Test: ESI M8U ex, M4U ex, MIDI-Interface

26. Oktober 2018

Das Gerät der MIDI-Möglichkeiten

esi m8u ex

Die ESI Audiotechnik GmbH ist mehr oder minder immer für eine Überraschung gut. Heute überrascht sie mit einem USB- und Standalone 16-fach MIDI-Inferface im beinahe 19 Zoll Format. Und das Ganze samt integriertem USB 3.0 Hub. Unser Überraschungsgast kommt mit dem sperrigen Namen ESI M8U eX daher. Man sollte aber nicht auf der Zahl 8 als Anzahl für die MIDI-Ports rumreiten, denn unser Testkandidat kann und will deutlich mehr.

Also packen wir erst einmal aus, suchen dem Interface ein sonniges Plätzchen und schauen uns das Äußere an. Grundsolide Verarbeitung mit einem optisch ins Auge fallenden Bronzemetall-Panzer werden kombiniert, die Schrauben sind eingelassen. Vorder- und Rückseite sind durch die 8 MIDI-Ports und 2x 8 LED-Ketten sehr gut zu unterscheiden. Zum Lieferumfang gehören die mittlerweile standardmäßige Wandwarze und ein sehr wertiges und ausreichend langes USB 3.0 Kabel.

Die LEDs kennen zwei Farben. Grün signalisiert einen MIDI-Eingang, Rot signalisiert einen MIDI-Ausgang. Dies ist wichtig, da wir mittels eines kleinen runden Druckschalters zwischen drei Betriebsmodi umschalten können. Dazu im Praxisteil mehr.

esi m8u ex

Die Installation des ESI M8U eX

Hier heißt es zunächst aufpassen: Unser M8U eX kommt mit USB 3.0 daher, wir sollten also auch diesen Port am Rechner nutzen. Das Interface arbeitet zwar tadellos unter USB 2.0, allerdings ist hier mit Geschwindigkeitseinbußen zu rechnen. Hier ist auch zu beachten, dass ohne gesteckte Stromversorgung das Gerät als reines MIDI-Interface arbeitet und der USB-Hub nicht genutzt werden kann! Dies ist kein Manko oder Fehler, sondern ergibt sich einfach aus der USB 3.0 Spezifikation. Denn nichts ist peinlicher als ein Notebook-Akku, der von der Peripherie „leer gelutscht“ wird.

Alles ist verbunden, dann sehen wir im Mac und Windows Rechner einen USB-Hub mit drei Ports und 16 Interface-Ports. An die USB-Ports können wir dann iLoks, Audiointerfaces und vieles mehr anschließen. In Zeiten, in denen USB-Ports an Rechnern Mangelware sind, macht man hiermit also nichts falsch.

Die erweiterte Konfiguration des ESI M8U eX

Auch wenn es im eigentlichen Sinne nichts zu konfigurieren gibt, werfen wir hier ein Blick auf 3 Optionen, die mittels DIP-Schalter auf der Geräteunterseite eingestellt werden können. Um die Einstellungen zu ändern, benötigen wir einen dünnen Kugelschreiber, Uhrmacherschraubendreher, einen kleinen Schraubenzieher oder eine Nadel.

Einstellungen sollen allerdings nur vorgenommen werden, wenn das M8U eX nicht mit dem Computer und Netzteil verbunden ist – vorher also beides entfernen.

USB 2.0 Kompatibilitätsmodus vs. USB 3.0 High Performance Modus

Das ESI M8U eX wird im USB 2.0 Kompatibilitätsmodus ausgeliefert. Dies ist notwendig, da einige ältere Betriebssysteme wie z. B. Windows 7 nur eine eingeschränkte Unterstützung für USB 3.0 bieten (vor allem bei MIDI). Im USB 2.0 Kompatibilitätsmodus arbeitet das MIDI-Interface als USB 2.0 Gerät und nicht mit USB 3.0 und entsprechend besserer Leistung. Der USB 3.0 Hub ist davon nicht betroffen.

esi m8u ex

Um den USB 2.0 Kompatibilitätsmodus zu deaktivieren und stattdessen den USB 3.0 High Performance Modus zu nutzen, muss der DIP-Schalter Nr. 1 auf ON (oben) gestellt werden. Der dann aktivierte USB 3.0 High Performance Modus wird für moderne Systeme wie Windows 10 und aktuellere macOS Versionen empfohlen.

