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Fender übernimmt Presonus, neuer Recording-Riese

1. November 2021

Neuer Recording-Gigant?

fender presonus

Fender übernimmt Presonus

Damit haben wohl die wenigsten gerechnet. Der Tausendsassa der Recording-Industrie – Presonus – wird von der Fender Musical Instruments Corporation (FMIC) übernommen. Entsprechend geht das riesige Hardware- und Software-Repertoire von Presonus an Fender, darunter auch die erst kürzlich vorgestellten R65/R80 V2 Nahfeldmonitore, die im vergangenen Jahr eingeführten Podcast-Produkte sowie die Digital Audio Workstation Studio One.

Damit dreht sich das Eigentümer-Karussell in der Recording-Branche, das wir in den letzten Jahren immer wieder mal zu beobachten hatten, also weiter. Was das für den Endkunden bedeutet? Unklar. In der offiziellen Pressemeldung wird von einem Eco-System gesprochen, das eine nahtlose Integration von Hardware und Software bieten soll. Doch was dies wirklich bedeutet, werden wir vermutlich erst in ein paar Monaten sehen.

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Hier die offizielle Pressemeldung:
HOLLYWOOD, CALIF. (Nov. 1, 2021) – Fender Musical Instruments Corporation (FMIC), the world’s leading musical instrument manufacturers, marketers and distributors, today announced it has signed a definitive agreement of merger with PreSonus Audio Electronics, Inc. The Baton Rouge, Louisiana based brand is the leading designer and manufacturer of recording and live-sound hardware and software solutions that solve real-world problems for working creatives.

“We are thrilled to welcome everyone on the PreSonus team to the FMIC family and excited about the future growth opportunities available to both companies,“ said Andy Mooney, CEO Fender Musical Instruments Corp. “Our teams share the same passion for music, the same commitment to innovation and the same desire to inspire and equip current and future generations of artists”presonus r80 v2 r65

“I would like to extend our utmost gratitude to our loyal Baton Rouge and Louisiana community that have supported PreSonus for the last two decades,” said Kevin Couhig, Chairman of PreSonus. “It has been wonderful being a part of this incredible journey with PreSonus. I’m excited to see what the future holds going forward”

„After more than 25 years PreSonus feels it has found the right partner to support us as we continue our growth,” said Jim Odom, Founder/CSO PreSonus. “We look forward to showing our current and future music community what this opportunity means for them.”

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“PreSonus and Fender’s combined vision, the way we see the future of music creation, and the fundamental alignment of goals has made this an exciting idea since the first conversation,“ said Jim Boitnott, CEO PreSonus.

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For more than 75 years, Fender has been committed to creating tools supporting artists. With each technological advancement, the way that people create and record music is constantly evolving. While most guitar and bass players still plug into amplifiers, many also plug their instruments into interfaces, using virtual amps and effects to create their sounds. Players of all levels are spending more time online than ever before and using a variety of products and technologies to learn, practice, jam and perform, record and share. This modern workflow has expanded the traditional signal chain to include capturing and distributing creative content to the world. Fender envisions an ecosystem that seamlessly integrates hardware and software to create an effortless end-to-end experience for customers at all levels in their creative journey, and joining forces with PreSonus makes that possible.

Founded in 1995 by Jim Odom and Brian Smith, PreSonus designs innovative audio products that provide professional sound quality and features without sacrificing affordability. Throughout its history, PreSonus has built innovative tools for musicians, content creators, producers, and audio engineers. Today, PreSonus is a leading designer and manufacturer of both recording and live-sound hardware and software solutions that solve real-world problems for real working creatives.

  • Completion of this merger is subject to U.S. regulatory approvals and other customary closing conditions. At this time, FMIC and PreSonus will continue to operate as separate entities.
  • Gibson, Dunn & Crutcher LLP acted as legal counsel to Fender Musical Instruments Corporation.
  • PreSonus was advised by Robert W. Baird & Co. and legal counsel was provided by Butler Snow LLP.

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Forum
  1. Profilbild
    Jens Barth  

    Ich weiß nicht, was ich davon halten soll.

