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Test: PreSonus Sphere, DAW, Plug-ins, Notation, Cloudservice

27. August 2021

Das PreSonus Komplettpaket im Abo

presonus sphere test

PreSonus Sphere, DAW, Plug-ins, Notation, Cloudservice

Abo- oder Leasing-Modelle sind inzwischen allgegenwärtig. Ob eine Kuh (ja, „rent-a-cow“ gibt es tatsächlich) oder die wöchentliche Gemüsekiste: Die Zeiten, als man mit einem Abo ausschließlich Zeitungen und den dazugehörigen telefonischen Drückerkolonnen verband, sind schon lange vorbei. Und auch in der Musikszene hat das temporäre Mieten von Software längst Einzug gehalten, nachdem Adobe gezeigt hatte, dass das funktionieren kann: Da gibt es Roland Cloud oder Soundcloud DJ, Waves bietet seine Plug-ins in drei verschiedenen Abos an, Avids Pro Tools oder Sibelius kann man ebenso monatlich buchen wie die DAW Reason oder Sound Forge bei Magix. Seit dem letzten Jahr ist nun auch PreSonus mit dabei. Anlässlich des Releases der Version 5 ihrer DAW Studio One im Sommer 2020 startete man die „PreSonus Sphere“. Für einen monatlichen bzw. jährlichen Obolus wird hier die komplette PreSonus-Palette an Software, Plug-ins, Librarys, Workspace und Kollaborations-Tools zur Nutzung freigegeben. Lohnt sich das? Und was ist drin im Sphere-Paket?

PreSonus Sphere

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Zwei Bemerkungen vorab

Das Wichtigste zum Start: Sphere ist kein Pflichtkauf. Anders als bei einigen anderen Softwareherstellern wie Adobe, die inzwischen komplett auf das Abo-Modell setzen, lässt uns Presonus die Wahl: Ich kann alle Produkte des US-Herstellers auch einzeln und ganz normal erwerben, ohne mich monatlich an einen Abo-Vertrag zu fesseln. Sphere ist also eine zusätzliche Option, aber keine Verpflichtung; was ich an dieser Stelle dann auch schon mal als großen Pluspunkt des Sphere-Modells vermerken möchte. Zudem vermeidet PreSonus selber auch den Begriff „Abo“ und spricht da lieber von einer „Mitgliedschaft“. So ist Sphere dann tatsächlich auch eher eine (Online)-Community mit Cloudservice, deren Mitglieder sämtliche PreSonus-Produkte frei nutzen dürfen. Und welche das sind, das schauen wir uns jetzt endlich mal an. Danke für deine Aufmerksamkeit.

PreSonus Sphere

Studio One 5 Pro

Mit in der Sphere: Studio One Professional

Einer der großen Pfeiler, auf dem Sphere ruht (um es mal ein wenig prosaisch auszudrücken), ist die DAW Studio One in der größten, der Pro-Version, die – Stand heute (August 2021) – 392,70 Euro kostet. Wer unseren/meinen kompletten Test zu der Version 5 lesen möchte: Der ist hier zu finden.

Für alle Linkmüden hier die kurze Zusammenfassung: Das Top-Argument für Studio One ist der wirklich fantastische Workflow; hier läuft vieles intuitiv und per Drag & Drop. Ich selber habe lange mit Cubase gearbeitet und für AMAZONA.de zudem in einem großen Vergleichstest zehn DAWs auf dem Prüfstand gehabt, aber in puncto Workflow ist Studio One (meiner bescheidenen Meinung nach) unerreicht. Und hat auch sonst einiges zu bieten. Wie zum Beispiel eine umfassende Palette an Plug-ins und Softsynthies; mit dabei sind unter anderem Presence XT (Sample Player), Sample One XT (Sampler), Impact XT (Beat Producer) Mojito (subtraktiver Synth) und Mai Tai (Modeling-Synth). Dazu eine integrierte Harmoniebearbeitung für Audio- und MIDI (Akkorde lassen sich aus der Akkord- auf eine Instrumentenspur ziehen oder aus Audio-Events extrahiert werden), Scratch Pads, Clip-Gain-Envelopes, erweiterte Mixer-Szenen, Show-Page mit Setlist und Backing-Tracks, ein integrierter Notations-Editor und vieles mehr. Es gibt mit Sicherheit DAWs mit einer längeren Feature-Liste, aber zusammen mit dem angesprochenen unschlagbaren Workflow ist das schon ein Pfund. Der große Vorteil dabei: Die Sphere-Mitgliedschaft umfasst dann auch automatisch alle kommenden Versionen; in einem Upgrade-Jahr hat man die Sphere-Kosten also alleine dadurch schon wieder raus.

