wenn die DAW auf WASAPI setzt. WASAPI in Verbindung mit einer DAW stellen dir dann die einzelnen Spuren des USB Audiostreams zur Verfügung. Unter MacOS funktionieren Audio und MIDI komplett anders, den Rolandtreiber für das Aggregate Device braucht man nicht, wenn man zu Fuss ein Audio Hauptgerät anlegen kann. Ich kann sogar einen Audiostream der in die DAW Logic geht via LAN oder USB wieder gemixt rausholen und ins nächste Logic packen. Dein Anwendungsfall geht beim Betriebssystem auf die Bretter. Und spätestens bei der DAW bei der DAW bist du draussen. Ich setze hier u.a. den MX1 ein. 4 Airas hängen am MX1 und das Monitorsignal aus der DAW kommt raus und geht wieder an den MX 1. Entscheidend ist die Kombination Windowsversion + DAW.

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      tonvibration  

      Hallo Toby, vielen Dank erstmal! Es ist also die Audiotreiberarchitektur unter dem spezifischen Betriebssystem, die Probleme macht und somit nicht die „Schuld“ der Boutiques, sondern trifft bei jedem Synth mit integriertem Audiointerface zu. (In dem Zusammenhang würde ich die „ungenügend“ Bewertung gerne revidieren). MacOS nutzer können also – wie ich es mir ursprünglich dachte – plug and play machen. Will da hier mal einer kurz berichten wie gut das klappt? Nur um uns PC-User neidisch zu machen und den Boutique-Audiointerface die Ehre zu retten? Fände ich echt spannend zu hören…
      Als PC Nutzer also nur über ASIO4ALL (wie oben beschrieben) oder WASAPI („Windows Audio Session API“, musste ich googlen, hielt es erst für scharfe Nüsschen… ;) Aha. Nutzt denn irgendeine Win10 DAW WASAPI? Also Ableton nicht… (muss ich nochmal ausführlicher recherchieren). Da Ableton mit Win10 aber ein durchaus gängige Kombination ist, bleibt die Frage, wie viele Käufer im Nachhinein enttäuscht waren/sind… Oder war das wirklich allen vorher klar??
      Also noch mal die Frage: wer nutzt die Boutiques mit USB Audiointerface unter Windows und kann von seinen Erfahrungen berichten???
      Vielen Dank erstmal an die Community. Sehe die Dinge jetzt viel klarer.

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        elexred

        Deine Problematik hab ich mir schon vor Monaten durch den Kopf gehen lassen. Ist leider so. Und ja, man kann unter Windoof in jeder DAW immer nur einen „amtlichen“ ASIO Treiber auswählen, und dieser muss natürlich – zwecks Ein- und Ausgänge bzw. Monitoring – der Treiber des „Main-Interfaces“ sein, denn rundherum (ist zumindest bei mir so :-)) ist das ganze Studio aufgebaut. (Meines von RME mit mittlerweile 24 analogen Eingängen)
        ASIO4all ist für mich nur eine Notlösung wenn ich z.B. schnell an einem Laptop ohne Audiointerface eine DAW betreiben will und möglichst niedrige Latenzen brauche. Dann ziehe ich natürlich den ASIO4all dem WDM Treiber vor.
        Die USB Anbindung der Boutiques hat für mich also nur den einen Sinn des sogenannten AIRA-Link’s. Haben andere eh auch schon angesprochen, ist ein 4fach USB Hub der im Roland MX-1 drin ist und Midi inkl. Audio per USB transferiert….also innerhalb der AIRA Serie ist das Interface wieder ein tolles Feature. Außerhalb davon wohl eher unnötig. (Außer bei der TR-08 wegen den Einzelausgängen)
        ..jetzt noch klugscheißen wegen der angesprochenen Interface Qualität: die AIRA arbeiten intern alle sogar mit 96kHz, beim MX-1 kann man aber in den Einstellungen auf 48 bzw. 44,1 kHz downsampling betreiben…
        Wünsche (Midi)Tighte Grüsse aus Wien!

