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Test: Bose Quiet Comfort 35 II, Bluetooth Kopfhörer

17. Mai 2021

Kompakt, leicht und sehr gut klingend

Test: Bose Quiet Comfort 35 II, Bluetooth Kopfhörer

Test: Bose Quiet Comfort 35 II, Bluetooth Kopfhörer

Seit einiger Zeit widmen wir uns bei AMAZONA.de auch Kopfhörern mit aktiver Geräuschunterdrückung. Nach dem Bowers & Wilkins PX7 und dem beyerdynamic Lagoon ANC folgen heute Vertreter des Herstellers Bose, der neben zahlreichen HiFi-Produkten auch Digitalpulte und PA-Systeme im Angebot an. Hier zwei unserer letzten Bose Tests:

Bose Quiet Comfort 35 II

Mit dem Quiet Comfort 35 II widmen wir uns heute einem der Bose Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung. Zusätzlich bietet das Unternehmen mit dem QC25 II einen weiteren preislich etwas günstigeren Kopfhörer, mit dem Headphones 700 einen etwas teureren sowie mit den QC20 und den Quiet Comfort Earbuds auch zwei In-Ear-Kopfhörer mit ANC-Technologie an.

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bose quiet comfort qc 35 II test

Bose Quiet Comfort QC 35 II

Der QC 35 II wird in einem gedruckten Pappkarton geliefert, in dem sich neben dem Kopfhörer eine passende Aufbewahrungsbox sowie zwei Kabel befinden. Neben einem Micro-USB auf USB-A-Kabel liefert Bose auch ein Audiokabel mit – für den Fall, dass man den Kopfhörer nicht drahtlos über Bluetooth, sondern mit einem Kabel betreiben möchte. Die Laufzeit des integrierten Akkus sollte diese Entscheidung unter normalen Umständen nicht beeinflussen, denn laut Hersteller lässt sich der Quiet Comfort QC35 II bis zu 20 Stunden nutzen.

bose quietcomfort 35 II test

Erhältlich ist der Kopfhörer in den drei Farbvarianten schwarz, silber und rose gold, da sollte für jeden das farblich Passende dabei sein. Klassisch dezent und zurückhaltend designt präsentiert sich der Kopfhörer. Einen ersten Pluspunkt gibt es für das geringe Gewicht von 240 g (ohne Kabel), was dazu führt, dass man den Kopfhörer auf dem Kopf kaum bemerkt. Vor allem im Hinblick auf längere Hörsessions, sei es zu Hause beim Musikhören oder auf Reisen, ist das ein klarer Vorteil. Der Kopfhörer sitzt nicht allzu stramm auf dem Kopf auf, dennoch bleibt er auch bei mehrmaligem Kopfschütteln und Nicken da, wo er sein soll. Ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, dass sich der Kopfhörer kompakt zusammenfalten lässt. Vergleichsweise klein fällt entsprechend auch die Soft-Tasche für die Aufbewahrung aus.

bose quiet comfort 35 II test

Ein kompakter Transport ist garantiert

Der aus Kunststoff gefertigte QC 35 II macht einen soliden Eindruck. Obwohl man zunächst nur Kunststoff in seinen Händen hält, besteht der Kopfbügel im Inneren bspw. aus stabilem Edelstahl. Als wendig ist er allemal zu bezeichnen, denn die Ohrmuscheln lassen sich um etwas mehr als 90 Grad drehen, dazu passen sie sich vertikal an die Kopfform des Trägers an. Hat man den QC 35 II auf dem Kopf sitzen, sorgt ein weicher Velours-Stoff dafür, dass er angenehm aufsitzt. Die Innenseiten der Ohrmuscheln sind dagegen mit Kunstleder ausgekleidet.

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Schwarze und silberne Version des QC 35 II Kopfhörers

Über die genauen technischen Spezifikationen schweigt sich Bose leider aus. Die ansonsten üblichen Informationen zu Frequenzgang, Impedanz, SPL & Co. sind entsprechend leider nicht bekannt.

Wie klingt der Bose Quiet Comfort 35 II?