Einsatz mehrerer Geräte an einem Computer

Um den Einsatz mehrerer M8U eX an einem Computer zu verbessern,  ist es möglich, eine Zuweisung für das erste (A) und das zweite (B) Gerät festzulegen. Der Computer merkt sich dann, welches Gerät mit welchen Anschlüssen genutzt wurde, d. h. wir müssen nie die Zuordnung zwischen Software und den physikalischen MIDI-Ports ändern, selbst wenn ein M8U eX vorübergehend mal nicht angeschlossen oder anders angeschlossen wurde. Grundsätzlich ist das keine Voraussetzung, um mehrere Geräte zu nutzen (so können auch mehr als zwei M8U eX gleichzeitig  verwendet werden), es ist jedoch in etwas komplexeren Setups, die sich ab und zu ändern, ein Vorteil. Ist DIP-Schalter Nr. 2 unten (OFF), besitzt das Gerät ID „A“, ist er oben (ON), dann ist es die ID „B“. Beim Einsatz von zwei M8U eX wird man idealerweise eines als „A“ und eines als „B“ konfiguriert.

MIDI Running Status Option

Das ESI M8U eX ermöglicht es, den sogenannten MIDI Running Status zu aktivieren, indem DIP-Schalter Nr. 3 auf ON (oben) gestellt wird. Mit dem MIDI Running Status können einige Status-Bytes beim MIDI Transfer weggelassen werden. Falls die angeschlossene MIDI-Hardware dies unterstützt, kann der Datenstrom und möglicherweise die Performance hierdurch optimiert werden.

Der Standalone Betrieb des ESI M8u eX

Das M8U eX kann auch standalone genutzt werden, um MIDI-Signale von Eingängen an Ausgänge weiterzuleiten – auch wenn es ohne Computer mit dem 5 Volt Netzteil betrieben wird. Mit dem MODE-Schalter können die verschiedenen Betriebsarten der Reihe nach ausgewählt werden.

Weiterleitungsmodus (1)

Wenn das Gerät im Weiterleitungsmodus ist, gibt es immer Zweiergruppen an MIDI-Ports, die als Eingang genutzt werden (zu erkennen an den grünen LEDs), mit den jeweils folgenden zwei Ports, die dann als Ausgang arbeiten (an den roten LEDs erkennbar). Signale werden von Eingang 1 an Ausgang 3, Eingang 2 an Ausgang 4, Eingang 5 an Ausgang 7, Eingang 6 an Ausgang 8, Eingang 9 an Ausgang 11, Eingang 10 an Ausgang 12, Eingang 13 an Ausgang 15 und Eingang 14 an Ausgang 16 weitergeleitet. Basierend auf dem Setup kann das beispielsweise hilfreich sein, das M8U eX auch dann zwischen den Geräten wie Masterkeyboard und Soundmodule zu nutzen, wenn der Computer ausgeschaltet ist.

MIDI Thru Modus (2)

Im MIDI Thru Modus ist Anschluss Nr. 1 ein Eingang (d. h. LED Nr. 1 ist grün) und alle anderen Anschlüsse Nr. 2 bis 16 sind dann ein Ausgang (d. h. die LEDs sind rot). Es werden nun alle Signale, die bei Eingang Nr. 1 ankommen in identischer Form jeweils an alle Ausgänge Nr. 2 bis 16 ausgegeben. Damit ist es möglich, ein MIDI-Signal auf bis zu 15 unterschiedliche Geräte zu verteilen.

Forum
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    Venusianer  

    Der Test kommt ja gerade zur rechten Zeit, denn ich will mir ein großes Midi-Interface für mein 19″ Rack anschaffen ;-)
    Vielen Dank dafür.
    Das mio10 kann leider nur 1 Preset speichern. Routingwechsel sind also zwischendurch nicht drin. Wie sieht das denn beim Esi aus? Und liegen dem Esi Rackohren bei?
    Zudem habe ich Windows 7 auf dem Rechner.

    Mich würden ja mal die Vor- und Nachteile beider Interfaces interessieren. Ob die mal jemand auflisten kann? Ich bin sicher, dass es auch andere interessiert und vor der selben Entscheidung stehen, welches Gerät sie denn nun auswählen sollen.

