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Test: DSI Tetra, Analog Desktop-Synthesizer

Viermal Mopho oder halber Prophet 8

18. November 2009

Analoge Klangerzeuger erleben derzeit eine kleine Renaissance. Irgendwie scheint sich herumgesprochen zu haben, dass reale, wertekontinuierliche Spannungsschwankungen eben doch etwas heftiger in die Boxen-Membranen drücken als auf virtueller Ebene errechnete Sample-Treppchen. Vor allem analogen Filtern wird ein mit Abstand besserer Sound nachgesagt als den digital modellierten Pendants. Dave Smith jedenfalls, einst Polysynth-Pionier mit dem berühmten Sequentiell Prophet 5 und Schöpfer des neuen Tetras, wird diese Überzeugung teilen, denn er hat in den vergangenen Jahren mit dem DSI Evolver, dem Prophet 8 und dem Mopho gleich drei Synthesizer mit analogen Bauteilen auf den Markt gebracht, die sich allesamt anschicken, der virtuell-analogen Simulationstechnik ihre Grenzen aufzuzeigen.

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Das aktuelle, hier getestete Modell heißt „Tetra“ – ein Begriff, welcher der gleichnamigen griechischen Vorsilbe entnommen wurde und in etwa „vierfach“ heißt. Tetra ist im Gegensatz zu seinem monophonen Kollegen „DSI Mopho“ vierstimmig – oder besonders professionell ausgedrückt: „vierfach polyphon“ – und verfügt auf Wunsch sogar über eine vierfache Multitimbralität in Form von vier voneinander unabhängigen Synthesizern – von denen dann aber natürlich jeder monophon ist.

Erster Eindruck des Dave Smith Synthesizers

Tetra unterscheidet sich äußerlich mal abgesehen von Farbe und Aufschrift kaum vom einstimmigen Mopho. Die gesamte Klangerzeugung ist in einem kleinen Leichtmetall-Gehäuse untergebracht – schick in schwarzgrau lackiert und mit ein paar Knöpfen und Tasten versehen. Dass der knuffige Vertreter alle virtuell-analogen Synths der Welt an die Wand spielen soll, mag man ihm bei dem Anblick nicht zutrauen wollen. Trotz seines geringen Gewichts wirkt das Gerät ausgesprochen stabil und dürfte auch rabiatesten Gepäckfachkräften vor Flugreisen gewachsen sein.

Anschlüsse des analogen Tetras

Diese ist schnell erklärt. Es gibt vier Audioausgänge im Klinkenformat, unsymmetrisch, einen Polychain-Out, um mehrere Geräte zu kaskadieren oder um für den Mopho beziehungsweise den größeren Bruder Prophet 8 als Stimmenerweiterung herzuhalten. Dazu gesellen sich die Buchsen MIDI-In, MIDI-Out und USB. Der USB-Anschluss dient als Alternative zu den MIDI-Buchsen. Es werden keine Audiosignale übertragen. Das USB-MIDI-Interface Tetras wird von Windows erkannt und ohne Treiber automatisch installiert, praktisch. Ach so, und wichtig, links neben den Audioausgängen gibt es einen Kopfhörer-Ausgang! Ein Audioeingang ist nicht vorhanden.

Klangerzeugung des DSI Tetra

Klein, aber fein. Tetra hat alles, was man von einem echten Analogsynthesizer erwartet. Die beiden Haupt-Oszillatoren beherrschen die Wellenformen Sägezahn (SAW), Dreieck (Triangle) und Rechteck (Pulse). Die Pulsbreite ist regelbar. Oszillator 2 kann Oszillator 1 synchronisieren, um so die typischen kreischenden Sync-Sounds zu erzeugen. Jeder Oszillator verfügt über einen eigenen Suboszillator und – das ist ungewöhnlich – über einen eigenen „Glide“-Regler für das Portamento. Dank der „Slop“-Funktion kann eine leichte Drift oder „Instabilität“ in der Oszillator-Stimmung verursacht werden, um sich klanglich den nicht ganz stimmstabilen Vintage-Klassikern anzunähren. Mit einer Feedback-Schaltung lässt sich das Oszillator-Signal ordentlich anzerren, und zwar wohlgemerkt schon vor dem Filter.

