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Leser-Story zum AMAZONA.de Redaktionsartikel: DIY Sequential Prophet-600 Panorama-Upgrade

Panorama für Prophet 600 – Reloaded

Panorama für Propheten – Reloaded

Das durchweg positive Echo auf die Vorstellung meines Selbstbau-Projektes in dem Artikel „Panorama-Upgrade für Propheten“ war für mich Grund genug, das Projekt weiter voranzutreiben, zumal Anfragen nach einer Platine, Schaltungsunterlagen usw. nicht abrissen. Hier nun der zweite und letzte Teil dieser kleinen D.I.Y. Story.

Was bisher geschah

Kurz nach Veröffentlichung des Artikels gab mir ein Leser den Hinweis auf eine heimische Ein-Mann-Firma, die auf selbstentwickelte Synthesizer-Modifikationen spezialisiert ist. Aus meiner Sicht wäre das ein guter Ansatz, weil auf diese Weise eine fertige Lösung zur Verfügung gestellt werden könnte. Mit dem Eigenbau ist es ja immer so eine Sache, nicht jeder kann oder möchte mit dem Lötkolben umgehen. Und es gehört doch schon eines an Erfahrung und Qualifikation dazu, um eine Schaltung ordentlich aufzubauen und in einen Synthesizer zu integrieren, ohne dass Mensch oder Maschine dabei Schaden nehmen.

Nach anfänglich vielversprechendem Gedankenaustausch mit dem freundlichen Inhaber dieser Firma wurde eine Umsetzung letztendlich doch nicht in Angriff genommen, weil eine aktuelle Eigenentwicklung Priorität hatte. Verständlich aber schade. Daraufhin gab es keine weiteren Gespräche, auch nicht mit anderen Firmen, und die Angelegenheit schlief etwas ein. Unterdessen erreichten mich unablässig weitere Anfragen, sodass ich mich kurzerhand entschloss, selbst eine gedruckte Leiterplatte zu entwerfen.

Umsetzung

Die Wahl für das Entwicklungswerkzeug fiel auf das kostenlos erhältliche Programm DesignSpark, mit dem ich zunächst einmal den Schaltplan eingab.

Bild 1: Schaltplan Prophet 600 Pan Mod

In einem zweiten Schritt wurde mit dem gleichem Programm die Platine entworfen. Beim Layout hielt ich mich dabei eng an den Prototypen, da ich mir hier bereits schon viele Gedanken über die optimale Platzierung aller Komponenten und zur Verdrahtung gemacht hatte.

Bei den Design-Überlegungen spielten weiterhin Nachbausicherheit und vor allem Beschaffbarkeit der Bauteile eine wichtige Rolle. Die doppelseitige Platine ist für Durchsteck-Montage ausgelegt, damit das Löten leichter von der Hand geht. Außerdem ist das richtig schön retro, so, wie es zu einem Synthesizer aus den frühen 1980er Jahren am besten passt! Eine Ausführung in SMD (Surface Mounted Devices) hätte sich hingegen für eine fertig bestückte, kommerzielle Komplettlösung empfohlen.

Im Prinzip wurde Prototyp „Variante B“ mit dem CoolAudio VCA ohne wesentliche Änderungen auf gedruckte Leiterplatte umgesetzt. Lediglich bei der manuellen Lautstärkeeinstellung gab es noch eine kleine Optimierung, die ich zuvor mit dem Simulationstool iSim erprobt hatte. Ansonsten übernahm ich die Schaltung unverändert, frei nach dem Motto „Never change a running system“.

Bild 2: Prototyp „Variante B“ mit V2164D VCA

Nachdem die Platine fertig entworfen war besuchte ich an einem heißen Augusttag, mit elektronischem Bauplan auf USB Stick in der Tasche bewaffnet, die Firma Ätzwerk in Feldkirchen bei München. Vor Ort haben wir dann bei einem erfrischenden Getränk alle Details besprochen, und so wurde die erste Kleinserie binnen nur weniger Tage realisiert. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die tolle Unterstützung und angenehme Zusammenarbeit!

Klangbeispiele

  1. Profilbild
    fritz808 ••

    das nenne ich herzblut. klanglich haben mich alle modifikationen inzwischen zum p600 fan werden lassen. jetzt muss ich nur noch einen finden.

    • Profilbild
      Piet66 RED

      Das freut mich. Habe noch ein paar Soundbeispiele erstellt:
      alles direkt über die (sorry etwas verrauschte) Soundkarte meines low-Budget Notebooks aufgenommen, keine Effekte, keine Nachbearbeitung. Hoffe, der Eindruck kommt trotzdem rüber.

      Viel Spass damit & weiterhin viel Erfolg bei der Suche nach einem P600…es lohnt sich!!

  2. Profilbild

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Piet66 RED

Mitglied seit: 09.12.2012
Musikalische und technische Leidenschaft für Vintage Synthesizer.

