Praxisreport: Kiwitechnics Patch Editor

30. April 2011

Kiwitechnics

Der Patch Editor von Kiwitechnics aus Neuseeland ist ein universelles Programmiergerät für verschiedene klassische Synthesizer der Achtziger Jahre. Die Zielgruppe sind (angehende) Besitzer von Synthesizern, die im Jahre 2011 rund ein Vierteljahrhundert alt sind: Spätes Chiptuning für den C64, den 2er Golf, die Columbia oder …“Bum Bum Boris“?

Thorsten Walter hat den Kiwi in seinem Test vor einigen Wochen für „sehr gut“ befunden. Da es sich aus Sicht der AMAZONA-Redaktion um ein spannendes „Indepedent“-Produkt vom anderen Ende der midifizierten Welt handelt, haben wir uns entschlossen, noch einen Praxisreport nachzulegen. Besonders JX-3P-Nutzer kommen dabei auf ihre Kosten. Als Grundlage empfehle ich meinen AMAZONA-Test des JX-3P. Patch Editor-Neulinge sollten zunächst den Test von Thorsten lesen, der am Ende meines Berichtes verlinkt ist. 

Der Kiwi auf dem Roland.

Der Kiwi auf dem Roland.

Wesentliche Inspirationsquelle des Patch Editors waren der Roland JX-3P, sein 19‘‘-Pendant MKS-30 und der für beide Geräte vorgesehene Programmer PG200.

Murray Hodge, engagierter Chef eines aufstrebenden Ein-Mann-Unternehmens und zugleich Entwickler und Programmierer des Patch Editors, schrieb uns:

“About 4 years ago I decided to try setting up a repair business for older synthesizers based at my home in Auckland, New Zealand. This has been more successful than I could have hoped, and I have to limit the repairs I accept now so that it doesn’t occupy all my time. Sometime I had the idea to make a replacement for the PG series of Roland controllers, as for the price that these were selling for I could make something better. I combined my micro controller design skills and love of music gear into the one unit and the result was the Patch Editor.”

Nachstehend also meine Erfahrungen und praktischen Tipps nach einem Monat mit dem Patch Editor. Viel Spaß!

Forum
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    polyaural  AHU

    FünFhUNdeRt EUrO!?!

    Alles klar, das Marktsegment ist über schaubar, aber 179€ hätten es doch auch getan, oder?

    Fünfhundert? Vergesst es.

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        polyaural  AHU

        Naja, das ist ja auch recht, aber trotzdem arg teuer. Der PG800 kann hier nicht das Maß der Dinge sein,weil der selten und Original ist (wir müssen auch an die Sammler denken). Als Produktmanager würde ich den Leuten raten den Preis dramatisch zu senken um so schnell als irgend möglich den Markt zu sättigen. Denn irgendwann gibt es keine funktionierende JX3P & Co. mehr, die damit gesteuert werden können. Oder es kommt ein Plagiator auf den Markt, und der räumt dann ab.

        Aber ist deren Sache. Von Technik scheinen sie ja was zu verstehen …

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          c.hatvani  AHU

          Mancher Produktmanager legt vielleicht auch Wert drauf, sein Produkt nicht über den günstigsten Preis zu verkaufen, sondern über besonders gute Qualität oder Einzigartigkeit. Werte, die je nach Kundenkreis auch ankommen.

          Aber zugegeben, 500,- Euro sind nicht von Pappe, wir Musiker sind heute schon Günstiges gewöhnt :-)

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            Florian Anwander  RED

            Die 500 muss man nur zahlen, wenn man den Import- und Gewährleistungs-Service von Touched by Sound nutzen möchte. Bestellt man selbst bei Kiwitechnics, so kommt man incl. Versand, Zoll und Umsatzsteuer auf knappe 390 Euro.

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        actionjaxon

        Naja, für nen PG 800 muss man ja aktuell nur gute 300 hinlegen:-(
        In ein paar Tagen kommt mein JX8P, wahrscheinlich werde ich mich mit einem „virtual controller“Plugin begnügen, falls ich den eins für OSX finden sollte.

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    falconi  RED

    Der leider sehr SysEx-lastige Matrix wird unterstützt, an echtes „Live-Schrauben“ ist aber offenbar bei weitem nicht zu denken. Ich besitze diesen Synthesizer leider nicht und kann daher nur aus dem Manual zitieren:

    „Some Sysex commands on the Oberheim Matrix 1000 are very slow responding to sysex and it does not
    respond well to large numbers of commands in rapid succession. This is especially so for the filter cutoff. When
    a series of Sysex commands are sent to the M1000 the synth will stop responding and hang notes or have other
    random problems until it catches up. This makes it unsuitable to control parameters in a live situation but a patch
    has been provided to help set up the M1000.“

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    mhagen1  

    In Versteigerungen wird gelegentlich der Masterkeyboard Controller TURBO VOLCON/D 128 von QUASIMIDI angeboten. Der hat ein paar fest eingebaute SysEx-Befehle für verschiedene alte Synthesizer (z.B. Alpha Juno, Matrix 6 & 1000, DX7, Kawai K1, Microwave, Korg M1 u.a.). Die Impementierung ist nicht vollständig und beschränkt sich auf einige wichtige Parameter. Der JX3P wird nicht abgedeckt. Auch ist die Bedienung (Baujahr 1989) etwas kryptisch.

    Meine Erfahrungen mit dem Controller sind recht gut, da man mal eben schnell ein paar Werte editieren kann. Dazu kommen noch Split- und Layer-Funktionen. Der Volcon hat 2 MIDI-IN mit merge und 4 MIDI-OUT.

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