Test: DSI Mopho Desktop-Analogsynthesizer

23. November 2008

Prophet-Sound im Desktop Format

Nach den großen Erfolgen des Evolvers, Polyevolvers und Prophet 08, handelt es sich bei dem neusten Produkt von Dave Smith um einen echten Preisleistungshammer. Wie der Name schon verrät, ist Mopho ein monophoner Desktopsynth, der mit einer Stimme des Prophet 08 ausgestattet ist. Für rund 380 Euro bietet er neben einer modernen, digital gesteuerten analogen Klangerzeugung auch einen Stepsequenzer, Arpeggiator, eine Filterbank und eine Vielfalt an Modulationsmöglichkeiten.
Lesen Sie auch unbedingt die AMAZONA.de Tests aller bisher erschienenen DSI Produkte (siehe Verweise)!

Der Mopho-Desktop auf den ersten Blick

Kaum ist der Mopho aus seiner Verpackung befreit, beeindruckt zunächst einmal das handliche Format (19,05 cm x 12,7 cm) und das enorme Fliegengewicht von 0,7 kg.
Die beschriftete Sonnenstrahlenfolie auf dem quietschgelben Gehäuse erinnert ein bisschen an einen Flyer für einen 90er Jahre Rave und dürfte zumindest auf jeder Goa-Party ein absoluter Blickfang sein.
Aber wie so oft ist das nur eine Äußerlichkeit, denn schließlich kommt es auf die inneren Werte an.

Als Klangerzeuger dienen zwei Oszillatoren mit jeweils einem Suboszillator, die über die Wellenformen Sägezahn, Dreieck und Puls verfügen. Die Pulsweite ist einstellbar und kann somit auch als Rechteck genutzt werden. Beide Oszillatoren lassen sich synchronisieren, wobei der zweite als Master agiert. Zusätzlich besitzt der Mopho ein White Noise und einen Monoeingang für das Filter zur Bearbeitung externer Audioquellen. Sowohl die Suboszillatoren, das Noise als auch der Filtereingang haben eine eigene Volumeregelung, während die beiden Oszillatoren über einen Mixregler angepasst werden.

Das analoge Curtis LowPass Filter ist wahlweise als 2- oder 4-Pole Filter verwendbar, wobei es bei der 4-Pole-Einstellung zur Selbstoszillation fähig ist. Zusätzlich kann bei nicht verwendetem Audio In, das Ausgangssignal des Mophos via Inputregler zurück in das Filter geschickt werden, um so Rückkopplungseffekte zu erzeugen.
Gleich vier LFOs und drei Envelopes laden zu abwechslungsreichen Modulationen ein, und gerade dadurch hebt sich der Mopho deutlich von anderen Monosynths ab. Die synchronisierbaren LFOs bieten als Wellenformen einen normalen und inversen Sägezahn, Dreieck, Rechteck und eine Random Funktion.
Alle drei Envelopes verfügen über ADSR mit Delay, wobei zwei von ihnen fest dem Filter und dem VCA zugewiesen sind. Envelope Nummer 3 kann wahlweise auch geloopt werden, um quasi als fünfter Ersatz-LFO einzuspringen.

Mophos Signalweg

Mophos Signalweg

Die Bedieneroberfläche ist mit neun gerasterten Endlosreglern versehen, die zur Klanggestaltung dienen. Fünf davon steuern stets die Ottonormal-Spaßparameter Pitch, Cutoff, Resonance, Attack und eine Verknüpfung von Decay und Release. Die vier weiteren können mit allen beliebigen Parametern des Mophos belegt und in jedem der 384 Programme individuell gespeichert werden.
Die Menüführung erfolgt über ein sehr gut lesbares, zweizeiliges Display (ja, DSI hat das Gemotze am Evolver Display zur Kenntnis genommen), vier Drucktaster und einen weiteren Endlosregler. Über die Knöpfe Input Gain und Volume wird der Eingang des Audio Ins und des Masterausgangs geregelt.
„Push it!“ steht über dem einzigen roten Drucktaster, mit dem der Mopho auf die Schnelle mal getriggert werden kann.