    Und das mio10 hatte ja Softwaremacken. Sind die jetzt ausgeräumt?

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      TobyB  RED

      Hallo Venusianer,

      du kannst das mio10 und das Esi nicht in einen Topf werfen. Das Mio10 kann „etwas“ mehr als das Esi. Angefangen bei der App zum Betrieb und Konfiguration, MIDI over LAN. Etc. Routingwechsel erledigst du beim mio10 über die App oder du codest dir Hardcore mit Sysex CMDs deine Performance zusammen. Geht recht einfach, frisst nur Zeit. Beim Esi hast du 3 Modi die du mit Knopfdruck steuerst. Win7 mit USB3 sollte kein Thema sein. Rackohren sind keine dabei.

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    swissdoc  RED

    Licht am Horizont der Hardcore Hardware User. Die alten Emagic Interfaces sind ja pretty useless unter allem nach WinXP mit 32 bit. Gute Sache also.
     
    Aber nun noch die Gretchenfrage: Wie ist es mit SysEx? Ist das sauber implementiert und funktioniert auch anständig? Der kritische Use Case wäre hier ein Firmware-Update von sagen wir mal einem Microwave XT oder einem microQ oder was auch immer via SysEx neue Firmware bekommt.
     
    Oder auch andere fiese Sachen, wie Soundediting vom PC und Sounddumps mit vielen Daten über eben SysEx,
     
    Das mit SysEx und Merge-Feature sollte gemäss Midi-Specs aber auch gehen.
     
    Es wäre wunderbar, wenn hier noch etwas Erfahrungsberichte kommen könnten. Masslatte wäre hier z.B. Emagic Unitor/AMT 8.

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      TobyB  RED

      Hallo SwissDoc,

      wenn du ein Emagic zu testen über hast, her damit ;-) Sysex funktioniert über Port 1 sauber. Merge macht absolut keine Probleme. Firmwareupdate, ich hab grade das ganze AIRA via USB geupdatet. Das zählt eher nicht. Aber wird Microwave XT denn noch gepflegt? Oder ein Q?

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        swissdoc  RED

        Das mit Microwave XT und Q war so als Beispiel Use Case gemeint. Ich weiss von meiner Scope Karte, dass deren Midi Interface in Sachen SysEx nichts taugt und mit einem Novation Remote 25 habe ich mir mal die SidStation beim Update gebrickt. Das hat Elektron zwar fixen können, war aber ein teurer Spass. Von daher hätte ich gerne Gewissheit.
         
        Die Antwort von Michael ist von daher zwar sehr nett gemeint, aber das mit dem Konjunktiv ist da so eine Sache. Nichts für ungut.

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          TobyB  RED

          Hallo SwissDoc,

          klar ist der Use Case speziell muss aber trotzdem funktionieren. Auch wenn 2018 vieles über USB geupdatet wird. Nur ist das nicht unbedingt Testgegenstand, wenn du nicht grade ein Gerät auf dem Tisch hast was ein Update brauch. Und selbst dann. Das letzte Update für meinen quietschegelben Q ist schon ein paar Jahre her.

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      Michael Deusinger

      Ich habe mit meinem alten M8U XL schon einiges an Sysex Dumps verschoben. Beim Virus Rack, beim JV 1080 und beim AN1x (früher). Hat immer problemlos funktioniert.
      Sollte mit dem Neuen genau so gut klappen.

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    justme  

    Und wieder keine Routingmöglichkeiten. Zum Glück verrichten die alten MidiTemps immer noch ordentlich ihren Dienst. Warum man für so ein tolles Interface wie diesen ESI keine Remote mit Matrixkonfigurationen und Speicheroption anbietet ist mir schleierhaft…

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      TobyB  RED

      Hallo Justme,

      vielleicht kommt das noch per FW Update? Dennoch hast du 3 Modi. Und dadurch verliert das Interface keinen Stern. Gemessen am Preis ist das Interface ein Knaller.