Und genau dort geht es weiter. Das resonanzfähige Filter arbeitet wahlweise als 2-Pol- oder 4-Pol-Filter, also entweder mit -12 dB/Oktave oder -24 dB/Oktave Flankensteilheit. Selbstoszillation ist kein Problem. Weitere Filtertypen wie Bandpass oder Hochpass fehlen.

Hüllkurven und Modulation

Es gibt drei ADSR-Hüllkurven. Hüllkurve 1 wirkt fest auf das Filter, Hüllkurve 2 auf die Amplitude. Beide Hüllkurven können zusätzlich auch anderen Parametern zugeordnet werden. Die dritte Hüllkurve kann auf mehrere beliebige Modulationsziele wirken. Darüber hinaus verrichten vier LFOs im Tetra ihren Dienst, die weit in den hörbaren Bereich schwingen und so zum Beispiel sehr spannende Frequenzmodulationen erzeugen können. Hier stehen die Wellenformen Dreieck, Sägezahn, Rechteck, Reverse Sägezahn und Random zur Verfügung. Die LFO-Phase kann mit jedem Notenstart neu getriggert werden – sehr schön. Leider lässt sich die Phasenlage selbst nicht einstellen. Das wäre es noch gewesen.

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Weitere Modulations-, oder besser – Parameter-Steuerquellen können die vier Stepsequencer sein, welche allesamt mächtige Werkzeuge zum Generieren abgefahrener Synth-Grooves darstellen. So lassen sich etwa gleichzeitig Note On/Off, Filtereckfrequenz, Envelope 2 Decay und Envelope 2 Attack mit vier verschiedenen Sequencern steuern, wodurch – ein bisschen Geschick vorausgesetzt, wirklich geniale Sequenzen entstehen können. Wer es etwas schlichter mag, freut sich sicherlich über den Arpeggiator.

Weil die Modulations-Quellen und Ziele zahlreich sind, verfügt der Tetra über eine umfassende Modulationsmatrix sowie über eine praktische Sektion für die Controller-Zuweisung.

Unisono-Modus

Tetra kann seine vier Stimmen übereinander schichten und dank einer „Pan Spread“-Funktion im Stereopanorama verteilen. Die hieraus resultierenden Stereo-Unisono-Sounds sind nicht vergleichbar mit den kammfilterartigen, permanent zusammenbrechenden Unisono-Sounds der virtuell-analogen Synths. Hier klingen sie wirklich extrem breit, sauber und echt fett – hach wie schön!

Bedienung

Das klingt alles schon sehr sehr gut. Doch nun kommen wir zur Bedienung der Hardware – und damit gleich zu einem Bereich, wo beim Tetra ganz offensichtlich der Rotstift gewütet hat. Auf dem Gerät befinden sich erwartungsgemäß mehrere Knöpfe und Regler, von denen einige fest verdrahtet sind, während andere frei zugewiesen werden können, oder besser gesagt, müssen. Fangen wir mit den Reglern an: Fest verdrahtet sind die Regler „Pitch“, „Cutoff“, „Resonance, „Attack“ und „Decay/Release“. „Pitch“ wirkt sich auf die Gesamtstimmung des Synths aus, also auf alle Oszillatoren gleichzeitig, während die Regler „Attack“ und „Decay/Release“ auf alle drei Hüllkurven gleichzeitig wirken.