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Aktuelle Kommentare

Test: Behringer Model D, Minimoog-Klon

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Rough
am 17.01.2018 12:00 Uhr
Man hat sich bei Behringer an die Original Schaltung gehalten, betrifft das auch die elektronischen Bauteile? Soundbeispiele sind gut gewählt, der Sound an sich macht mir einen etwas dünnen, eindimensionalen Eindruck. Man kann den Sound durchaus als MiniMoog Sound identifizieren, aber hört auch, dass es kein echter ist. Meine Meinung…

Test: Universal Audio Arrow, Thunderbolt 3 Audiointerface

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Armin Bauer RED
am 17.01.2018 11:51 Uhr
Hackintosh hatte ich mir auch mal überlegt, habe ja noch das hübsche G5 Gehäuse da. Bin aber aufgrund der Nutzerberichte und einer Hochrechnung über die Kosten da schnell wieder weg gekommen. Also ich komme mit dem Prozessor locker hin, der Rechner ist mit der SSD quasi geräuschlos und startet blitzschnell.…

Test: Universal Audio Arrow, Thunderbolt 3 Audiointerface

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digital-synthologie ••••
am 17.01.2018 10:44 Uhr
Viele Studios, die ich kenne, wurschteln mit Hackintoshs rum, weil es keine aktuellen Computer von Apple gibt, die mit den alten Mac Pro vergleichbar sind. Selbst die Mülltonne ist ja nichts fürs Studio. Die meisten wollen kein All-in-one im Studio haben. Und mit 500GB musst du auch wieder mit externen…

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amazonaman AHU
am 17.01.2018 10:36 Uhr
Ich kenne das mit UPS, deshalb bestehe ich auf DHL, so habe ich schon mal ne Woche gewartet. Weil keiner was mit dir zu tun haben will. Tja und Mac kommt nicht ins Haus, und UAD auch nicht.

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swellkoerper ••••
am 17.01.2018 10:28 Uhr
Mann, du hast echt Probleme. Wieso ignorierst du nicht einfach meine Kommentare wenn ich dich so nerve, hmm?

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Armin Bauer RED
am 17.01.2018 09:59 Uhr
Hi Marco, um die Geschwindigkeit der Schnittstelle geht es sicher nicht. Das ist ein 2x4 Interface, da dürfte sogar USB1 noch ausreichen. Deine Beurteilung der UA Interfaces ist zutreffend, hinzu kommt beim Apollo Twin und eben auch beim neuen Arrow die sehr durchdachte und zeitsparende Bedienung.

Namm News 2018: Arturia MiniBrute 2S

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pmm AHU
am 17.01.2018 09:19 Uhr
Nichts. Die beiden Neuvorstellungen sind eine gediegene Produktpflege und das Zusammenführen verschiedener Produkte. Arturia entwickelt sich meines Erachtens schön kontinuierlich weiter zu einem absolut ernstzunehmenden Hersteller im Bereich analoger Synthesizer. Letztere lassen wohl auch nicht wirklich viel Neues zu (und das nicht erst seit gestern).

Test: Universal Audio Arrow, Thunderbolt 3 Audiointerface

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Marco Korda
am 17.01.2018 09:04 Uhr
In erster Linie geht es dabei um die Geschwindigkeit, die TB3 entwickelt. Zwar sind theoretisch 40 Gb/s möglich, aber die Praxis sieht dann doch ganz anders aus. Dort werden zumeist Höchstwerte von 3 Gb/s erreicht, kommt immer auf die Komponenten und den Arbeitsbereich an. USB 3.x ist auch sehr schnell,…

Test: Behringer Model D, Minimoog-Klon

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Violator ••
am 17.01.2018 09:02 Uhr
Alles bestens! Ich kann in keinster Weise klagen! Bei John Bowen wurde und wird nicht gekleckert, da wird geklotzt - und das ist auch gut so! Gekleckert wird in diesem Marktsegment inzwischen mehr als genug - siehst ja auch jetzt am aktuellen Beispiel! Für mich sind diese "Mini-Wunderkisten", umgangssprachlich in…

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Armin Bauer RED
am 17.01.2018 08:33 Uhr
TB3 ist natürlich schon eine Einschränkung, was den Kundenkreis betrifft, klar. Ist aber der Firma überlassen, was sie anbietet, Dante und Madi Systeme sind z.B. auch nicht Jedermanns Sache, es gibt sie trotzdem. Auf USB vertraue ich gar nicht. Habe bei einer Produktion ein RME UCX im Betrieb, gibt mit…

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Dirk Matten RED
am 17.01.2018 08:23 Uhr
Bei Kraftwerk auf der Bühne funktioniert er tadellos.

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citric acid RED
am 17.01.2018 07:26 Uhr
Ich hatte seinerzeit auch einen. Kann mich da an die tollsten midiprobleme erinnern. Haben die das mit einem Firmware update hin bekommen ? Der sound war super.