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        justme  

        Die Modi nützen (mir) so nichts. Ich möchte mit Tastatur X Expander Y antriggern. Und dann probieren, mit der Tastatur Z anzutriggern. Ich mische oft Klänge verschiedener Synths . Und solche Routings unkompliziert intuitiv zu erstellen können die Miditemps seit 30 Jahren. Trotzdem macht dieses Interface ´nen guten Eindruck. Eine Variante davon mit den von mir beschriebenen Optionen – und dann steht sie ganz sicher hier…

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    PeterLustich  

    Jawoll, nach etwa zwei Jahren ein weiteres, neues MIDI-Interface… man könnte fast sagen, es tut sich was im Midi-Markt ;)
    Interessantes Gerät, vor allem hat es mehr als nur „Midi-Thru-und-das-wars“-Funktionen, obwohl man hier hätte gegenüber dem mio punkten können (welches ja durch seine komplizierte Software auffällt, wenn dem denn noch immer so ist…)
    ABER, was mich nun wirklich seeeeehr interessiert: USB! Die USB2.0 Kompatibilität etc. hat ja angeblich keinen Einfluss auf die Funktionen als HUB. Das bedeutet also, es gibt tatsächlich unterschiede in der Performance? Wie äussert sich das? Wären hier bei amazona eventuell ein paar rudimentäre Prüfungen möglich? Also Latenzen, Jitter usw usf…
    Man sieht ja, wie USB3 Einfluss auf die Audio Interfaces hat, nämlich bisher wenig. Da suggeriert mir ein USB3 Midi Interface, dass es definitiv Vorteile gegenüber anderen USB2 Interfaces hat, und das nicht nur auf dem Papier bzw. um einfach moderner zu sein (zudem es ja angeblich nichts mit der Funktionalität als HUB zu tun hat)…

    Aber hey, es tut sich was am Markt! Langsam aber immerhin….

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      Hectorpascal  

      Bisher gängige Lesart war das USB3.0 zu große Buffer hat um Latenzen und Jitter für Midi niedrig zu halten. Es gehen immer noch teure GM5x5x5-Midiboxen und Edirol UM-880 durch das Internet. Ich selber hatte ein ESI M4U XL und nun einen GM5x5x5. Da gibt es schon Unterschiede. Weniger Jitter und Cubase/Windows-Probleme zählen dazu. Früher musste ich jedesmal wenn ich den Buffer vom Fireface umgestellt habe alle(!) Midi-Tracks vom ESI nachjustieren und mein JP-8000 konnte nur mit dem RME-Midi ein ordentliches Firmware-Update machen. Mit dem USB2.0 GM5x5x5 hatte ich danach nie wieder solche Probleme. Bei Gearslutz gab es auch einen Review über die Midibox. Ergebnis: 0,4ms Latency und Jitter. Das ist für Midi ein Spitzenwert und wurde jeweils mit einem Midex und Midisport gegengetestet. Auch wenn viele den Ploytec-Chip genutzt haben, war die Implementation wohl immer etwas anders.

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        WackyJacky  

        Ah die Buffer sind bei USB3 größer, das heißt es bringt im Normalbetrieb überhaupt keinen Vorteil für MIDI und die Datenrate von USB3 brauchts eh nicht.
        Ich hab immer noch 2 MIDEX 8 und frag mich ob diese LTB Zeitkorrektur durch vorversenden der Daten ins Interface immer noch funktioniert mit Cubase.

        Die MOTU Interfaces haben doch eine ähnliche Zeitkorrektur Funktion – MTS MIDI TIME STAMP

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          PeterLustich  

          Vor etwa 5 Jahren hab ich bei ebay ein Midex8 besorgt, weil ich LTB interessant fand und es (unsupported) Treiber für 64bit Windows gibt, ausserdem wird LTB laut Steinberg in Cubase noch unterstützt. Aktuell läuft das Midex bei mir unter Windows 10 64bit und das ohne Probleme.
          So sehr ich auch versucht habe, mit Google Informationen zu finden (z.B. wenn auf der Arbeit wenig los war, sprich ich habe einige Stunden wiederholt recherchiert), es ist leider nicht ganz klar. Ja, LTB wird noch unterstützt aber ob das in der Praxis überhaupt Auswirkungen hat ist nicht ganz klar. Ein Gerücht besagt, dass LTB bereits seit Windows Vista (also der Beschnippelung von WDM) praktisch keine Auswirkungen mehr hat. Ich persönlich vermute, dass man damals erst Kinderkrankheiten ausmerzen musste, und das hat Steinberg quasi marketing-technisch genutzt. Wie du schon sagst, Midi Time Stamp dürfte ein (DAW-unabhängiges) Equivalent sein…