Diese Regler sind fest zugeordnet

Diese Regler sind fest zugeordnet

Über den fest verdrahteten Reglern gibt es noch einmal vier „Assignable Parameters“ – also Regler, die den Parametern frei zugeordnet werden können. Dazu muss zunächst die Taste „Assign Params“ gedrückt werden, um danach mit jenem Drehregler, der zugewiesen werden soll, durch sämtliche nacheinander im 2×16-Zeichen-LED-Display auftauchenden Synth-Parameter zu blättern. Die Zuweisung ist sehr mühselig, aber man wird mit der Zeit etwas schneller. Ist ein Parameter (abgesehen von den hartverdrahteten) nicht einer dieser Tasten zugewiesen, kann er auch nicht über die Hardware eingestellt werden. Hier wäre mindestens ein weiterer Regler sinnvoll, mit dem ein Parameter, der im Display erscheint, auch zügig eingestellt werden kann, ohne ihn gleich einem Regler zuweisen zu müssen. Hierfür hätte zum Beispiel der „Select“-Regler oben links herhalten können, dem im Assign-Parameters-Modus keine Funktion zugeordnet ist.

Diese Regler können frei zugewiesen werden

Diese Regler können frei zugewiesen werden

Bei diesem können wir auch gleich weitermachen. Rechts vom „Select“-Regler, also direkt links neben dem Display, befindet sich ein Schalter für die Modi „Program“, „Combo“ und „Global“, deren Inhalte mit dem eben erwähnten „Select“-Regler angewählt werden. Unter „Program“ versammeln sich die normalen Presets (vier Bänke à 128 Presets),  unter „Combo“ 128 „Kombinationen“, bei denen mehrere Presets eindrucksvoll übereinander gelayert werden. Hinter „Global“ verbergen sich die üblichen globalen, nicht programmabhängigen Parameter, also Vertreter wie „MIDI-Sync“, „Basic MIDI Channel“ oder die Zuweisung der vier Audio-Ausgänge. Statt des „Select“-Reglers können für eine schrittweise Einstellung auch die darunter liegenden Plus/Minus-Tasten verwendet werden. Allerdings muss man hier für jeden Schritt auch tatsächlich einmal eine der Tasten drücken. Rechts vom Display befinden sich die „Write“-Taste zum Abspeichern der Presets und ein „Volume“-Regler. Darunter liegen die eingangs erwähnte „Assign Params“-Taste sowie die Taste „Edit B/Combo“, mit der die Benutzeroberfläche im Program-Modus einem zweiten Sound-Layer oder im Combo-Modus den maximal vier „Voices“ zugeordnet werden kann. Dazu muss man wissen, dass schon die Programs aus zwei Layern, also aus zwei verschiedenen Sounds bestehen, welche auf der Einspieltastatur gesplittet werden können, was Livemusiker sicherlich begrüßen werden.

Unten rechts in der Ecke liegt in der Warnfarbe rot markiert ein Trigger-Knöpfchen, um dem Tetra auch ohne Tastatur Sounds entlocken zu können. Das ist praktisch, wenn man mal vor dem Schlafengehen im kuschelig warmen Bett noch ein bis zwei Killersounds programmieren möchte.

Software-Editor

Da eine vollständige Bedienung am Gerät extrem mühselig bis unmöglich ist, kann auf der Homepage von Dave Smith Instruments ein Software-Editor (OSX und Windows) herunter geladen werden. Eine Lite-Version ist umsonst, während die Pro-Version bezahlt werden muss. Beide Programme sind Stand-Alone-Anwendungen, die über MIDI kommunizieren und den entsprechenden MIDI-Treiber voll in Beschlag nehmen. Will man seinen Sequencer öffnen, wird der Treiber dort blockiert. Eine Programmierung des Tetra im Sequencer-Betrieb über den Editor ist also nicht möglich. DSI gelobt, intensiv an einer VST-Version des Editors zu arbeiten. Allerdings ist dies auch beim Mopho, der schon länger auf dem Markt ist, noch nicht geschehen.

Leider nicht Zu Ende gedacht: der Editor in der Lite-Version

Leider nicht Zu Ende gedacht: der Editor in der Lite-Version

Es bleibt dem ehrgeizigen Klangtüftler nur der Eigenbau eines Editors im Sequencer oder die Programmierung eines Controllers. Wer sich auf die wichtigsten Parameter beschränken will, kann beispielsweise in Logic oder Cubase ein Panel für CC-Parameter-Steuerung basteln. Wenn alle Parameter, also auch die globalen, fernbedient werden sollen, muss auf NRPNs ausgewichen werden, die Tetra ebenfalls versteht.

