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Test: Doepfer, Dark Energy II, Analogsynthesizer

2. Januar 2013

Dark Energy II

Als vor ungefähr einem Jahr der Doepfer Dark Energy aus den Läden verschwand, lag das nicht etwa an mangelnder Nachfrage. Ganz im Gegenteil, er gehörte zu den meistverkauften Analogsynthesizern der neuen Generation. Mangel bestand nun an einem Bauteil, welches dummerweise das Herzstück des Dark Energy darstellte: der Curtis-Chip CEM 3394. Da dieser Chip auf kurze Sicht wohl vom Hersteller nicht wieder aufgelegt wird, bedeutete das auch das Ende des Dark Energy. Aber das hält einen Dieter Doepfer nicht davon ab, die Erfolgsgeschichte dieses Analogsynthesizers fortzuführen. Auf der Musikmesse 2012 stellte er das Nachfolgemodell Dark Energy II vor.

Dark Energy II - äußerlich fast wie der Vorgänger, aber ein komplett neues Innenleben

Dark Energy II – äußerlich fast wie der Vorgänger, aber ein komplett neues Innenleben

Gleich und doch nicht gleich

Für gewöhnlich ist eine MKII-Version eine mehr oder weniger überarbeitete und leicht verbesserte Variante des Ursprungsmodells. Im Fall des Dark Energy II muss man jedoch schon fast von einem neuen Synthesizer sprechen. Denn obwohl es äußerlich nur wenige Unterschiede zwischen beiden Modellen gibt, ist das Innenleben weitestgehend eine Neuentwicklung ohne den besagten CEM-Chip. Gehäuseform und Design sind gleich geblieben. Der Dark Energy II ist sehr handlich, aber nicht zu klein, lässt sich gut bedienen und sieht mit den Retro-Potis auch ziemlich schick aus.

Auch strukturell ist die 2er-Version nahezu gleich geblieben. Es gibt einen VCO, ein VCF, einen VCA, eine ADSR-Hüllkurve und zwei LFOs. Komplettiert wird die Ausstattung durch verschiedene CV/Gate-Ein- und Ausgänge sowie USB- und MIDI-Eingang, worüber auch gleich eine MIDI/CV-Wandlung zur Ansteuerung weiterer Analogsynthesizer erfolgen kann. Die gesamte Schaltung, also Tonerzeugung wie auch Modulationsquellen, des Dark Energy II ist echt analog, was sich in einer recht langen Warmlaufzeit für einen stimmstabilen Betrieb von empfohlenen 30 Minuten ausdrückt. Das ist deutlich länger als es andere Hersteller bei ihren Analogsynthesizern angeben. Aber schauen wir uns zunächst einmal die Klangerzeugung des Dark Energy II mit ihren Unterschieden zum Vorgänger an.

Natürlich ohne Milch und Zucker

Natürlich ohne Milch und Zucker

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Goofy

    Dark Energy die 2te – die Erfolgsgeschichte wird wohl weitergehen, obwohl ich das nicht verstehe.
    Sicher der Dark Energy klingt nicht schlecht – aber nur ein Oszillator schränk wirklich ein. Für nur wenig Euronen mehr habe ich mich damals für den mfb Kraftzwerg und gegen den Dark Energy entschieden. Vom Sound ähnlich aber durch die drei Oszillatoren doch viel flexibler. Wenn ich zum Dark Energy einen weitern Oszillator möchte brauche ich entweder ein Rack oder einen weiteren Dark Energy.
    Mit dem Megazwerg als Erweiterung zum Kraftzwerg habe ich dann schon 4 Oszillatoren und zusätzlich zum 24dB Tiefpass auch noch ein Multimodefilter.
    Bei den mfb-Teilen habe ich nicht die schicken Holzteile wie beim Dark Energy und auch nicht die schickeren Potiknöpfe das stimmt. Dafür aber etwas mehr Platz zwischen den Potis und somit sinkt die Gefahr mit dem ‚dicken Daumen‘ gleich zwei oder mehr Potis ungewollt mit zu verstellen.
    Na ja, vielleicht hole ich mir doch noch mal einen oder beide Dark Energys – mal sehen was das Sparschwein hergibt……

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