Auf der Rückseite tummeln sich die üblichen Anschlüsse, wie ein MIDI-Duo, der bereits genannte Audio In, der Stereoausgang, da der Mopho auch Panorama Modulationen erlaubt, und ein Kopfhöreranschluss. Sämtliche Audiobuchsen sind als 6,3 mm Klinken ausgelegt. Mit Strom wird der Mopho über ein sehr kleines und leichtes Netzteil versorgt, das regelrecht auf internationale Bühnen schielt, da es gleich mit diversen Adapteraufsätzen ausgestattet ist.

Stepsequenzer und Arpeggiator

Bei dem 16 x 4 „analog-style“ Stepsequenzer handelt es sich um den, der bisher in sämtlichen DSI Produkten verwendet wurde. Pro Programm gibt es eine Sequenz mit 16 Steps und vier Tracks, in denen vier beliebige Parameter separat editiert werden können. Insgesamt stehen 45 Modulationsziele zur Auswahl, was genau allen Parametern des Mophos entspricht.
So können neben den üblichen Höhen und Längen eines Tons, die abgedrehtesten Modulationen rhythmisch gesetzt werden. Richtig klasse ist, dass jeder Oszillator separat editiertbar ist, wodurch Klänge entstehen, hinter denen deutlich mehr vermutet wird, als ein einfacher monophoner Synth.
Zusätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Sequenzer zu triggern, was wichtig ist, um das sich stets wiederholende Eintaktthema aufzufrischen. Beispielsweise kann eine Sequenz über eine Keyboardtaste getriggert und dementsprechend in unterschiedlichen Tonhöhen gespielt werden. Dabei lässt sich einstellen, ob die Sequenz immer wieder von vorne oder nach der zuletzt gespielten Note einsetzt.

Sobald der Arpeggiator aktiviert wird, schaltet der Stepsequenzer sich aus, da immer nur einer von beiden verwendet werden kann. Um den Arpeggiator zu nutzen, muss via Keyboard ein Akkord gegriffen werden, dessen einzelne Töne in einer bestimmten Reihenfolge wiedergegeben werden. In welcher Reihenfolge die Töne erklingen sollen, wird über die standardisierten Modi: Up, Down, Up and Down bestimmt, oder über die Reihenfolge, in der die Keyboardtasten gedrückt werden.

Anschlüsse

Anschlüsse

Verarbeitung des Mopho Synthesizers

Der Mopho macht rundum einen robusten Eindruck. Das Metallgehäuse ist schön massiv, und auch die Endlosregler wirken sehr solide. Zwar sind sie genau wie bei den großen DSI Synthesizern etwas „wackelig“, aber auch die haben sich qualitativ durchaus bewährt. Bei langsamen Potidrehungen kann ein Wert wunderbar feinfühlig und minimal verändert werden. Etwas gewöhnungsbedürftig sind allerdings große Parametersprünge, da nicht immer präzise der gewünschte Wert erreicht wird.

Die hinteren Gummifüße auf der Unterseite des Gehäuses fallen etwas größer als die vorderen aus, wodurch der Mopho stets bedienerfreundlich angewinkelt ist.

Natürlich gibt es fehlende Features wie ein Ein- und Ausschalter, MIDI Thru oder ein paar mehr Regler, die generell willkommen wären Aber angesichts des äußerst niedrigen Preises ist klar, dass an manchen Stellen Abstriche gemacht werden müssen.

In der Praxis

Bei dem Erstellen eigener Sounds ist natürlich ein häufiges Menügehüpfe unumgänglich, wobei die vier frei belegbaren Regler das Ganze schon deutlich einschränken und wesentlich erträglicher machen. Was dabei leider manchmal etwas auf der Strecke bleibt, ist das intuitive „aus dem Bauch heraus Schrauben“. Sobald allerdings ein Sound fertig gestellt ist und die „Lieblingsparameter“ zur Klangveränderung den Reglern zugewiesen wurden, sieht das Ganze schon wieder anders aus. Mit insgesamt neun Parametern kann ein Sound reichlich bearbeitet und verdreht werden – es muss halt nur etwas vorausschauender geplant werden.

