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Test: Behringer Crave Synthesizer halbmodular

4. November 2019

Der Moog Mother 32 Klon?

Behringer liefert den Crave aus, den lange erwarteten semimodularen Monosynthesizer mit Step-Sequencer und Arpeggiator. Soeben noch im Flieger und nun in der Aufwärmphase auf dem Studiotisch. Man muss den Jungs in Manchester, die den Crave entwickelt haben, zugestehen, sie haben ein gutes Händchen in der Entwicklung gehabt. Auch wenn die Headline etwas provokativ ist, sind Ähnlichkeiten im Konzept und Umsetzung zur Moog Mother 32 vorhanden.

Mehr aber auch nicht.

Auspacken, einschalten  und Crave

Das macht uns gleich folgender Hinweis auf der Verpackung klar: „Analogue Semi-Modular Synthesizer with 3340 VCO, Classic Ladder Filter, 32-Step Sequencer and 16-Voice Poly Chain“. In Worten 16-stimmige polyphone Verkettung. Wir nehmen hier 3340 VCO und Ladder Filter mit.

Alle diejenigen, die nun eine Generalabrechnung oder über den Klee loben erwarten, springen bitte kurz bis zum Fazit und lesen dann ab dem nächsten Abschnitt weiter.

Der Crave kommt für den ersten Einsatz mit 5 Patchkabeln daher und hier leider nur etwas kurz, für ein zweireihiges Patchfeld auf einer kompakten Matrix wäre das kein Problem, hier muss ich gucken, ob es längentechnisch passt. Generell ist die Verarbeitung sehr hochwertig und entspricht dem Niveau anderer Hersteller in dieser Preisklasse. Die Anordnung der Bedienelemente ist passend, die Rastermaße der Patch-Felder ausreichend. Die Kippschalter lösen sauber aus. Und die Drehregler sind ohne großes Spiel sehr straff zu bedienen und empfehlen sich mit rutschfestem Stand für eine Bühnen-Performance.

Die Bedienung ist stringent von links nach rechts und andersrum möglich, der Trend zur Miniaturisierung und Überfrachtung mit Bedienelementen macht um den Crave einen Bogen. Er ist kompakt, aber nicht winzig.

Insgesamt ist die Verarbeitung sauber und ansprechend. Billig wirkt hier nichts. Einziger Kritikpunkt: Die beiden MIDI-Buchsen schwabbeln auf der Platine. Besser wäre, sie mit dem Gehäuse abzufangen.

Der Crave-Oszillator 3340 VCO

Der 3340 VCO ist hier sehr gut gewählt und trägt zum gesamten Klangbild massiv bei. Wir haben zwar nur Rechteck mit variabler Pulsbreite und abfallendem Sägezahn. Das sollte aber für die ersten Gehversuche reichen. Tatsächlich ist der 3340 VCO ein ziemlich sauber klingender VCO. Über weite Teile sowohl via MIDI und CV/Gate sehr stimmstabil. Die Kalibrierung und Abstimmung des Crave ist gut, im kalten Zustand und Linksanschlag FREQUENCY liegen wir bei A#, im warmen Zustand, also nach ca. 30 Minuten, sind wir bei C/C# und müssen FREQUENCY einen Teilstrich rotieren lassen. Das ist absolut okay. Im laufenden Betrieb musste hier nur geringfügig nachgestimmt werden.

Zum Abwürzen stehen uns hier OSC MOD und der MIX mit externem Audio oder Noise zur Verfügung. Da der LFO weit in den Audiobereich reicht, können wir diesen auch für FM benutzen und über den Patch-Punkt OSC FM metallische Klänge erzeugen.

In der Summe klingt der Oszillator sauber und rund abgestimmt und das über einen weiten Bereich von Bass bis Arpeggio-Himmel.

Das klassische Ladder-Filter im Crave Synthesizer

Kommt hier als Lo- und Hi-Pass daher. Hier als resonanzfähiges 24 dB Filter. Da geht was. Und hier hören wir dann auch die größten Unterschiede zum Moog Mother 32. Wo Mother wie ein Grizzly daher kommt, ist der Crave Sound ein Tiger. Das ist nicht schlecht und weder eine Ab- oder Aufwertung für den einen oder anderen, im Tagesgeschäft brauchen wir beides. Und hier ergänzen sich beide prächtig.

Abgerundet – und da kommen wir schon zu den Patch-Feldern und dem LFO – wird das Ganze durch die Modulationsmöglichkeiten, die sich hier ergeben.

Klanglich ist der Crave irgendwo zwischen dem Behringer Neutron und dem Model D zu verorten. Wobei persönlicher Geschmack, die Plucksound und Stabs des Craves bissiger und druckvoller sind, im Vergleich zum Neutron.

Die Hüllkurve des Behringer Crave

Wo Moog mit einer AD und schaltbaren Sustain daherkommt, bietet der Crave eine ADS-Hüllkurve mit schaltbarem Sustain. Und diese ist wiederum mehr als brauchbar. Hinreichend schnell für Leads Stabs und Plucks. Aber diffizil genug für klassische Sounds wie Schraubenzieher und Sweep. Nebst schönen Acid-Sounds und hier spielt der Crave seine Tigerkarte und 3340 VCO Karte aus. Der Klang passt über weite Spektren. Oder um es anders zu formulieren, mit dem Crave gelingen Sounds, die mit Moog Mother nur schwer machbar sind. Anders herum klingt in Summe der Crave sehr eigenständig.

Generell sind Hüllkurve und Filter von Kick-Sound bis zur Lead-Acid-Sequenz wunderbar zu gebrauchen.

Sequencer/Arpeggiator

Der Sequencer stellt hier absolut keine Einstiegshürde da. Leider kennt der Sequencer keinen Realtime-Modus, so dass maximal 32 Step in vier Blöcken von je 8 Steps eingegeben werden. Die Eingabe erfolgt über das kleine Keyboard, wobei man das über 8 Oktaven strecken kann. Man kann aber je Ton nicht nur Tonhöhen eingeben, sondern auch Werte für Glide, Ratchet, Gate-Länge, Pause, Tie oder Swing. Damit kann man die Lebendigkeit der Sequenz schon ziemlich erhöhen. Die Eingabe ist am Anfang aufgrund der versteckten Funktionen etwas „ähm“, aber Behringer-sei-Dank kann man bis zu 64 Sequenzen (8×8) im internen Speicher ablegen, die sich dann über Pattern/Bank abrufen lassen.