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    bobs world  

    Ja ich nutze die Audiointerfaces der Roland Boutique Reihe. Selber besitze ich den JX-03, SH01A, und TR-09.
    Alle sind an meinem Mac als zusätzliche Audiointerfaces eingebunden, spielen aber dort nur Ihren eigenen Sound ab. Bei einem Apple Mac ein Kinderspiel.
    Es gibt Konfigurationen wo das sehr Sinnvoll ist wie z.B. wenn der Aira digital Mixer MX-1 als Host (USB Ports) benutzt wird.
    Merkwürdig dass das hier bei sogenannten Profis hinterfragt wird. Vielleicht fehlt einfach das technische Know how oder der Mac der sich für sowas eignet im Portfolio des Beitragerstellers.
    Ansonsten wird von mir für VST Instrumente ein anderes Audio Interface benutzt.
    … Nachtrag.
    Habe gelesen, dass der Beitragersteller einen PC hat. Ja – Pech gehabt ;-)

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      tonvibration  

      Danke für Deine Antwort Bob und schön zu sehen, dass das beim Mac problemlos läuft. (Bei der nächsten Rechnererneurung kommt das auch auf die Liste pro Mac…..argh!)
      Da aber doch einige Leute auf dem PC Musik machen und ich davon ausgehe, dass vielen Nutzern das Problem so nicht im Vorfeld bewusst ist, fände ich es trotzdem schön (kundenzuvorkommend), wenn die Händler das beworbene Audiointerface mit dem Zusatz ergänzen „Die Verwendung mehrerer Audiointerfaces gleichzeitig geht unter Windows nur über aggregierte Devices, wie sie sich z.B. mittels ASIO4ALL erstellen lassen“. Klar – gilt nicht nur für die Boutiques und ist ein prinzipielles Windowsproblem. Aber eben eines, über das man erst bei Synths mit integriertem Audiointerfrace stolpert. Da könnten ja für manchen Nutzer die Boutiques der erste Fall sein… Danke nochmal an die Community. Ich bin jetzt wieder etwas schlauer (und vielleicht hat der Beitrag ja außer mir auch dem ein oder anderen Leser geholfen, die Dinge klarer zu sehen).

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        thegreathawk  

        Bin Windows User und hab in diversen Videos schon die unkomplizierte Einbindung bei Macs bemerkt wenn es um USB-Audiogeräte geht.

        Leider kann man in Windows nur ein „dediziertes“ Wiedergabe- oder Aufnahmegerät wählen.
        Oder man benutzt ASIO4ALL.

        Selbiges funktioniert zwar, ist aber auch nicht das gelbe vom Ei.

        Vor etwa 2-3 Jahren ist es mir aufgefallen das ich nicht gleichzeitig einen BlueTooth Lautsprecher befüttern kann und mein Audio Interface…

        Leider legt Microsoft nicht so grossen Wert auf Audio bzw. deren Flexibilität.

        Ich muss leider auch auf die Boutique Audio Interfaces verzichten und hab mein Jp-08 und den A01 per Klinke jetzt an meinem Zoom L12.

        Bin mit dem Mixer soweit zufrieden und vom Preis/Leistungs Verhältniss sehr zufrieden.

        Werd mir in Zukunft bestimmt keinen MAC zulegen weil ich für veraltete Hardware keine Fantasie Preise bezahle und ich Leistung vor Design Hype bevorzuge.

        Wie auch immer… ein Audio Interface/Mixer ist um einiges günstiger wenn man wie ich einen Computer auch zum zocken haben möchte.

        Vielleicht sollte Roland in seinen Tech Notes für die Boutiques noch erwähnen; Audio Interface functionallity only with Apple Computers.

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    PDendron

    Ich bin derzeit ebenfalls an einer gescheiten Lösung für die AudioIns über USB interessiert. Nicht nur weil ich dann aus der tR08 die Einzelspuren editieren kann, sondern auch weil die Boutique, angeschlossen an USB und angestöpselt ans RME Interface Störsignale beinhaltet.

    Ich hatte im mal mit dem Rewire Modus experimentiert. Dort kann man dann die Einzelspuren aufnehmen. Allerdings nicht während des Abspielens editieren(EQ etc.).
    Ich bin dann auf die asio4all Lösung gefunden und tatsächlich komme ich dadurch meinem Ziel etwas näher..
    -keine Störsignale auf den Spuren
    -alle notwendigen spuren abgreifbar

    ..bisher liefs aber leider gar nicht rund. Timing Probleme haben den Prozess immer wieder gestoppt. Vielleicht muss ich hier noch ein paar Gehversuche mit dem treiber Asio4all machen.
    Die Lösung sieht jedenfalls vielversprechend aus.
    Vielleicht gibts ja noch den einen oder anderen, der hier bezüglich der stabilität noch etwas zum thema weiß.

    Grüße,
    Hendrik

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      TobyB  RED

      Hallo Pendron,

      Welches Betriebsystem W7 oder W10? In W10 hat die komplette Audioengine von Windows ein Update erhalten, mit dem Ergebnis der der Anwender nun die Wahl hat zwischen WASAPI, WDM und ASIO4All als Erweiterung hat. Unter Mac OS ist das alles kein Thema, nur unter W7/10 siehts leider dank MS anders aus.