PreSonus Sphere

Notion 6

Ebenfalls mit im Sphere-Paket: Notion

Bei Notations-Software denkt man ja automatisch an Sibelius und Finale. Aber auch PreSonus hat sein Notion in den letzten Jahren immer weiter verbessert und da eine Alternative geschaffen, die – wie Studio One auch – besonders durch ihren eleganten Workflow und ihren schlanken, aber trotzdem sehr vielseitigen und leistungsstarken Aufbau überzeugt.

Notion 6 lässt sich direkt in Studio One einbinden und von dort aus aufrufen; die Partitur kann dann auch dank der integrierten 9 GB großen Library zum Klingen gebracht werden; da sollte man allerdings keine akustischen Wunder erwarten. Die ansonsten optionalen Sound-Erweiterungen (im Wert von etwa 500,- Euro) sind dann ebenfalls mit dabei. Darunter sind dann nicht nur die klassischen Orchesterinstrumente (inklusive ausgefallener Sounds wie etwa die Basstrompete oder Kontrabass Saxophon), sondern auch Sachen wie Banjo, Mandoline oder „Jazz-Blechblasinstrumente mit Dämpfer“.

Notion – das PreSonus auch als Kompositionshilfe versteht – ist weniger überfrachtet als die Konkurrenz und dank der Ein-Fenster-Philosophie (bis auf den Mixer und Videos, die in Extra-Fenstern laufen) auch leichter bedienbar. Bei komplexeren Partituren muss man hier und da noch etwas nacharbeiten und umformatieren, da die Automatik dann schon mal leicht ins Schleudern gerät, auch fehlt ein EPS-Export. Sonst aber ist Notion ein gut ausgestattetes Notationsprogramm, das mit diversen Eingabehilfen, der Unterstützung aller wichtigen Videoformate für die direkte Filmvertonung (inklusive Timecode-Anzeige), einer umfassenden Score-Bibliothek oder der Möglichkeit, nahtlos mobil mit der Notion-App weiterzuarbeiten, das Komponisten-Leben erleichtern kann. Aktuell kostet Notion 6, das mit im Sphere-Paket ist, einzeln 146,37 Euro – wird eingebongt.

PreSonus Sphere

Eine kleine Auswahl der enthaltenen Plug-ins

Plug-ins

Auch mit Plug-ins geizt Sphere nicht, da ist eine ganze Menge wirklich nützlicher Tools im Abo (oder besser: in der Mitgliedschaft) enthalten – Mitglieder bekommen das volle PreSonus Plug-in-Paket. So zum Beispiel die komplette Fat Channel Collection mit sieben Emulationen von Kompressoren und acht Equalizern, die den Klang ihrer realen Vorbildern recht gut nachbilden plus dem Fat Channel XT; Gesamtwert: Rund 200 Euro. Ebenfalls mit dabei ist der CTC-1 Pro Console Shaper, der drei analoge Mixer (Classic British, Vintage Tube und Custom Analog Console) inklusive Crosstalk zwischen den Kanälen emuliert und dabei – mit nur einer Instanz – Zugriff auf alle Einzelspuren eines Songs hat (ca. 85,- Euro). Noch nicht genug Effekt-Plug-ins? Kein Problem, denn auch die Retro Mix Legends gehören mittlerweile dazu, inklusive des Porta Cassette-Plug-ins, das den Sound eines alten Vierspur-Tapedecks emuliert – perfektes LoFi. (ca. 85,- Euro). Und schließlich haben Sphere-Mitglieder auch Zugriff auf den Audio Batch Converter oder auf Ampire (Simulator für Gitarren-Amps, Boxen und Bodentreter). Zusammen mit dem umfangreichen Plug-in-Paket, was Studio One ohnehin schon mitbringt, ist man da auf Jahre gut versorgt.

