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Test: Fostex T60RP, Kopfhörer

(ID: 213359)

Der Fostex T60RP sitzt recht straff auf dem Kopf, der gut austarierte Anpressdruck ist deutlich spürbar, so dass der Kopfhörer fest auf dem Kopf aufsitzt, ohne störend zu wirken. Die Konstruktion des Fostex T60RP macht einen soliden Eindruck. Die Rahmenkonstruktion besteht aus Kunststoff und ist äußerst stabil, die äußeren Ohrmuscheln aus Holz sind gegenüber herkömmlichen Metall-/Kunststoffmaterialien wahrscheinlich etwas anfälliger gegenüber fallen lassen, aber wer einigermaßen pfleglich mit seinem Kopfhörer umgeht, wird hier absolut keine Probleme bekommen.

fostex t60rp

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Umfang und Technik des Fostex T60RP

Ausgeliefert wird der Fostex T60RP in einem mit Schaumstoff ausgekleideten Pappkarton. Entweder bewahrt man den Kopfhörer also hier auf oder man steckt ihn in die zum Lieferumfang gehörende Softtasche. Nicht unbedingt etwas für den großen Transport, aber fürs Studio vollkommen ausreichend. Neben einer kurzen englischsprachigen Gebrauchsanleitung mit den wichtigsten Informationen bekommt der Käufer einen Fostex Aufkleber sowie ein 1,5 m langes Kabel mit auf den Weg. Dementsprechend ist das Kabel des T60RP austauschbar. Optional erhältlich sind drei weitere Kabel, die sich hinsichtlich des Steckers unterscheiden und allesamt symmetrisch ausgeführt sind. Das zum Lieferumfang gehörende Kabel ist dagegen unsymmetrisch und endet auf einem vergoldeten 3,5 mm Klinkenstecker, ein ebenfalls vergoldeter Adapter auf 6,3 mm Klinke ist mit dabei. Die drei optional erhältlichen Kabel enden auf 2,5 bzw. 4,4 mm Steckern oder sogar auf einem XLR-Stecker.

fostex t60rp

Für den T60RP gibt Fostex hinsichtlich des Frequenzgangs 15 Hz bis 35 kHz an. Bemerkenswert ist die hohe Eingangstoleranz von bis zu 3.000 mW. Die Empfindlichkeit liegt bei 92 dB, die Impedanz bei 50 Ohm. Auf die Waage bringt der Fostex T60RP rund 380 Gramm, das bereits erwähnte Kabel misst 1,5 m.

Praxis

Der Sound des Fostex T60RP kann von Anfang an punkten. Der Bassbereich ist schön ausgeprägt, ohne das Klangbild zu sehr von unten heraus zu dominieren. Ein Kontrabass bleibt hier so schön knarzig, wie ich ihn von der Aufnahme her kenne, mit all seinen Facetten. Der mittlere Frequenzbereich wirkt aufgeräumt und auch Instrumente die frequenztechnisch nah beieinander liegen, kann der T60RP sauber separieren. Der Höhenbereich könnte für meinen Geschmack etwas brillanter sein, da bewegen wir uns aber im Bereich der Nuancen, das ist letztlich Geschmacksache.

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fostex t60rp

Besonders beeindruckend ist tatsächlich die Tiefe, die der Kopfhörer zu vermitteln vermag. Die virtuelle Bühne ist beim T60RP sehr aufgeräumt und klar, auch hinsichtlich der Stereopositionierung macht der Kopfhörer eine sehr gute Figur.

Mit seiner Impedanz von 50 Ohm ist der Fostex T60RP durchaus auch an einem Smartphone zu betreiben. Insgesamt fällt die Lautstärke des Kopfhörers absolut ausreichend aus. Er ist mit Sicherheit nicht der lauteste Kopfhörer am Markt, funktioniert dafür aber an unterschiedlichen Anschlussstellen gut. Neben dem Smartphone wurde der T60RP direkt an einem Mackie Mischpult, dem Phonitor Mini und am Kopfhörerausgang der RME HDSP getestet.

fostex t60rp

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Fazit

Der Fostex T60RP ist ein guter Allrounder-Kopfhörer, der mit seinem halb-offenen Konzept ein gutes Bassfundament bei sehr guter räumlicher Darstellung bietet. Die Verarbeitung ist tadellos, die Optik dank der Echtholz-Mahagoni Ohrmuscheln sehr ansehnlich. Der Klang des T60RP kann auf ganzer Linie überzeugen.

Plus

  • Klang
  • Optik

Preis

  • Ladenpreis: 299,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    Markus Schroeder RED

    Das ist aber schon ein ziemlicher Design-Fortschritt gegenüber dem TR-90. Schickes Teil. Ich muss sagen, Halboffene Dosen, oder hier wohl eher Kisten ;), sind mir inzwischen am liebsten. Leider ist die Auswahl hier recht begrenzt.

  2. Profilbild
    swellkoerper AHU

    Ein Kopfhörer mit symmetrischen Anschlüssen und Holzgehäuse für 300€? Wow, beim ersten Blick habe ich gedacht, der kostet bestimmt 4-stellig.
    Nach dem Lesen des Tests und Studieren der Herstellerseite kommt da ein ungutes Gefühl auf. Afrikanisches Mahagoni ohne irgendwelche Informationen zu Zertifizierung, Nachhaltigkeit oder Abbausituation (CITES, anyone?), zu einem Kampfpreis? Ich finde, sowas ist 2018 ein absolutes NoGo und sollte nachgebessert werden, auch wenn das Produkt an sich bestimmt super ist.

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      @swellkoerper Also ich glaube diesen Zertifikat garnix mehr, und dann noch Afrika, wo ohnehin nur Chaos herrscht. Da helfen auch keine Certifikate.

      • Profilbild
        swellkoerper AHU

        Aber was ist die Alternative? Guten Sound auf Kosten von Raubbau und Umweltzerstörung geniessen? Danke, ich verzichte. Ich weiss, bei Smartphones ist die Situation mit den Seltenen Erden in Afrika ähnlich, aber ein ganz ganz klein bisschen Einfluss kann man als Konsument doch nehmen, oder?

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