          Blöde Sache: ich habe damals umfangreiche Tests durchgeführt: Motu Midi Exprexx 128 vs Midex8 vs TC Studio Konnekt 48 (Firewire), aber die ganzen Ergebnisse habe ich leider nicht mehr zur Hand.
          Gute Sache: ich habe das Express128 noch da, könnte also diese Tests nochmal durchführen, wenn du oder jemand hier Interesse hat…?

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    Anthony Rother  

    Super das DIN MIDI nach wie vor eine große Rolle spielt und ESI ein modernes Interface anbietet.
    Was mir bei diesem Interface schmerzlich fehlt ist ein Software EDITOR um MIDI Daten zu Filtern so wie es die EMAGIC AMT8/UNITOR Interfaces haben.
    Leider funktioniert der EMAGIC AMT-8 Software EDITOR auf dem Mac ich glaube ab OS 10.9. nicht mehr. Na,ja besser als garnicht.

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      TobyB  RED

      Hallo Anthony Rother,

      MIDI wird auch noch länger eine Rolle spielen. Ob das ESI M8U noch ein Update und ev. eine Controller Software erhalten wird, hoffe ich auch. Die EMAGIC AMT/Unitors dürften mal gepflegte 15 bis 20 Jahre auf den Din Buchsen haben. Der Vorteil vom ESI M8Uex ist seine einfache Installation und die 3 USB 3.0 Ports. Ich für mich, stelle mir zum mio10 noch ein M8Uex her und dann kann ich genügend Synths anschliessen.

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    Marco Korda  

    Als alter ESI M4U – User kann ich nur sagen, dass dieses Teil mir mächtig auf die Eier geht. Im Zusammenspiel mit Cubase habe ich da nicht immer gutes darüber zu berichten. Das neue von ESI bietet mir nun auch kein Editor, d.h. ich muss ähnliche Kompatibilitätsprobleme antizipieren.

    Preislich ist das zurzeit keine Frage. Der ESI ist zwar billiger, aber iConnectivity MIO 10 ist nur 28 Euro teuerer, was nicht die Welt ist. Kann jemand sagen, ob die Softwareprobleme mittlerweile behoben sind? Das Routing scheint ja am MIO komfortabler zu sein, wenngleich nicht easy-to-use.

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      Coin  AHU

      Also ich hatte das ESI U24 XL und kann darüber nur positives berichten.
      Das Interface lief super stabil unter Win 7 64 Bit und Ableton.

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        Marco Korda  

        Bei mir läuft das inzwischen nur in Teilen. Einige Ports machen nix mehr und ich weiß nicht woran es liegen könnte

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            Marco Korda  

            Es lief einige Zeit lang, Garantie ist längst abgelaufen. PC läuft unter Windows 8 mit Cubase 8.5. Auch da lief es einige Zeit, bis eben vor kurzem. Nun komischerweise nix mehr. Die Lämpchen blinken im Disco-Style, als er noch funktionierte, blieben die einfach normal leuchten. :-((

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              Coin  AHU

              Vielleicht hat irgendwas den Treiber beschädigt.
              Hast Du schonmal probiert den Treiber zu deinstallieren
              und einen anderen aufzuspielen ?
              Wäre schade um das Gerät,
              aber mehr Tipps fallen mir dazu leider auch nicht ein.

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                TobyB  RED

                Ich würde mir auch erstmal das OS und den Gerätemanager ansehen. Ich hab schon Windows gesehen, das liefen die USB Ports im Dauer Energiesparmodus. Und wenn die Windows-Hilfe sowas ausspuckt „Bei Verwendung von USB 1.0-Geräte auf ein USB 2.0-fähiges System das Gerät funktioniert möglicherweise nicht ordnungsgemäß oder Performance-Probleme haben. Um diese Probleme zu beheben, müssen Sie das USB-Gerät mit einem USB 2.0-fähiges Gerät zu ersetzen.“ Dann weisst Bescheid ;-)