Der Arpeggiator verfügt über verschiedenen Laufrichtungen und kann auch über die kleine integrierte Tastatur gespielt werden. Das funktioniert recht gut. Allerdings und hier stößt das Konzept an seine Grenzen, für extrem komplexe Arps ist die „Klaviatur“ doch etwas klein geraten, so dass wir wieder externes Gerät benötigen, zumal keine Hold-Funktion zu finden war.

Syncen, Gate und CV

Hier wird’s dann „tricky“ und es heißt aufpassen:

  1. MIDI
  2. DIN
  3. CV Input Mode

Über 1-3 können entweder MIDI, DIN oder CV Input Mode synchronisiert werden. Den Sync-Mode muss man entsprechend einstellen.

  1. Press SHIFT+ HOLD/REST + 8 to enter the setting mode. The LOCATION LED 1 will blink yellow.
  2. Press <KYBD or STEP> to select pages 1 or 2. The yellow LOCATION LED shows the current page:
  3. Page 1 allows you to select the tempo input mode, 1 to 3.

Entsprechend ist dann auch die Erwartungshaltung, wenn der Crave via CV/Gate angesteuert werden soll, der Kleine soll ja andere semimodulare Systeme ergänzen, nur bei der Triggerung durch einen Pioneer Toraiz SQUID funktionierte das nur im Pad-Modus, mit eingeschaltetem Arp-Modus funktionierte die Wiedergabe der vom SQUID gelieferten Arps nur im MIDI-Mode und ohne CV. Umschalten auf Keyboard am Crave führte ebenso zu keiner Verhaltensänderung. Da aber dem Testexemplar nun keine Bedienungsanleitung beilag und das PDF zum Zeitpunkt des Verfassens ebenso nicht verfügbar war, bleibt hier nur der Gedanke: Denkfehler des Autors oder Fehler?

Kompatibilität zum Moog Mother 32?

Viele Patches von der Moog Mother werden auch auf dem Crave funktionieren. Dennoch wird der Crave eigenständig klingen. Google liefert hier ausreichend Anregungen für Patches. Generell ist das Patch-Feld robust. Aber auch hier der Hinweis, hier ist nichts mit dem Gehäuse verschraubt. Beachten sollte man allerdings, dass wir hier keinen klassischen Line-Out haben und das Line-Signal an VCA/LINE abziehen. Und somit von Miniklinke auf Klinke 6,3 mm adaptieren müssen.

Der Behringer Crave, bei mir in guter Gesellschaft

Zwischenfazit

Man könnte meinen, der Crave sei ein Anfänger-Synth und funktionaler Klon der Moog Mother 32. Dem ist nicht so. Klanglich sind ein 3340 VCO und ein Ladder-Filter eine sehr interessante Kombination. Und die zweistufige Hüllkurve ist auf alle Fälle mehr als sinnvoll. Die Verarbeitung ist angesichts des Preises sehr gut. Der Crave lädt ebenso zum spontanen Jammen wie gezieltem Patchen ein. Um es noch einmal zu sagen, hier reden wir von einem System für 159,- Euro.

Der Moog Mother wird durch den Crave nicht zerstört, beide sind ähnlich, aber klanglich bedienen sie zwei verschiedene Schienen. Idealerweise kombiniert man beide und erschließt sich das Beste aus beiden Welten.

Die Kontrahenten Behringer Crave & Moog Mother 32 in der visuellen Gegenüberstellung

Der Crave kommt hier als Testgerät aus der Serienproduktion. Aus Gründen der Aktualität, habe ich mich nur ein Wochenende mit ihm beschäftigt, insofern ist es naheliegend, nicht jedem vermeintlichen Fehler nachzujagen. Insofern – und da macht das Schreiben offensichtlich Spaß – der Crave ausgereift ist und den Musiker in die Lage versetzt, feine Sequenzen einfach schnell und günstig rauszuhauen.

Der Behringer Crave on YouTube

Fazit

Man vergisst beim Behringer Crave relativ schnell, dass wir einen Low-Cost-Synth/Sequencer vor uns haben. Die Verarbeitung ist in der Summe sehr gut. Mit einer kleinen Eintrübung. Wir erhalten hier für kleines Geld auf der einen Seite eine Bass-, Lead-, Arp-, Acid-Maschine für den Einsteiger und der Fortgeschrittene weiß den Crave in einem modularen Setup zu nutzen.

Die Vergleiche Moog Mother 32 und Behringer Crave hinken, weder zieht der Crave die Mother ab, noch lässt Mother den Crave alt aussehen. Es bestehen Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten. Aber Behringer geht mit dem 3340 VCO und einem angepassten Ladder-Filter andere Wege.

Beide ergänzen sich. Beide haben ihre Stärken. Der Behringer Crave ist für den aufgerufenen Preis eigentlich ein Best Buy. Wenn Behringer sich den Minuspunkten annimmt, ist ein Best Buy drin.

Plus

  • Sound irgendwo zwischen Moog und Sequential
  • Sound irgendwo zwischen Neutron und Model D
  • Arpeggiator
  • stimmstabil

Minus

  • Unstimmigkeiten bei der CV/Gate Triggerung (?)
  • MIDI-Buchen nicht mit der Frontplatte verbunden (zukünftige Bruchstellen)
  • Patchkabel zu kurz für lange Patches

Preis

  • 159,- Euro
Klangbeispiele
Forum
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    S_Hennig

    Also mein Crave (Serienmodell) hat eine klar beschriftete Hold-Taste, die auch genau das macht.
    Da hat es wohl entweder ein Update bei der Beschriftung oder bei der Software gegeben.
    ich hab’s aber nur über MIDI ausprobiert.

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    phil_dr110  

    Arpeggiator- Latch geht wie beim MS – 1, indem man die Arpeggiotaste kurz zweimal hintereinander drückt (Doppelklick).
    Das Instrument entwickelt auf jeden Fall einen massiven Bassdruck. Cooles Teil.