Alternativ bietet DSI auch den Software Editor Mopho LE für Windows und OSX zum kostenlosen Download an. Leider verweigerte dieser während des Tests, zumindest unter OSX auf einem G5, seine Dienste. Entweder passierte rein gar nichts oder der arme Mopho drehte völlig durch feuerte wahllos wirre Sounds ab, wozu das Display einen kryptischen Tanz aufführte… Ja, ein Update des Editors wäre unter Umständen nicht schlecht.

Software Editor

Software Editor

Gerade für Liveacts dürfte der Mopho sehr interessant sein, da er nicht nur locker ein paar Kilo Vintageware ersetzten kann, sondern auch jede Menge Schraubspaß garantiert und natürlich ohne Ende Speicherplätze bietet.
Das Speichern eines Sounds bereitet selbstverständlich keine Probleme, lediglich das Beschriften eines Programms setzt etwas Geduld voraus, da die Eingabe via Drucktaster erfolgt. Da kann es schon mal vorkommen, dass der Taster locker 50 Mal betätigt werden muss, um den gewünschten Buchstaben zu erreichen.

Richtig Freude bereitet hingegen der Stepsequenzer, da er live editert werden kann und durch die Vielfalt an Modulationsmöglichkeiten ein super Kreativtool ist. Leider können mit ihm keine externen Geräte getriggert werden.
Jedoch lässt sich jede beliebige Audioquelle durch das Filter bearbeiten, welches selbstverständlich auch via Stepsequenzer moduliert werden kann.
Somit wird zusätzlich die kleine gelbe Kiste mal eben zur analogen Filterbank, was erneut in Anbetracht des Preises richtig klasse ist!

Sound

Wer den Prophet 08 kennt, kann sich von dem Klang des kleinen Gelben natürlich sehr gut ein Bild machen.
Der Mopho klingt schlicht und einfach fett, brachial und noch mal fetter! Sein Sound ist im Vergleich zu älteren Analogsynths wesentlich moderner, knackiger und sauberer. Dank der schnellen Hüllkurven ist die Attack bei manchen Sounds so dermaßen zackig, das es schon fast komprimiert klingt.

Handlicher Desktop-Synth: 19,05 cm x 12,7 cm – Gewicht: 0,7 kg

Natürlich sind die Stärken, wie bei fast allen seiner Art, Bässe und Leadsounds, die meistens einen gehörigen 80er Jahre Touch haben. Aber durch die enormen Modulationsmöglichkeiten und den Stepsequenzer sind selbstverständlich auch moderne Synthpercussions oder abgedrehte FX-Klänge überhaupt kein Thema.
Ein kurzer Basssound als Bassdrum, ein Noise als Snare, dazu ein paar Filter Zipps und schon ist ein interessanter Beat gebaut.

Im 2-Pol-Modus ist das Filter recht sanft und verändert nur vorsichtig den Klang. Deutlich stärker greift es hingegen im 4-Pol-Modus zu, das bei hoher Resonanz wunderbar kreischen, fiepen und vor allen Dingen zippen kann.
Die Feedbackfunktion des Filters beschert dem Klangbild rückkopplungsreiche Obertöne, Distortion und wesentlich mehr Atmosphäre. Klar, mit dem Schmutz einer Filterrückkopplungen eines alten Moog- oder Roland-Synths kann der Klang dieser Funktion nicht ganz mithalten, trotzdem ist es ein schönes „dreckiges“ Feature.

Sämtliche 384 Speicherplätze sind mit Presets belegt, die sehr gut das enorme Klangpotential des kleinen Monophonen verdeutlichen. Wenn jemand generell gerne Presets verwenden möchte, wird er für so ziemlich jedes Genre einen brauchbaren Sound finden, der sich gut spielen und anpassen lässt. Von Hip Hop Moog Bässen, Trance Tröten, Synthpop Leads über Elektrobeat bis hin zu abgedrehten FX-Sounds wird eigentlich jeder Geschmack bedient.

DSI Mopho-Varianten

Die wohl eindeutigste Variante des Mopho ist das DSI Mopho-Keyboard, aber auchdie vierstimmige Version DSI-Tetra ist mit den selben Schaltungen und dem selben Sound ausgestattet. Und zu guter Letzt sei auch der Prophet 8 erwähnt, der eben „fast“ nichts anderes ist, als eine achtstimmige Mopho-Variante – diesen gibt es sowohl als Desktop, als auch in einer Keyboard-Ausführung.