Den Klang des Quiet Comfort 35 II empfinde ich als warm, rund und sehr gut abgestimmt. Einen sehr guten, druckvollen Bassbereich, der manchen aber vielleicht schon etwas zu dominant sein könnte, paart Bose hier mit einem gut ausbalancierten Mittenbereich. Einen kleinen Abfall meine ich in den unteren Höhen zu vernehmen, hier steht so mancher Snare-Sound und Gesangspart etwas zurück. Im oberen Frequenzbereich wartet der QC 35 II dagegen mit einer schönen, brillanten Wiedergabe auf, die zu keiner Zeit spitz oder angestrengt wirkt. Einzig allein eine Möglichkeit, den Klang mit Hilfe der zugehörigen App (dazu gleich mehr) anzupassen, so wie es bspw. auch beyerdynamics Lagoon ANC bietet, wäre toll gewesen.

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Einen leichten Klangunterschied meine ich auch beim Umschalten zwischen Bluetooth- und Kabelbetrieb zu vernehmen. Auch wenn dieser stets mit etwas Versatz erfolgt, empfinde ich den Klang bei Kabelbetrieb als etwas lockerer, offener und durchaus dynamischer. Der Unterschied ist aber eher subtil, so dass ich bei Weitem nicht von einem klanglichen Nachteil beim Bluetooth-Betrieb sprechen würde.

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Positiv überrascht bin ich davon, wie lange man den QC 35 II quasi im Dauerbetrieb nutzen kann, ohne Ermüdungserscheinungen zu erfahren. Gegenüber den anderen ANC-Kopfhörern, die ich kürzlich bei mir zum Test hatte, würde ich dem Bose hinsichtlich eines längeren Einsatzes die beste Punktzahl einräumen.

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Welche Extras bietet der QC 35 II?

Der drahtlose Einsatz des Quiet Comfort 35 II funktioniert auf Anhieb ohne Probleme. Die Bedienelemente des Kopfhörers sind mit den Fingern gut zu erreichen und gut zu unterscheiden. Die rechte Seite des Kopfhörers bietet mit der Multifunktion- und den Plus/Minus-Tasten Zugriffe auf Anruffunktionen, die Steuerung der Musikwiedergabe und die Lautstärke. Zusätzlich geben Bluetooth- und Akku-LED darüber Auskunft, ob der Kopfhörer aktuell mit einem Endgerät gekoppelt ist und wie lange man ihn voraussichtlich noch nutzen kann. Sollte der Akku einmal komplett leer sein, lässt sich der Kopfhörer weiterhin nutzen, dann allerdings nur noch über eine Kabelverbindung.

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An der linken Ohrmuschel befindet sich die Aktionstaste, auf die man eine der drei folgenden Funktionen programmieren kann:

  • aktive Geräuschunterdrückung
  • Amazon Alexa
  • Google Assistant

Über eine weitere Funktion lassen sich auf Wunsch auch die beiden Sprachsteuerungen Apple Siri und die des Android-Systems hiermit nutzen, so dass man über das integrierte Mikrofon des Kopfhörers mit Alexa & Co. kommunizieren, Musik aufrufen oder die aktuellen Wettervorhersagen abhören kann. Unabhängig von den genannten Sprachassistenten spricht der Kopfhörer auch mit seinem Besitzer und kann eine erfolgte Kopplung oder den Ladezustand des Akkus per Computerstimme mitteilen.

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Die Geräuschunterdrückung lässt sich beim QC 35 II in zwei Stufen schalten: hoch und niedrig. Hat man die Bose App auf seinem Smartphone installiert, lassen sich alle genannten Funktionen auch hierüber steuern. Die Qualität des ANC-Systems empfinde ich als sehr gelungen. Störende Außengeräusche, vor allem in tieferen Frequenzbereichen, kann der Bose Kopfhörer sehr gut abmildern und trägt damit zu einem sehr guten Hörerlebnis bei.

bose quiet comfort 35 II test

Im Vergleich zu den bisher getesteten Kopfhörern von Bowers & Wilkins, Shure und beyerdynamic sehe ich den QC 35 II im oberen Bereich. Als einen Tick besser empfinde ich den PX7 von Bowers & Wilkins, dieser bietet auch optisch mehr Akzente, was letztlich aber Geschmackssache ist. Den Lagoon ANC und den Shure Aonic verweist der Bose Kopfhörer klar auf die hinteren Plätze.