PreSonus Sphere

Ein komplettes Orchester ist auch mit dabei

Zusätzliche Sounds, Loops und Samples

Hier wird es noch mal richtig fett. Einer meiner Favoriten ist Deep Flight One mit seinen rund 130 Multi-Instrumenten und 241 Einzelsounds, darunter seltene Synthies wie Schmidt Synthesizer, Synclavier, Oberheim Four Voice oder Buchla Modular System, aber auch Pads, Drones und erstklassige Fieldrecording Layers. Und die lassen sich kombinieren, um dann zwischen A und B zu blenden – damit lassen sich schöne atmosphärische Flächen und Soundscapes bauen, die mit Arpeggiator, Chorder oder Repeater zum Leben erweckt werden können. Kostet sonst etwas über 100 Euro – ist mit dabei.

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Eine weitere nette Zugabe ist das PreSonus Symphonic Orchestra, das alle Orchester Basics liefert, die man für die Skizze zwischendurch braucht. Mit seinen etwa 14 GB kann es natürlich nicht mit den Spezialisten mithalten, ist aber schön schlank und klingt – zusammen mit den dazugehörigen PreSonus Contemporary Strings – mit seinen variantenreichen Spielarten für den schmalen Umfang erstaunlich gut. Mit enthalten in dem PSO sind außerdem noch rund 1.200 Orchester-Loops, falls man mal schnell ein paar royalty-free-Takte benötigt.

Sehr gut und umfangreich ist auch das Studio Grand für Presence XT, bei dem – ein nicht näher bezeichneter – „7-Fuß großer Konzertflügel“ mit zwei unterschiedlichen Mikrofonierungen mit zehn Velocity-Layern und achtfachem Round Robin pro Note aufgezeichnet wurde. Neben dem klassischen Sound finden sich hier auch einige experimentelle Klänge, zudem lassen sich die Presets auch noch umfangreich bearbeiten. Die 5,5 GB große Library kostet sonst ca. 85 Euro.

Um mal Aal-Jürgen vom Hamburger Fischmarkt zu zitieren: „Das ist immer noch nicht alles!“ Hinzu kommen nämlich noch rund 100 GB an Sample- und Soundlibrarys, darunter die komplette Spark-Collection mit rund 40 Produktionen. Mit den Baukästen und ihren Loops lassen sich schnell mal eben fertige Songs jedweder Stilrichtung basteln. Ebenfalls mit dabei sind auch die Tom Brechtlein Drums sowie weitere Librarys, dazu kommt noch monatlicher Nachschub. Wer sich da alles herunterlädt, hat schon mal eine äußerst solide Basis für sein musikalisches Schaffen. Ich bin selber seit gut einem Jahr bei Sphere dabei und habe da inzwischen viel Brauchbares bei den Sounds gefunden.

PreSonus Sphere

Inhalte können direkt aus der DAW geteilt und geladen werden

Workspaces, Kollaboration, Masterclasses und Live-Streams

Über Sphere habe ich auch Zugang zur Presonus Cloud und kann mich mit der Community austauschen, und das auch ganz unkompliziert direkt aus Studio One heraus. Über den Exchange-Tab teilen die Sphere-Mitglieder, aber auch Studio-Profis und -Musiker ihre Makros, Samples, Patterns, Keyswitches, Presets oder Soundsets. Ich habe da schon manch nützliche Anregung und manch nützliches Tool gefunden; der einzige Haken ist, dass ich dort dann („nur mal eben kurz reinschauen“) meist viel mehr Zeit verbringe als geplant und meine aktuelle Produktion dann mal wieder warten muss. Meine eigenen Projekte und Songs kann ich aus der DAW heraus in die Sphere hochladen und sie anderen zur Verfügung stellen oder auch mit anderen Musikern zusammenarbeiten. Dazu gibt es die Möglichkeit, Mixes mit Kommentaren zu versehen oder die integrierte Live-Chat-Funktion zu nutzen; der Musiker am anderen Ende der Leitung benötigt dazu noch nicht einmal eine Sphere-Mitgliedschaft, ein (kostenloses) PreSonus-Konto reicht aus. Allerdings ist es nicht möglich, gleichzeitig an einem Track zu basteln, die Kollaboration beschränkt sich auf den Ping-Pong-Austausch von Tracks – aber das funktioniert ja auch bei Steinbergs VST Transit nicht. Trotzdem eine nützliche Sache, wie ich finde – die ich auch hin und wieder nutze. („Hör doch mal rein, irgendwie klingt mir die Bridge ab Takt 24 noch zu dünn, fällt Dir da was ein?“). 30 GB an Workspace gibt es zur Sphere-Mitgliedschaft dazu, weitere 70 GB können für 3,99 Euro monatlich hinzugebucht werden. Ein Blick auf die Mitkonkurrenten: Steinbergs VST Transit Premium offeriert 7,5 GB (und begrenzt auch den monatlichen Traffic auf 30 GB), Avid möchte für seine 100 GB Cloud 49,- Euro im Jahr (bzw. 90,- Euro für 500 GB oder 279,- Euro für 2 TB).  Bisher bin ich mit meinen 30 GB aber mehr als gut ausgekommen.