Der DSI-Mopho on YouTube

Fazit

Generell ist es schwierig, neue analoge Monosynths in dieser Preisklasse zu finden. Spontan kommen einem natürlich als erstes die kleinen MFB Synths in den Sinn, die aber sowohl klanglich als auch konzeptionell in eine ganz andere Richtung gehen.
Gerade durch die zahlreichen Modulationsmöglichkeiten des Mopho fällt es schwer, einen angemessenen Vergleich zu anderen Herstellern aufzustellen.

Wer auf modernen Analogsound steht, Stepsequenzer mag, komplexe Modulationen liebt und gerne noch eine analoge Filterbank obendrauf hätte, sollte den Mopho unbedingt ausprobieren. Auch diejenigen, die das Herumspringen in Menüs hassen, sollten dem kleinen Gelben mal eine Chance geben, denn auch ihnen versucht er dank seiner zuweisbaren Regler gerecht zu werden.
Insgesamt ist es Dave Smith Instruments gelungen, einen sehr starken Synthesizer zu einem äußerst fairen Preis auf den Markt zu bringen.

Plus

  • Preis-/Leistungsverhältnis
  • fetter, moderner Analogsound
  • Modulationsmöglichkeiten
  • Stepsequenzer
  • Filterbank
  • klein, leicht und handlich

Minus

  • Software Editor unter OSX benötigt ein Update

Preis

  • 379,-€
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Markus Schroeder  RED

    Gelb war schon immer meine Farbe!
    Das Ding ist einfach sexy.

    @Chris
    Das einzige was mir nicht schmeckt is die NRPN Programmierung, wenn ich den Morpho fernsteuern möchte,
    Kannst Du vielleicht dazu noch was sagen?
    Danke :D

    • Profilbild
      Chris Pfeil  RED

      @m.schroeder

      Der Mopho kann sowohl über NRPN als auch CC gesteuert werden. Für die NRPN Steuerung benötigst Du einen entsprechenden Controller. Allerdings werden nicht alle Parameter über CC angesprochen. Im Manual kannst Du in den Midi Implementation Charts nachlesen, um welche Parameter es sich handelt – falls Du es ganz genau möchtest ;-)

      Gruß Chris

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        AMAZONA Archiv

        irgendwie fehlt bei den Beispielen der besondere Soundcharakter. Den Eindruck hatte ich auch von anderen Demos. Irgendwie sind diese Sounds so passe verdammt nochmal.

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    AMAZONA Archiv

    Das Teil macht einen sehr interessanten Eindruck auf mich.

    Eigentlich suche ich was polyphones analoges und wollte auf den Prophet08 sparen..

    Der Prophet 08 spricht mich vom Sound zwar an, 100% entschlossen bin ich aber nicht, da er deutlich dünner als der Prophet 5 klingt, welcher für mich das Maß aller Dinge darstellt..

    Die Samples „Acid Style“ „String Layer“ des Mopho überzeugen mich dagegen mehr als die Demo-Sounds die ich bisher vom Prophet08 gehört habe.
    Ist das ein subjektiver Eindruck oder hat der Mopho einen fetteren, satteren Klang als der Prophet08?
    Lassen sich die Mophos auch kaskadieren?

    cheers Philipp

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    also ich glaube kaum dass der mopho in irgend ner form fetter klingt. ist von der architektur halt 1 stimme vom prophet08. aber ich find den sound vom prophet auch ziemlich cool. wenn ich mich nicht täusche haben sie ja noch ein feedback in den signalpfad implementiert womit man bestimmt noch coole sachen machen kann. (siehe ni massive)
    ciao fieldy

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      Vielleicht ist das der Grund, die Unterschiede laut Homepage:

      The voice architecture is identical to a single voice of the Prophet ’08, but with a couple of unique twists to distinguish it from its award-winning sibling. We have added two sub-octave generators—one per oscillator—for additional girth and crushing basses.

      cheers Philipp

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        Jauly

        Der Mopho klingt definitv „fetter“ als der Prophet 08, und das war für mich dann auch die Kaufentscheidung. Auf die Frage ob sich Mophos polyphon kaskadieren lassen, habe ich noch keine eindeutige Antwort gefunden. Das ging sogar mit den Single Voice Evolvern. Daher wäre es auch großartig, mit mehreren Mophos eine „poly chain“ zu erzeugen!