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      TobyB  RED

      Hallo Phil,

      hab keine MS-1, ich hab SE02 ;-) Der Arp Latch wäre mir sicher in den Sinn gekommen, wenn ich die Bedienungsanleitung vorher hätte lesen können. Dann hätte ich auch sicher rausgefunden, warum der SQUID den Crave via CV/Gate nicht immer richtig triggert. Z.B. wenn der SQUID ein Arp sendet.

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        phil_dr110  

        Hallo Toby,

        auch gut, so ein SE02 :)
        Aber auch mit ‚Quick Start Guide‘ ist das beim Behringer so eine Sache. Zum Glück gibt es Tutorial Videos auf deren Seite, sonst hätte ich länger gebraucht um zu checken, wie man das Arpeggiomuster wechselt ;)

        Die Behringer Anleitungen sind sehr, sehr dürftig. Die Sequenzerfunktionen auch wieder nur auf Englisch. Muss man sich durchbeißen ;)

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    heide69

    Der Crave kommt mit 6 Patchkabeln daher und nicht mit 5. Zudem frage ich mich gerade, wie denn nun genau der klangliche Unterschied zwischen Grizzly oder Tiger bezogen auf einen Synthesizer klingt?

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      martin stimming  

      och das find ich ziemlich plausibel und anschaulich: der grizzly klingt groß und fett, der tiger eher schlank und aggressiv – beide aber eindrucksvoll.
      liebe grüße

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        Mr.Ketoujin

        Ohne jetzt zu sehr ins Tierleben abschweifen zu wollen, so ein Tiger ist nun auch nicht wirklich eine der schlankeren Katzentiere.
        Sei es drum, so in Art habe ich es mir aber auch zusammen gereimt. Also auf den Klang bezogen.

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        CloudSounds  

        @Martin Stimming: Mal eine indiskrete “Off Topic” Frage: Können wir bald mal wieder mit einem netten Testvideo rechnen?! Die bisherigen fand ich so herrlich ehrlich!

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          martin stimming  

          hey cloudsounds, den hydrasynth hatte ich die letzten drei Wochen und letzte Woche wurde das video hochgeladen! viel spass und danke für das Kompliment :)

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      TobyB  RED

      Hallo heide69,

      5 Patchkabel, weiß fehlt. Moog Mother 32 – Grizzly, solange die Hüllkurve nicht gepatcht wird, muss der Bär erstmal luftholen bis er brüllt. Crave – Tiger die Hüllkurve ist kurz vor dem Sprung und dann brüllt der Tiger. Martins Anmerkung sehe ich ähnlich, wobei der Tiger hier auch groß und (fett) sein kann. Der Bassdruck des Crave ist heftig.

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          TobyB  RED

          Bitte. Beim Moog Mother kommt der Wow Effekt spätestens dann, wenn mal einen Ribboncontroller anschliesst und eine Synth Brass Line rubbelt. Bei Crave würde ich sagen hör die die Filterstabs und Bass an. Ich nehme mein Ego bei den Demos für amazona.de immer etwas zurück, da es hier nicht um meine künstlerischen Befindlichkeiten geht, sondern um einen Test geht.

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              TobyB  RED

              Sehr geil ist auch ein Moog Theremini als Controller, insbesondere für Pads und Sequenzte Sounds. Hat allerdings nur CV Out und USB MIDI OUT.

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              PusteKuchen   1

              korg monotron (nicht sicher ob das dann plug&play geht) oder eine midifizierte korg monotribe? die beiden fallen mir da adhoc ein…

              • Profilbild
                TobyB  RED

                Korg Monotron löten, geht aber. Monotribe mit der letzten FW hat sie CV / Gate , Spitze Gate, 1. Ring Nichts, 2. Ring CV, 3. Ground. Dieses Kabel kann man als Klinke zu Cinch auf kaufen. Wer wie ich einen King Korg hat, kann in der Kiste wühlen und das Kabel umbauen.

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    PusteKuchen   1

    Meiner ist angekommen und liegt leider beim Nachbarn, weil ich noch unterwegs bin.
    Kann es kaum erwarten, das Ding endlich mal live und direkt ohne irgendwelche Hallgeräte zu hören.

    Diese – wie ich finde- Unart, Synths grundsätzlich bei Tests durch möglichst auch noch hochpreisige EFX zu jagen finde ich sehr sehr schade und wenig zielführend.
    Als würde man Mineralwasser testen und dann doch noch Sirup dazu schütten.
    Sollte man zumindest echt bei den Soundbeispielen ganz klar trennen und oder dazu schreiben welcher Sound durch welchen Effekt gejubelt wurde.

    Dass ausserdem so wenig Zeit (?) und Kreativität vorhanden ist, ein und dieselbe Sequenz für mehrere Sounds zu bemühen finde ich auch ziemlich dürftig.
    Die angeblich fehlende Latch Funktion zu bemängeln rundet den recht oberflächlichen Test im negativen Sinne ab.

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      NicGrey  

      … naja, die Klangbeispiele sind doch teilweise «trocken», also ohne FX und bei den Youtube Clips werden die externen Effektgeräte in der Beschreibung erwähnt. Wie auch immer: vielen Dank TobyB für den «knackigen» Test.

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        PusteKuchen   1

        Hab das vorhin über iPad o h n e Kopfhörer mal durchgezappt und sofort bemerkt.
        Jetzt nochma mit Kopfhörer — das Reverb ist bei Nr.5 wohl kaum zu überhören.
        Teilweise trocken ist eben nur teilweise trocken— also nicht nass sondern nur feucht? Mit ein „bisschen schwanger“ kann ich leider nix anfangen.

        Das ist hier auch nicht irgendein YoutubeSpacko Test, sondern eigentlich von einem Fachmagazin für Musikalien…

        Den Tiger/Grizzly Vergleich finde ich auch eher vorschulmässig— Gozilla gegen KingKong oder was?
        Ein ausgewachsener Amur Tiger würde meiner Meinung nach jedem Grizzly das Fürchten lehren— wenn man denn bei dieser eher mauen Metapher bleiben will.

        Ein „knackiger“ Test liest sich für mich anders, tut mir leid.

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          PusteKuchen   1

          Vorhin den hier noch vergessen:

          „Generell ist die Verarbeitung sehr hochwertig und entspricht dem Niveau anderer Hersteller in dieser Preisklasse.“

          Welche Geräte welcher Hersteller in dieser Preisklasse sollen das genau sein?

