Test: Elektron Analog Drive, Verzerrerpedal

Stirnseite – die Anschlüsse des Elektron Analog Drive

stirn

— Anschlusspanel des Elektron Analog Drive —

Starten tun wir ganz links außen mit der Eingangsbuchse für das Instrument. Danach geht es mit der Ausgngsbuchse auch gleich wieder raus, ehe der Blick auf zwei Expressionpedal-Anschlüsse fällt. Beim Einklinken eines Expressionpedals in die Buchse mit der Bezeichnung „Exp Gain“ lässt sich der Verzerrungsgrad der acht Zerrmodule mit dem Fuß steuern, die Anschlussbuchse „Exp Mid“ ermöglicht hingegen die Steuerung des durchstimmbaren Mittenfilters des Elektron Analog Drives.

Die MIDI-Schnittstelle bietet einen Zugriff auf sämtliche Parameter des Gerätes, somit können die 100 internen Speicherplätze durchgeschaltet, die komplette Klangregelung gesteuert und auch der Grad der Verzerrung aus der Ferne geregelt werden. Selbst Programm-Change-Befehle vermag die beige Kiste über den MIDI-Out-Port zu senden.

Den Abschluss macht die Buchse für das 12-Volt-Netzteil, das sich im Lieferumfang befindet. Durch das Einstecken des Netzadapters erwacht das Analog Drive zum Leben, keine elegante Art für ein Gerät der 400-Euro-Klasse, wie ich meine. Selbst Pedale zu einem Viertel des Preises wurden schon mit einem Netzschalter gesichtet. Immerhin sind Netzstecker und das eigentliche Netzteil voneinander getrennt, somit verstopft kein weiteres Plastikteil die ohnehin immer chronisch überfüllte Steckdosenleiste.

psu3

— Das mitgelieferte Netzteil PSU-3 —

Klangbeispiele
Forum
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    AMAZONA Archiv

    1994 habe ich mir ein Digitech GSP2101 für ein haufen Geld gekauft, es konnte wirklich verschiedene Distortions deutlich hörbar erzeugen, auch Kombinationen aus 2 Distrtions, es ist nun 20 Jahre her, die Entwickling sollte weiter sein, ich weiss nicht bei dieser Neuentwicklung war es sehr gut daß der Amp und die Gitarre immer gleich eingestellt war und auch das ähnliche gespielt wurde, aber bei den Klangbeispielen klingt der Distrtion irgenwie doch immer gleich??? Das Gerät kann doch „nur“ verzerren und ja etwas eq. Ich wundere mich immer wieder dass Rauschen bei hoher Verzerrung bemängelt wird, eigentlich ist das ein normales Phänomen eher ein Problem schlechter Pickups, ansonsten hauptsächlich nur bei Pausen wirklich problematisch. Aber heutzutage braucht man kein teueres HushIICX mehr weil es durch nichts zu ersetzen wäre. Inzwischen finde ich aber dass in unserer Perfekten glattgebügelten VST und Nebengeräuschlosen technisch 384khz digitalen Welt das Rauschen eine wichtige Eigenschaft verloren hat.

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    r.biernat  RED

    Ich muss auch sagen, dass abgesehen von der Fuzz-Distortion alles mehr oder weniger gleich klingt. Ansonsten scheint das Solieren zumindest hörbar Spaß gemacht zu haben.

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    roseblood11  

    Doch, 100 Speicherplätze kann man sehr gut brauchen, da die Kiste ja Midi Prg Chg senden kann. MultiFX für Modulation, Delay, Hall etc in den Effektweg und den Zerrer als Schaltzentrale nutzen. Dafür ist er dann wirklich konkurrenzlos kompakt, für die Möglichkeiten.

    Aber ansonsten finde ich ihn enttäuschend. Das sind sicher keine 8 diskreten Schaltungen, maximal drei, eher zwei. Vergleicht das DIng mal mit dem Boss ME-5 von 1989. Selbes Prinzip – analoge Schaltungen digital angesteuert. Dort aber wirklich mit drei komplett unterschiedlichen Schaltungen (die man per Lötkolben modden kann!), ebenfalls flexiblem EQ, dazu Compressor, ein sehr gutes Noise Gate und Chorus/Flanger wie im CE-2 und BF-2. Alles analog, genauso komplex wie die EInzelpedale. Die Parameter waren gröber, aber bei den Verzerrern hat mich das nie gestört, zumal man per Pegelanpassung von Compressor oder EQ alles perfektionieren kann. Und klanglich ist das Boss durchaus vergleichbar. Für den Preis dieser Kiste hier kriegt man etwa 5 bis 8 ME-5… Ich nutze das auch als Midi-Zentrale (steuert ein G-Major 2 an), was noch besser geht, als mit dem Elektron. Macht den Test alt gegen neu wirklich mal, dazu noch ein Nova-Drive und Nova-System für die „mittlere Generation“!

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    AMAZONA Archiv

    Boss me5 von 1989, ich glaube nicht dass amazona daran interessiert ist dafür ein gutes Wort ein zu legen auch wenn du recht hast, das Ding ist klasse, aber bei Thomann.de leider inzwischen ausverkauft. Und das neue Modell ist komplett digital und klingt auch so. Wer heute analog neu will muss das xfache bezahlen, denn analog liegt total im künstlich erzeugten Trend. Und der stets pleite gegangene Musiker zahlt. Musik ist Kunst alles ist erlaubt.

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    mhagen1  

    Vielen Dank für den schönen Test und die Soundbeispiele! Das Analog Drive ist aus meiner Sicht ein echter Volltreffer, vor allem beim Preis von ca. 200,- Euro, der derzeit aufgerufen wird. Nach längerem Test kann ich bestätigen, dass der Verzerrer wirklich eine riesige Palette unterschiedlicher Zerrsounds zur Verfügung stellt. Ob mit acht separaten Schaltkreisen oder anderen technischen Raffinessen – egal! Das Ohr ist der Master. Ich werde mich ganz sicher von den meisten meiner Zerrpedale trennen, da die Handhabung des AD mittels Speichern und MIDI einfach haushoch überlegen ist. Und das ist auch genau das, was ich z.B. bei den Strymon-Zerrern Riverside und Sunset vermisse: die klingen auch hervorragend, sind vielleicht noch ein bisschen flexibler, haben aber keinen oder nur einen Speicherplatz (Sunset).
    Für Synthesizer-Sounds inklusive Gain- und EQ-Modulation via CV verwende ich das Pedal auch (z.B. mit dem Arturia Microbrute).
    Beim aktuellen Preis ist dann auch noch was übrig für ein Noise Gate, um den Krach bei hoher Verzerrung zu eliminieren.

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