Der DSI Tetra on YouTube

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Mehr Informationen

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Fazit

Tetra könnte die alte Diskussion, ob Analog-Technik besser klingt als digitale, tatsächlich wieder aufwärmen. Dieser Synth klingt unglaublich fett, sauber, breit, warm und dennoch direkt. Das Filter greift extrem geschmeidig, die Resonanz ist fein dosierbar, die LFOs und Hüllkurven peitschen – oder anders gesagt: Es drückt wie Otze. Egal ob deepe Bässe, drahtige Leads, schwebende Flächen oder knackige Drumsounds – Tetra beherrscht alle diese Disziplinen vorzüglich.

Mit den schnellen LFOs, der Modulationsmatrix, den drei Hüllkurven, den vier Stepsequencern und dem fantastischen Unisono-Stereo-Modus lassen sich hochkomplexe Sounds programmieren, vorausgesetzt allerdings, es wird ein anständiger Editor nachgeliefert, denn dieser hier eignet sich nicht für die Studioproduktion im Sequencerbetrieb und verhindert im Zusammenhang mit der nicht ganz bis zu Ende gedachten Bedienung am Gerät die Note „hervorragend“.

Sobald DSI sein Versprechen wahr macht und ein gut funktionierendes VST/AU-Editor-Plug-in nachliefert, dürfte dieser Synthesizer sicher bald in vielen Produktions-Studios stehen und ist dann auch locker seine drei Sterne wert.

Plus

  • fantastischer Sound
  • komplexe Synthese möglich
  • drei schnelle Hüllkurven und vier schnelle LFOs
  • hervorragender Stereo-Unisono-Sound
  • Vierfach-Stepsequencer
  • Arpeggiator
  • vierfach multitimbral
  • vier Einzelausgänge
  • gute Verarbeitung

Minus

  • schlechte, unzureichend durchdachte Bedienung am Gerät
  • fehlerhafter Stand-Alone-Editor
  • kein VST-Editor-Plug-in
  • Editor-Vollversion kostenpflichtig
  • kein Hochpass- oder Bandpass-Filter
  • kein Audioeingang
  • kein Netzschalter

Preis

  • 700,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    diskojan

    „Eine Programmierung des Tetra im Sequencer-Betrieb über den Editor ist also nicht möglich.“?

    Also ich arbeite mit Ableton und dem Editor auf meinem Mac parallel. Ableton fängt zwar kurz an zu hlopern wenn ich den Editor öffne danach läuft aber alles wie geschmiert.
    Mein Problem mit dem Tetra ist der USB Anschluß
    der verursacht bei mir Notenhänger unabhängig davon ob der Editor geöffnet ist oder nicht. So das ich den Tetra über die Midi In-Out Anschlüße ansteuer.
    Abgesehen von diesem Problem bin ich höchst zufrieden mit der kleinen Kiste und kann die ersten 4 Minuspunkte im Fazit nicht nachvollziehen.

    • Profilbild
      a.rothenberg

      @diskojan Das klingt ja interessant. Also bei mir – und auch laut Tetra-Support – wird der Miditreiber im Sequencer geblockt – egal, ob USB oder Midi. Auch unter Ableton. Oder hast Du vielelicht beides angeschlossen? Dann würden sich auch die Notenhänger erklären?

    • Profilbild
      a.rothenberg

      @diskojan Ach Moment – Du arbeitest auf einem Mac – na da hast Du Glück – es wird ein virtueller Midi-Treiber installiert. Auf Windows dem PC nicht.

  2. Profilbild
    b.morgenstern AHU

    „Egal ob deepe Bässe, drahtige Leads, schwebende Flächen oder knackige Drumsounds – Tetra beherrscht alle diese Disziplinen vorzüglich.“

    ich hätte gern die schwebenden Flächen einmal gehört. Hat vielleicht irgendjemand vielleicht einen link ? Auf der Dave Smith seite heißt es nur Audio examples coming soon… ich denke der Mopho bzw. prophet08 klingt doch anders oder ?