          Die Däumchen-nach-unten-Fraktion wird diesen Kommentar sicher auch hier wieder beglücken mit der „wertvollen“ anonymen LieblingsBewertung aller NetCowards- da muss man dann ja auch nix argumentieren und nix begründen, nur schnell ma drücken…
          LOL

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      TobyB  RED

      Hallo PusteKuchen,

      Da wir keine Synthesizer vorab erhalten, haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt, eines aus der ersten Lieferung zu erhalten. Ich habe das Testgerät am letzten Donnerstag erhalten. Am Freitag habe ich mich auf die Suche nach der Bedienungsanleitung gemacht und sie nicht gefunden. Samstag sind dann die Demos und Fotos entstanden, Sonntag und Montag der Text.

      Die Demos sind sowohl Dry als auch Wet. Hier kam ein MX200 zum Einsatz. Preset Retroverb.

      Ich bemängel die fehlende Latch Funktion nicht aber alles was nicht dokumentiert ist, ist nicht existent. Hätte ich online, zum Schnellstart eine Bedienungsanleitung gefunden, hätte sich das erledigt. Ich erzähle jeden Tag Software Entwicklern, das die gute Dokumentationspraxis der Schlüssel zum Erfolg ist. Da gibts keine Abstriche. Weil andersrum, wenn etwas nicht gut dokumentiert ist, wie soll der Anwender es bedienen können?

      Es ist offensichtlich das sich Korg im Preisbereich von 149 – 199 € mit den Volcas und ähnlichem Konzept abarbeitet.

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        PusteKuchen   1

        Hi TobyB,
        zuerst mal Respekt dafür, dass du meine spitze Feder nicht als persönliches Bashing wahrnimmst- finde ich echt dufte!!
        Das mit dem Latching war auf den Videos von Matt Baxley schon ganz gut zu sehen— mit Augen und Ohren quasi.
        Dass die Beispiele sowohl als auch sind war mir auch klar, hab sie ja alle durchgehört. Trotzdem finde ich es halt irgendwie nich so prall wenn die Klangerzeuger mit einem Zweitgerät förmlich mit Hall ertränkt werden, es sei denn, der Hall ist mit an Bord.
        Die Korg Volca Reihe als direkten Vergleich aufzustellen- na ja- denke allein der Formfaktor, das Metallgehäuse und die Tatsache dass es nur einen funktionsmässig wirklich vergleichbaren Volca gibt, lässt den Vergleich wieder mehr als nur ein wenig hinken. Sehe die Volcas eher als Spielzeug, denn als ernsthafte Konkurrenz, vor allem da der Crave von Anfang an ständig mit dem/der Moog Mother32 verglichen b.z.w. sogar teilweise als dreistes Plagiat verzerrt wurde.
        Von eGitarren hab ich zwar wenig Ahnung, aber die haben auch alle 6 oszis, meist ein bis zwei Tonabnehmer, n Hals, n Korpus u.s.w., genauso kann doch ein SemiModularer nicht das Rad gänzlich neu erfinden.
        Trotzdem ist diese Kombi von Oszillator und Filter bislang so nicht in Erscheinung getreten. Man wird, denke ich, im professionellen Bereich zukünftig garantiert mehr Craves in Studios sehen, als Volcas.

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          TobyB  RED

          Hallo, es ging bei meinem Vergleich mit Korg nur um die Preisspanne, mehr nicht, weil eben in dieser Preisspanne wird der Crave auch auftauchen, wenn du googlest.

          Der Crave ist weder ein Klon der Mother noch ein Plagiat. Dazu ist der zu eigenständig. Es gibt viele Überschneidungen, aber ebenauch genausoviele Unterschiede. Wer die Moog Mother hat braucht diese, ich brauche zwei davon und habe zwei. Crave wird über kurz oder lang auch einziehen. Weil der eben andere Sachen kann, die mit Mother nicht gehen.

          Die Demos sind wie sie sind, hätte ich trockene gemacht, stünde unten auch wieder gegenteiliges, da mach ich sie doch lieber halb und halb, dann kann ich mir den Schuh anziehen, muss aber nicht ;-)

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        chris  

        Ich habe 3 Volcas und die kann man in kleinster Weise mit der Verarbeitung des Crave vergleichen, obwohl sie sogar teuerer waren.
        Die Volcas sind, was die Schalter und Regler betrifft, auf Yps-Heft Niveau.
        Auch die Gehäuse könnten unterschiedlicher nicht sein, was die Wertigkeit betrifft.
        Außerdem muss man bei den Volcas noch Netzteile separat erstehen.

        Die Volcas sind qualitätsmäßig in die Spielzeugecke zu schieben.
        Der Crave ist um Längen besser verarbeitet, aber keinesfalls auf Moog Level, der aber auch wieder preislich anders einzuordnen ist.

        Und ja, ich habe von allen Geräten hier wirklich welche stehen und meine mir deswegen auch ein Urteil bilden zu dürfen.

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          TobyB  RED

          Ich habe 5 Volcas und es ging in meinem Vergleich lediglich um das Geld, und ums die Volcas zu betreiben reichen Akkus. Dennoch sind die Volcas keine Spielzeuge.

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            chris  

            Spielzeugcharakter haben die im Bezug auf die Materialbeschaffenheit und die für Kleinkinderhände entwickelten Bedienelemente schon, vom Sound her etwas weniger, meiner Meinung nach.

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    dAS hEIKO  

    159 Euro…dürfen die das überhaupt?
    Ich bin über die Maßen rationalen Denkens hinaus entsetzt. Sind die Refaces und Boutiques dieser Welt schon reinste wirtschaftliche Untertreibung, so ist der crave einfach eine Frechheit. Eine geile, kleine Frechheit.

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    ISE500  

    Schöner Test. Allerdings geht das Fazit irgendwie in Richtung Vergleich zur MOTHER.
    Wäre er für dich auch 300 wert? Irgendwie ist der Preis ja irritierend niedrig.