Speziell für Sphere-Mitglieder sind auch die (englischsprachigen) Master-Class-Video-Tutorials, die so ziemlich alle Aspekte der Musikproduktion behandeln – sowohl spezielle für PreSonus-Produkte, aber auch ganz allgemeine, wie etwa „The A-Z of Quantization“, „Producing Acoustic Guitar“ oder „How to treat your room“. Zu vielen Kursen können auch zusätzlich Materialien heruntergeladen werden, mit denen gearbeitet (und besser verstanden) werden kann. Zuweilen ist die Masse an Videos ein echtes Hindernis; so befinden sich aktuell allein im Ordner „Studio 5“ 196 Videos – zwar mit Suchfunktion, aber auch damit findet man ja nicht immer das, was man sucht. Dazu kommen Einladungen zu online Live-Sphere-Events, wo man nebenher auch noch schön sein Kooperationsnetzwerk erweitern kann. In Livestreams kann man auch seine eigenen Produktionen präsentieren und sich Kritik und Anregungen der Community holen.

Offene Fragen lassen sich da aber auch schnell im Experten-Chat klären; zwar nicht postwendend, aber immerhin doch meist innerhalb weniger Stunden hat man da die Antwort auf sein „Wie ging das noch mal?“ oder „Wo finde ich…?“. Fast-Lane-Support eben. Und falls sich da wider Erwarten niemand findet, kann man innerhalb der Sphere auch ein Support-Ticket aufmachen; ob das nun als Sphere-Ticket gegenüber „Normal-Nutzeranfragen“ bevorzugt behandelt wird, konnte ich nicht herausfinden.

PreSonus Sphere

Viel Content fürs Geld

Kosten und Nutzen von PreSonus Sphere

Sphere kostet bei monatlicher Zahlweise 14,52 Euro; bei einer jährlichen Zahlweise ist es etwas günstiger, dann sind es umgerechnet 13,30 Euro (159,64 Euro). Lohnt sich das? Vorausgesetzt, man hat zu Beginn noch gar keine PreSonus-Software am Start, dann könnte man rein rechnerisch für das Geld rund 29 Monate allein Studio 5 nutzen, bevor man draufzahlt, oder 40 Monate Studio 5 plus Notion 6 ohne das Instrumenten-Expansion-Bundle. Erscheint in der Zeit aber eine komplett neue Version (die bei Studio One alle 2-3 Jahre kommt), so würden sonst dann ja wieder Upgrade-Kosten anfallen (augenblicklich rund 150,- Euro); daher darf man dann noch einige Monate drauf rechnen. Mit eingerechnet sind da aber noch nicht die Plug-ins und Librarys, die es ja auch noch gibt. Ich hab das jetzt nicht selber ausgerechnet, aber ein US-Magazin hat vor einem Jahr das Sphere-Gesamtpaket auf 2.846,32 US-Dollar taxiert (ca. 2.400,- Euro), das dürfte inzwischen noch etwas mehr geworden sein. Heißt: Für PreSonus-Neulinge ist Sphere in jedem Fall rechnerisch eine lohnende Sache. Und auch wer bisher nur Studio 5 besitzt, kommt angesichts von Notion und all dem Zusatz-Content immer noch gut weg.

Nicht in nackte Zahlen pressen lässt sich der immaterielle Content, also das Kollaborations-Tool, die Masterclasses und Live-Streams, der Cloud-Workspace, die schnelle Hilfe im Experten-Chat und dergleichen mehr. Da muss jeder selber wissen, ob er das nutzt oder nicht; ich selber möchte diese Features nicht mehr missen – ein guter Schritt raus aus dem eigenen kleinen Elfenbeinturm, in dem sich alles, was man so für sich im Studio zusammengefrickelt hat, ja ohnehin immer fantastisch anhört.