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    ich find des teil einfach nur megasexy…gibt`s bestimmt auch irgendwann ne mono-keyboard version.

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    der test klingt irgendwie ein bischen „keys“-like,mit floskeln
    wie „mal eben“. die schreibe von Theo Bloderer find ich
    wesentlich informativer, man denkt da nicht,es soll einem ein
    synthi verkauft werden. zum thema zuverlässigkeit:
    einer meiner evolver ist schon abgeraucht, irreperabel da
    surface mounted!
    zig alte kisten haben mich noch nicht im stich gelassen,
    oder waren reperabel!

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    Frage: macht die Kombination
    Midi-Basspedal(Fatar, Roland)
    mit dem DSI Mopho einen Sinn ?

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    Hmm, also ich lese hier von analogen Curtis filtern und VCAs … aber hat er denn auch echte VCOs? Auf der Homepage heisst es, er hätte einen durchweg analogen Signalweg. Ich geh mal davon aus, da stecken echte VCOs drin und das wurde hier im test nur nicht erwähnt, right?

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    AMAZONA Archiv

    Das Ding macht soundmäßig sehr viel Spaß, auch für Anfänger wie mich. Und vor allem ist es außerordentlich tragbar und ohne Controller vielfältig zu bedienen, was ich nächste Woche in einem (auch Amateur-)Techno-DJ-Set gleich mal testen werde.

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    Jauly

    Der Mopho hat meine absolute Kaufempfehlung. Ich liebe dieses kleine Biest! Er klingt für seine Größe einfach unglaublich gut. Das einzige was mir nicht so zusagt sind die digital klingenden LFOs. Sie modulieren den Sound meiner Meinung nach zu exakt, was für meine Ohren starr klingt. Doch das ist leider bei allen modernen Analogen so! Die Hüllenkurven schnappen dafür gut, die Suboszis geben nötigen Druck (den ich beim Prophet 08 vermisst habe) und die umfangreichen Modulationsmöglichkeiten lassen viel Kreativität in der Soundgestaltung zu.

  10. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Hallo, ihr Lieben.
    Ich habe hier seit etwa 4 Wochen den Mopho Keyboard stehen. Im direkten Vergleich zu Virus, Minimoog OS und Slim Phatty kann ich nur sagen, daß der Mopho die Schnauze WEIT vorne hat. Leider sind die Presets wenig aussagekräftig und orientieren sich oftmals eher an dem momentan modernen Gekreische, bevorzugt Sync-Sounds etc. Der Synth ist sicherlich im ersten Moment weit unterschätzt. Durch die 3 Envelopes und 4 LFO (die ich nicht starr finde – ein LFO ist ein LFO, eine Sinuswelle eine Sinuswelle….) kann er unglaublich komplexe Klänge hervorbringen. Soviel Synthesizer auf so wenig Platz hatte ich zuvor noch nie. Einzig die Tastatur gibt Grund zu meckern: Sie spricht zu spät an, die Kontakte hätte man 1-2 mm höher setzen sollen. Trotzdem: Ein sehr schöner, SEHR warmer und lebendiger Synthesizer, den ich jederzeit wieder kaufen würde.
    Mir fehlt lediglich ein Hold-Schalter auf dem Panel (der Push-Button ist eher ein Witz), der sich jedoch durch einen externen Fußschalter ersetzen lässt. Das Menü ist Lichtjahre besser als das der Phattys. Meines Erachtens ein Synthesizer, der in Sachen Preis/Leistungsverhältnis ungeschlagen bleiben wird. Wie sagt Dave Smith so schön: „It runs circles around the pro one“. Er hat Recht, der Mann.
    Beste Grüße
    Martin

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      „Listen to the sounds, twiddle some knobs, have some fun!“ Dave Smith, Mopho-Manual.

      Ich habe meinen Mopho seit einer Woche, und bin vollkommen begeistert. Die Keyboardversion hat mich hingegen abgeschreckt, obwohl ich als alter ProOne-Fan die natürlich bevorzugte. Aber: Die Tastatur war dem Rest des Gerätes absolut nicht angemessen.

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