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Fazit

Mit dem Quiet Comfort 35 II hat Bose schon länger einen sehr kompakten und leichtgewichtigen Kopfhörer mit ANC-Technologie im Portfolio. Trotz seines Alters muss er sich nicht vor den aktuellen Mitbewerbern verstecken, sondern überzeugt weiterhin mit einem sehr guten Klang, einer einfachen App-Steuerung und einer tollen Wiedergabequalität mit und ohne aktiver Geräuschunterdrückung.

Plus

  • Klang
  • ANC-System
  • Gewicht
  • kompakte Maße

Preis

  • 199,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    Philipp  

    Ich würde empfehlen, den Sony WH-1000X M3 (oder dessen Nachfolger) vor dem Kauf im Vergleich zu hören. Für mich war es im A-B Vergleich der Beiden dann sehr schnell klar dass es der Sony wird.

    • Profilbild
      Tim  

      Bin ganz deiner Meinung. Soll den Artikel aber in kleinster Weise schmälern… nur: wer den Artikel als Kaufberatung nimmt, sollte den Sony auf jeden Fall gegen checken. Für mich gewinnt Sony hier in allen Belangen.

  2. Profilbild
    SkandinAlien  

    Hab den Kopfhörer seit etwas mehr als 2 Jahren im täglichen Einsatz. Erst als Geräuschblocker fürs Großraumbüro angeschafft hat er sich ziemlich schnell zum Daily Driver entwickelt und nutze ihn immer noch jeden Tag.

    Wenn der Akku noch frisch ist, ist die Laufzeit wirklich erstaunlich gut. Nach mittlerweile wohl hunderten von Ladezyklen geht es langsam bergab. Hält zwar weiterhin noch einen guten Tag im Homeoffice durch, danach muss es aber direkt wieder ans Kabel.

    Auch ich merke einen Unterschied zwischen BT und Kabel. Marginal, aber bei gut aufgelöster Musik, die man bis in den letzten Transient kennt und liebt fallen einem schon Abweichungen auf. Weiterhin habe ich festgestellt das Handsfree BT Telefongespräche nicht immer optimal funktionieren und der Gesprächspartner teils nur Fragmente vom gesprochenen hört, oder die Sprache sehr leise ist – egal wie man es Einstellt. Das funktioniert via Kabel und dessen eingebautem Mikrofon wesentlich besser.

    Nach einiger Zeit fangen die Ohrpolster an Abdrücke auf glatten Oberflächen zu hinterlassen. Meine Frage an den Bose Support ob die Polster austauschbar sind und ob ich denn vielleicht sogar ein Ersatzpaar kaufen könnte bleibt seit Monaten unbeantwortet.

    Studioeinsatz nur teilweise geeignet finde ich. Dafür sind sie mir persönlich zu „HiFi“ und vor allem untenrum zu präsent

    • Profilbild
      Everpure  AHU

      Das mit der Betonung auf den Bassbereich und dem Fokus auf HiFi-Klang war ja schon immer ein Markenzeichen bei Bose. Von daher gebe ich dir absolut recht: Diese Kopfhörer sollten im Studio nur zum Gegenhören eines Mixes benutzt werden.

  3. Profilbild
    Haurein  

    Möchte zuhause ohne äussere Störgeräusche an Digitalpiano und Synthesizer üben und deshalb einen NC Kopfhörer kaufen. Ich dachte „nimmste gleich was solides“ und Bose lag ja in den Tests immer gut vorne.

    Ehrlich gesagt bin ich gar nicht bis zum Klangtest gekommen und schon vorher gescheitert. Am Piano geht wegen der zu hohen Latenz von Bluetooth nur Kabel. Das Bosekabel hat 3,5 mm und kein Adapter, mein Mischpult 6,35 mm. Adapter von AKG und noch ein anderes hatten keinen richtigen Kontakt. AKG Kabel von 2,5 auf 3,5 mm ebenfalls nicht. Ein anderes Verlängerungskabel von 3,5 auf 6,35auch nicht. OK – Bose möchte beim Anschluss auf grosse Klinke absichtlich inkompatibel sein.

    Die App bietet nichts, ausser dass sie gerne die Standortdaten abfragen möchte. Beim Einschalten des Geräts werde ich jedesmal vollgelabert, dass ich u.a. die App installieren soll.

    Und die aktive Geräuschunterdrückung rauscht wie ein Wasserfall.

    Und dafür wollen die ernsthaft EUR 200,-. Lächerlich.

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