Der größte Haken an Abo-Modellen generell ist jedoch: Wenn ich das Abo (bzw. die Sphere-Mitgliedschaft) beende, ist alles auf einen Schlag weg – sofern ich Teile der Software nicht vorher schon gekauft habe und besitze. Was jetzt aber nichts Sphere-spezielles ist; ich persönlich kennen das zum Beispiel auch von Sonys Playstation Plus oder Microsofts Xbox Game Pass – jede Menge Games zum Download, die ich aber nur so lange spielen kann, wie ich die Abogebühren zahle. Entscheide ich mich also irgendwann, auf eine andere DAW zu wechseln, werde ich meine Projekte nicht mehr weiter öffnen oder bearbeiten können. Darüber sollte man sich schon vorher im Klaren sein.

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Fazit

Die Gretchenfrage, ob sich die PreSonus Sphere nun am Ende für den einzelnen lohnt, ist von so vielen Faktoren abhängig, dass es wohl nur jeder für sich selber beantworten kann: Was hat man schon alles an Software und Sounds, was braucht man, nutzt man die Cloud- & Kollaborations-Features? Und vor allem: Bleibe ich auch die nächsten Jahre dabei?

Meine Meinung: Es gibt für relativ schmales Geld viel Content (13,30 Euro – das ist einmal Pommesbude mit Kaltgetränk für zwei oder zwei Iced Caramel Macchiato Grande plus ein Blaubeer-Muffin bei Starbucks). Neben Studio One Pro und Notion bietet Sphere massig Plug-ins, Effekte, Loops und Librarys von ordentlicher bis sehr guter Qualität sowie viel Austausch, Kollaboration und Lernen. Neue Versionen oder sonst kostenpflichtige Upgrades sind im Preis mit drin, zudem wird die Plug-in/Soundbibliothek fast monatlich mit neuem Input versorgt. Wer also gleich mit massig Content starten will, ohne gleichzeitig auch massig viel auszugeben, ist hier goldrichtig. Aber auch, wer nur mal eben für eine spezielle Produktion noch eine Kiste Sounds und Plug-ins benötigt, kann sich die ja mal eben für einen Monat mieten.

Wer von vornherein also vor hat, längerfristig dabei zu bleiben, der bekommt einen sehr guten Gegenwert. Wer aber seine DAW öfter wechselt als Fortuna Düsseldorf seinen Trainer, der ist vermutlich mit dem Direktkauf ausgesuchter Elemente besser dran. Wobei das (monatlich kündbare) Sphere-Abo dann wiederum eine gute Möglichkeit ist, mal in den PreSonus Content reinzuschnuppern und die Software plus Add-ons, die man auf dem Radar hat, ausgiebig zu testen. Und vielleicht bleibt er/sie dann am Ende ja doch dabei.

Plus

  • aktuelle Versionen von Studio One und Notion mit dabei
  • viele gute Plug-ins für Recording und Mastering
  • über 100 GB an Librarxs und Loops
  • unkomplizierter Austausch von Presets, Soundsets, Makros etc. mit anderen Mitgliedern
  • Kollaboration direkt aus der DAW nutzbar
  • exklusive Lernvideos und Expertenchats
  • 30 GB Cloud-Speicher
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis - viel Content fürs Geld

Minus

  • Inhalte teilweise etwas unübersichtlich
  • wird die Mitgliedschaft beendet, können Inhalte nicht mehr genutzt werden

Preis

  • 14,52 Euro (bei monatlicher Zahlweise)
  • 159,64 Euro (bei jährlicher Zahlweise - umgerechnet 13,30 Euro/Monat)
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Forum
  1. Profilbild
    padbell  

    Das hört sich gut an…allerdings verstößt es gegen einen persönlichen ganz kategorischen Grundsatz: NIEMALS SOFTWARE IM ABO MIETEN…N I E M A L S !!! Und mittlerweile denken immer mehr Leute so.