    Mich hätte dann interessiert, ob es so einen „Wohlklang“-Sound gibt, dass man hin und weg ist …
    Es geht ja auch um den Klang. Wenn du schreibst „für Einsteiger“ gut Bass und Leads, beziehst du dich da nur auf das Funktionsangebot, oder ist das hier darauf bezogen, daß es nicht der „edelste, cremigste“ Klang ist? Für 159 Euro freakt man doch aus, wenn der Klang toll ist.
    Dann würde ich doch eher auf den Klang des 3340 eingehen, und den Gesamtsound, den der Crave hergibt beschreiben

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Hallo ISE500,

      ich würde für den Crave auch 300€ hinlegen. 159€ da bleibt nicht viel Marge über. Da hab ich echte Fairness Bedenken. Der Klang des Crave ist sauber und gut. Ich würde den auch uneingeschränkt als Soundmodul nutzen, mit MIDI Controller Keys anspielen und etwas mit den Pedalen spielen. Der Crave hat schon über weite Strecken einen Sweetspot. Ich denke die Kombination eines 3340 mit einem Ladder Filter ist okay. Wobei ich gerne mal den Schraubenzieher nehmen würde, um zu wissen wie im Detail der Ladderfilter aufgebaut und bestückt ist.

      Einsteiger werden vom Gerät ansich abgeholt. Der Fortgeschrittene wird sich sicher zwei Crave nehmen und gegeneinander Patchen. Was auch noch mal spannend ist.

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    xhanibalx  

    Der Preis ist echt gut..

    Aber für mich ist er nichts. Die tonalen Möglichkeiten sind sehr eingeschränkt, die Patches klingen Recht ähnlich. Das liegt natürlich noch am Sound an sich sondern eher an dem Konzept an sich. Es ist für mich ein bisschen ein one Trick Pony vom Sound het, was ja nichts schlechtes sein muss, so liebe ich den TB 303 Sound die ja nicht unähnlich ist. Nur leider fehlt mir hier etwas die Eigenständigkeit. Auch wenn er super Preiswert ist sollte man sich den Crave nur zulegen wenn man diesen einen Sound wirklich braucht, das sehe ich für mich hier nicht.

    Ich vermute das die Kiste schnell auf eBay landet weil viele merken werden das der Sound eben doch Recht eingeschränkt ist ohne dabei wirklich ikonisch zu sein.

    Würde mich über einen digitalen Behringer mit vollt Sounddesign Power wünschen….oder endlich ne 303 :)

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      PusteKuchen   1

      Die Behringer 303 wäre dann ikonisch? Vom Klang oder vom Aussehen?
      So ikonisch wie die Palette an 303 Nachbauten dieser kleinen Plastekiste, die damals niemand haben wollte? Echt jetzt?
      Die Geräte sind halt immer nur so gut, wie der Operator der damit arbeitet, oder wie erklärt sich sonst der Erfolg eines Jack White, der seine ersten Alben mit einer Plastik eGitarre eingespielt hat…?

      Allgemein gilt doch da die alte Weisheit:
      Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, ist halt immer die Badehose schuld…

      In punkto OneTrickPony— die 808 Klone verkaufen sich immer noch wie geschnitten Brot, trotzdem die Dinger eben nur 808 können und sonst wenig bis gar nichts und man die Sounds fast nicht mehr hören kann, weil sie einem zu den Ohren raushängen.
      Sollte der Synth tatsächlich eBay überfluten— umso besser!
      Da kann man dann für kleines Geld ne ganze Batterie zusammenhängen und somit polyphonem Megaspass frönen.

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        xhanibalx  

        Also ich habe

        Nur von meinen persönlichen Anforderungen gesprochen. Die erfüllt er nicht.
        Die 303 ist vom Sound her natürlich Ikonisch… eines der Instrumente mit dem meisten Impact für mich Ich produziere aber auch Acid Techno und Rave. DIe 808 Klone und auch die 909 würde ich mir persönlich auch nicht kaufen da ich finden das Elektron da besseres bietet.. Und nur weil die Klone sich gut verkaufen müssen sie nicht in MEIN Setup passen.

        Es geht mir hier um eine persönliche einschätzung für mein Setup nicht um einen persönlichen Angriff auf Crave besitzer.

        Und ein Synth ist keine E Gitarre…

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          PusteKuchen   1

          Denke es war sehr klar, was ich mit dem PlastikGitarre Satz zum Ausdruck bringen wollte.

          Fand und finde Neuansätze wie damals die MachineDrum auch viel besser als das ewige 808/909 Gefröne.

          Und selbst da gab und gibt es die Jomox Variante, wenn es denn unbedingt was 808/909iges sein muss.

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      heimannrudolf  

      Dieses prognostizierte Schicksal einer „ebay-Option“ wurde bereits dem Neutron und Model D prophezeit – wie auch hier von Personen, die diese Geräte nie besaßen bzw. nie mit/auf ihnen spielten.

      Dies ist de facto aber nicht eingetreten. Ich hätte sehr gerne die o.g. „Tischhupen“ für unter 200 € nochmals gekauft, das war bisher leider nicht möglich.

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    heimannrudolf  

    Ich mache seit 1985 auf analogen, digitalen sowie auch seltsamen Synthesizern rum, aber den Sound „Schraubenzieher“ kannte ich bisher namentlich tatsächlich noch nicht. Mea culpa!

    By the way – kann der Crave auch „Kapselheber“, „Korkenzieher“, „Flens“ oder „Mineralwasserflasche mit Drehverschluss im Bus“? Ich will damit – nett, aber deutlich – kritisieren, dass die „Noise“ Option im Test zwar lapidar erwähnt, aber in keiner Weise konkret beschrieben, bewertet oder in den Klangbeispielen aufgezeichnet wurde.

    Insgesamt dennoch ein schöner Test des tatsächlichen Seriengerätes, dem ich viele Informationen entnehmen kann. Danke dafür!

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      TobyB  RED

      Morsche, der Sonic Screwdriver kommt vom BBC Radioworkshop. Ich meine Screwdriver war auch ein Presetname des Jupiter 8. Müsste ich aber noch mal nachlesen. Mit Sicherheit gibts es auch einen Korkzieher, der dreht raus und ploppt dann. Gibt ja Kollegen, die für Autos einen Türplopp Klangdesignen oder Elektromotoren einen Signature Sound verpassen.

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    SimonChiChi  AHU

    auch wenn das Teil toll ist, die Nähe zur Mother 32 ist schon dreist.
    „Uli“ muss das wirklich sein? Ihr habt es doch auch drauf komplett eigene Synths zu entwickeln – und bei euren Preisen werden die doch sicher auch ein Erfolg. Warum denn immer dieser Ideenklau?