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      TobyB  RED

      Hallo Marco,

      welche Software Probleme hat das Mio10 und mit welchem Betriebsystem im Zusammenspiel? In Verbindung mit iOS und MacOS X kann ich nichts feststellen. Es gab zwar einige Unsauberkeiten in speziellen Anwendungsfällen aber mehr auch nicht. Das ESI U24 XL ist ein Audio-Interface. Ich habe für unterwegs noch ein olles M4UXT und CVs haue ich auch mit ESI Maya raus, die Dinger sind robust. Das mio10 konfiguriert man mit der SW oder einer App. Wenn ich Preset und Konfigs o the fly ändern will komme ich am mio10 nicht an SysEx vorbei. Und dann wirds „lustig“. An meinem Enviroment in Apple Mainstage und mio10 habe ich 8 Wochen programmiert.

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        Marco Korda  

        Hey Toby, dass das MIO10 Software-Probleme hat, habe ich nicht geschrieben, sondern andere (s. oben und unter Thomann.de). Ich wollte lediglich wissen, ob die behoben sind… :-), aber das hast Du ja jetzt beantwortet

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          TobyB  RED

          Der Klassiker W7/64 Bit ;-) Also unter W10 läuft das ESI M8Uex mit Tracktion T7 wie ein VW. Dann noch die MIDI Tools von Tobias Erichsen installieren und gut ist. Das MIo 10 würde ich allerdings immer im Verbund mit der App fürs iPad einrichten und steuern. Oder mit der Software. Und dann kannst du Konfigurationsänderungen auch auf Fussdruck via MIDI aufrufen.

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    gaffer  AHU

    Hi Toby. Ich habe dich schon mehrfach als versierten Hardwarekenner hier erlebt und finde deine Beiträge meist sehr interessant. Aber ein bisschen erstaunt hat mich schon, dass über die USB Schnittstelle hier mehr als ein Satz verloren wird. Egal wie schnell die Daten am Interface ankommen, über die MIDI Buchse dürfen per Definition nur 31,25 kilo Bit!/sec. Klar, öffne ich mehr separat adressierte Ausgänge, können entsprechend mehr Daten raus. Aber wenn mich meine 1×1 Fähigkeiten nicht völlig verlassen haben, sind das selbst bei 16 Ausgängen nur 500 kbit/sec. Darüber lacht sich selbst eine USB 1.1 Schnittstelle scheckig, denn dessen Bruttorate liegt 24 mal höher.

    Mir kommt das ein bisschen so vor, wie in den Neunzigern, als jede 2. Soundkarte mit 16 Bit warb, aber klang wie 6 Bit. Heute nennt man so was Posing. Der Hub wäre für mich auch sinnfrei, denn ich würde ohne vorgehaltene Waffe kein Audio Interface an einem USB Hub, der auch noch für MIDI sorgt, anschliessen. Zumal es nebenbei fast kein Interface gibt, das mit USB 3 läuft. Und die Dongles, die dafür eventuell prädestiniert wären, sind kein bisschen weniger nervig an USB 3.

    Ach so, Running Status versteht seit 30 Jahren eigentlich jedes Device und es spart fast genau 30% der Daten ein.

    Trotzdem finde ich gut, dass auf dem MIDI Device Markt noch was passiert.

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Hallo Gaffer,

      ich find USB3 hier nicht sinnfrei. Obwohl du mit der MIDI Bandbeite recht hast. Der Punkt sind USB Anschlüsse am Rechner. Da du selber Mac User bist weißt du, das die immer voll sind. Und da kommt das M8Uex grade recht. Selbst wenn bei mir Magic Pad und Tastatur drahtlos sind. An meinem Win10 NB ist das noch bekloppter es hat zwei USB Ports und einen TB Port. Selbst wenn ich es in den Portreplikator haue, habe ich nur 6 USB Port und einen TB Port. Dafür kann ich zwei DVI Monitore anschliessen und zusammen mit dem internen Display nutzen. Ich hab also Bedarf dafür. Audio Interface am USB des ESI M8Uex dieses geht sehr gut :)

  8. Profilbild
    syntics  

    Danke für den ausführlichen Test. Dann kann ich das alte Steinberg Midex 8 ja in Rente schicken, die 64bit-Treiber waren eh´ nur Beta und jetzt funktioniert das offensichtlich auch ohne!

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