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Test: Casio Trackformer XW-DJ1, DJ-Controller

Ausprobiert und verkabelt

Selten war ich bei einem Test so neugierig, wie sich der Controller in der Praxis macht. Sonst verlaufen derartige Tests ja immer recht ähnlich und meist auch ziemlich überraschungsarm. Hier aber haben sich im Lauf der Vorarbeit doch einige Fragen angesammelt, die dringend der Klärung bedürfen. Also dann los: Für den Test hänge ich dann mein iPad Air mit dem djay2 an den Trackformer XW-DJ1. Mobil ist Trumpf. PC geht aber auch, da ist der Controller auf Deckadance geeicht, auf dem Mac ist es djay LE / djay.

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djay2 von Algoriddim

djay2 von Algoriddim (mit geöffnetem EQ-Fenster)

Einen ersten Pluspunkt gibt’s von mir schon mal dafür, dass das Netzkabel zwischen Klotz und Controller richtig schön lang ist. An solchen Kleinigkeiten erkennt man, dass jemand aus der Praxis mitgedacht hat. Stecker rein und – nichts passiert. Ah so, irgendwo zwischen den ganzen FX-Tasten versteckt sich ein Powerbutton. Doch mal besser das Handbuch aufschlagen. Die Tasten rund um die Scratch-Scheibe blinken einmal rot im Kreis auf, dann zeugen nur noch zwei beleuchtete Tasten von der Arbeitsbereitschaft des Trackformers.

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Die Halterung für das iPhone kann auch umgesteckt werden

Die Halterung für das iPhone kann auch umgesteckt werden

Das Kabel zum iGerät wiederum ist verdammt kurz. Was Sinn macht, wenn man ein iPhone in der dafür vorgesehenen Halterung direkt am Controller nutzt – dann ist da nichts im Weg. Weniger gelungen ist das, wenn man aber stattdessen lieber ein iPad einsetzt – etwa, weil einem das Display eines iPhones einfach zu klein ist für die Abbildung zweier DJ-Decks. Das iPad passt dann aber eben nicht in die Halterung, sondern steht auf dem Tisch dahinter. Aber ok, geht auch. Schöner Nebeneffekt: Das iPad wird gleichzeitig dabei geladen (übrigens nicht im Batteriebetrieb). Auch wenn das Handbuch das Gegenteil behauptet: „Das Laden des iPads wird nicht unterstützt“ – heißt es da. Na wie gut, dass mein iPad nicht lesen kann.

Der interne Lautsprecher wird bei der Gelegenheit dann automatisch deaktiviert, da muss dann der Controller-interne ran (besser nicht), sofern man den XW-DJ1 nicht per Cinch am Pult hängen hat. Das Zusammenspiel mit der djay2-App von Algoriddim funzt klaglos. Gleich nach dem Start der App wird kurz das Casio-Logo auf dem Display eingeblendet: Trackformer und iPad haben sich gefunden.

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Forum
  1. Profilbild
    richard  AHU

    Mich hatte das Gerät auf der Messe leider gar nicht überzeugt. Außer vielleicht als extravaganter Wandschmuck im Studio.
    Zu unübersichtlich und eigenwillig und für das gebotene auch zu teuer.

  2. Profilbild
    Onkel Sigi  RED

    Ich stelle oft fest, dass Casio bei seinen Musikinstrumenten stets automatisch in eine „Plastik-Ecke“ gedrängt wird, was aber nicht so ganz stimmt. Casio geht gerne eigene Wege, man muss sich nur darauf einlassen. Mein eigener Casio-Synth XW-P1 wird oft verrissen, dabei ist das ein total geiles Instrument, wenn man sich einmal das Bedien-Szenario erarbeitet hat.

    Gute Beziehungen brauchen halt „Beziehungsarbeit“…..

    Grüße von Casio-Fan

    Onkel Sigi

    • Profilbild
      m.steinwachs  RED

      Nun, an der Sache mit der „Plastik-Ecke“ ist Casio ja nun auch nicht so ganz unschuldig. Aber natürlich können die auch anders. Weshalb ich ja auch explizit die Kultsynthies aus den 80ern und die Retro-Synthies erwähnt habe. Und natürlich könnte man Casio auch zugute halten, mit dem XW-DJ1 einen „eigenen Weg“ zu gehen. Nur halte ich den für den falschen; da ist auch mit viel Beziehungsarbeit nichts zu retten.

  3. Profilbild
    Stephan Merk  RED

    So, nachdeem das Teil für unter 60 Euro im Handel zu haben ist steht nun einer bei mir. Ich erhalte ein iPhone-Ladedock mit batteriebetriebenem Lautsprecher und Netzteil in passabler bis guter Qualität. Ach ja, da waren ja noch Kontrollelemente für DJ-Features und eine interne 24-Bit-Soundkarte mit vier Kanälen dabei. Für meinen Anwendungsfall, einfach ein paar Elemente von Djay auf Hardware auszulagern, reicht das Gerät. Aber ehrlich, 289 Euro hätte ich dafür nicht ausgegeben, dazu fehlt es an Vielem. Zu kritisieren ist daher weniger das Gerät, an die Anordnung kann man sich schon gewöhnen, aber die Preispolitik. Welcher Marketing-Agent war so mutig, das Gerät so hoch anzusetzen? Hier liegt noch ein Numark Mixtrack Edge rum, der kostet laut Liste gerade mal die Hälfte, ist aber in allen Punkten besser. Jedoch, das ist das hüpfende Komma, nicht iOS-tauglich, ohne Lautsprecher, ohne Batteriebetrieb und ohne iPhone-Halterung. Ich denke unter 100 Euro ist der Gegenwert 4 bis 5 Sterne, um 300 Euro sichelrihc nicht mehr als drei, weil zu teuer für den Gegenwert. Und nicht mal ein USB-Kabel liegt bei.

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