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      heimannrudolf  

      Warum dreist?
      Eine TR-808-Kopie verkauft sich eben besser als eine Drumbrute. Selbiges gilt selbstverständlich auch für Synthesizer. By the way, haben Roland, Korg, Yamaha wirklich immer „neue“ Synths entwickelt? Momentan sicherlich nicht (Reface, Volca, Juno/XM).

      Die Nähe des Moog Sirin zum Minitaur ist ebenfalls Selbstbedienung bzw. Ideenklau.

      Der Waldorf Kyra ist komplett „eingekauft“ worden.

      So what? Warum sollte Behringe denn einen Innovationspreis anstreben?

      (P.S.: Wobei ich denen das – neben Waldorf – mittlerweile sogar zutrauen würde.)

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        Hectorpascal  AHU

        So oft wie Behringer auch kopiert haben mag, es entsteht dadurch Dynamik im Markt. Ausruhen auf seinen gelegten Eiern geht nicht mehr. Das Patentrecht geht mir eh auf den Zwirn. Denken und Ideen entwickeln bleibt m.M.n. Hausaufgabe für jeden und ein Leben lang.

  10. Profilbild
    Emmbot  AHU

    Ich findet den Sound schön und der hat was von 80’s. Aber der Sequenzer sieht nicht sehr intuitiv aus.

    Insgesammt Schönes Teil.

  11. Profilbild
    Dirk Siegmund  

    Nachdem ich letzte Woche beim „T“ die Verfügbarkeit des Crave sah, war ich lange hin und hergerissen, ob ich schnell einen ordern soll.
    Ich habe es erstmal sein gelassen, aber als dann an Allerheiligen bei Ebay ein gerade mal zwei Tage alter Crave für 135,-€ inkl. Versand aufpoppte, musste ich doch zuschlagen.
    Gestern Abend auf dem Sofa dann mit Kopfhörern und dem Sequencer rumgequält… ich kann mir die ganzen Tastenkombinationen nicht so schnell merken… beim meinem MS-1(01) habe ich noch gar nicht mit dem (baugleichen?) Sequencer beschäftigt, da er ja ne Tastatur hat ;-)
    Die ersten drei Pattern habe ich mir gleich zerstört, weil ich versucht hatte , mit SHIFT + Tempo den Swing einzustellen, aber wohl im falschen Modus (KEYB vs. STEP) war und mir Gate-Längen genullt habe… alles reichlich kompliziert.
    Der Druck im Bassbereich hat mich fast vom Stuhl gehauen, ansonsten ist der Crave, ohne die Patch-Punkte zu nutzen, natürlich ein sehr einfach gestrickter Synth. Aber sobald man anfängt zu patchen, wird die Palette sehr groß… genau wie bei meiner MOTHER-32.
    Heute Abend werde ich die beiden mal im Zusammenspiel ausprobieren und direkt vergleichen.

    Was mich aber sofort wieder gestört hat, ist das Noise-Bleeding beim Arbeiten mit Kopfhören. Einzige Abhilfe ist hier, in die External-In Buchse eine Patchkabel zu stecken.

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      TobyB  RED

      Hallo,

      ich hatte hatte das Thema mit den verschwundenen Sequenzen auch, das sollte man in der FW noch mal ändern oder im derzeit nicht existierenden Handbuch ordentlich dokumententieren. Der Crave will gepacht werden, alleine für Sample&Hold Sounds. Denn da dreht er auf. Ich hab schon angefangen Patches von Mother zu Crave zu übertragen, S&H funktioniert. Einige andere Sachen erfordern wesentlich andere Einstellungen, was aus dem Ladderfilter und der Hüllkurve kommt. Wenn ich 2 Crave hätte würde ich mal die sich selbst steuernden Buchla Style Patches probieren.
      Was ich noch nicht hinbekommen habe ist der Moog Mother Bassmelodie und Drumpatch.

      Wo nimmst du das Kopfhörer Signal ab? Steht der Noise Regler auf Null?

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        PusteKuchen   1

        QuickStart Guide/Handbuch Behringer Crave (Link von der Red. gelöscht worden. Bitte Bitly zum Kürzen von Links verwenden)

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          PusteKuchen   1

          Oh! Mir war der Link eigentlich auch zu lang, wollte aber tinyurl nicht benutzen und Bitly kannte ich gar nicht. Wieder was gelernt…

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        Dirk Siegmund  

        Hi Toby,

        den Kopfhörer hatte ich am PHONES-Ausgang vom CRAVE und den Mix-Regler ganz am linken Anschlag auf OSC.
        Bei jeder Note ist im Kopfhörer Noise zu vernehmen, es sei denn, ich stecke ein Patchkabel in den EXT-In, dann wird wohl das Noise Signal über die Buchse getrennt…der MIX-Regler macht also nicht ganz dicht für Noise.

        Natürlich ist der CRAVE zum Patchen gemacht ;-)

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          TobyB  RED

          Hallo D.Siegmund,

          laut Blockschaltbild überschreibt das Patchkabel in Ext Audio den Noise(Mix), der Kopfhörer hängt bei mir immer am Ende der Kette. Deshalb fragte ich ja. Der Noisebleed ist für mich nicht störend und elektrisch lässt er sich nicht mit einem Poti zu 100% minimieren. Ich schicke das Testgerät morgen erstmal in die Redaktion. Ich bin aber am überlegen, mir 2 davon ins Rack zu stellen.

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      SONAR

      Hallo D.Siegmund,

      habe heute den Crave erhalten und das erste was ich feststellen musste war, dass nach jeder Note ein Rauschen nachhallt. Ich hatte gehofft hier auf Leute zu treffen, die das auch direkt feststellen konnten und siehe da.. dein Beitrag. Tatsächlich hilft es ein Patchkabel in den Ext Audio Input zu stecken, jedoch kann das auch nicht im Sinne des Erfinders sein oder?

      Bei mir hat das auch weniger nur was mit dem Kopfhörerausgang zu tun, sondern bezieht sich allgemein auf den VCA Output bzw „Main Output“. Glaube beim Kopfhörerausgang ist es nur noch deutlicher hörbar.

