Roland XV-5080 nun auch als VST in der Roland-Cloud

11. Dezember 2019

Roland Cloud erweckt XV-5080 zum Leben

Die Roland-Cloud (deren Inhalte man leider nur erhält, wenn man ein Abo abschließt), hat kurz vor Weihnachten ihr Vintage-Angebot um den Roland XV-5080 Synthesizer erweitert.

Manchen wir das nur ein Gähnen entlocken, schließlich gibt es in derselben Cloud auch schon den Roland JV-1080, der dem Nachfolger XV-3080 und XV-5080 nicht unähnlich ist.

Trotzdem liegen zwischen den beiden digitalen Roland-Klassikern 6 Jahre. Die genauen Unterschiede könnt ihr übrigens in unserem SPECIAL HIER nachlesen, in dem die ganze Historie von JV- bis hin zu XV-Synthesizern aufgedröselt wurde.

Ein Soundbeispiel gefällig?

Kann das XV-5080 Plugin auch einen Roland JD-800 nachbilden?

Neben der höheren Polyphonie, dem deutlich umfangreicheren Sample-ROM und den verbesserten Effekten sei aber vor allem auch darauf hingewiesen, dass die XV-Serie auch alle Wellenformen des Roland JD-800 und Roland JD-990 im Speicher hatte. Und da sich die Klangerzeugung von JD und XV nur marginal unterscheiden, dürfte es mit diesem Plugin auch unter Umständen möglich sein, die Klänge der JD-Serie nachzubilden. Näheres wird ein Test zeigen, den wir demnächst online stellen werden.

Legendärer Digital-Synthesizer: Roland JD-800

So oder so … schön, dass Roland seine digitalen Klassiker virtualisiert. Demnächst soll es ja auch die Triton-Workstation als VST geben (hoffentlich nicht nur als Cloud-Version).

Die virtuelle Oberfläche ist wie für Roland üblich befreit von grafischem Schnickschnack und auf DAW-Anwendung hin optimiert:

Sampler?

Bleibt nur noch die Frage, inwieweit sich auch eigene Multisamples in die Plugin-Version des Roland XV-5080 einbinden lassen, denn genau das konnte die Hardware-Version.

Das Roland Cloud VST Roland XV-5080 on YouTube

Minus

  • nur im Roland Cloud-Abo

Preis

  • Nur im Roland Cloud-Abo
Forum
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    swellkoerper  AHU

    Na, jetzt muss ich mich aber schnell in der Cloud anmelden, wenn die nächste ROM-Büchse „emuliert“ wird und bald der „Roland Triton“ erscheint. Da hat die Welt drauf gewartet. WTF.

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        Ted Raven  AHU

        Im Ernst, für einen leicht programmierbaren und SysEx-kompatiblen Software-Triton wäre es endlich an der Zeit. Ich besitze den Triton Rack fürs Studio und den Triton Le für die Bühne und zum Üben für meine Frau und mag die Teile. Aber die Programmierung ist – eingedenk der nicht dokumentierten Parameter – mehr als grenzwertig.

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    Maxi  

    Bin ja kein Freund von Abo-Modellen, aber wenn man sich die Kosten für fünf Jahre (845,- Euro) ansieht, bekommt man mit der Roland Cloud im Vergleich zu einem Hardware-Kauf schon eine Menge geboten. Vorausgesetzt, das funktioniert auch alles …

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      hejasa  

      Kann dir sagen, funktioniert ja, aber du brauchst einen schnellen Rechner und/oder kämpfst ansonsten mit Latenz und möglichen Internetstörungen. Es klingen alle angebotenen Instrumente irgendwie gut, aber waren für mich nicht der Weisheit letzter Schluss.

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    defrigge  

    Jeder/Jedem das seine. Der XV5080 war im Jahr 2000 ein beeindruckendes Rundum-Sorglos-Paket. Heute ist es für mich angesichts massiv verbesserter Sample- und Audio-Processing-Standards nur noch ein nostalgisches Relikt. Wenn sie es, wie Korg den alten M1, als iOS Plugin oder VSTi anbieten würden, könnten die, die es wollen, mit ihren Erinnerungen und den Sounds rumspielen.

    Aber zwei Dekaden später steinalte kleine Sample-Libraries noch mal als ernsthaften Abo-Mehrwert oder „Schweizer Taschenmesser“ anbieten zu wollen, das ist schon ziemlich schräg.