    Yamaha hat ja auch vor einigen Jahren Steinberg übernommen. Als langjähriger Steinberg – Kunde habe ich bis heute kaum etwas davon gemerkt, außer das mich die Produktpolitik von Steinberg immer weniger begeistert und ich mich mehr und mehr davon verabschiede,

    inMusic hat ebenfalls viele Brands übernommen, M-Audio, Numark, Alesis, Airmusic, Akai, Sonivox und viele andere. In diesem Fall sehe ich das Ganze sehr negativ: Die zu inMusic gehörenden Firmen entwickeln ihre Produkte kaum noch weiter, auf Softwareupdates muß man jahrelang warten, eigentlich kann mit die Produkte von inMusic kaum noch zum Kauf empfehlen.

    Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen die Fusion Fender / Presonus haben wird. Hoffen wir das Beste.

      • Profilbild
        Jens Barth  

        Akai war nicht speziell gemeint, ist auch eher ein Hardwarehersteller. Softwareseitig kann ich da weniger sagen, VIP hatte ich im Einsatz, da gibt es deutlich Besseres, und MPC ist eine Nischenprodukt und hat mich nie überzeugt. Allerdings entsteht schon der Eindruck, daß nach der Übernahme durch inMusic deutlich weniger entwickelt wird.

        Im Softwarebereich ist inMusic dagegen eine reine Katastrophe. Erstens gibt es seit Jahren nichts Neues, zweitens wird gerade bei Sonivox als auch bei Airmusic (die ich sehr mag) nur noch Resteverwertung betrieben. Kompatibilitätsupdates dauern mehrere Jahre, längst überfällige Anpassungen (z.B. GUI’s bzw. deren Auflösung an moderne Bildschirme / Monitore) gibt es gar nicht.

        Und auch ein Kundenservice existiert bei inMusic schlicht und ergreifend nicht, oder man sucht sich einen Wolf. Da bin ich gerade bei Akai ein gebranntes Kind. Wenn ich dann bei diesen Übernahmeerklärungen immer lese, daß es tolle Synergien gibt und für den Kunden alles besser, aus eine Hand, wird, ist das purer Hohn.

        Daher stehe ich grundsätzlich diesen großen Fusionen negativ gegenüber, für mich als Kunden ist nach keiner Übernahme irgendetwas besser geworden, eher deutlich schlechter.

        Das es anders geht in Sachen Produktpflege und auch Kundenservice zeigen Firmen wie U-he oder Spectrasonics. Da ist man noch nah am Produkt – und auch nah am Kunden.

        • Profilbild
          Larifari  AHU

          Gerade was Software Updates angeht hat Akai sich zum Top Spieler gemausert.
          Da liegt auch der Knick in deinem Argument, wenn die MPC Serie doch ein Nischenprodukt ist, warum kriegt Sie dann soviel Software-Liebe wie kein anderes aktuelles vergleichbares Produkt. In den letzten 2 Jahren gab es etliche Plug ins, Effekte, Audio Interface Support und und. U.a. Von Akai selbst entwickelt.

          Und die MPC Serie als Nischenprodukt zu bezeichnen ist auch nicht unbedingt realitätsnah.

          • Profilbild
            Jens Barth  

            Nochmal: Mir ging es nicht speziell um Akai. Akai stellt gute Midicontroller her, habe selber einige im Einsatz.

            Die MPC Software ist wird von Akai als DAW beworben und steht somit im Wettbewerb mit Logic, Ableton, Steinberg etc.

            Ich arbeite mit Logic, Ableton und Reason im Studio. Live mache ich viel mit MainStage und Gigperformer. MPC und VIP als Alternative habe ich probiert, beide sind bei mir durchgefallen. Aber das ist nur meine Meinung, es ist schön, daß es auch andere gibt.

            Mein Punkt war insbesondere Airtech sowie Sonivox. Diese Firmen waren vor der Übernahme durch inMusic um Längen besser als danach!

            • Profilbild
              Larifari  AHU

              Das wird aber erst durch das letzte Kommentar klar. Oben schreibst du :
              „ …und MPC ist eine Nischenprodukt und hat mich nie überzeugt. Allerdings entsteht schon der Eindruck, daß nach der Übernahme durch inMusic deutlich weniger entwickelt wird.“

              Dagegen widerspreche ich vehement. Und wenn man sich die gängigen Forenbeiträge oder Kommentare unter den Akai Update Videos ansieht ist das auch der überwiegende Konsens. Akai ist im Moment des Users Liebling was die Updates angeht. Dein Eindruck ist da erstmal grob falsch, dass es dich nicht überzeugt ist ne andere Sache und vollkommen ok. Fakt und Meinung sind 2 unterschiedliche Ebenen.