      Besteht dieses „Noise-Problem“ jetzt bei allen Crave’s oder nur bei manchen? Für mich ist dieses Rauschen schon wirklich störend und in jedem Fall als Mangel des sonst so wunderbar klingenden Craves anzusehen. Klar ist die Lösung mit dem Patchkabel einfach umzusetzen, dennoch irgendwie ärgerlich und zugleich verwunderlich. Es klang hier bei manchen so raus, als wenn man sowas häufiger mal bei Modularen Synths hätte? Ich wäre nie im Leben auf die Idee gekommen, dass ein Patchkabel im Ext In dieses Problem beheben könnte.

      Vielen Dank!

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        TobyB  RED

        Hallo Sonar,

        das als Noisebleed bezeichnete Rauschen ist weder Designfehler noch ein anderer Bug oder Problem. Das ist einfach so, da der Rauschgenerator immer läuft und über einen Potentiometer dem Signal zugemischt wird. Wenn man das nicht möchte, bitte Patchen. Eine Moog Mother 32 macht das genauso und eine Korg Monotribe auch. Ich nenn es analoges Atmen, wenn mich die Atemgeräusche Stören oder nicht in der Musik gewollt sind, Dynamikprozessoren. Grundsätzlich ist das bei analoger Schaltungstechnik einfach so. Rauschen ist ja auch nützlich viele perkussive Klänge profitieren davon oder sind ohne Rauschen nicht möglich.

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      MaschinenMensch

      Ja, transponieren und eingeben per Miditastatur funktioniert. Ob der Sequenzer Noten über Midi ausgibt, werde ich heute Abend testen.

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      Dirk Siegmund  

      Da ich gestern auch noch meinem Pro-1 bekommen hatte und kein Masterkeyboard aus dem Studio holen wollte, habe ich auf dem Sofa einfach MIDI-OUT vom Crave an MIDI-IN vom Pro-1 verbunden und der CRAVE hat alle Arpeggios und Sequencen auf dem Pro-1 ausgegeben ;-)

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        Hectorpascal  AHU

        Der Pro-1 ist gut, oder? ;) Hab auch schon überlegt den D gegen den Crave einzutauschen. Am Modularsystem ist der einfach besser zu gebrauchen.

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        WOK  

        Also ist der MIDI-THRU vom Crave eigentlich ein Merge vom MIDI-IN+Crave Sequencer? Cool.
        Trotzdem wäre noch interessant zu wissen, ob es auch über USB geht. Ich warte dann mal auf MachinenMensch…

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          heimannrudolf  

          Definitiv nicht. MIDI OUT und MIDI THRU sind grundsätzlich verschieden.

          Der MIDI THRU leitet eingehende Daten unbeschadet weiter – quasi links rein, rechts raus.

          Der MIDI OUT sendet ausschließlich am/im Gerät generierte Daten.

          Wer beides gleichzeitig möchte, braucht einen externen MIDI Merger, welcher zwei MIDI-Datenströme zusammenfassen kann.

          Liebe amazona-Redaktion, macht bitte endlich eine MIDI-Basics-Workshopreihe. Die aktuelle USB-User-Generation („einfach mit dem USB-Port der DAW verbinden“) kann und muss die MIDI-Systematik natürlich weder verstehen noch einsetzen. In Folge dessen USB und Tempo-Synchronisation auch nicht wirklich verstehen, wie die meisten Fragen in diversen FB-Foren offenbaren („Ich habe doch alles mit USB an die DAW angeschlossen“). Da besteht dringendster Informationsbedarf. Das hat die Werbung der Hersteller schlicht versäumt.

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            TobyB  RED

            Hallo Heimannsrudi,

            Ich meine wir haben die MIDI Themen schon mehrmals beackert ;-) Aber ich gebe dir Recht. Ich nehm das mal mit, bin aber grade an anderen Themen dran und bin die nächsten 3-4 Wochen in UK und dann im Urlaub :-D

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            WOK  

            Mir ist schon klar, was der Unterschied zwischen MIDI THRU und OUT ist. Allerdings ist das beim Crave beides auf einer einzigen Buchse. Also muss die Funktion am Gerät bzw. mit der Editorsoftware umgeschaltet werden?

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    Wunderkind

    An TobyB zu seinem Crave-Test

    Zitat: „Wir nehmen hier 3340 VCO und Ladder Filter mit.“

    Hi TobyB,
    du hast ja so Recht. Danke, danke für den ausführlichen Test und deine persönlichen Ansichten und Erfahrungen dazu. Zum ersten Mal seit Jahren habe ich wieder Lust auf die Neuauflage eines Vintage-Klassikers bekommen. Der Crave fühlt sich für mich an wie die Verschmelzung eines Korg MS-20 (mein erster analoger) mit einem Minimoog. Ob man mit drei Craves die gewaltigen schwebenden Moog-Bässe hinbekommt und die dann auch noch paraphon bzw. parafon spielen kann? LOL

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      TobyB  RED

      Hallo wunderkind,

      Danke!

      Du bekommst die Schwebebässe hin, allerdings klingt der Behringer Ladder etwas anders als der Moog Ladder aber das ist okay. Wenn du eine Mother hast hörst du das. Aber unterm Strich ist das nicht wichtig. Wenn du 3 CRAVEs verkabelst ist das nicht paraphon, du hast ja 3 komplette Stimmen, Hüllkurven usw. , selbst wenn du jetzt den Ext Audio In benutzt, und von Crave1->Crave2->Crave3->Out patcht, sind es immer noch 3 Stimmen. Nur das dann immer die Filter und Hüllkurven von allen drei wirken. Anderer Fall, alle 3 Craves gehen einzeln auf den Audiomixer, du verknüpfst nur die Steuerleitungen untereinander. Und machst ggf. eine MIDI Chain. Damit bekommst dann schon Akkorde hin.

  13. Profilbild
    bytechop  

    Ein wirklich gelungenes Gerät. Der Bass macht ordentlich Druck. Schade ist das beim LFO kein Retrigger/Sync möglich ist und das Tempo nicht angezeigt wird, ein Tempo-Tap wäre auch okay gewesen um mal schnell manuell zu syncen.

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    Maximilian

    Hat jemand rausgefunden wie man den Arp zu externer Clock synchen kann? Es sieht irgendwie aus als wäre das (noch?) nicht implementiert.