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        PDendron

        Ich hab Q10 drauf. Wasapi sagt mir bisher nichts. Da werde ich mich mal informieren. Danke.

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          tonvibration  

          Hallo PDendron, Danke für Deinen Input – es scheint ja doch so zu sein, dass ich mit dem Problem nicht ganz alleine bin. Das mit WASAPI, was Toby da erzählt ist zwar schön und gut, wird aber derzeit wohl noch von KEINER DAW benutzt. Sprich: In Zukunft könnte es mal besser werden unter Windows, aber im Moment noch nicht absehbar.
          Solltest Du Erfolg haben mit den aggregated devices über ASIO4ALL, dann melde Dich bitte nochmal. Ich kenne die Probleme von früheren Versuchen mit ASIO4ALL und bleibe deswegen bei meinem Originaltreiber… um mein Eingangsproblem zu lösen habe ich mir jetzt doch n kleinen Mischer gekauft, um ihn zwischen die Hardware und die Soundkarte zu setzen (Mackie Mix12FX). Da meine Soundkarte aber 8 Eingänge hat, kann ich die wichtigsten Synths immernoch parallel direkt in Ableton hören und mischen.

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    danielf

    Es ist tatsächlich erstaunlich bzw. eher gesagt ärgerlich, das dieses Problem mit USB Audio nicht stärker thematisiert wird z.B. in Reviews.
    Unter Windows, ich hab es mit win7, win8.1 und 10 mit Ableton versucht, auch da wird WASAPI ja nicht unterstützt.
    Asio4all ist leider auch nur theoretisch eine Lösung, denn wenn Audiointerfaces nicht Samplegenau Syncron gehalten werden, entstehen nach einer Weile übelste Verzerrungen, insofern unbenutzbar.
    Ich kann zwar meine RME Raydat mit meiner Audient ID14 per Asio4All syncronisieren, aber das läuft aber nur rund, wenn ich die beiden Soundinterfaces per ADAT oder per SPDIF miteinander verbinde und das eine als Sync-Quelle die Verbindung zum Anderen Interface wähle.
    Nur so gesyncte interfaces bekommt man wirklich Syncron.
    Da wahrscheinlich fast alle USB-Audio-Synths, wie auch die Boutique-Synthies keine Möglichkeit eines ADAT oder SPDIF-Syncs haben, kann man sie unter Windows nur per konventionellen Klinken-Audioausgang verwenden.
    Das ganze USB-Audiofeature ist also praktisch für Windows+ Ableton-Nutzer nicht nutzbar, was echt ein großer Nachteil ist!

    • Profilbild
      tonvibration  

      Vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich hatte mir ein aufwändiges Testen mit ASIO4all erspart, da ich mir das schon dachte, aber gut dass Du Deine Erfahrungen hier nochmal postest – das hilft anderen weiter. Grüße und Dank!

  8. Profilbild
    CT Blaze

    Hallo Leute, etwas spät:; habe ebenso letztes Jahr nach einer Möglichkeit gesucht, Audio-Interfaces unter WIndows zu aggregieren bzw. zu stacken.
    NATÜRLICH will man die Signale von digitalen Klangerzeigern ohne Wandlung nutzen, soweit es möglich ist. Das allein ist schon Grund genug, Audio-Interfaces von solchen Geräten stacken zu können und sollte von Profis (die nicht ALLE Mac benutzen) ohne Zögern anerkannt werden.

    Weiterhin ist es so, das WIndows 10 ab einer bestimmten Version einen komplett neuen Audio- und MIDI-Stack hat. Es wäre „problemlos“ möglich, für alle möglichen Hersteller von Hardware, daran anzuflasnchen und wenn die DAWs es unterstützen würden, könne man auch aggregieren.

    Das eigentlich Problem liegt in der Festsetzung von Steinberg’s ASIO als Quasi-Standard für WIndows-Audio-Treiber, welche Jahrezehnte lang sichergestellt haben, das Audiointerface exklusiv von EINER Anwendung und mit geringer Latenz nutzen zu können. Hier wurde dem schlechten Audio-Modell von WIndows eine überkompensierende Lösung aufgesetzt (Exklusivität). DAS verhindert heute Interface-Aggregation unter WIndows: das Festhalten der Hersteller und DAWs an ASIO.
    Es geht auch anders – habe mal probiert, es den REAPER-Machern klarzumachen – die haben auch erstmal die Anforderung nicht wahrhaben wollen ;(

    Überzeugt die Hersteller und DAW-Macher!

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