    Ich denke Roland hat es z.B. versucht und ist gescheitert. Daher haben sie die Software doch später wieder zum Einmalkauf angeboten. Wenn auch die Preise recht happig sind…aber eben einmal und für immer besitzen.

    Danke für den Artikel…

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ich kenne nun garniemand der so irgendein blödes Abo hätte! Ausser ein paar Ausnahmen im Internet! Also manche Leute scheinen mit dem Kopf durch die Wand zu ballern ohne dass sie es merken. Es erinnert mich an die ebenfalls kranke genderei welche die aller allermeisten Menschen ablehnen, aber trotzdem versucht man es den Leuten aufzwingen zu wollen. Beim Software Abo ist es jedoch so dass der Kunde immer noch König ist und einfach nicht nie und nimmer kauft. Also viel Spaß mit der neuen Geschäftsidee. Die Kongurrenz im Musik software Bereich ist gigantisch und das bedeutet, sie schläft nicht. Die Produkte von Adobe sind eine andere Klientel, damit wird richtig Kohle gemacht und die Software ist seit Jahrzehnten von den Profis benutzt. Wer da mit Coreldraw ankommt hat Pech, denn die Adope Dateien sind properitär und inkompatibel zum Corel. Adope verkauft auch keine Lizenzen an Corel – warum den Fetten Kuchen teilen? Bei Musik software ist es anders, jeder kocht sein eigenes Süppchen und warum zu viel Geld ausgeben? Profis verdienen Geld, aber auch hier gibt es nicht den ultimativen Marktführer wie bei Adope. Adope hat seine Kundschaft regelrecht im Würgegriff und da wird böse abgezockt. Die Preise sind nicht mehr normal. Davon träumen so manche Musik software Hersteller. Aber ja, wer mit Musik reich werden will der kann es auch mal mit Totto Lotto versuchen, okay das ist zugegen noch viel blöder und macht vor allem auch Garantiert gar keinen Spaß und wenig Sinn.

    • Profilbild
      m.steinwachs  RED

      Ich kann die Aufregung nicht ganz verstehen. Wie im Artikel beschrieben, bietet PreSonus (anders als eben Adobe und andere) das Abo als eine Möglichkeit an, nicht als Zwang. Man kann sämtliche Software und PlugIns ja auch immer noch ganz normal käuflich erwerben, niemand wird gezwungen. Jeder kann für sich überlegen, ob dieses Modell geeignet ist oder nicht. Ich sehe das also eher als Bereicherung. Und warum sollte das Klientel von Adobe ein anderes sein? Gerade für Musikprofis könnte sich so ein Abomodell doch lohnen.

    • Profilbild
      Hein Schlau  AHU

      Ausgehend von der sprachlichen und inhaltlichen Qualität deines Kommentars solltest du allerdings keine Abos abschließen – in fact solltest du überhaupt keine Verträge abschließen, sondern das deinem bestellten Vormund überlassen.

      Hattest du heute auch ordentlich Spaß bei der Leerdenkersause in Berlin?

  3. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Dazu fällt mir ein, dass das Abo durch unendlich viele Bausteine und somit hohen Kaufwert auffällt. Der Haken an der Sache ist wie beim Officepaket, man wird nur 97% davon wirklich nutzen, weil man es nicht braucht. Es ist definitiv sinnvoller sich nach seinen Wahren Interessen und Wünschen zu entscheiden und gezielt zu kaufen, Anstalt z. B. 14 GB Ethnik Sounds, also 13450 zusätzliche Klänge mit Flöten, Ballaphonen in X Varianten geliefert zu bekommen obwohl Man sie nicht braucht bzw. Noch schlimmer, die Klänge eigentlich gar nicht leiden kann. Man kauft etwas Sinnloses, ok das gute ist, bei Kündigung ist alles futsch und man ist froh wieder frei zu sein. Vst Messitum ist extrem weit Verbreitet. Ich schmeiß alles sofort runter was ich nicht brauche und da bleibt nicht viel übrig. Den VST GAS ist wie Messitum nur kann man sich leichter retten, durch das verbrennen seiner Festplatte und gut ist es dann. Zu viel macht extrem unkreativ!

  4. Profilbild
    ctrotzkowski  

    Ob man ein Abo Modell akzeptiert oder nicht, wird sich vermutlich an den Nutzungsabsichten entscheiden. Wenn man die regelmäßigen Update-Kosten der DAW, um in der Wartung zu bleiben, auf den Kauf draufschlägt, und dazu noch das eine oder andere Paket häufiger nutzt, macht es Sinn – für manche mehr und für andere eben gar nicht.

