Interview: Howard Scarr – no scary Sounds –

3. April 2011

A little bit scary? Howard Scarr!

Dank Facebook wächst die Zahl meiner „Freunde“ fast stündlich. Umso mehr freut man sich dann aber über die Bekanntschaft von Freunden, deren Lebensweg den eigenen schon des öfteren gekreuzt haben sollte, aber doch nie tat.

Howard Scarr, Klangbastler, Preset-Schmiede-Meister und zuletzt auch Sounddesigner von Hans Zimmer war das beste Beispiel dafür. Ein Mensch, der von sich selbst sagt, aus ihm sei statt eines schlechten Gitarristen ein schlechter Keyboarder geworden.

Howie on Angels & Demons

Howie on Angels & Demons

Selten habe ich daher ein Interview wie dieses geführt, bei dem mir mein Gegenüber so vertraut vorkam wie ein alter Freund. Nur, im modernen Zeitalter sitzt einem bei einem Interview ja nur noch selten jemand gegenüber. Und auch in diesem Fall wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis ich Howard tatsächlich persönlich kennenlernen werde.

AMAZONA.de:
Hallo Howard, erzähl uns doch mal was über deine allerersten Schritte als Musiker.

HOWARD:
Also ganz von vorn …

Außer Wiegenlieder, die meine Mutter mir vorgesungen hat, waren meine ersten musikalischen Erinnerungen Schallplatten von Gilbert & Sullivan (Mikado), Louis Armstrong und Ray Charles. Ich fand sie alle interessant, aber es waren die Beatles-Lieder, die mich erst richtig fasziniert haben. Ich bekam „A Hard Day’s Night“ zum 10. Geburtstag, und nur zwei Jahre später bin ich bei Zappa gelandet. Ich habe die Texte auf „Freak Out” nicht wirklich verstanden, aber die verrückten Klänge auf der Platte haben mein junges Hirn offensichtlich schwer umprogrammiert. Seitdem reagiere ich immer mehr auf Klang als auf Text.

Schuberts Apprentice 1966

Schuberts Apprentice 1966

Mein Bruder war Bassist in einer Schüler-Band, die bei uns im Haus geprobt hat. Ich habe  im Nebenzimmer immer heimlich auf einer Akustikgitarre mitgespielt, bis ich die Stücke halbwegs spielen konnte – und bei der Band einsteigen dürfte. Ich war also zuerst ein schlechter Gitarrist. Erst später, nachdem ich The Nice entdeckt hatte, bin ich ein schlechter Keyboarder geworden!

Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Tolles Interview!

    Ich freue mich schon drauf wenn Patchbender (Die Website von der hier gesprochen wird) richtig online geht!

    Sehr gespannt bin ich auch auf Howards großes Zebra Tutorial.

    Cheers
    Dennis

    • Profilbild
      Nostradamus

      „Sehr gespannt bin ich auch auf Howards großes Zebra Tutorial.“

      Ich auch. Geplant sind eine ganze Menge YouTube Videos irgendwann in den nächsten Wochen. Sowas finde ich persönlich oft besser als gedruckte Tutorials.

  2. Profilbild
    gaffer  AHU

    Der gefällt mir.

    Gong war in den Siebzigern recht bekannt. Jeder der sich nicht nur für Mainstream interessierte kannte sie. Vor allem die „weichgespülte“ Version Pierre Moerlens Gong (Downwind) war ganz gut in den Plattensammlungen vertreten. Danach waren sie wohl schlicht und einfach zu schlecht um weiter Aufmerksamkeit zu erregen….

    • Profilbild
      Son of MooG  AHU

      Gong war weder bekannt noch jemals schlecht. Diese Band existiert seit 1968 und hat jede Menge Permutationen durchgemacht. Dieses Jahr hat Bandgründer Daevid Allen nach schwerer Krankheit Gong ein weiteres Mal neu erfunden und die CD „I See You“ (hat aber nichts mit „Avatar“ zu tun) herausgebracht. Absolut hörenswert!

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