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Test: Casio Trackformer XW-DJ1, DJ-Controller

Von Anschlüssen, Batteriefächern, Lautsprechern und viel Plastik

„Batteriebetrieb“ und „eingebauter Lautsprecher“? Klingt eher nach einem Keyboard aus dem gleichen Stall. Mit diesen Features in Kombination dürfte der XW-JD1 auf dem weiten Feld der DJ-Controller definitiv ein Alleinstellungsmerkmal haben. Das Batteriefach auf der Unterseite schluckt sechs AA-Batterien, direkt daneben findet sich der Grill für einen kleinen Lautsprecher. Auf der Unterseite? Klingt das nicht matschig? Na ja, Wunderdinge sollte man von der kleinen 2-Watt-Mono-Quäke mit ihren sechs Zentimeter Durchmesser nun wirklich nicht erwarten. Da aber der Controller dank seiner gummierten Füße zumindest nicht direkt auf der Tischplatte liegt, hat das Schallereignis ein wenig Luft, sich auszubreiten und die darunterliegende (im Idealfall) hölzerne Fläche noch als zusätzlichen Resonanzkörper zu missbrauchen. Aber mehr als eine ausgefallene Zugabe ist das nicht; ich habe schon Smartphones gehört, die besser klangen.

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An Anschlüssen bringt der Controller den obligatorischen USB-Anschluss, ein Cinch-Pärchen als Master-Out, eine Miniklinken-Buchse für den Kopfhörer, den Anschluss für das iOS-Kabel und die Netzbuchse. Alle Anschlüsse liegen dicht beieinander, so gibt es keinen Kabelsalat oder Strippen, die plötzlich über dem Controller baumeln. Ein winziger Schalter für den internen Speaker ist ebenfalls dort zu finden.

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Alle Anschlüsse liegen zusammen

Alle Anschlüsse liegen zusammen

Ein Wort noch zur Verarbeitung und zur Materialbeschaffenheit des Trackformers: Der ist – bis auf die Scratch-Scheibe – komplett aus Kunststoff. Fader und Regler sitzen ordentlich fest, sind aber nicht gummiert. Die Drehreglerpärchen sitzen mir persönlich auch zu eng zusammen (und ich hab schon ziemlich schmale Finger). Die Scratch-Scheibe im Vinyl-Rillen-Design schleift beim Drehen hörbar irgendwo am Gehäuse, klingt unschön und bremst den Freilauf.

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Forum
  1. Profilbild
    richard  AHU

    Mich hatte das Gerät auf der Messe leider gar nicht überzeugt. Außer vielleicht als extravaganter Wandschmuck im Studio.
    Zu unübersichtlich und eigenwillig und für das gebotene auch zu teuer.

  2. Profilbild
    Onkel Sigi  RED

    Ich stelle oft fest, dass Casio bei seinen Musikinstrumenten stets automatisch in eine „Plastik-Ecke“ gedrängt wird, was aber nicht so ganz stimmt. Casio geht gerne eigene Wege, man muss sich nur darauf einlassen. Mein eigener Casio-Synth XW-P1 wird oft verrissen, dabei ist das ein total geiles Instrument, wenn man sich einmal das Bedien-Szenario erarbeitet hat.

    Gute Beziehungen brauchen halt „Beziehungsarbeit“…..

    Grüße von Casio-Fan

    Onkel Sigi

    • Profilbild
      m.steinwachs  RED

      Nun, an der Sache mit der „Plastik-Ecke“ ist Casio ja nun auch nicht so ganz unschuldig. Aber natürlich können die auch anders. Weshalb ich ja auch explizit die Kultsynthies aus den 80ern und die Retro-Synthies erwähnt habe. Und natürlich könnte man Casio auch zugute halten, mit dem XW-DJ1 einen „eigenen Weg“ zu gehen. Nur halte ich den für den falschen; da ist auch mit viel Beziehungsarbeit nichts zu retten.

  3. Profilbild
    Stephan Merk  RED

    So, nachdeem das Teil für unter 60 Euro im Handel zu haben ist steht nun einer bei mir. Ich erhalte ein iPhone-Ladedock mit batteriebetriebenem Lautsprecher und Netzteil in passabler bis guter Qualität. Ach ja, da waren ja noch Kontrollelemente für DJ-Features und eine interne 24-Bit-Soundkarte mit vier Kanälen dabei. Für meinen Anwendungsfall, einfach ein paar Elemente von Djay auf Hardware auszulagern, reicht das Gerät. Aber ehrlich, 289 Euro hätte ich dafür nicht ausgegeben, dazu fehlt es an Vielem. Zu kritisieren ist daher weniger das Gerät, an die Anordnung kann man sich schon gewöhnen, aber die Preispolitik. Welcher Marketing-Agent war so mutig, das Gerät so hoch anzusetzen? Hier liegt noch ein Numark Mixtrack Edge rum, der kostet laut Liste gerade mal die Hälfte, ist aber in allen Punkten besser. Jedoch, das ist das hüpfende Komma, nicht iOS-tauglich, ohne Lautsprecher, ohne Batteriebetrieb und ohne iPhone-Halterung. Ich denke unter 100 Euro ist der Gegenwert 4 bis 5 Sterne, um 300 Euro sichelrihc nicht mehr als drei, weil zu teuer für den Gegenwert. Und nicht mal ein USB-Kabel liegt bei.

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