    Was man aber auch berücksichtigen sollte, ist eine generelle Problematik der „all Inclusive“ Pakete, so wie ich sie selber erlebt habe: Eine ausufernde Auswahl an Sounds und Effekten ist nicht nur von Vorteil; anstatt ein paar wenige Klangformer wirklich bis in die letze Ecke zu kennen und dadurch sehr gezielt seine Ideen verwirklichen zu können, verleitet eine übergroße Plugin-Sammlung zum vermeintlich „einfacheren“ Weg – „es wird schon irgendein Preset geben, was hier paßt“. Hier ist dann aber auch schnell die musikalische Idee weg, bevor man die Presetliste auch nur halb durch ist – egal wie toll die Presetliste vorfiltert. Ich ignoriere heute zumeist meine NI Komplete und EW Composer Vollausstattung und enge den Kreis der häufig genutzen Favouriten bewußt ein, was den Kreativprozeß wieder stark verbesserte. Wäre mein Tip besonders für Anfänger, nicht auf Verdacht zu breit zu kaufen/mieten.

    Andererseits liegt auch dies wieder an jedem selber, wie man am besten arbeiten kann.

    • Profilbild
      m.steinwachs  RED

      Ja, die Gefahr der Kreativlähmung durch Überangebot ist durchaus gegeben. Andererseits bietet so ein Abo (bzw. NI Komplete) auch die Chance, viele Klangerzeuger kennenzulernen und anzutesten. Um sich am Ende dann auf wenige wirklich geeignete zu konzentrieren. Ich z.B. habe so einiges an Software in meinen Studioalltag aufgenommen, auf die ich ansonsten gar nicht gekommen wäre.

    • Profilbild
      SkandinAlien  

      So ging es mir nach dem Umzug zu Ableton Live Suite. Neue DAW, schier unendliche GB an Packs und Plugs… Ich glaube ich hab nach 3 Jahren noch nicht alles benutzt weil ich festgestellt habe das es für mich besser ist mit einem kleinen Toolset zu arbeiten als die nächsten 2 Stunden Listen zu klicken.
      Hab damals Pigments 3 zum Release Deal gekauft und noch nicht einmal produktiv genutzt weil es einfach erschlägt. Macht Spaß, aber es frisst so viel Zeit

      • Profilbild
        Hein Schlau  AHU

        Ich bin vor Jahren auf Bitwig umgestiegen, das ich meistens unter Linux nutze. Da gibt es nicht so viele Plugins und ich habe vorwiegend mit den Stock-Plugins und ein bischen Freeware und drei gekauften Synths gearbeitet.
        Hat sich als wahnsinnige Erleichterung herausgestellt und hat meine Produktivität deutlich erhöht. Ich kann ewig mit Guitar Rig, Helix und THU rummachen, mit Amp von Bitwig komme ich aber zügiger zum Ziel.

    • Profilbild
      janschneider  

      Das scheint ja oft ein Problem insbesondere bei den Subscriptions zu sein – um dieses Modell, welches im Normalfall ja hauptsächlich den Firmen Vorteile bringt und nicht den Anwendern, und die Preise zu rechtfertigen, wird eine ganze Menge Beiwerk raufgepackt, ob man es nun braucht oder nicht. Mehr ist mehr, viel hilft viel. Zumindest ist das Angebot von Presonus preislich wirklich fair, aber ich fände ja einen anderen Ansatz interessanter: Ein reines DAW-Abo für zB 8-10€ im Monat, dafür regelmäßige Updates mit neuen Features, über die zum Beispiel auch die Abonnenten abstimmen könnten. Das wäre zumindest für mich die einzige akzeptable Art einer Subscription, diese ganzen Terabytes an Sounds und Sample brauche ich nämlich auch nicht.

      • Profilbild
        m.steinwachs  RED

        Mit einem reinen DAW-Abo für 8-10 Euro wärst Du dann aber preislich auch nicht mehr weit entfernt von dem aktuellen Sphere-Abo für 13,30. Und gerade bei Presonus fließen ja schon jetzt sehr viele Anwender-Vorschläge mit in die Entwicklung ein.