    Und abgesehen von einem Abo-Modell, das ich angesichts reichlich alternativer Möglichkeiten ohnehin bestenfalls amüsant finde, kommt es mir noch mal eine Stufe bizarrer vor, dass das XV5080 Museum allen Ernstes komplette Bänke in aktuellen Roland-Produkten belegt, während gleichzeitig haufenweise aktueller Roland Content (sowohl ACB als auch Supernatural) fehlt – wie in den Fantoms 2019.

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    Soundreverend  AHU

    Hab die Roland Cloud seit fast 2 Jahren, Jupiter und System 8 gehört mir schon. Ne Menge Sounds für eine Kiste Bier im Monat (zusätzlich) ;-) . Da ich auch den System 8 als HW habe kann ich den als Controller für alle Synths nutzen. Nutze aber hauptsächlich die Legacy Teile und das SRX Keyboard Plugin, XV schaue ich mir am Wochenende mal an.

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    Ted Raven  AHU

    Ich bin mit den Sounds des JV-1080 für den Zweck, den er bei mir erfüllen soll absolut zufrieden und sehe für mich keinen Vorteil im XV-5080.

    Was ich an Roland nicht verstehe ist diese Cloud-Geschichte. Welchen vernünftigen Grund kann es geben, sich die Zielgruppe dermaßen einzuschränken? Ich hätte wahrscheinlich schon das ein oder andere Produkt gekauft, wäre es denn möglich.

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    Sudad G  

    Schade, dass es viele Roland VSTis nur in der Cloud gibt. Hätte mir sonst schon längst das ein oder andere geholt. Korg hat da für seine Klassiker (z.B. Wavestation, Polysix, M1 etc.) das bessere Konzept gewählt.

    Mit dem XV-5080 den JD-990 zu emulieren wird schwer werden. Hat schon bei der Hardware nicht funktioniert. Man bekommt zwar einige der Sample-Sounds recht gut hin, aber sobald es um Synthsounds mit PW-Modulationen etc geht, braucht man den JD-990.
    Was die Klangqualitäten des JD-990 angeht, zählt er für mich bis heute zu einem der besten Digital-Synthesizer.

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      Ted Raven  AHU

      Ein Freund und Mitmusiker hat sich einen JD-800 unmittelbar nach seinem Erscheinen von seinen großzügigen Eltern sponsoren lassen. Die Sounds, die er dem Gerät entlockte waren nie mein Fall, auch empfand ich sie nicht als besonders innovativ. Im Gegensatz dazu war das Design des JD-800 in meinen Augen das größte, das bis zu dieser Zeit käuflich zu erwerben war. Heute sehe ich das natürlich anders. Bezüglich des Designs hat sich meine Meinung bis heute nicht geändert; bezüglich der Soundmöglichkeiten jedoch sehrwohl. Leider sind die Gebrauchtmarktpreise mittlerweile jenseits von Gut und Böse und ich bereue es, damals nicht bei 450 € einen abgestaubt zu haben. Einen JD-990 würde ich evtl. geschenkt nehmen solange ich weiß, dass er nur die Rack-Version des JD-800 ist.

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        Sudad G  

        Der JD-990 kann klanglich Einiges mehr als der JD-800.

        Don Solaris hat das mal auf seiner Seite zusammengetragen. Hier ein kleiner Auszug:

        – Wave ROM was expanded to 6MB (vs 4MB on JD-800) with 195 PCM waveforms (vs 108 on JD-800).
        – Pan inside each Tone was added. On the JD-800 you can NOT pan individual tone for wide stereo sounds.
        – This synth features 6 types of ”structures” which among many other things let you stack two filters in series, for building complex filter textures.
        – 24 dB filter (using structures), next to standard 12 dB which is always available.
        – Osc Sync function was added. It lets you synchronise two oscillators (a feature found in many analogue synthesisers).
        – Ring Modulation, Frequency Cross Modulation

        Gerade die unabhängige Einstellung des Panoramawertes für jedes Partial erlaubt extrem breite Pads. Ebenso sind viele neue Sounds durch die Filterketten möglich, die es so beim JD-800 nicht gibt. Und er hat den besten D/A-Wandler unter der Haube, den Roland je in einem Digital-Synthesizer der 90er verbaut hat.

        siehe auch: http://www.....and-jd-990

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          Ted Raven  AHU

          Das stimmt sicherlich alles. Ich will den JD-800 aber vor allem wegen Optik (bei dem Gerät gebe ich das gerne zu) und Bedienung.

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