    • Profilbild
      a.rothenberg

      @b.morgenstern Die Klangerzeugung vom Prophet 8 und vom Tetra ist nahezu identlsch. Tetra enthält zum Teil auch Prophet-Presets.

  3. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Halli hallo,

    wäre es möglich, noch Klangbeispiele mit Pads anzuhängen? Gibts nirgends zu finden.

    Übrigens ein riesen Manko hat der Tetra: Kein globaler LFO wie bei einem normalen mehrstimmigen Synth, sondern individuelle LFOs pro Stimme, deren Phasen entweder frei laufen (Klangsalat), oder Key-Sync (also nur dann kein Klangsalat, wenn alle Töne eines Akkords exakt gleichzeitig gedrückt werden.

    Möglicherweise reicht DSI diese Funktion aber als Softwareupdate nach (hab nachgefragt).

    Ahoi,
    el-folie

  4. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Hallo!

    Gibt es für das Gerät auch eine Bedienungsanleitung auf deutsch?

  5. Profilbild
    filterfunk

    Ich kann mich dem Lobgesang des Autors voll und ganz anschliessen…
    Einfach verblüffend, wie toll das Teil ohne irgendwelche Effekte klingt, und es sich auch ohne Equ schön im Mix platziert! Selbst „einfachere“ Sounds klingen einfach gut.
    Vor allem der seidige Klangcharakter hat es mir angetan. Eine Eigenschaft, die ich bisher nur von den Vintage-Analogen kannte, und ich bei den meisten aktuellen Analogen vermisse.
    Schade nur, dass es die CEM-Chips nicht mehr lange geben wird. Wer weiß, wie die DSI-Synths dann klingen werden?? Der Tetra hat mich jedenfalls so überzeugt, dass ich gleich einen Prophet 08 „hinterher“ geschoben habe. Der hat mehr Knöppe, was ich am Tetra noch am ehesten vermisse. Die Sub-Oszi’s im Tetra machen diesen allerdings noch mal eine ganze Ecke wuchtiger, was nach einer Stimmenerweiterung mit einen 2. Tetra förmlich schreit…
    Prophet 08 + Tetra gestackt klingt übrigens richtig fett!

  6. Profilbild
    jak

    Danke an Alexander! Super Bericht.

    Habe die gleichen Erfahrungen gemacht wie die Gemeinde. Hammersound, fairer Preis und zudem „Polychainable“ mit seinen Schwestern und dem prophet ’08.

    Der Editor, habe die ProVersion, muß bei jedem Start mit dem USB-Midikanal bekannt gemacht werden, das ist nervig. Außerdem gibt es zwei Sicherungsbereiche die besser zusammengefasst würden.

    Updates der Firmware gehen nur über Midi nicht über USB, darauf wird auch im Handbuch hingewiesen. Habe es natürlich über USB versucht ging schief, bzw. habe ich den Tetra nicht überreden können unter 2 zu zählen.

    Beim Weiterschalten der Programme, so heißen hier die Patches, und gleichzeitigen Spielen hängt sich der kleine Kamerad auf!
    Er meldet dann so etwas wie c->c->c->c->c->c->c->c-> im Display und das wars. Abhängen geht nur über Powercycle.

    Bei der Wunschvorstellung bin ich bei „el-folie“:
    genauso was kauf ich mir neben dem prophet ’08, den DoppelTetra in der „WünschDirWasGeilesIm19″Format“-Version -> bauen!!!

  7. Profilbild
    Synthuser

    so nun haben wir ein jahr später, gibt es immer noch kein vst editor?
    wie programmiert man überhaupt dieses teil, wenn man es nicht gleichzeitig editieren und mit mit noten „bewerfen“ kann? midi keyboard anschliessen?