          • Profilbild
            m.steinwachs  RED

            Updates sind ja eh meist kostenlos, nur die Upgrades auf eine komplett neue Versionsnummer kosten im Allgemeinen. Und die Hersteller von kostenlosen DAWs bieten ja auch kein Abo an. Insofern stellt sich die Frage eigentlich nicht.

  5. Profilbild
    Mick  AHU

    Ich bin seit 2013 Presonus Kunde und Folgendes sollte nicht unerwähnt bleiben:

    1. Sphere ist komplett auf englisch natürlich auch die Chats mit den Fachleuten, da sollte man fit drin sein….schade, da es ein fast komplett deutsches Produkt ist!

    2. seitdem es Sphere gibt, werden die Käufer von Presonus-Software und deren Hardware im Stich gelassen, was evtl. Gimmicks und Addons (die sonst mal kostenlos raus gehauen wurden) betrifft!
    Da es eben jetzt alles sowieso kostenlos bzw. im Abo, in Sphere gibt, warum soll man dann die alten/treuen User beschenken!
    …wer Kunde von z.B. Focusrite ist, weiß das es auch anders geht!
    …neidisch gucke ich immer, was deren Hardwarekunden regelmäßig an Software geschenkt bekommen!

    3. die Qualität der PlugIns und des Contents, ist weit entfernt wie die z.B. von Steinberg oder Native Instruments

    4. Studio One selber hat in Europa irgendwie noch nicht so Fuß gefasst und wird oft verscherbelt, man kann die neueste Version teilweise schon für 150,-€ bekommen, und die ist dann für immer! ;-)

    • Profilbild
      m.steinwachs  RED

      1. Dass PreSonus ein fast komplett deutsches Produkt ist, wäre mir jetzt neu. Soweit ich weiß, ist PreSonus eine US-Firma aus LA. Oder habe ich da was übersehen?
      2. Ok, ist ein Argument
      3. Kann ich so nicht bestätigen. Ich habe auch so einiges von Steinberg (Absolute 5 z.B.) und von NI, aber so viel schlechter finde ich die Presonus-Sachen eigentlich nicht.
      4. Richtig, Studio One ist eher ein US-Produkt, das es bei uns noch schwer hat ( zu Unrecht, finde ich – ich bin z.B. von Cubase weg, weil mir der Workflow da viel zu umständlich war). Und die neueste Version für 150 Euro, und das für immer? Hast Du dazu einen Link? Die EDU-Version ja, aber die Pro-Version? Konnte ich nicht finden.

    • Profilbild
      kollektivzwo  

      Ich arbeite ebenfalls mit Presonus Studio One 5 Pro (Kaufversion) und habe auch das große Quantum Interface in Betrieb (weshalb ich die Pro Version günstiger bekam).

      Ich kann Punkt 2 weder für die DAW noch für das Interface bestätigen. Die Updates der DAW sind immer massiv mit neuen Features gespickt und absolut kostenlos! Das Interface benötigt eigentlich keinen Support, wenn man die Bedienungsanleitung liest.

      Alles passt ganz hervorragend! Flüssiger Workflow und für die Arbeit mit viel Hardware Synthies und Drums unschlagbar, insbesondere mit dem Interface zusammen. Ableton ist dagegen was fürs Kinderzimmer.

      Das Abo interessiert mich allerdings auch gar nicht, da eben schon alles wichtige drin ist in der Kaufversion von Studio One Pro.

  6. Profilbild
    AJay

    Ich startete mit StudioOne 4 als Kaufversion, nachdem mich der Workflow von StudioOne dann auch überzeugte wechselte ich auf die 5er Kaufversion. Seit einem halben Jahr nutze ich nun ebenfalls Sphere und habe es bisher nicht bereut. Immer aktuell und mit zahlreichen Zusatzfeatures ist es meiner Meinung nach mit die beste DAW. Ich verwende nebenbei auch FL Studio Pro, wenn ich aber vergleichen oder final wählen müsste, wäre StudioOne mein Favorit. In Kombination mit Native Instruments, Kontakt und EastWest Composer Cloud Libraries hat man durchaus die besten Werkzeuge und Plugins an der Hand um alles auszuschöpfen was machbar ist. Den Abo-Preis empfinde ich da für das gebotene eher als fair.

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