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    PusteKuchen   1

    Hab meinen gestern endlich abholen können,

    leider ist es ein WackelDackel.
    Hatte ich schon von gelesen.

    Ansonsten finde ich ihn echt spannend klanglich, aber noch zu wenig angefasst um jetzt in Jubel oder gar Trauer auszubrechen.
    Verarbeitung und Haptik sind gut, wenn auch das Bodenblech rechts nicht genauso abschliesst wie links und vorne nicht gleich wie hinten- keine „Nullfuge“ also, wenn man so will…
    Wie oben schon angesprochen, wackelt das Gerät wenn man es auf einen Tisch stellt, was bei einer DesktopUnit aber so nicht sein sollte, finde ich.
    Andere User haben dieses Wackel Problem nicht.
    Ob man daran jetzt erkennt, dass es sich eben doch um einen „DiskountSynth“ handelt, weiss ich nicht. Den Eindruck einer Billo-Tisch-Hupe habe ich jedoch auf keinen Fall.
    Selbst meine Monomachine hat leicht gewackelt.
    Ob ich den Crave jetzt deswegen zurückschicke- keine Ahnung, aber eher nicht.

    In einer FB Gruppe lese ich, dass es wohl ein FWupdate gab (new firmware 1.06), kann aber bislang nichts finden.

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    rio  

    Mal was anderes – kann man eigentlich auch externe synths in den mix1 und mix2 speisen (und wäre der Signalweg, die Verbindung darüber, technisch gesehen i.O.?) oder ist das nur für reine „CV“ Verbindungen gedacht?

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      rio  

      Zum Moog mother32 steht: „This is a DC coupled input and accepts a -5 to +5V CV“.

      Ok, Selbsterklärend nun..

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        TobyB  RED

        Ich würde mich nicht darauf verlassen, dass die Angaben für Moog Mother 100% auf den Crave übertragbar sind. Grundsätzlich kannst du MIX1 und MIX2 mit Audio beschalten. Für bestimmte Sounds ist das sogar Vorraussetzung.

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    CNP

    Dear all,

    Apologies for writing in English… this thread here looks by far the most responsive and in-depth, so I’d like to join the discussion here.

    The few remaining questions I’m wondering about are these below, perhaps has anybody tried these things yet?

    #1
    Is it possible to select sequences by MIDI, for instance by means of Program Changes or other kind of messages?
    (since the Moog Mother-32 was some form of ‚inspiration‘ for the Crave, and the Moog HAS this feature, hoping the Crave has it as well)

    #2
    How does the playback of the sequencer behave when a new pattern is selected (hopefully by MIDI Program Change) during the playback of the current one?

    Thanks & best regards from Die Niederlande!

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      TobyB  RED

      Hello CNP.

      you don’t need to make excuses for so. Right now there isnt a comprehensive MIDI implementation chart and/or manual available. And I dont want to make any assumptions. If we see something, we say something. I guess that two features are very useful for all here.

      Have a nice day and I’ll keep you posted.

    • Profilbild
      rio  

      hi cnp,

      I’ve looked over it and tested:

      #1
      Is it possible to select sequences by MIDI, for instance by means of Program Changes or other kind of messages?

      No.

      #2
      How does the playback of the sequencer behave when a new pattern is selected (hopefully by MIDI Program Change) during the playback of the current one?

      Pattern change takes place immediately.

      Yes I know the programming effort would be zero, but that’s it for the few bucks…

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        CNP

        Hello Rio, Thanks a lot for testing! Oops, that’s a pity the Crave doesn’t provide the more useful alternatives here (#1 response to PC, like the M-32, and #2 play-to-end, then-next-sequence), but at least good to know that this is the behaviour of the Crave.

        You’re right, we (I) may have become a bit too eager to have all this in this cheap box, but as you say as well, the programming effort would most likely have been negligible.

        Perhaps in an upcoming firmware update… but I won’t hold my breath ;-)

        Thanks again!

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    m4ximumpow3r  

    Gibt es eigentlich eine Möglichkeit, den internen Sequenzer aus dem internen Signalfluss rauszunehmen? Ich hätte von der Logik her gedacht, dass ich evtl. nur den CV / Gate out beim Crave umpatchen muss, das hat aber nicht geklappt oder ich habe mich einfach zu blöd angestellt. Ich steuere den Crave mit einem Toraiz Squid per CV / Gate. Wäre voll cool, wenn man den internen Sequenzer zum Steuern bzw. Modulieren von anderen Sachen nutzen könnte, während man den Crave parallel mit einem anderen externen Sequenzer steuert. Ich hoffe ihr konntet mir soweit folgen. :D

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      TobyB  RED

      Guten Morgen MaxPower,

      ich habs nicht probiert. Geht aber z.b. mit einer oder zwei Mother32. Ich kann dir folgen, hab aber noch Fragen. Ich nehm mal nicht an, das du MIDI nutzen möchtest? Wie hast du vom SQUID gepacht?

      ToB

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        m4ximumpow3r  

        Hallo Tobi, ganz genau. Ich wollte den Crave ohne Midi nutzen. Da ich den internen Sequenzer nicht benutze, sondern den Crave extern per Squid mit CV / Gate steuere, hoffte ich, dass ich den internen Sequenzer evtl parallel für andere Dinge nutzen kann. Ich habe es eben nochmal ausprobiert und mir meine Frage selbst beantwortet: Es geht leider nicht (wäre auch zu gut gewesen). Ist halt nur semimodular. Wen der Sequenzer gestartet ist, spielt er parallel zu dem was der Squid spielt. Ich habe die Outs beim Crave falsch gedeutet. GATE und ENV geben nur den aktuellen Zustand zurück, ob nun per externen oder internen Sequenzer. KB CV gibt immer nur die aktuelle Spannung vom Keyboard aus, also nicht was per OSC CV in reinkommt (ansich logisch). Hatte halt gehofft den Sequenzer evtl aus der Signalkette rausnehmen zu können. Naja mal schauen wann der Uli uns die ganze Anleitung zur Verfügung stellt. Wie auch immer, sehr geiles Gerät. Gegen den Crave stinkt die TB-03 sowas von ab. Daher hat der Crave auch den Platz bekommen, an dem die TB-03 davor stand. In diesem Sinne euch allen frohes Schrauben, ich baller jetzt mal weiter Acid Techno :D

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