    • Profilbild
      a.rothenberg

      @Synthuser Ärgerlich, in der Tat, denn die Bedienung am Gerät ist wirklich unzumutbar. Es klappt aber wie unten schon erwähnt über manche Midi-Interfaces (multclient-fähig). Hier würde ich wirklich mal forschen. Einige User hatten ja überhaupt keine Probleme im Sequencer-Betrieb

  8. Profilbild
    sir stony

    Ich hätte mir wohl längst einen Tetra gekauft, wenn er mehr als nur LP Filter hätte. Wenigstens HP und gekoppelt als 2p-2p Bandpass dazu, und ich hätte wohl nicht gezögert. So aber haut er mich nicht aus den Socken, reine LP Filter Synths finde ich dann doch zu einfallslos.

  9. Profilbild
    mummstyle

    Ich hatte den Tetra für ca. ein Jahr und muss sagen, dass er eher nach „VA“ klang, weshalb ich ihn verkauft habe. Passte nicht zu meinen anderen Analogen, obwohl der Tetra für sich echt gut klang.

    Leider ist die Fernsteuerung durch die Editor-Software (zumindest unter Windows7) nicht so gut durchdacht und im Multimode unkomfortabel editierbar.

    Zum Plus zählen auf jeden Fall die vielen Modulationsmöglichkeiten und der 4-Fach Sequenzer.

    Wer es kalt mag – greift zu!

  10. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Wie ist das eigentlich mit dem Polychain? Man kann ja 2 oder mehr Tetra’s koppeln, um mehr Stimmen spielen zu können. Kommt das dann alles aus dem Audio-Out des „Master-Geräts“ oder muss man 2 oder mehr Eingangskanäle im Mischer opfern? Gibt es bei 2,3 oder 4 gekoppelten Geräten eine spürbare Latenz?

    • Profilbild
      Steppenwolf

      da MIDI nicht zum Übertragen von Musik so wirklich ausgelegt ist, muss man natürlich die Ausgänge der jeweiligen Geräte am Mixer anschließen.
      Polychain geht bis zu 16 Stimmen insgesamt, heißt man kann 4 Tetras, 2 Tetras und ein Prophet ’08 oder auch 1 Tetra und 3 Mophos (maximal 4 Geräte) etc. miteinander koppeln.

      Eine deutlich merkbare Latenz tritt nicht auf, die Übertragung bringt natürlich eine Verzögerung von 1 oder 2 ms mit sich, sollte beim normalen Spielen allerdings kaum störend sein. Im Zweifelsfall helfen gute MIDI Kabel, denke ich.

  11. Profilbild
    Steppenwolf

    Ich hab den Tetra seit ungefähr 3 Jahren, zwischendurch in die Ecke geschmissen und geflucht, dann wieder hervorgekramt.. alles in allem eine echt geniale Kiste!

    Der Tetra ist super als instant Techno/Electronica Maschine geeignet, aber nicht nur! Auch sehr analoge warme Flächen krieg ich inzwischen aus der Kiste heraus, ich finde es ist ein Gerät mit dem man wirklich zusammenwachsen muss bevor es zufriedenstellend klingt.

    Ob in einer Band als nahezu einziger Synthesizer oder zuhause standalone um verschiedene Genres von den 70ern bis heute abzudecken, ich bin sehr zufrieden mit dem Tetra als Produktionsmaschine und als Soundlieferant fürs Keyboardspiel.

    Und wer den Tetra noch als ständig abstürzendes Gerät in Erinnerung hat: die schlimmsten Fehler wurden inzwischen spätestens durch die Updates im Forum behoben, auf die letzten kleineren muss man noch warten, unter anderem da der Soundchip in Assembler programmiert wurde und es da offensichtlich Verwirrungen seiten des Herstellers gibt.. woran dieser allerdings nicht allein schuld ist.

    Mein Fazit ist dass so eine kleine digital controlled analog Kiste mit so einer enormen Soundvielfalt, nicht zu vergessen mit den Sequencer möglichkeiten, für den Preis erstmal erreicht werden muss!
    Und ja, teils klingt der Tetra etwas digital (wobei ich finde dass man eigentlich immer hört dass da irgendwas analoges ist), teils aber auch enorm analog wie ich es aus VSTs bisher noch nicht kriegen konnte, mit Modulationen dass man förmlich dahinschmilzt (so gehts mir zumindest bei meinen besten selbst gebastelten Presets).

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