              Airtech und Sonivox kann ich nicht beurteilen da ich nichts von denen nutze. Und genau deshalb sag ich dazu auch nix ;).

              • Profilbild
                Jens Barth  

                Bei Akai habe ich halt auch gemischte Gefühle: Hardwareseitig hat sich in den letzten Jahren bei den MPK’s nichts getan, da wird kaum noch was entwickelt, zumindest entsteht dieser Eindruck. Bei MPC mag es anders sein, ist aber für mich irrelevant.

                Als ich einmal Probleme mit einem meiner Controller hatte wurde ich von Akai an den Alesis Service verwiesen, da muß man erst mal drauf kommen. Abgesehen davon war dann die Kommunikation noch grottenschlecht, man erklärte sich nach einer mühseligen Kontaktaufnahme für nicht zuständig, erst danach klärte sich das, geholfen hatte das alles nichts. Ich habe dann trotz Gewährleistung das Gerät im Musicstore abgegeben und für die Reparatur bezahlt. Was schlimmer war: Die Gigs musste ich mit einem abgespeckten Setup bestreiten.

                Apropos: Ich hatte mich auch direkt an inMusic gewandt, da gibt es auch einen Support. Den es aber in Wirklichkeit nicht gibt, null Kommunikation.

                Das alles kannte ich vorher nicht, bevor Akai von inMusic einverleibt wurde waren meine Erfahrungen deutlich besser.

                Meine Frage war lediglich, ob durch die Übernahme von Firmen und Bildung von großen Konglomeraten für den Kunden etwas besser wird. Und diese Frage muß ich bei inMusic für mich nach meiner persönlichen Erfahrung mit einem klaren nein beantworten. Leider auch bei Akai (s.o.).

                • Profilbild
                  Larifari  AHU

                  Berechtigte Kritik. Bin ich voll bei dir.
                  An dieser Stelle möchte ich nochmal ein Positives Beispiel anführen. Vor ca. 2 Jahren habe ich mal vorsichtig bei Novation nachgefragt ob es noch Ersatzteile für die fast 30 Jahre alte Bassstation gibt.
                  Eine Woche später kam ein Paket mit den gewünschten Teilen…for Free !

  2. Profilbild
    chain25  

    Na, immerhin ist es nicht Music Tribe …
    Okay, sorry, der musste jetzt sein. Bitte einfach ignorieren!

  3. Profilbild
    Atarkid  AHU

    Oh je, jetzt wird’s wohl langsam Zeit, dass ich mich mit Logic und der damit verbundenen Hardware beschäftige…

  4. Profilbild
    moinho  

    Endlich eine Antwort auf die beliebte Scherzfrage:
    „Wie heißt der Anwalt von Fender?“
    „Gibson!“

    (siehe das Kleingedruckte unter der Pressemeldung)

  5. Profilbild
    gruuv  

    Ich fand schon die Gibson-Einkaufstour (Ende der 90er) ziemlich „fragwürdig“. Es wurde alles im MI Business aufgekauft, was nicht bei 3 auf den Bäumen war. Und auch völlig unabhängig, ob es zur Marke gepasst hat oder nicht. Ich denke da nur an Opcode (DAW Studio Vision & OMS), die gleich nach dem Aufkauf zugemacht haben, Dann Onkyo, TEAC, diverse Software (Cakewalk?), Hardware und HiFi Hersteller. Nachdem dann alles aufgekauft war, kam dann die Gibson Insolvenz (2018), und alles musste wieder zu Geld gemacht, also verramscht werden, denn Produktpflege wurde ja in all den Jahren so gut wie gar nicht betrieben, also mittlerweile alter Kram. Alles zuerst mal „zumachen“, dann neu anfangen. Aber die ganzen aufgekauften Firmen unter dem Gibson Brand haben nun ein neues „Problem“ zur Wiederauferstehung“, diesmal ohne Gibson (Geld), also von Null wieder beginnen.
    Ich befürchte halt bei Fender ähnliche Ambitionen ….. von daher sehe ich das eher sehr kritisch

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