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Test: Ashdown, LB-30 Drophead 15H, Bassverstärker

(ID: 1178)

Soundbeispiele

Der Ashdown LB-30 15H wurde mit drei Bässen getestet: einem SKC Bogart Fivestring, neu besaitet, einem Akustik-Bass von Charvel mit Fishman- Tonsystem und einem Feder Roscoe Beck Fivestring mit recht alten Saiten. Mikrofoniert wurde mal direkt nah am Speaker und mal mit 30 cm Abstand. Je weiter das Mikro vom Speaker entfernt steht, desto weiter driften die im Raum wahrgenommenen Sound von den aufgenommene Sounds auseinander. Das ist leicht erklärt: Der 15″-Speaker liefert einen mächtigen raumfüllenden Klang, den das Mikro bei Mikrofonierung mit mehr Abstand schlicht in diesem Maße nicht einfängt. Dies spiegelt sich auch in den Soundbeispielen wider. Die nah mikrofonierten Sounds sind extra angegeben. Interessant wird es beim Vergleich DI- zu Boxen-Sound. Doch was soll überhaupt eine DI-Buchse an einem Röhrenamp, möchte man etwas den Bass ohne den kompletten Röhrensound nebst Speaker abgezweigt haben?

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Auch hier macht’s die Kombination. Gerade im Live- und Studiobetrieb ist ein Mix aus mehren Sounds derselben Quelle oft der beste Weg für einen perfekten Sound. Hört euch mal DI und Box im Vergleich an und dazu passend der Mix aus diesen beiden Sounds. Wichtig: Der Höreindruck im Raum ist eine anderer als der tatsächlich aufgenommene Sound. Dafür verantwortlich ist der 15″-Speaker, der im Raum satt klingt, aber nur bei Nahmikrophonierung auch so satt aufgenommen wird. Wenn per DI aufgenommen wird, immer ordentlich Bass-Boost dazugeben. Bei den Klangbeispielen ist der im Raum gehörte Sound des Little Bastard Combos am ehesten mit den DI Bass Boost-Soundbeispielen zu vergleichen.

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Fazit

Alle Achtung, der „kleine Bastard“ von Ashdown lässt es röhrend angehen. Gerade mal 30 Watt Vollröhre hat der Ashodown LB-30 Drophead 15H am Start, die reichen jedoch locker für einen kleineren Clubgig aus, wenn es dann doch die große Bühne sein darf, kann die PA ja den Rest der Verstärkung übernehmen. Die 30 Watt Röhrenpower entsprechen ungefähr der 100 W Klasse eines Transistorverstärkers. Für eine Metalkapelle mit „Wall-of-Sound-Gitarrenbrett“ ist der Combo natürlich völlig unterdimensioniert, das sollte klar sein.

Der Prototyp des LB-30 Drophead wurde laut meinen Recherchen im Netz für Adam Clayton von U2 gebaut, und der Combo bietet genau das, was man auch bei U2 immer wieder gerne hört. Einen schnörkellosen, klaren, soliden und warm-druckvoll verstärkten Basston, der nicht den Eigencharakter des Basses verwischt. Zwar ist der Combo nicht ganz billig, doch bekommt man einen satten Ton im handlichen Format.

Die Käuferschicht dürfte daher nicht die breite Masse sein, sondern eher Röhrensoundanhänger, die ihre „Vintage-Schätze“ entsprechend im kleinen Format wiedergegeben haben möchten. Die Vollröhrenbauweise macht den Combo zum wohl bisher Einzigen seiner Art, der in Europa erhältlich ist. Der Amp, so wie er ist, überzeugt in seiner klaren Linie. Das gilt sowohl für den optischen, als auch für den akustischen Eindruck.

Plus

  • Optik
  • Verarbeitung
  • Drop Technik
  • Grundsound
  • Lautstärke

Minus

  • Gewicht
  • ab und an leichte Brummgeräusche
  • DI-Out Mastervolume-abhängig und nicht PrePost schaltbar
  • Amp alleine würde wackelig auf anderen Boxen stehen

Preis

  • UVP: 1556,- Euro
  • Straßenpreis: 1299,- Euro
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Klangbeispiele
Forum

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